Neue Dimensionen der Kommunikation im ersten Internet-Dorf Österreichs


Diplomarbeit, 2002

216 Seiten, Note: Befriedigend


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort
1.1. Zur Themenwahl
1.2. Danksagung

2. Einleitung
2.1. Geschichte von Rauris
2.1.1.1. Vom Dorfplatz ins Internet
2.1.1.2. Traditionelles verschmelzt mit der Technik
2.1.1.2.1. Sprache und Schrift
2.1.1.3. Artverwandte Projekte zu Rauris
2.1.1.3.1. Projekt: Oberhambach, Deutschland
2.1.1.3.2. Projekt: „Info-Kasteln“, Steiermark
2.1.1.3.3. Projekt: City4All, Oberösterreich
2.1.1.3.4. Gasometer in Wien
2.1.2. Zur Geschichte des Internet
2.1.2.1. Verwendung des Internets in Österreich

3. Hauptteil
3.1. Ein Dorf wird vernetzt und kommuniziert
3.1.1. Einleitung: Das Neue fasziniert nicht nur
3.1.2. Technische Umsetzung: Funk-LAN, HiPath
3.1.2.1. Die Funk-LAN-Technologie
3.1.2.1.1. Definition der Leitungswege
3.1.2.1.2. Backbone-Definition
3.1.2.1.3. Funk-Zellen-Definition
3.1.2.1.4. Client-Anbindung
3.2. HiPath: Tor zur kabellosen Dorfkommunikation
3.3. Die empirische Untersuchung
3.3.1. Forschungsinteresse
3.3.2. Methodische Vorgangsweise
3.3.2.1. Standardisiertes Interview: Befragung [online]
3.3.2.2. Die Stichprobengröße
3.3.2.3. Das Auswahlverfahren
3.3.2.4. Das Befragungsgebiet
3.3.2.5. Untersuchungszeitraum, Zahl der Befragten
3.3.2.5.1. Befragtenzahl und Rücklaufquote
3.4. Zu den Forschungsfragen und Hypothesen
3.4.1. Allgemeines zur Auswertung
3.4.2. Die Forschungsfragen
3.4.3. Die Hypothesen
3.5. Quantitative Auswertung
3.5.1. Zu Forschungsfrage
3.5.1.1. Ergebnis zu Hypothese
3.5.2. Zu Forschungsfrage
3.5.2.1. Ergebnis zu Hypothese
3.5.3. Zu Forschungsfrage
3.5.3.1. Ergebnis zu Hypothese
3.5.4. Zu Forschungsfrage
3.5.4.1. Ergebnis zu Hypothese
3.6. Übersicht: Empirische Untersuchung
3.6.1.1.1. Exkurs: Die wachsende Wissenskluft

4. Kommunikationsdimensionen der Zukunft
4.1. Internet: Informationsmedium Nummer
4.2. Elektronischer Wandel der Zeit
4.2.1. Medienethik, Medienerziehung, Medienpolitik
4.2.1.1. Eltern als medienpädagogisches Vorbild
4.2.2. Gefahrengut Internet im täglichen Leben
4.3. Kommunikation via Internet [allgemein]
4.3.1. Von e-commerce bis e-security
4.3.1.1. „e“-Beispiele der Gegenwart und Zukunft
4.3.2. Haus der Zukunft
4.3.2.1. Der vernetzte Haushalt
4.3.2.1.1. Bluetooth hilft kräftig im Haushalt mit
4.3.3. Mobilität am Ende ihrer Zeit?
4.3.4. Kinder und Jugendliche vs. Internet
4.3.5. Kuriose Kommunikationsanwendungen via Internet
4.3.6. Telework: Zukünftiges Arbeiten von zu Hause

