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Das Europakonzept Napoleons III.

Title: Das Europakonzept Napoleons III.

Term Paper , 2006 , 18 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Roy Seyfert (Author)

History of Europe - Modern Times, Absolutism, Industrialization
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Napoleon Bonaparte- ein Name, den Europa fürchtete und bewunderte, der Name eines ehrgeizigen und erfolgreichen Strategen, der den Kontinent mit Krieg überzog. Er war ein Mann, der aus Europa ein einziges Heerlager machen wollte, dessen Provinzen von seinen Generälen als eine Art Militärkonsule verwaltet werden sollten. Ehrgeiz, Entschlussfreude und wohl überlegtes Vorgehen zeichneten seine Laufbahn. Aber schließlich und endlich schlug sich sein Größenwahn Bahn und er überforderte sein Heer, indem er sich mit dem Riesen des Ostens anlegte. Als seine Ära zu Ende ging, waren seine Errungenschaften daher bereits wieder verfallen und nach einem kurzen Zwischenspiel entstand eine Regierung unter Louis Philippe, dem Bürgerkönig.
Doch das Erbe Napoleons I. sollte erneut bedeutend für Europa werden und es war auffällig, „dass Louis Napoleon nicht bloß der Träger eines Namens, sondern der Träger eines Prinzips ist, von welchem er selbst getragen wird.“
Mein Hauptaugenmerk wird auf der Darstellung und der Analyse des Europakonzeptes Napoleons III. liegen, wobei für mich die Frage interessant ist, inwieweit sich seine Mittel und Absichten mit denen des großen französischen Kaisers decken. War er ein großer Feldherr? Wie hat er die Massen für sich gewonnen? War seine Herrschaft absolut und unbedroht? Das sind nur einige der Fragestellungen, die im Laufe meiner Ausführungen behandelt werden.
Zu Beginn werde ich zeigen, wer in welcher Art und Weise auf sein Leben Einfluss nahm, wobei ich seine Mutter explizit erwähnen werde. Dann möchte ich darauf eingehen, wie er an die Macht gelangte und aus der Republik wieder einen absolutistischen Staat machte und endlich seine Vorstellungen vom Aussehen Europas umzusetzen versuchte, dabei auf Italien bedeutenden Einfluss nahm und sich aber schließlich diplomatisch selbst in die Enge manövrierte, aus welcher er nur auf allen vieren wieder heraus gekrochen kam.
Ich werde zeigen, dass Napoleon III. ein widersprüchlicher Mensch war, dessen Ansichten und Aktionen sich häufig gegenseitig ausschlossen, der selten einen einheitlichen Kurs fand und sich auch allzu oft von Dritten beeinflussen ließ.
In meiner Gliederung gibt es keinen Punkt, der explizit die Bezeichnung „Das Europakonzept Napoleons III.“ trägt. Die bezüglich dieses Themas gemachten Ausführungen sind impliziert in den vorhandenen Gliederungspunkten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Zeit ohne Krone

2.1 Die Einflüsse seiner Kindheit

2.2 Die Machtergreifung

3. Die politischen Unternehmungen in Europa

4. Der Verlust des Thrones

5. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Hausarbeit analysiert das Europakonzept Napoleons III. und untersucht, inwieweit seine politischen Mittel und Absichten mit denen seines berühmten Vorgängers, Napoleon I., korrespondierten oder sich von diesen unterschieden. Dabei liegt der Fokus auf der biografischen Prägung, dem Aufstieg zur Macht und der schwierigen Balance zwischen dem Streben nach französischer Hegemonie und einer friedlichen, an Nationalstaatsideen orientierten europäischen Ordnung.

  • Biografische Prägung und familiäre Einflüsse auf Napoleon III.
  • Die Machtergreifung und der Übergang vom autoritären Kaisertum zur Demokratie.
  • Außenpolitische Ambitionen und das Konzept der europäischen Nationalstaaten.
  • Das Spannungsfeld zwischen dynastischem Erbe und realpolitischen Notwendigkeiten.
  • Die Ursachen für das Scheitern seiner Herrschaft und den Verlust des Thrones.

Auszug aus dem Buch

2.1 Die Einflüsse seiner Kindheit

Ein Kind nimmt sich immer seine Eltern als Vorbild. Dies war auch bei Charles Louis Napoleon, dem späteren Kaiser Napoleon III. der Fall.

