Die Informationstechnologie entwickelt sich mit einem spannenden Tempo und einem IT-Controller kommt deswegen eine steigende Bedeutung zu. Das IT–Controlling ist einer der Grundsteine der IT-Planung, vor allem weil es sich gut in die Unternehmensstrategie einbinden lässt. Seit längerer Zeit schon werden IT-Controller nicht nur bei der Bewertung der Wirtschaftlichkeit der IT eingesetzt, sondern außerdem zur Unterstützung des IT–Managements.
Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Darstellung und kritische Würdigung des strategischen IT-Controllings. Im ersten Teil der Arbeit werden die Begriffe Strategie und IT-Controlling erklärt und im Kontext mit der Unternehmensstrategie näher erläutert. Im darauf folgenden Kapitel werden die IT–Standards behandelt. Hierbei wird vor allem Wert auf Hardware und Software gelegt, da sie einen wichtigen Teil der IT-Struktur darstellen.
Inhaltsverzeichnis
1. Warum braucht man IT-Controlling?
2. Begriffsklärung
2.1. Definition von IT-Controlling
2.2. Entwicklung des IT-Controllings
2.3. Strategisches IT-Controlling
2.4. Strategisches IT-Controlling - die Aufgaben im Überblick
2.5. Strategieformulierung
3. IT – Infrastruktur
4. IT-Sicherheit
4.1. Gefahrenpotenziale
4.2. IT-Risikomanagement
4.3. Kosten der Sicherheit
4.4. Sicherheitsstandards
4.4.1. BSI
4.4.2. ISO/IES 27009
4.4.3. COBIT
4.4.4. Telekommunikationsdatenschutzgesetz
5. IT-Kennzahlen
5.1. Return on Investment (ROI)
5.2. Total Cost of Ownership (TCO)
5.3. Benchmarking
5.4. IT-Balanced-Scorecard
5.5. IT – Portfoliomanagement
5.6. Outsourcing
6. Fazit
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, das strategische IT-Controlling umfassend darzustellen und kritisch zu würdigen. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie IT-Controlling als Grundstein der IT-Planung effektiv in die Unternehmensstrategie eingebunden werden kann, um eine zielgerichtete Steuerung und Wirtschaftlichkeitsüberwachung der IT-Infrastruktur sicherzustellen.
- Grundlagen und Definitionen des strategischen IT-Controllings
- Anforderungen an die IT-Infrastruktur und Sicherheitsstandards
- Kostenanalyse und Risikomanagement in der Informationstechnik
- Einsatz von Kennzahlensystemen wie Balanced-Scorecard und ROI
- Optimierungsmöglichkeiten durch IT-Portfoliomanagement und Outsourcing-Varianten
Auszug aus dem Buch
2. Begriffsklärung
„Kennst Du den Gegner und kennst Du Dich, so magst Du 100 Schlachten ohne Gefahr schlagen. Kennst Du Dich, aber den Gegner nicht, so sind Deine Aussichten auf Gewinn und Verlust gleich. Kennst Du weder Dich noch den Gegner, so wirst Du in jeder Schlacht geschlagen werden.“
So ist bereits vor circa 2500 Jahren von dem chinesischen Philosophen und Militärstrategen Sun Tse der Begriff Strategie erklärt worden. Darüberhinaus werden im Rahmen der Unternehmensstrategieplanung die Analyse der Stärken und Schwächen und die Umfeldanalyse (Chancen und Risiken) abgeleitet und auf die Wirtschaftsebene übertragen. Um den Unternehmenserfolg sicherzustellen, stimmen die beiden Betrachtungsbereiche überein.
Die etymologische Herkunft des Wortes Controlling lässt sich auf das lateinische „contra“ zurückführen, was man mit „das Führen einer Gegenrolle“ übersetzen kann.
In die deutsche Sprache kam der Begriff Controlling aus dem englischem „to control“ und dem französischen „contrerôle“. Unter „control“ wird hierbei das Steuern und Lenken eines Unternehmens verstanden. Fälschlicherweise wird Controlling im Deutschen oft mit Kontrolle verwechselt. „Contrerôle“ definiert das Controlling als erforderlichen Gegenpart zur Unternehmensführung, die es unterstützen soll. In weiteren Auslegungen wird der „Controller“ als „ökonomischer Souffleur“ oder „betriebswirtschaftliches Gewissen“ verstanden.