5. Zusammenfassung

6. Literaturverzeichnis

7. Indexverzeichnis

8. Abbildungsverzeichnis

9. Anhang
9.1. Zusätzliche Auswertungen abseits der Forschungsfragen und Hypothesen
9.1.1. Altersverteilung der Befragten
9.1.2. Zusatz zu Forschungsfrage/Hypothese
9.1.3. Zusatz zu Forschungsfrage/Hypothese
9.1.4. Zusatz zu Forschungsfrage/Hypothese
9.1.4.1. Berufliche Ausbildung in tabellarischer Form
9.1.4.2. Auflistung der Höchstzahlen [Neue Medien]
9.1.4.3. Schulische/Berufliche Ausbildung
9.2. Online-Fragebogen
9.2.1. Offene Fragen im Online-Fragebogen
9.3. Spezifische Auswertungsschritte für die Arbeit
9.3.1. Ort des Interneteinstiegs
9.3.2. Onlinezeit [pro Woche]
9.3.3. Vorstellung ohne Internet zu sein

10. Interviews
10.1. Gespräch mit Herrn Robert Reiter
10.2. Gespräch mit Herrn Martin Oberlechner
10.3. Anschlüsse in Rauris und Wörth [Pläne]

11. Glossar

12. Lebenslauf

1. Vorwort

Globale Kommunikation– Eine Wortkombination, mit der noch nicht viele BürgerInnen in Österreich vertraut sind. Nicht so im ersten Net[1] -Dorf Rauris im Salzburger Land. Dort wird seit März 2001 in einem unfangreichen Projekt die gesamte Dorfbevölkerung ans Netz der Netze[2] angeschlossen. Im Vorfeld ist von der Arbeitsgruppe NIKT[3] in Salzburg eine Vorerhebung in Zusammenarbeit mit der Dorfbevölkerung im Oktober 1999 vorangegangen. Ziel dieser Erhebung war ein „unmittelbar umsetzbares Konzept für die Implementation einer demokratiepolitisch sinnvollen und wünschenswerten Applikation für die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien“[4]. Erhoben worden sind somit in demokratischer Weise die Ansprüche eines jeden Bürgers, welche dieser an die neue Technik stellt. In meiner vorliegenden Arbeit werde ich mich - nachdem das Projekt >Gemeinde Online< erhoben worden ist - dem tatsächlichen Umgang der neuen Kommunikationstechniken und der sich daraus erschließenden Kommunikationsdimensionen (vgl. Kommunikationsdimensionen der Zukunft, 4.)für die BürgerInnen [=Nutzer] der Marktgemeinde Rauris widmen. Außerdem soll in dieser wissenschaftlichen Auswertung mittels einer eigens durchgeführten Online-Umfrage das derzeitige Nutzerverhalten der BürgerInnen von Rauris erhoben und dargestellt werden. (vgl. Online-Fragebogen, 9.2.)

Durch diese neuen Technologien bieten sich völlig neue Formen des Informationsaustausches unter den 3.114 BürgerInnen[5] von Rauris. Dadurch ist die Nationalparkgemeinde Rauris zur Modellgemeinde für eine vorbildhafte Nutzung der Telekommunikation und Neuer Medien geworden, die in zahlreichen Bereichen eingesetzt werden kann.[6] (vgl. Artverwandte Projekte zu Rauris, 2.1.1.3.)

1.1. Zur Themenwahl

Hierzu halte ich fest, daß diese Themenwahl für meine Diplomarbeit ein Zufall gewesen ist. Beim Durchblättern von DER STANDARD bin ich auf ein doppelseitiges Inserat von Siemens Österreich aufmerksam geworden. Jene Firma lieferte zu einem beachtlichen Teil die Technik (vgl. Technische Umsetzung: Funk-LAN, HiPath, 3.1.2.) für das Pionierprojekt „Net-Dorf Rauris: Moderne Informations- und Kommunikationslösungen“.

Der Text der Werbeschaltung lautete: „In den Hohen Tauern lebt man vom Fremdenverkehr und tut traditionell alles für seine Gäste. Jetzt hat sich die Gemeinde Rauris einen Anschluß an den Daten-Highway gelegt: Damit konnten Tele-Arbeitsplätze geschaffen werden, Pendler organisieren sich eine Mitfahrbörse und der Tourismus boomt. Der Bürgermeister von Rauris hatte eine Vision und wir von Information and Communication Network sind stolz, diese verwirklicht zu haben.“[7]

Daraus begründet sich auch der Titel dieser Diplomarbeit

„Rauris im Salzburger Land: Neue Dimensionen des kommunikativen Zusammenlebens im ersten Net-Dorf Österreichs“.

