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Die Reformatoren Melanchthon, Zwingli und Calvin

Title: Die Reformatoren Melanchthon, Zwingli und Calvin

Seminar Paper , 2007 , 14 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Carolin Althaus (Author)

Theology - Historic Theology, Ecclesiastical History
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Kaum eine Entwicklung hat die katholische Kirche so beeinflusst wie die Reformation. Und keine Neuerung in ihrer zweitausendjährigen Geschichte hat sie so sehr geschwächt. Doch die Kraftlosigkeit der mittelalterlichen Kirche, aufgrund der eine Reformation hat überhaupt stattfinden können, hat sie selbst verschuldet. Die Missstände waren unübersehbar: Eine vielfach ungesunde Heiligen- und Reliquienverehrung, vermischt mit heidnischem Aberglauben, die Leichtgläubigkeit, Wundersucht und Teufelsangst der Menschen steht in enger Korrelation zur moralisch fragwürdigen Abgabepolitik, dem Verkauf kirchlicher Ämter, dem klerikalen Nepotismus und den sittlichen Verfehlungen und Missständen im gesamten Kirchenwesen. Der Ruf nach einer Besserung der Verhältnisse erklang immer lauter von unterdrückten Bauern und unfreien Lehnarbeitern, von den Menschen, die tagtäglich mit den Verfehlungen einer Kirche leben mussten, die in erheblichem Maße das tägliche Leben bestimmte. Erasmus von Rotterdam wie Martin Luther, gebildete Humanisten und zweifelnde Kritiker brachten schließlich um 1503 mit ihren Reformvorschlägen den Stein ins Rollen, der etwa 30 Jahre später zur Kirchenspaltung führen sollte. In meiner Seminararbeit möchte ich das Wirken und die Bedeutung der Reformatoren Melanchthon, Zwingli und Calvin skizzieren, die sich auf dem Feld der protestantischen Kirche viel verdient gemacht haben. Dabei kann jedoch der Aspekt eines direkten Vergleiches aus Raumgründen nicht ausgeführt werden. Die vier solae Luthers kommen auch bei den übrigen Reformatoren zum Tragen, jedoch nicht in gleichem Maße. Zunächst möchte ich kurz das Leben der Umstürzler skizzieren, um dann mittels personspezifischer Literatur auf ihr reformatorisches Wirken und ihre kirchengeschichtliche Bedeutung einzugehen. Der am 16. 2. 1497 in Bretten (Baden) geborene Reformationstheologe führte seinen Namen „Schwarzerd“ nach humanistischer Sitte in gräzisierter Form. Sein beruflicher Werdegang führte ihn nach der Lateinschule in Pforzheim und den Universitäten Heidelberg und Tübingen 1514 zum Abschluss des Magister artium, mit dem er 1518 auf Empfehlung seines Großonkels den Lehrstuhl für griechische Sprache an der Universität Wittenberg erhielt. Früh schloss er sich den Humanisten an, knüpfte bald Beziehungen zu Erasmus von Rotterdam und trat schließlich an Luthers Seite. 1519 wurde er nach Abschluss des Baccalaureus biblicus in die theologische Fakultät aufgenommen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Phillip Melanchthon

2.1 Vita

2.2 Reformatorisches Wirken

2.3 Kirchengeschichtliche Bedeutung

3. Huldrych Zwingli

3.1 Vita

3.2 Reformatorisches Wirken

3.3 Kirchengeschichtliche Bedeutung

3.4 Die Täuferbewegung

4. Johannes Calvin

4.1 Vita

4.2 Reformatorisches Wirken

4.3 Kirchengeschichtliche Bedeutung

5. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit verfolgt das Ziel, das Wirken und die historische Bedeutung der Reformatoren Philipp Melanchthon, Huldrych Zwingli und Johannes Calvin zu skizzieren und ihre Rolle in der protestantischen Kirchengeschichte zu würdigen.

  • Biografische Skizzierung der drei Reformatoren
  • Analyse des jeweiligen reformatorischen Wirkens
  • Einordnung in den kirchengeschichtlichen Kontext
  • Betrachtung der Täuferbewegung als Randphänomen
  • Untersuchung der Bedeutung der Reformatoren aus heutiger Sicht

