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Die Darstellung fachlichen Wissens in populärwissenschaftlichen Vermittlungstexten

Title: Die Darstellung fachlichen Wissens in populärwissenschaftlichen Vermittlungstexten

Term Paper , 2005 , 36 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: M. A. Stefan Ludwig (Author)

German Studies - Linguistics
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Wissenschaftliche Forschungsergebnisse müssen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, damit die Wissenschaft als eine Institution, die dem Erkenntnisgewinn und dem Fortschritt dienlich ist und damit auch der öffentlichen Welt, eben dieser Welt zugänglich ist. Auch Liebert stellt diese Forderung, damit die Öffentlichkeit die Möglichkeit bekomme, in gesellschaftlichen Entscheidungssituationen mitzudiskutieren (vgl. Liebert 2002: 1). Die Wissenschaft soll also nicht in einer ihr eigenen Welt, von der Öffentlichkeit abgeschottet, eine Art „Geheimwissen“ hüten, das nur den betreffenden Fachleuten und allenfalls einer fachlichen, wissenschaftlich sozialisierten Öffentlichkeit zugänglich sein, sondern sie sollte zur Bildung der Öffentlichkeit an die Menschen herangetragen werden. Diese Forderung müsste eigentlich nicht eigens betont werden, denn Wissenschaft ist prinzipiell öffentlich, denn, so Stuber (2005), werde im wissenschaftlichen Arbeiten nach einer (Natur-) Beobachtung eine Hypothese aufgestellt, die durch Experimente bestätigt werde. Daraus generierten die beteiligten Fachleute eine These, die, unterstützt durch weitere Formeln, in mathematische Formeln fassbar sein solle. So komme man (zumindest in den Naturwissenschaften) auf Naturgesetze, und diese seinen per se öffentlich und überindividuell (vgl. Stuber 2005: 31).
Obwohl die Wissenschaft zwar genuin dafür da ist, durch ihre Forschungen die Öffentlichkeit weiterzubilden und das öffentliche und private Leben stets zu optimieren, scheinen die öffentliche und die wissenschaftliche Welt zumindest im Hinblick auf ihre Kommunikationswelten nebeneinander herzuleben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Theoretischer Teil

1.1 Einleitung

1.2 Zwei unterschiedliche Kommunikationswelten

1.3 Wissenschaftler – Journalisten - Laien

1.4 Wissenschaftsjournalismus

1.4.1 Ziele von Journalisten und Wissenschaftlern

1.4.2 Vermittlung

1.4.3 Verständlichkeit

2. Empirischer Teil

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Mechanismen und Herausforderungen der Vermittlung von fachwissenschaftlichem Wissen in populärwissenschaftlichen Publikationen. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie komplexe wissenschaftliche Inhalte für ein Laienpublikum aufbereitet werden, ohne dabei an fachlicher Substanz und Glaubwürdigkeit zu verlieren.

  • Differenzen zwischen wissenschaftlichen und öffentlichen Kommunikationswelten
  • Strategien des Wissenschaftsjournalismus zur Wissensreduktion und -aufbereitung
  • Methoden der Verständlichkeitsoptimierung auf Wort- und Satzebene
  • Analyse von Metaphern und narrativen Präsentationsformen
  • Empirische Untersuchung populärwissenschaftlicher Vermittlung am Beispiel von Gedächtnistraining

Auszug aus dem Buch

1.2 Zwei unterschiedliche Kommunikationswelten

Liebert thematisiert in der Frage nach der Vermittelbarkeit von fachlichen Texten an die Öffentlichkeit die starken Unterschiede zwischen der wissenschaftlichen Lebensform und nicht-wissenschaftlichen Welt. Er stellt Rainer Wimmers Position dar, der der Auffassung sei, dass es sich hierbei um zwei verschiedene Lebensformen handele, wenn sich die Kommunikationspartner aufgrund unterschiedlicher Sozialisationserfahrungen oder kultureller Erfahrungen nicht mehr verstünden. Es sei hier also die Rede von zwei unterschiedlichen Kulturen, die jeweils eigene Eigenschaftsprofile besäßen (vgl. Liebert 2002: 2). Hier wird bereits deutlich, dass dem Prozess der Vermittlung wissenschaftlicher Ergebnisse an die Öffentlichkeit einige grundlegende Schwierigkeiten entgegenstehen.

Nach Niederhauser befinden sich Wissenschaft und Öffentlichkeit in unterschiedlichen Kommunikationswelten mit verschiedenen Kommunikationskulturen. Die Wissenschaft verfüge über ein eher festgelegtes Wissen und über bestimmte Regeln und Erwartungen hinsichtlich möglicher Kommunikationssituationen, Kommunikationswegen und kommunizierbarer Themen. Es finde zweitens ein steter Prozess der Auseinandersetzung mit den Themen und Gegenständen eines Faches statt. Daraus entstehe eine geschichtete Kommunikation nach dem Grad der Spezialisierung der jeweiligen Fachleute und damit eine entsprechend geschichtete Komplexität des Verstehens.