Mit neuen Dimensionen[8] der Kommunikation ist in dieser Arbeit der Umgang bzw. die Nutzung des Internets gemeint. (vgl. Übersicht: Empirische Untersuchung, 3.6.) Im Hinblick dessen gilt nach Auswertung meiner empirischen Untersuchungen auf schon gegenwärtige und zukünftige Innovationen und Trends dieser neuen Dimension(en) der Kommunikationsmöglichkeiten Bezug zu nehmen. (vgl. Kommunikation via Internet [allgemein] 4.3.)

Da ich von der Technik, in diesem Falle der Nutzung neuer Kommunikationstechniken, und der gleichzeitigen Aufrechterhaltung traditioneller Werten gleichermaßen beeindruckt bin, kam mir die Idee, über diese beiden augenscheinlich nicht sehr ähnlichen Aspekte meine Diplomarbeit zu verfassen. Ich hoffe dem Leser durch diese Arbeit einen konkreten Einblick über die Verknüpfung von technischen Möglichkeiten in Verbindung traditioneller Gegebenheiten im Leben der Bewohner von Rauris aufzeigen zu können.

Hinweise zur Rechtschreibung und Layout:

- In der vorliegenden Arbeit kommt die alte Rechtschreibung zum Einsatz.
- Die Worte „Bürger und Bürgerinnen“ werden in dieser Arbeit aufgrund der erhöhten Verwendung zu BürgerInnen kombiniert.
- In runder Klammer stehen Vergleiche (vgl.) sowie Abbildungen (Abbildung) und Textunterbrechungen (...), in eckiger Klammer Hinweise, Anmerkungen, Beispiele und Sonstiges.
- Links werden ausschließlich als Fußnotentext publiziert, mit der Ausnahme des Rauriser Gemeindeportals Rauris.net. Dieser Link findet sich ausgeschrieben als www.rauris.net in der vorliegenden Arbeit.
- Der Begriff Neue Medien wird in dieser vorliegenden Arbeit augrund seiner Aktualität und oftmaligen Verwendung in großen Lettern geschrieben.[9]

1.2. Danksagung

Mein besonderer Dank für das Zustandekommen dieser Diplomarbeit gilt Herrn Univ.-Ass. Mag. Dr. phil. Klaus Lojka, der mich immer wieder mit Tips und Hinweisen dem Ziel nähergebracht hat, eine zugleich interessante wie wissenschaftliche Arbeit zu verfassen. Weiters danken möchte ich dem Bürgermeister von Rauris, Herrn Robert Reiter für seine raschen E-Mail-Antworten. Besonderer Dank gilt außerdem dem Netzwerk-Administrator des Net-Dorf Rauris, Herrn Martin Oberlechner, ohne dessen Unterstützung ich – insbesondere beim Online-Fragebogen - nie so viele angeschlossene BürgerInnen erreicht hätte. „Last but not least“ danke ich meinen Eltern und Geschwistern, die mich nicht nur finanziell unterstützten, sondern mir immer wieder während meiner Heimatbesuche Kraft und Hoffnung schenkten. Nicht zu vergessen in dieser Danksagung die Studienbeihilfenbehörde in Wien, ohne welche ein Studium in dieser kurzen Zeit nicht möglich gewesen wäre.

2. Einleitung

Das Internet verändert nicht grundlegend unsere Lebensart, aber beeindruckende Eingriffe in unseren alltäglichen Tagesablauf scheint es durch dieses neue Kommunikationsmedium tatsächlich zu geben. „Schöne neue Welt – häßliche neue Welt“, eine Textpassage aus der Einleitung von Heusers Tausend Welten läßt erahnen, wie zweischneidig innovative technische Werkzeuge wie das Internet zu verstehen sind. Abgesehen von der technischen Funktionsweise dieses Mediums für einen Laien, beweisen die Nutzerzahlen einen explodierenden Anstieg - auch in Österreich. (vgl. Verwendung des Internets in Österreich, 2.1.2.1.)

