In der Arbeit befasst sich der Autor mit dem Einsatz von Wissensmanagementtechniken, -tools und -möglichkeiten zur Führung von Nonprofit Organisationen. Im theoretischen Teil wird Wissensmanagement als Führungsdisziplin genauer beleuchtet. Neben den Wissensmanagementprozessen soll auch auf das organisationale Lernen eingegangen werden. Um den Begriff Nonprofit Organisation eingangs einzuschränken, legt der Verfasser sein Augenmerk speziell auf kleine, meist ehrenamtlich geführte, Organisationen mit bis zu 20 Mitarbeitern.
Im Anschluss daran wird das mehrsprachige und katholische Jugendzentrum / Mladinski Center in Eberndorf / Dobrla vas als Praxisbeispiel herangezogen und dessen Arbeitsweisen, Prozessabläufe sowie der mögliche Einsatz von Wissensmanagement in der Organisation genauer betrachtet. Angemerkt sei dabei, dass es sich beim Beispiel völlig bewusst und beabsichtigt um kein Best-Practice Beispiel handelt.
Inhaltsverzeichnis
1 Problemstellung / Einleitung
2 Begriffsdefinitionen / Grundlagen
2.1 Nonprofit Organisation (NPO)
2.2 (Strategisches) Management
2.3 Wissensmanagement
2.4 Führen und Leiten
2.5 Ehrenamtliche Mitarbeit(er)
3 Wissensmanagement als Führungsdisziplin in NPOs
3.1 Ansätze zum Wissensmanagement
3.2 Prozesse des Wissensmanagements
3.2.1 Daten – Informationen – Wissen
3.2.2 Wissen generieren
3.2.3 Wissen speichern
3.2.4 Wissen transferieren
3.2.5 Wissen anwenden
3.3 Wissensmanagement als Lernprozess
3.3.1 Lernquellen und Lernformen
3.3.2 Lernstufen
4 Wissensmanagement in der Praxis
4.1 Jugendzentrum Eberndorf / Dobrla vas
4.2 Einsatz von Wissensmanagement im Jugendzentrum
4.2.1 Projektmanagement-Software
4.2.1.1 PHProjekt
4.2.1.2 Projektmanagement mit „eagle“
4.2.2 Teammanagement
4.2.3 Wissensmanagement im täglichen Betrieb
4.2.4 Wissensmanagement in Projekten
4.2.5 Wissensmanagement im Fundraising
4.3 Öffentliche Kommunikation von Information
4.3.1 Internetauftritt
4.3.2 Kontakt und Zusammenarbeit mit Eltern
5 Resümee
5.1 Probleme
5.2 Ausblick
Zielsetzung und Themen
Diese Arbeit untersucht die Anwendbarkeit und den Nutzen von Wissensmanagement-Methoden und -Instrumenten zur Verbesserung der Führungs- und Organisationsprozesse in kleinen, ehrenamtlich geführten Nonprofit-Organisationen. Anhand eines Praxisbeispiels werden Herausforderungen bei der Implementierung analysiert und Lösungswege aufgezeigt.
- Grundlagen des Wissensmanagements in Nonprofits
- Prozessanalyse von Wissensgenerierung bis Wissenstransfer
- Einsatz von Projektmanagement-Software in der Praxis
- Optimierung von Teamkommunikation und betrieblichen Abläufen
Auszug aus dem Buch
3.2.1 DATEN – INFORMATIONEN – WISSEN
Die Begriffe Daten, Information und Wissen werden häufig und häufig falsch verwendet. Was genau unterscheidet aber Daten von Information und Wissen? 24
Daten sind alle in gedruckter, gespeicherter, visueller, akustischer oder sonstiger Form verwertbare Angaben über die verschiedensten Dinge und Sachverhalte. 25 Sie sind damit die Grundbausteine sowohl für die zukünftige Wissensgesellschaft als auch für die Tätigkeit eines Wissensarbeiters. Daten bestehen aus beliebigen Zeichen-, Signal- oder Reizfolgen. 26 Daten sind potenziell wahrnehmbar und verwertbar. 27
Informationen sind diejenigen Daten, die das einzelne Individuum persönlich verwerten kann. Informationen sind im Gegensatz zu Daten nur subjektiv wahrnehmbar und auch nur subjektiv verwertbar. Informationen stellen eine in sich abgeschlossene Einheit dar. 28 Dabei setzen sich Informationen aus Daten zusammen. Im Vergleich zu Daten bilden sie aber durch ihren für den Empfänger relevanten Aussagegehalt eine höhere Ordnung. Informationen sind daher immer empfängerorientiert. 29
Wissen entsteht durch die Verarbeitung und Verankerung wahrgenommener Information in unserem Gehirn, wir sprechen in diesem Fall vom Prozess des Lernens. Altes, bereits gespeichertes Wissen ist dabei der Anker, der dabei hilft aus neu aufgenommenen Informationen neues Wissen in der Struktur unseres Gehirns zu vernetzen. Wissen stellt das Endprodukt des Lernprozesses dar, in dem Daten als Informationen wahrgenommen und als neues Wissen gelernt werden. 30
Zusammenfassung der Kapitel
1 Problemstellung / Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Herausforderungen bei der Führung ehrenamtlich geleiteter NPOs und definiert das Ziel der Arbeit, Verbesserungsmöglichkeiten durch Management-Regeln aufzuzeigen.