Auszug aus dem Buch

3.4 Die Täuferbewegung

Die sich 1525 von der Zwinglischen Lehre abspaltende Gruppe erzielte unter ihren bekannten Anführern wie Conrad Grebel, Felix Mantz, Georg Blaurock eine nicht unbedeutende und bis heute aktuelle Relevanz. Zunächst unterschieden sie sich von der Zwinglischen Lehre einzig in der Frage der Kindstaufe. Sie lehnten die Taufe Unmündiger völlig ab und befürworteten einzig die Erwachsenentaufe im Jugendalter, einer Entscheidung aus eigenem Willen. Schließlich erklärten sie jede bereits empfangene Kindstaufe als ungültig und legten die Notwendigkeit eines erneuten Glaubensbekenntnisses fest. Blaurock selbst ließ sich erneut taufen und spendete fortan das Sakrament unter Propagierung des neuen Glaubens. Gemeinsam mit Zwingli ist den Täufern das sola scriptura Prinzip, das die Heilige Schrift als einzig gültige Grundlage des Glaubens sieht, die Sakramentsauffassung und der Standpunkt in der Abendmahlsfrage, doch auch von diesen spalteten sich immer wieder Untergruppen mit einem eigenen Glauben ab. Ungefähr zeitgleich mit der Zürcher Entwicklung trat auch in Sachsen die Erwachsenentaufe in die Gespräche ein, hier führte Thomas Münzer als berühmtester Vertreter den Vorsitz. Neben ihrer Glaubenlehre ist den Anhängern eine starke Obrigkeitsfeindlichkeit und die radikale Ablehnung der bestehenden kirchlichen und staatlichen Ordnung gemein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die Missstände der mittelalterlichen Kirche und begründet die Notwendigkeit der Reformation, während sie das Vorhaben der Arbeit kurz umreißt.

2. Phillip Melanchthon: Dieses Kapitel zeichnet den Lebensweg und den Werdegang Melanchthons sowie seinen Beitrag zur Verbreitung und Systematisierung des Luthertums nach.

3. Huldrych Zwingli: Hier werden Zwinglis Biografie, sein reformatorisches Wirken in Zürich und seine kirchengeschichtliche Bedeutung detailliert behandelt.

4. Johannes Calvin: Dieses Kapitel widmet sich dem Leben, dem Wirken und der rigorosen Kirchenordnung Calvins sowie seiner bleibenden Bedeutung als Reformator.

5. Schlussbemerkung: Die Schlussbemerkung resümiert das Wirken der drei Reformatoren und ordnet ihre Bedeutung aus heutiger Sicht in den historischen Kontext der Kirchenspaltung ein.

Schlüsselwörter

Reformation, Philipp Melanchthon, Huldrych Zwingli, Johannes Calvin, Kirchengeschichte, Protestantismus, Luthertum, Reformatorisches Wirken, Täuferbewegung, Humanismus, Abendmahlsfrage, Sola scriptura, Kirchenordnung, Theologie, Kirchenspaltung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Wirksamkeit und historische Bedeutung der drei bedeutenden Reformatoren Philipp Melanchthon, Huldrych Zwingli und Johannes Calvin im 16. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die Biografien der Reformatoren, ihr spezifisches Wirken im kirchlichen und gesellschaftlichen Kontext sowie ihre kirchengeschichtliche Einordnung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das Leben und Wirken der drei Reformatoren zu skizzieren, um ein tieferes Verständnis für ihre Rollen in der Zeit der Kirchenspaltung zu vermitteln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine personenorientierte Literaturanalyse, um das reformatorische Wirken und die kirchengeschichtliche Bedeutung der untersuchten Theologen darzustellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in drei große Kapitel, die jeweils Leben, reformatorisches Wirken und kirchengeschichtliche Bedeutung für Melanchthon, Zwingli und Calvin detailliert ausführen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Reformation, protestantische Kirchengeschichte, Melanchthon, Zwingli, Calvin, Sola scriptura und das reformatorische Wirken.

Wie unterscheidet sich die Rolle von Melanchthon von der Zwinglis oder Calvins?

Melanchthon wird als der engste Mitarbeiter Luthers und ausgleichende Persönlichkeit charakterisiert, während Zwingli und Calvin eigenständige, oft radikalere Reformbewegungen in der Schweiz und in Frankreich prägten.

Welche Rolle spielte die Täuferbewegung im Kontext der Zwingli-Reform?

Die Täuferbewegung entstand als radikale Abspaltung von Zwinglis Zürcher Reform, primär begründet durch die Ablehnung der Kindertaufe und eine starke obrigkeitsfeindliche Grundhaltung.

Warum wird Calvin als besonders bedeutender Reformator hervorgehoben?

Calvin gilt aufgrund seiner juristischen Schulung, seiner prägenden Kirchenordnung und der weltweiten Verbreitung des Calvinismus als ein Reformator von höchstem Format.

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Details

Title
Die Reformatoren Melanchthon, Zwingli und Calvin
College
University of Hannover  (Institut für Theologie)
Course
Historische Theologie
Grade
2,0
Author
Carolin Althaus (Author)
Publication Year
2007
Pages
14
Catalog Number
V86948
ISBN (eBook)
9783638030915
Language
German
Tags
Reformatoren Melanchthon Zwingli Calvin Historische Theologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Carolin Althaus (Author), 2007, Die Reformatoren Melanchthon, Zwingli und Calvin, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/86948
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