Dimensionen, die niemand hat vorhersehen können. Die Bedeutung des Internets als Informationsquelle in der gegenwärtigen Informationsära, wie das 21. Jahrhundert gerne umschrieben wird, wächst laut einer Studie von Cahners besonders im Business-Bereich. Dennoch ist darauf hinzuweisen, daß das Internet keine Konkurrenz zu den klassischen Informationsmedien [Printmedien, Radio, TV] darstellt, sondern sich mehr als Ergänzung zu den genannten klassischen Medien dazugesellt. 49% der Befragten sehen das Informationsmedium Internet als „nützlich“ oder „sehr nützlich“ an, ein Jahr zuvor [1998] lag dieser Wert bei 43 Prozent, vor zwei Jahren bei 23 Prozent. Die Studie basiert auf einer Befragung von 2.705 US-amerikanischen professionellen Usern (=NutzerInnen des Internets).[10]

Es werden sich demnach nicht nur die Arbeitswelten ändern [vgl. Telework, 4.3.6.], sondern auch der Konsum und unser Sozialleben. „Im Vergleich zur Industriegesellschaft wird die Informationsära daher zunächst einmal unsicherer. Ihr höchster Wert ist Flexibilität. Stabilität durch feste berufliche Karrieren und ein gleichbleibendes soziales Umfeld sind hingegen Errungenschaften des späten industriellen Zeitalters, die immer schwerer zu finden sein werden. Wer trotzdem darauf besteht, muß einen steigenden Preis für diesen Luxus bezahlen“, wie Heuser[11] schreibt.

2.1. Geschichte von Rauris

Rauris, durch den Goldbergbau vergangener Zeiten auch „güldenes Städtchen“ genannt, ist reich an Geschichte, Brauchtum, Landschaft und aufgeschlossenen BürgerInnen. (...) Rauris wurde während der Regierungszeit der Erzbischöfe von den Behörden Jahrhunderte hindurch als Markt bezeichnet. Mit der Entschließung vom 5. Jänner 1884 hat Kaiser Franz Josef den Ort Rauris als Markt anerkannt. Das Rauriser Tal ist eines der wenigen dauernd besiedelten Tauerntäler. Daß die Wege über den Rauriser Tauern [Hochtor] schon sehr früh begangen wurden, zeigen verschiedene Funde, wie der eines massiven, vergoldeten Halsringes auf der Maschlalm, der aus der La-Téne-Zeit um 400 v. Chr. stammt. (...) Die Besiedlung des Tales erfolgte von Süden her. Sie begannen mit dem Anlegen von Schwaigen im 12. Jahrhundert. Der heutige Ort ist bereits 1120 urkundlich erwähnt, und als 1122 Bischof Heinrich von Freising seinem Bruder Graf Friedrich von Peilstein hier zwei Höfe übergab, scheint erstmals der Name „Rurese“ auf und bezeichnete das ganze Tal. Bereits 1230 ist Wörth als wichtiger Umschlagplatz für Fuhrwerk- und Saumverkehr über die Tauern nach Süden [Seidlwinkl] und ins Bergbaugebiet [=Hüttwinkl] nachweisbar. (...) Erst seit 1858 besteht eine eigene Pfarre in Rauris. Im 19. Jahrhundert belebte der Gewerke Ignaz Rojacher (Abbildung 2) abermals den Goldbergbau. Er errichtete 1886 unter sehr schwierigen Umständen die Wetterwarte (Abbildung 1) auf dem Hohen Sonnblick als weltweit erste und höchstgelegenste meteorologische Beobachtungsstation. Die Materialseilbahn auf den Sonnblick zur Versorgung der Wetterwarte wurde 1954 fertiggestellt. Bis dahin mußte alles, was vom Tal benötigt wurde auf den Gipfel getragen werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Wetterwarte [Bild][12]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Ignaz Rojacher [Bild][13]

Weitere wichtige Daten der Geschichte von Rauris:

- 1478 scheint für Rauris erstmals die Bezeichnung „Markt“ auf.
- 1884 bestätigt Kaiser Franz Josef das Marktrecht.
- 1928 Neuerliche Bestätigung des Marktrechtes.
- Im Zuge der Protestantenvertreibung im Jahr 1732 mußten 116 Protestanten das Rauriser Tal verlassen[14].