Als wissenschaftliche Disziplin wurde das Controlling aus der Unternehmenspraxis übernommen und aufgebaut.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Warum braucht man IT-Controlling?: Dieses Kapitel erläutert die steigende Bedeutung des IT-Controllings für die Unternehmensstrategie und definiert die Zielsetzung der Arbeit bezüglich der kritischen Würdigung dieses Fachbereichs.
2. Begriffsklärung: Hier werden die theoretischen Grundlagen gelegt, indem der Begriff der Strategie historisch eingeordnet und die etymologische Herkunft sowie die betriebswirtschaftliche Bedeutung von Controlling analysiert werden.
3. IT – Infrastruktur: Dieses Kapitel behandelt die Anforderungen an eine zuverlässige IT-Infrastruktur und betont die Notwendigkeit einer unternehmensweiten Standardisierung zur Kostenkontrolle.
4. IT-Sicherheit: Der Fokus liegt auf Gefahrenpotenzialen, Risikomanagement und der Vorstellung etablierter Sicherheitsstandards wie BSI, ISO/IES 27009 und COBIT sowie juristischer Rahmenbedingungen.
5. IT-Kennzahlen: Dieses Kapitel untersucht verschiedene Messmethoden wie ROI, TCO, Benchmarking und die IT-Balanced-Scorecard zur Steuerung der IT-Leistung und zur Kostensenkung.
6. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Erkenntnisse über die zunehmende Relevanz des strategischen IT-Controllings für die Transparenz und den Erfolg moderner Unternehmen.
Schlüsselwörter
IT-Controlling, Strategisches Management, Unternehmensstrategie, IT-Infrastruktur, IT-Sicherheit, Risikomanagement, Kennzahlensysteme, ROI, TCO, Benchmarking, Balanced-Scorecard, Portfoliomanagement, Outsourcing, BSI, COBIT
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle und Bedeutung des strategischen IT-Controllings als wichtigem Instrument zur Steuerung und wirtschaftlichen Überwachung der Informationstechnik in modernen Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Kerngebiete umfassen die Definition von Controlling, die Gestaltung der IT-Infrastruktur, das Management von IT-Sicherheit, die Messung von IT-Kennzahlen sowie Strategien zur Kostensenkung durch Outsourcing und Portfoliomanagement.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Hauptziel ist eine fundierte Darstellung und kritische Würdigung, wie IT-Controlling das IT-Management effektiv bei der Formulierung und Umsetzung einer zukunftsorientierten IT-Strategie unterstützen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Konzepte und Modelle, die mit Praxisbeispielen und theoretischen Definitionen aus dem IT-Management kombiniert werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Begriffsdefinitionen als auch praktische Werkzeuge wie Sicherheitsstandards (BSI, COBIT), Kennzahlen (ROI, TCO, BSC) und Managementmethoden (Outsourcing) detailliert erörtert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind IT-Controlling, Unternehmensstrategie, IT-Sicherheit, Kennzahlen, Risikomanagement und Benchmarking.
Wie unterscheidet sich laut dem Text strategisches von operativem IT-Controlling?
Das strategische IT-Controlling ist langfristig ohne festen Zeithorizont auf die Effektivität und Unternehmensziele ausgerichtet, während das operative IT-Controlling auf kurz- bis mittelfristige Effizienzsteigerung und Gewinnerzielung zielt.
Welche Rolle spielt der Faktor Mensch in der IT-Sicherheit?
Der Faktor Mensch gilt als wesentliches Risiko, weshalb IT-Benutzer durch Richtlinien und Sicherheitsprinzipien geschult werden müssen, um die IT-Infrastruktur effektiv zu schützen.
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- Diplom Betriebswirtin Slavka Szokol (Author), 2007, Darstellung und kritische Würdigung des strategischen IT-Controlling, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86878