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Zur politischen Symbolik der Arbeiterparteien SPD und KPD

Markiert der 1. Mai 1929 eine Wende im Verhältnis von SPD und KPD?

Title: Zur politischen Symbolik der Arbeiterparteien SPD und KPD

Seminar Paper , 2003 , 17 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Anonym (Author)

History of Germany - World War I, Weimar Republic
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„Der Blutmai hat zur endgültigen unüberbrückbaren Spaltung der Linken geführt [...].“ In dieser Arbeit soll der Frage nachgegangen werden, welche Auswirkungen der 1. Mai 1929 auf das Verhältnis der Arbeiterparteien KPD und SPD gehabt hat. Welche Bedeutung hatte der „Blutmai“ für die beiden Parteien?
Da es in dieser Arbeit zentral um die Entwicklung des Verhältnisses der Arbeiterparteien SPD und KPD während des Frühjahrs 1929 geht, wird nicht auf die Position der Polizei eingegangen, die für eine völlige Klärung des Sachverhaltens der Mai-Ereignisse ausführlich erläutert werden müsste.
Im ersten Kapitel wird die Rolle der KPD dargelegt. Dabei wird zuerst auf die Zusammensetzung der KPD eingegangen. Die Struktur der Partei muss durchleuchtet werden, um ihr Verhalten am 1. Mai 1929 zu verstehen. Danach wird betrachtet, welche Veränderungen sich intern in der KPD durch den „Blutmai“ ergaben. Die ideologischen Erneuerungen in der KPD erklären das veränderte Verhältnis zwischen der KPD und der SPD. In dem Zusammenhang wird klar, inwieweit der 1. Mai 1929 einen Wendepunkt markiert.
Im zweiten Kapitel wird die Seite der SPD näher betrachtet. Zuerst wird die Position der SPD im Frühjahr 1929 angesehen. Dabei wird versucht aus ihrer Position heraus ihre Agitation zu erklären. Nachkommend wird auf die Folgen des „Blutmais“ in der SPD eingegangen. Die Konsequenzen verweisen auf das veränderte Verhältnis der SPD und KPD.
In diesem Diskurs wird sich einerseits mit der Propagierung des 1.Mais 1929 in den Zeitungen der Arbeiterparteien „Vorwärts“ und „Die rote Fahne“ auseinandergesetzt. Als dritte linke, jedoch unabhängige Zeitung wurde „Die Welt am Abend“ hinzugezogen. Der Pressenkrieg hatte eindeutig mit zur Zuspitzung der Lage am 1. Mai 1929 geführt. Andererseits wird sich vornehmlich auf die Forschungsliteratur von Heinrich August Winkler „Der lange Weg nach Westen“ und „Der Schein der Normalität“ gestützt. Zudem wurden die themenspezifischen Bücher von Thomas Kurz „Blutmai“ und „Blutmai Berlin 1929“ von Léon Schirmann herangezogen. Insgesamt war es auf Grund der vielen Unwahrheiten, die sich auch in den Geschichtsschreibungen und vor allem der Presse verankert haben, schwierig sich ein Bild der wahren Geschehnisse und Hintergründe des „Blutmais“ zu gestalten. Die Spaltung der deutschen Arbeiterbewegung begann bereits 1917 durch die Abspaltung der USPD von der SPD und setzte sich 1918 durch die Gründung der KPD fort.

Excerpt


Gliederung

1.Einleitung

2. Die KPD

2.1. Zusammensetzung der KPD

2.2 Ziele und Konsequenzen der KPD nach dem 1.5.1929

3. SPD

3.1. Die Position der SPD im Frühjahr 1929

3.2. Die Folgen in der SPD

4. Fazit

5. Anhang

6. Literaturverzeichnis

6.1 Quellenverzeichnis

6.2 Forschungsliteratur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der Ereignisse des 1. Mai 1929 auf das politische Verhältnis zwischen der SPD und der KPD in der Weimarer Republik und analysiert, inwieweit dieser Tag einen Wendepunkt für beide Arbeiterparteien markierte.

  • Die Rolle und interne Struktur der KPD im Kontext der "Dritten Phase".
  • Die staatstragende Position der SPD und deren Umgang mit dem Demonstrationsverbot.
  • Die Bedeutung der politischen Symbolik und Agitation in den Parteizeitungen.
  • Die Folgen der Mai-Ereignisse für die innerparteiliche Entwicklung und Wählerschaft.