Heute ist Rauris - auf 950 m Meereshöhe gelegen - flächenmäßig die viertgrößte Gemeinde Österreichs, zudem die größte im Land Salzburg. Mit 3.114 Einwohnern[15] und jährlich 370.000 Nächtigungen gehört sie zu den bekanntesten Fremdenverkehrsorten und stellt das größte Gebiet des Nationalparks Hohe Tauern. 63 Prozent der ca. 1300 Erwerbstätigen von Rauris sind Pendler.

2.1.1.1. Vom Dorfplatz ins Internet

Ausgangspunkt des Net-Dorfs Rauris war ein EU-Projekt im Jahre 1996, das die elektronische Aufarbeitung des Rauriser Literaturarchivs zum Ziel hatte. Die bereits bekannten Rauriser Literaturtage und die dafür vorgesehene EU-Förderung, welche schließlich für den Punkt < Literatur > zu gering gewesen wäre, um tatsächlich eine Förderung zu erhalten, überzeugte den Bürgermeister, Herrn Robert Reiter, seine Vision vom vernetzten Dorf für die BürgerInnen und zur weiteren Stärkung des Tourismus umzusetzen. Nun können Besucher aus der ganzen Welt ihren Urlaub bequem von ihrem PC aus buchen. (vgl. Zu Forschungsfrage 2, 3.5.2.) Zudem sind bereits die ersten Gästezimmer mit „Kommunikationssteckdosen“ ausgestattet. Das ermöglicht zum Beispiel Kontakt zu seinen Liebsten zu halten, die nicht mit auf Urlaub kommen konnten. Aber nicht nur der Ausbau des Tourismus und die damit verbundene Schaffung von Arbeitsplätzen gehört zu den Visionen des Bürgermeisters.

Für die Tourismustreibenden und die Gemeindeverantwortlichen selbst wurde eine Ideallösung realisiert, die der Gemeinde völlig neue Möglichkeiten eröffnet. Von den öffentlichen Gebäuden im Dorf sind bisher die Gemeinde, der Tourismusverband, die Haupt- und Volksschule, ein Kaufhaus, die Skischule, und das Seniorenheim online[16]. Die Zahl der Privat- und Firmenanschlüsse beläuft sich mittlerweile auf 155 Anschlüsse mit 232 Arbeitsstationen.[17] Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Telearbeitsplatz der Salzburger Stadtwerke schafft neue Perspektiven für den Arbeitsmarkt. (vgl. Telework: Zukünftiges Arbeiten von zu Hause, 4.3.6.)

2.1.1.2. Traditionelles verschmelzt mit der Technik

Das Traditionelle in Bezug auf die Technik läßt sich in dieser Arbeit zum Net-Dorf besonders an den neuen Dimensionen einer schriftbezogenen, im Gegensatz zur bisher mündlichen Kommunikation anhand eines Beispieles darlegen. Dabei muß unbedingt erwähnt werden, daß auf eine verbale Kommunikation – etwa im Dorf – dennoch nicht verzichtet werden kann. Beides, sowohl das Schreiben sowie das Sprechen, sind zwei grundlegend wichtige Behelfe, um ein Leben zu meistern, die in diesem Fall miteinander verschmolzen sind.

2.1.1.2.1. Sprache und Schrift

Wie bekannt ist, hat Gutenbergim 15. Jahrhundert mit Hilfe einer weiterentwickelten „Druckmaschine“ das gesprochene Wort in Buchform gebracht. Das Schreiben ohne geschwungene Lettern, aber über Symbole auf Tafeln artikuliert, ist uns seit Urzeiten bekannt. Bei beiden Vorgeschichten war das gesprochene Wort eine Art Grundlage der menschlichen Verständigung.