2 Begriffsdefinitionen / Grundlagen: Dieses Kapitel liefert die theoretische Basis durch die Definition zentraler Begriffe wie Nonprofit Organisation, Management, Wissensmanagement und ehrenamtliche Mitarbeit.
3 Wissensmanagement als Führungsdisziplin in NPOs: Hier werden wissenschaftliche Ansätze, spezifische Management-Prozesse und die Rolle des Wissensmanagements als Lernprozess innerhalb von Organisationen erläutert.
4 Wissensmanagement in der Praxis: Das Kapitel stellt das Jugendzentrum Eberndorf / Dobrla vas als Fallbeispiel vor und analysiert den praktischen Einsatz von Tools, Projektmanagement und Kommunikation.
5 Resümee: Das Schlusskapitel fasst die erkannten Probleme bei der Einführung von Wissensmanagement zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Relevanz für NPOs.
Schlüsselwörter
Wissensmanagement, Nonprofit Organisation, NPO, Führung, Ehrenamt, Jugendzentrum, Projektmanagement, Prozessoptimierung, organisationales Lernen, Wissenstransfer, Information, Wissensgenerierung, Wissensspeicherung, Management-Tools, Organisationsentwicklung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Einsatz von Wissensmanagement-Techniken und -Möglichkeiten zur professionellen Führung von kleinen, ehrenamtlich betriebenen Nonprofit-Organisationen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen theoretische Grundlagen zum Wissensmanagement, Prozessabläufe (Generierung, Speicherung, Transfer, Anwendung), Projektmanagement und Methoden der internen und externen Kommunikation.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch klare Richtlinien und organisatorische Regeln auch in kleinen, ehrenamtlichen Strukturen Managementprozesse optimiert und der Erfolg der Organisation gesichert werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Verfasser nutzt eine Kombination aus theoretischer Fundierung (Literaturanalyse) und einer praxisorientierten Fallstudie anhand des Jugendzentrums Eberndorf / Dobrla vas.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil über Wissensmanagement als Führungsdisziplin und einen umfangreichen Praxisteil, der konkrete IT-Lösungen und organisatorische Abläufe beschreibt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen unter anderem Wissensmanagement, NPO, Führung, Ehrenamt, Projektmanagement und organisationales Lernen.
Warum wurde das Jugendzentrum Eberndorf / Dobrla vas als Beispiel gewählt?
Der Autor wählte dieses Beispiel aufgrund seiner persönlichen Verbindung als Obmann der Organisation, was ihm einen tiefen Einblick in die realen Abläufe und Herausforderungen ermöglichte.
Welchen Stellenwert hat der Einsatz von Software-Tools wie "eagle"?
Software-Tools dienen im Jugendzentrum als webbasierte Unterstützung, um Projekte zu planen, Arbeitszeiten zu erfassen und Wissen für nachfolgende Generationen von Ehrenamtlichen zentral zu dokumentieren.
Was ist die Kernbotschaft in Bezug auf "Best-Practice"?
Der Autor betont explizit, dass es sich bei seinem Beispiel nicht um eine "Best-Practice"-Lösung handelt, sondern um einen reflektierten Einblick, wie Wissensmanagement in der Realität einer NPO versucht wird umzusetzen.
- Quote paper
- Marko Haschej (Author), 2007, Einsatz von Wissensmanagement zur Führung von NPOs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86837