Auszug aus dem Buch

2.1. Zusammensetzung der KPD

Die Spaltung der deutschen Arbeiterbewegung begann bereits 1917 durch die Abspaltung der USPD von der SPD und setzte sich 1918 durch die Gründung der KPD fort. Im Gegensatz zur SPD war die KPD eher eine junge Partei. Ihre Wählerschaft bestand vorwiegend aus jungen Arbeitern und Erwerbslosen. Im Laufe der Weimarer Republik wurde die KPD immer stärker zu einer Partei der Arbeitslosen. Die KPD hatte Probleme die Kontrolle über ihre Anhängerschaft zu behalten. Dies hatte verschiedene Ursachen. Entgegen dem Vorbild der Bolschewiken hatte die KPD durch die hohe Anzahl der Arbeitslosen in der Partei, es nicht geschafft die Parteiorganisation auf Betriebszellen umzustellen. Durch die stetig hohe Fluktuation der Mitglieder konnte keine starke Bindung zwischen der KPD-Führung und der Anhängerschaft entstehen. Nur wenige der Parteimitglieder waren zu einer aktiven und kontinuierlichen Parteiarbeit bereit. Eine besondere Problematik lag bei der „überflüssigen Generation“ der 18- 30jährigen, bei denen die Arbeitslosigkeit stark über dem Durchschnitt lag. Viele kamen gerade von der Schule und fanden keine Arbeitsstelle, wodurch sie kein Recht auf Arbeitslosenunterstützung hatten.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Fragestellung ein und erläutert die methodische Vorgehensweise sowie die genutzten Quellen zur Untersuchung der Mai-Ereignisse 1929.

2. Die KPD: Es wird die Struktur der Partei sowie deren Radikalisierungsprozess unter dem Einfluss der stalinistischen Generallinie analysiert.

2.1. Zusammensetzung der KPD: Hier werden die soziologischen Hintergründe der Parteianhängerschaft und die Rolle der arbeitslosen Jugend untersucht.

2.2 Ziele und Konsequenzen der KPD nach dem 1.5.1929: Das Kapitel behandelt die Auswirkungen der "Dritten Phase" auf die Strategie der KPD und die Eskalationsbereitschaft bei den Maifeiern.

3. SPD: Fokus liegt auf der Rolle der SPD als regierender Partei und ihrer Verantwortung für die staatliche Ordnung.

3.1. Die Position der SPD im Frühjahr 1929: Es wird das Agieren der SPD im Kontext des Demonstrationsverbots von Polizeipräsident Zörgiebel betrachtet.

3.2. Die Folgen in der SPD: Hier wird der Umgang der Partei mit dem "Blutmai" und die langfristige Wirkung auf ihre Wählerschaft beleuchtet.

4. Fazit: Das Fazit resümiert die Unausweichlichkeit der Spaltung und die verpassten Chancen zur Rettung der Demokratie.

5. Anhang: Der Anhang enthält Dokumente und Auszüge aus zeitgenössischen Zeitungen zur Untermauerung der Arbeit.

6. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen und Forschungsliteratur.

6.1 Quellenverzeichnis: Detaillierte Liste der konsultierten Zeitungsartikel.

6.2 Forschungsliteratur: Bibliographie der wissenschaftlichen Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Weimarer Republik, KPD, SPD, Blutmai, 1. Mai 1929, Karl Friedrich Zörgiebel, Sozialfaschismus, Arbeiterbewegung, Radikalisierung, Demonstrationsverbot, Rote Fahne, Vorwärts, Politische Symbolik, Klassenkampf, Stalinismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Ereignissen des 1. Mai 1929 in Berlin und deren Einfluss auf die zerrüttete Beziehung zwischen SPD und KPD.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Rolle der Arbeiterparteien, die Strategie der KPD im Zuge der stalinistischen Generallinie und die staatspolitische Verantwortung der SPD.

Was ist die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, ob der 1. Mai 1929 als endgültiger Wendepunkt im Verhältnis der Arbeiterparteien SPD und KPD betrachtet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine diskursanalytische Methode unter Einbeziehung von zeitgenössischen Zeitungsquellen und moderner historischer Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die interne Struktur der KPD, die Motive für das Demonstrationsverbot durch die SPD sowie die langfristigen politischen Konsequenzen für beide Parteien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Sozialfaschismus, Blutmai, Arbeiterbewegung und das Spannungsfeld zwischen Radikalisierung und staatlicher Stabilität.

Welche Rolle spielte Polizeipräsident Zörgiebel?

Zörgiebel agierte als Vertreter der sozialdemokratischen Staatsordnung und blieb bei seiner Entscheidung für das Demonstrationsverbot, was zur Eskalation der Lage beitrug.

Warum war eine Zusammenarbeit der Parteien so schwierig?

Die gegensätzlichen Zielsetzungen — Erhalt der parlamentarischen Demokratie vs. Aufbau eines "Sowjetdeutschlands" — machten einen Kompromiss undenkbar.

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Details

Title
Zur politischen Symbolik der Arbeiterparteien SPD und KPD
Subtitle
Markiert der 1. Mai 1929 eine Wende im Verhältnis von SPD und KPD?
College
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Geschichtswissenschaften)
Grade
1,7
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2003
Pages
17
Catalog Number
V86869
ISBN (eBook)
9783638029360
ISBN (Book)
9783638927567
Language
German
Tags
Symbolik Arbeiterparteien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2003, Zur politischen Symbolik der Arbeiterparteien SPD und KPD, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86869
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