Sowohl der Buchdruck, wie auch das Kritzeln von Symbolen auf Tontafeln ermöglichte eine Archivierung des Gesprochenen, eine erste Möglichkeit der Bildung. Dieser Schritt implizierte – besonders beim Buchdruck – eine erste Möglichkeit der Massenkommunikation. Menschen tauschten und tratschten über Dies und Das. Gerüchte, Klatsch und Tratsch - eines der ältesten Massenmedien in der gesprochenen Form - werden im 21. Jahrhundert sekundenschnell via E-Mail oder via sogenannter Chatrooms und Newsgroups verbreitet. (vgl. Glossar, 11.)Abgesehen von der Erfindung des Fernsprechens über Telefon, wird heutzutage aus der traditionellen Form des Sprechens heraus, aufgrund des Zeitfaktors mehr denn je das Geschriebene und Gedruckte via Internet mitgeteilt und publiziert. Die Gründe liegen in der Zeitunabhängigkeit sowohl des Absenders wie auch des Empfängers, die zum Beispiel E-Mails lesen, wenn sie Zeit dafür finden. Bei einem Anruf erwägt das Gegenüber meist eine sofortige Zu- oder Absage, während der Empfänger beim Internet Zeit zum Überlegen hat. Ähnlichkeiten finden sich auch in sogenannten Newsgroups. (vgl. Glossar, 11.)

Verschmelzung von Wort und Schrift am Beispiel Newsgroups

Wie Technik [Internet] und Traditionelles [BürgerIn] verschmelzen, ist am Beispiel der >Newsgroups[18] < über die Plattform www.rauris.net gut erkennbar. Verschiedenste Themen, übersichtlich gegliedert unter dem Hauptpunkt >Newsgroups< finden sich auf dieser Website (Abbildung 3).

Der Suchende wird die verschiedensten Rubriken durchstöbern, oder ein Verfasser eines Beitrages kann unter „Rezepte“ ein Rezept hinzufügen, damit es für andere Leser bereitgestellt ist. Durch das Publizieren in der Rolle des Kommunikatorsist es einer größeren Leserschaft [Rezipienten] möglich, Interessantes zu erfahren, wo sie über dieses Rezept ansonsten nicht so rasch oder nie erfahren hätten.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Newsgroups auf www.rauris.net,

sechs der zwölf Newsgroup-Rubriken

Abbildung 3: Newsgroups in Rauris [Bild]

Dennoch verhält es sich wie bei den Medien – keines kann ein anderes komplett ersetzen, sondern diese bilden eine entscheidende Symbiose mit Synergie-Effekten. Genau so verhält es sich beim Wort und der Schrift. Mit Hilfe dieser Technik stellen die BürgerInnen Inhalte bereit, welche meist mit einer Kontaktmöglichkeit versehen werden. Dadurch besteht für den Rezipienten die Möglichkeit, über das Telefon, via E-Mail oder eben bei einer persönlichen Begegnung zusätzliche Informationen zu erhalten. Das Wort bedingt sozusagen die Schrift und umgekehrt. Beides wird sich weiterhin behaupten, auch wenn Microsoftgründer Bill Gates schon seit längerer Zeit das „papierlose Büro“ nicht nur prognostiziert, sondern es sogar verspricht.

Elektronische Kommunikation verändert die Sprache

Digitale Kommunikation und dabei vor allem E-Mail ist nach Ansicht des renommierten britischen Linguisten Crystal nach Sprache und Schrift die dritte Revolution der menschlichen Kommunikation. Für den britischen Wissenschaftler David Crystal stellt insbesondere die Möglichkeit, schnell und gezielt auf einzelne Gedankengänge und Absätze im Zuge eines kommentierten Reply einzugehen, in dieser Form eine grundsätzlich neue Qualität der Kommunikation dar. Meiner persönlichen Erfahrung nach liegt in dieser neuen Form des Austausches auch die Kürze der Inhalte. Die Schrift- bzw. Textlänge wird in diesem Falle „kastriert“. Wurden in früherer Zeit noch seitenlange Briefe verfaßt, so genügt heute eine kurze E-Mail, um der Liebsten eine elektronische Grußkarte zu senden. (...) Auch in Chaträumen entfaltet die Kommunikation demnach eine völlig neue Dimension. In keinem anderen Medium, nicht einmal in Pubs, sei es derart vielen Individuen gleichzeitig und parallel möglich, zu kommunizieren, meint Chrystal. Die neuen Kommunikationsmöglichkeiten sowie die Non-Linearität des Internets [z.B. von Hyperlinks] verändert nach Ansicht des Experten nicht nur die Sprache selbst, sondern auch Design, Kunst und Kultur.“[19]

