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Die Situation der Migranten in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg

Displaced Persons und Arbeitsmigranten

Title: Die Situation der Migranten in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg

Term Paper , 2007 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sarah Suchy (Author)

Politics - Miscellaneous
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Seit mehreren Jahren beschäftigt sich die Politik intensiv mit dem Problem der Migranten in Deutschland. Viele der hierher geflüchteten Ausländer sind nur schlecht oder gar nicht in ihre neue Heimat integriert worden.[...]
In keiner Bevölkerungsgruppe der BRD ist der Arbeitslosenanteil höher.
Die Geschichte der Migranten und Migrantinnen in Deutschland ist lang, einen ihrer Höhepunkte erreichte sie wohl in der Zeit um 1945, mit Ende des zweiten Weltkriegs.
Da gab es zum Einen die aus dem Ausland Vertriebenen, z.B. die so genannten Sudetendeutschen, die in den als Sudetenland bezeichneten Gebieten der böhmischen Länder Böhmen, Mähren und Österreichisch Schlesien lebten und in nur wenigen Monaten fast vollständig vertrieben bzw. zwangsausgesiedelt, in der heutigen Umgangssprache „abgeschoben“, wurden. [...]
Zum Anderen gab es natürlich auch die nach Deutschland verschleppten Zwangsarbeiter und Kriegsgefangenen, die zum größten Teil aus der damaligen Sowjetunion stammten.

Im Gegensatz dazu, so denkt man im ersten Augenblick, stehen die Arbeitsmigranten, vor allem der 50er und 60er Jahre, die aufgrund von Arbeitsplätzemangel und schlechter Bezahlung in ihrem Heimatland und Arbeitskräftemangel in den ländlichen Gebieten Deutschlands und im Rahmen des Wirtschaftswunders freiwillig ihre Heimat verließen, um ihrer Familie zu Hause ein besseres Leben bieten zu können. Zwar verdienten sie für deutsche Verhältnisse unangemessen wenig, doch übertraf es doch die von der Heimat gewohnten Standards.

Im Folgenden sollen verschiedene Gründe und Begrifflichkeiten von Migration erläutert und diskutiert werden. Der Schwerpunkt wird dabei auf die Ausdifferenzierung zweier spezieller Migranten-Gruppen gelegt.
Auch soll man sich im Laufe der Arbeit klar darüber werden, ob das heutige Migrations-Problem in Deutschland durch sofortige intensive Bemühungen der Politik um Integration hätte verhindert werden können und ob eine effektive Integration zur damaligen Zeit überhaupt möglich gewesen wäre.

Folgende Punkte und Begriffe werden in dieser Arbeit erläutert:
Displaced Person, Zwangsarbeiter, Fremdbestimmung, Randposition, Perspektivlosigkeit, Zwangsrepatriierungen, Arbeitsmigranten, Gastarbeiter, Anwerbung und Vermittlung ausländischer Arbeitskräfte, Ursachen und Folgen der Migration, Lebensumstände der Arbeitsmigranten in Deutschland, Rückkehr- und Verbleibeabsichten

Excerpt


Gliederung und Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinitionen

2.1 Displaced Persons

2.2 Repatriierungen

2.3 UNRRA / IRO

2.4 Fremdarbeiter – Gastarbeiter - Arbeitsmigranten

3. Migranten – Randgruppen in Deutschland nach 1945

3.1 Displaced Persons – Zwangsarbeiter

3.1.1 Fremdbestimmung

3.1.2 Randposition

3.1.3 Perspektivlosigkeit

3.1.4 Zwangsrepatriierungen

3.2 Arbeitsmigranten – Gastarbeiter

3.2.1 Anwerbung und Vermittlung ausländischer Arbeitskräfte

3.2.2 Ursachen und Folgen der Migration

3.2.3 Lebensumstände der Arbeitsmigranten in Deutschland

3.2.4 Rückkehr- und Verbleibeabsichten

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen Lebensumstände von Migrantengruppen in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg, insbesondere durch den Vergleich von Displaced Persons (Zwangsarbeitern) und Arbeitsmigranten (Gastarbeitern), um die Wirksamkeit politischer Integrationsbemühungen kritisch zu hinterfragen.

  • Historische Einordnung der Displaced Persons und ihre Betreuung durch Organisationen wie UNRRA und IRO.
  • Analyse der Begriffe Fremdarbeiter, Gastarbeiter und Arbeitsmigranten.
  • Untersuchung der Lebens- und Arbeitsbedingungen von Zwangsarbeitern und Gastarbeitern.
  • Bewertung der gesellschaftlichen Randposition und Diskriminierungserfahrungen dieser Gruppen.
  • Kritische Reflexion über die fehlende frühzeitige Integration und deren Folgen.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Fremdbestimmung

Eine der bedeutendsten Ursachen für die psychische Belastung der Zwangsarbeiter war die Tatsache, dass sie nicht als Menschen, sondern, sowohl von der Politik, als auch von der deutschen Bevölkerung, als Objekte angesehen und behandelt wurden. Ihre einzige Aufgabe bestand darin, Weisungen entgegenzunehmen und auszuführen, ihre „persönliche[ ] Eigenständigkeit“ wurde ihnen aberkannt. Auch nach 1945 führte sich diese Fremdbestimmtheit weiter fort, nur die exekutiven Organe wechselten. Denn mit der bevorzugten Behandlung der Displaced Persons gegenüber der deutschen Bevölkerung durch die Alliierten nach Ende des Krieges, zogen sie weiter Aggressionen auf sich, obwohl es ihnen, trotz der Besserstellung, vor allem in materiellen Belangen noch viel schlechter ging als den Deutschen selbst.