Demgegenüber bestehe die öffentliche Welt aus einem breiten Publikum, dass sich je nach Bedarf der wissenschaftlichen Kommunikation entziehen könne. Das Interesse der Öffentlichkeit liege zweitens auf aktuellen Ereignissen und besonderen Einzelerscheinungen, die idealiter einen Bezug zu der Alltagswelt haben. Da Forschungsergebnisse nicht direkt an die Öffentlichkeit geleitet werden, sondern gewissermaßen aus zweiter Hand durch den vermittelnden Wissenschaftsjournalismus, finde die Auswahl der Berichte nach journalistischen Gesichtspunkten und den kommunikativen Rahmenbedingungen des jeweiligen Massenmediums statt. Dadurch komme es zu einer punktuellen und unzusammenhängenden Vermittlung (vgl. Niederhauser 1999: 36 ff.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Theoretischer Teil: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Wissenschaftsvermittlung, diskutiert die Kluft zwischen fachlichen und öffentlichen Kommunikationskulturen und analysiert Strategien zur didaktischen Aufbereitung sowie Verständlichkeitsmaximierung.

2. Empirischer Teil: Hier wird der theoretische Rahmen auf einen konkreten populärwissenschaftlichen Artikel über Gedächtnistraining angewandt, um zu untersuchen, wie journalistische Techniken wie Personalisierung und Vereinfachung in der Praxis wirken.

3. Fazit: Das Kapitel schließt mit einer kritischen Bewertung der Vermittlungsprozesse und warnt vor den Gefahren der Kommerzialisierung, die zu Informationsdeformationen in den Medien führen können.

Schlüsselwörter

Wissenschaftsjournalismus, Wissensvermittlung, Verständlichkeit, Populärwissenschaft, Kommunikationswelten, Textverstehen, Metaphorisierung, Narrativierung, Wissenschaftskommunikation, Mediensystem, Gedächtnistraining, Fachsprache, Laienadressaten, Informationsreduktion, Vermittlungsprobleme

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der Vermittlung wissenschaftlichen Wissens durch populärwissenschaftliche Medien und analysiert, wie komplexe Fachinhalte für ein Laienpublikum verständlich gemacht werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder sind die Diskrepanz zwischen wissenschaftlicher und öffentlicher Kommunikation, die Methoden der didaktischen Textaufbereitung und die Auswirkungen journalistischer Selektionskriterien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, welche Strategien Wissenschaftsjournalisten nutzen, um Fachinhalte zu vermitteln, und inwiefern diese Strategien die inhaltliche Genauigkeit der wissenschaftlichen Erkenntnisse beeinflussen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Fundierung durch einschlägige Literatur zur Textlinguistik und Verständlichkeitsforschung, kombiniert mit einer empirischen Analyse eines konkreten Artikels aus dem Magazin "Gehirn & Geist".

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden theoretischen Abschnitt zur Kommunikationsproblematik und einen empirischen Teil, der Techniken wie Metapherngebrauch, Personalisierung und Illustration anhand eines Fallbeispiels untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Wissenschaftsjournalismus, Wissensvermittlung, Verständlichkeitsforschung, Mediensystem und Didaktik geprägt.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Wissenschafts- und Journalistenperspektive wichtig?

Sie ist entscheidend, da Wissenschaftler auf Wahrheit und methodische Genauigkeit setzen, während Journalisten nach Aktualität, Sensation und einfacher Verwertbarkeit streben, was oft zu Konflikten in der Wissensdarstellung führt.

Welche Rolle spielen Metaphern in der untersuchten Vermittlung?

Metaphern dienen als Brücke zwischen bekanntem Alltagswissen und komplexen neuen Inhalten, bergen jedoch die Gefahr der Überinterpretation oder fehlerhafter Modellbildungen.

Wie bewertet der Autor den Einfluss der Kommerzialisierung auf die Wissenschaftsberichterstattung?

Der Autor warnt davor, dass der Wettbewerbsdruck der Medien zu einer übermäßigen Narrativierung und Sensationalisierung führt, wodurch die Gefahr besteht, dass wissenschaftliches Wissen deformiert wird.

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Details

Title
Die Darstellung fachlichen Wissens in populärwissenschaftlichen Vermittlungstexten
College
University of Siegen
Course
Wissensvermittlung in den Massenmedien
Grade
2,3
Author
M. A. Stefan Ludwig (Author)
Publication Year
2005
Pages
36
Catalog Number
V86773
ISBN (eBook)
9783638021791
ISBN (Book)
9783638925136
Language
German
Tags
Darstellung Wissens Vermittlungstexten Wissensvermittlung Massenmedien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M. A. Stefan Ludwig (Author), 2005, Die Darstellung fachlichen Wissens in populärwissenschaftlichen Vermittlungstexten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86773
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