Gemeindeanliegen über E-Mail zum Bürgermeister

Einen anderen Vorteil, aber manchen als Nachteil empfunden, besteht in der E-Mail-Kommunikation für Personen, die oftmals den E-Mail-Dienst als ihr persönliches Hobby betreiben und wegen jeder Kleinigkeit – bei vorhandener Möglichkeit - eine E-Mail an die Gemeindevertretung schicken. Ein Nachteil für die Gemeindemitarbeiter, die diese E-Mail-Flut bewältigen müssen. Andererseits bietet die rasche unverbindliche Kontaktmöglichkeit auch Vorteile gegenüber dem früheren, oftmals persönlichen Aufsuchen des Gemeindeamtes. Die BürgerInnen von Rauris können sich von zu Hause aus über Gemeindeaktivitäten am Dorfgeschehen beteiligen, sich Beiträge der Gemeindevertretung auf elektronischem Weg automatisch zukommen lassen oder relevante Formulare über die anbietende Plattform beziehen. Zudem wird besonders auf dem Portal www.rauris.net für Aktualität gesorgt, vom Bürgermeister persönlich werden bestimmte Rubriken in der zusätzlichen Rolle als Webmaster „up-to-date“ gestellt. Eine neue Art der Kommunikation zwischen BürgerInnen und der Gemeindevertretung wird dadurch ermöglicht, bei der der Demokratiegedanke Priorität hat.

Online-Sitzung im Steirischen Landtag

Neuerdings bietet auch der Steiermärkische Landtag[20] seine Sitzungen zum Mitverfolgen im Internet an und zählt pro Landtagssitzung bis zu 1500 Interessierte, die im Durchschnitt 20 Minuten virtuell der Sitzung beiwohnen.

Bürger via Internet an der Verwaltung mitgestalten lassen

In Oberösterreich kündigt VP-Landeshauptmann Josef Pühringer an, die Verwaltung mit Hilfe der Bürger selbst noch effizienter und bürgernäher gestalten zu wollen. Alle Bürger sind eingeladen, via Internet Vorschläge und Ideen zu machen und jede Anregung werde von den Zuständigen geprüft werden. „Besser und schneller“ sei auch das Ziel der Verwaltungsreform, wobei an erster Stelle die Qualität stehe. (...) Künftig wollen die Verantwortlichen dem Bürger auch ein spezielles Service in Form einer elektronischen Mitteilung: „Die Gültigkeit Ihres Reisepasses läuft im Juni 2001 aus. Stellen Sie rechtzeitig einen Antrag auf Verlängerung“ bieten.[21]

An diesen Beispielen zeigt sich wie vielfältig das Internet als demokratisches Kommunikationswerkzeug in traditionellen Bereichen eingesetzt werden kann. (vgl. Kommunikation via Internet [allgemein], 4.3.) – Aber nicht nur für Nutzer des Internets ist das Neue Medium praktikabel, auch für Anbieter und Verwalter von Inhalten [à sog. Content-Management, vgl. Glossar, 11.] auf einem Portal ergeben sich zahlreiche neue Vorteile.

2.1.1.3. Artverwandte Projekte zu Rauris
2.1.1.3.1. Projekt: Oberhambach, Deutschland

Ein doch sehr ähnliches Projekt findet sich im deutschen Oberhambach.[22] Auf Initiative des Herrn Bürgermeisters Manfred Dreier, dem ehemaligen Vorsitzenden der Fördergemeinschaft Stadt Birkenfeld e.V., Herrn Rainer Grosse-Siestrup sowie der damaligen MAIN Training GmbH und der jetzigen Dr. Lauer & Karrenbauer GmbH mit den Geschäftsführern Herrn Dr. Thomas Lauer und Herrn Rüdiger Karrenbauer wurde im April 1999 das Konsortium BIR in form gegründet.[23] Das Konsortium beteiligte sich mit der Idee des Pilotprojektes Oberhambach an einem mit insgesamt € 610.452,-- dotierten Multimediawettbewerb des Landes Rheinland-Pfalz. Ziel des Pilotprojektes ist es gewesen, den 250 Einwohnern bzw. 110 Familien ebenfalls eine Anbindung an das Netz zu ermöglichen. Anders als in Rauris sind dort die infrastrukturellen Gegebenheiten. In Oberhambach gibt es keine Geschäfte, keine Post und keine Apotheke. Durch diese Netz-Anbindung entstehen für die Region und die Dorfbevölkerung völlig neue Möglichkeiten. Die Versorgung mit Gütern, die in einer virtuellen Einkaufsstadt über ein lokales Internet mit angebundenem Lieferservice bezogen werden können, vereinfachen den Lebensalltag um ein Vielfaches. Das grundsätzliche Problem dieser Anbieter besteht jedoch darin, daß sich als Zielgruppe nur die Bevölkerungsschicht ansprechen läßt, die bereits aus eigenem Antrieb oder aus beruflichen Gründen einen Zugang zu diesem Medium besitzt. Das Credo der Gründungsväter deshalb: „Im Gegensatz zu anderen Initiativen, die normalerweise nur diejenigen ansprechen, die sich dieser Technik bereits bedienen, soll hier eine breite Bevölkerungsschicht mit dem Medium Internet "konfrontiert" werden, die ohne diesen Anstoß auf absehbare Zeit keinen Zugang zu dieser Technologie erhalten würde.“[24]