Diese Knappheit, an der die ehemaligen Zwangsarbeiter litten, machte sie auch nun zu Abhängigen. Diesmal von den schon in Punkt 2.3 genannten Hilfsorganisationen. Auch wurden sie in der Hinsicht wiederum fremdbestimmt, weil sie, zu einem großen Teil gegen ihren Willen, repatriiert werden sollten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Migranten in Deutschland ein und unterscheidet zwischen den verschiedenen Gruppen wie Vertriebenen, Zwangsarbeitern und Gastarbeitern.

2. Begriffsdefinitionen: In diesem Kapitel werden zentrale Begriffe wie Displaced Persons, Repatriierung, UNRRA/IRO sowie die Entwicklung von Bezeichnungen für ausländische Arbeitskräfte erläutert.

3. Migranten – Randgruppen in Deutschland nach 1945: Dieser Hauptteil analysiert detailliert die Lebenssituation von Zwangsarbeitern und Gastarbeitern unter den Aspekten der Ausbeutung, Fremdbestimmung, Diskriminierung und Rückkehrplanung.

4. Fazit: Das Fazit resümiert die stets schwierigen Lebensbedingungen der Migrantengruppen und stellt fest, dass durch mangelnde Voraussicht der Politik Integrationsschwierigkeiten erst entstanden sind.

Schlüsselwörter

Migration, Deutschland, Displaced Persons, Zwangsarbeiter, Arbeitsmigranten, Gastarbeiter, Integration, Repatriierung, Fremdbestimmung, Randgruppe, Diskriminierung, UNRRA, Arbeitsmarkt, Wirtschaftswunder, Anwerbeverträge

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische Situation von zwei spezifischen Migrantengruppen in Deutschland nach 1945: die unfreiwillig nach Deutschland gekommenen Zwangsarbeiter und die später eingereisten Gastarbeiter.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Schwerpunkten gehören die Begriffe der Migration, die Fremdbestimmung durch staatliche oder alliierte Instanzen, die Lebensumstände in Lagern oder Unterkünften und die soziale Ausgrenzung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit zielt darauf ab zu ergründen, ob durch intensivere politische Integrationsbemühungen die heutigen Migrationsprobleme hätten vermieden werden können oder ob eine Integration damals überhaupt praktikabel war.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine auf Literaturanalyse und historischen Quellen basierende Untersuchung, die Begriffe definiert und die Lebensbedingungen der Migrantengruppen gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Displaced Persons (inkl. Traumata und Zwangsrepatriierungen) und der Arbeitsmigranten (inkl. Anwerbung, Arbeitsbedingungen und Rückkehrabsichten).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Migration, Zwangsarbeiter, Gastarbeiter, Displaced Persons, Integration und Diskriminierung.

Welche Rolle spielten die UNRRA und IRO bei der Betreuung der Migranten?

Diese Organisationen waren für die Betreuung der Displaced Persons und deren Repatriierung zuständig, wobei sie jedoch häufig unter der Kontrolle der Militärbehörden standen und in ihrer Handlungsfreiheit eingeschränkt waren.

Warum wird der Begriff "Gastarbeiter" heute kritisch hinterfragt?

Der Begriff impliziert eine Gastfreundschaft, die den Arbeitern in der Realität aufgrund von Diskriminierung und Ausbeutung nicht entgegengebracht wurde; zudem waren die Menschen oft als Dauerarbeitskräfte eingeplant, obwohl man sie offiziell als vorübergehende Aushilfen bezeichnete.

Welche Auswirkung hatte die Zwangsrepatriierung auf die Betroffenen?

Viele ehemalige Zwangsarbeiter, insbesondere aus der Sowjetunion, fürchteten bei der Rückkehr politische Verfolgung und Diskriminierung, was zu traumatischen Erlebnissen und teils verzweifelten Suizidversuchen führte.

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Details

Title
Die Situation der Migranten in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg
Subtitle
Displaced Persons und Arbeitsmigranten
College
Carl von Ossietzky University of Oldenburg
Course
Migrationspolitik und Gender
Grade
1,0
Author
Sarah Suchy (Author)
Publication Year
2007
Pages
18
Catalog Number
V86918
ISBN (eBook)
9783638022118
ISBN (Book)
9783638925839
Language
German
Tags
Situation Migranten Deutschland Weltkrieg Migrationspolitik Gender
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sarah Suchy (Author), 2007, Die Situation der Migranten in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86918
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