Sein Vater Louis Napoleon war ein misstrauischer, mürrischer, eifersüchtiger Mensch, der selten zu Späßen aufgelegt war. Diese Eigenschaften waren verständlicherweise für das Verhältnis zu seinen beiden Söhnen nicht förderlich. Auch gegenüber seiner Frau Hortense verhielt er sich zurückhaltend, scheu und sensibel, womit ihre erhöhte Aufmerksamkeit erklärt ist, die sie ihren Kindern angedeihen ließ. Doch Louis Napoleons Charakter machten ihn zu einem geeigneten Herrscher, denn neben seinen negativen Eigenschaften, die seinen Umgang mit Menschen kennzeichneten, war er pflichtbewusst und friedfertig.

Seine Gemahlin Hortense war das ganze Gegenteil: leichtfertig, heiter, schlagfertig. Sie hatte Freude an Gesellschaft, welche sie stets mit ihrem geistreichen Witz zu unterhalten wusste. In politischer Hinsicht war sie eine Royalistin mit einer extrem ausgeprägten romantischen Ader, der ihrem ehrgeizigen Geltungsdrang zugute kam. Es ist nachvollziehbar, dass sich die Kinder eher mit ihrer lustigen Mutter als ihrem schweigsamen Vater befassten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung legt das Ziel fest, Napoleons III. Europakonzept zu analysieren und hinterfragt die Übereinstimmungen mit den Absichten Napoleons I.

2. Die Zeit ohne Krone: Dieses Kapitel behandelt die Kindheitseinflüsse durch die Eltern sowie den Weg von der Verbannung bis hin zur erfolgreichen Machtergreifung.

3. Die politischen Unternehmungen in Europa: Es werden die Bemühungen des Kaisers beschrieben, Frankreich durch Diplomatie als zivilisationsstiftende Nation zu etablieren und sein ambivalentes Verhalten in der italienischen und polnischen Frage.

4. Der Verlust des Thrones: Dieses Kapitel schildert den verhängnisvollen Konflikt mit Bismarck, die außenpolitische Isolierung und den letztlichen Zusammenbruch des Kaiserreichs infolge des Krieges von 1870/71.

5. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz, in der Napoleon III. als ein Mann mit Visionen charakterisiert wird, dem jedoch die nötige Entscheidungskraft und das militärische Geschick fehlten, um seine Ziele dauerhaft zu verwirklichen.

Schlüsselwörter

Napoleon III., Europakonzept, Französische Geschichte, 19. Jahrhundert, Kaisertum, Napoleon I., Nationalstaat, Außenpolitik, Diplomatie, Machtanspruch, Legitimation, Bismarck, Februarrevolution, Hegemonie, Imperialismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit setzt sich mit dem politischen Wirken und den europäischen Visionen von Napoleon III. auseinander.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den Schwerpunkten gehören der familiäre Hintergrund des Kaisers, sein Aufstieg zur Macht, sein Verständnis von Europa als System von Nationalstaaten und sein diplomatisches Scheitern.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Analyse des Europakonzeptes von Napoleon III. und der Vergleich seiner Absichten mit denen seines Onkels, Napoleon I.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historisch-analytischen Methode unter Auswertung relevanter zeitgenössischer und wissenschaftlicher Literatur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die biografischen Grundlagen, die Etappen der Machtergreifung und die spezifischen außenpolitischen Unternehmungen sowie deren Scheitern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe sind Napoleon III., Europakonzept, Nationalstaat, Hegemonie, Kaisertum und das 19. Jahrhundert.

Warum wird Napoleon III. in der Arbeit als widersprüchlicher Mensch beschrieben?

Der Autor zeigt auf, dass der Kaiser zwischen verschiedenen Idealen schwankte, etwa als demokratisch gesinnter Herrscher, der gleichzeitig eine absolutistische Tradition des Namens Napoleon aufrechterhalten wollte.

Welche Rolle spielte Eugenie von Montijo für die Politik ihres Mannes?

Die Arbeit betont ihren konservativen und katholisch geprägten Einfluss, der den Kaiser insbesondere in der Außenpolitik und bei der Preußenfrage zunehmend beeinflusste.

Wie bewertet der Autor den Einfluss von Otto von Bismarck?

Bismarck wird als kühler und strategisch überlegener Gegenspieler dargestellt, der den wankelmütigen Napoleon III. geschickt in die außenpolitische Isolation und schließlich in den Krieg führte.

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Details

Title
Das Europakonzept Napoleons III.
College
Technical University of Chemnitz  (Geschichte)
Course
Europaidee und Europagedanke im 19. Jahrhundert
Grade
2,0
Author
Roy Seyfert (Author)
Publication Year
2006
Pages
18
Catalog Number
V86924
ISBN (eBook)
9783638029223
ISBN (Book)
9783638927956
Language
German
Tags
Europakonzept Napoleon III
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Roy Seyfert (Author), 2006, Das Europakonzept Napoleons III., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86924
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