2.1.1.3.2. Projekt: „Info-Kasteln“, Steiermark

Einen Service anderer Art für Touristen, aber auch Einheimische bieten 20 „Info-Kasteln“, derzeit zwischen Hartberg und Bad Radkersburg in Österreich platziert. Drei Mal täglich wird der PC über das Internet mit neuen Informationen geladen, dazwischen arbeitet er offline. Das Informationssystem, in welchem sich Betriebe zu einem sehr kostengünstigen Preis präsentieren können, soll die Region Thermenland und Oststeiermark per Internet in alle Welt bringen und zugleich auch eine Hilfe für Bewohner und Tourismus in der Region sein.[25]

2.1.1.3.3. Projekt: City4All, Oberösterreich

Ein abstrakteres Projekt stellt ein Team mit Sitz in Hagenberg in Oberösterreich dem virtuellen Besucher zur Verfügung. Das Ziel ist ähnlich dem vorher beschriebenen Projekt. Geschäftstreibende können auf den Plattformen von IS4ALL Universe[26] sowie auf City4All[27] auf vollkommen neue und innovative Art ihre Produkte anbieten. Das besondere daran bleibt jedoch das Chat-Feature, welches eine Realtime-Beratung (vgl. Glossar, 11.)des Kunden über das Produkt ermöglicht. Dies ist auf herkömmlichen Plattformen nur bedingt bis gar nicht möglich. Dasselbe gilt auch für Dienstleistungen. Für den privaten Nutzer ist in erster Linie die Chat-Funktion interessant. Dieser kann sich in Ruhe in einer beinahe realen Infrastruktur in der virtuellen Stadt mit Galerien, Hotels, Spielmöglichkeiten, einem Messegelände und Events je nach Saison über das Großaufgebot an Produkten und angebotenen Dienstleistungen informieren. Die gesamte Informationspalette steht dem Besucher selbstverständlich kostenlos zur Verfügung.[28]

2.1.1.3.4. Gasometer in Wien

Ein anderes außergewöhnliches Projekt, welches sich durchaus in die vorangegangenen Unterpunkte eingliedern läßt, sind die vier Gasometertürme in Wien, ehemals für die Gasversorgung in Wien von Bedeutung. In nun zweijähriger Umstrukturierung sind daraus Wohn- und Arbeitsplätze für mehr als 1.500 Menschen geschaffen worden. Für das leibliche Wohl und den Spaß- und Einkaufsflair sorgen mehr als 70 Geschäfte und 20 Restaurants, Kinos und Spielhöllen mitinbegriffen. Zudem ist der gesamte Baukomplex mit Internet vernetzt, sodaß eigene Terminals in den Shoppingstraßen besonders für die Jugendlichen für rege Interaktivität sorgen. Wer in der sogenannten „G-Town-Community“[29] registriert ist, darf sich bequem über eine Kurznachricht [SMS/Short Message Service, vgl. Glossar, 11.] darüber informieren lassen, ob seine Freunde gegenwärtig in den Gasometern sind. Die Gasometer in Wien sind nicht nur aufgrund der besonderen Umsetzung in der Architektur (Abbildung 4) eine Attraktion für sich.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Thomas Müller, 2001

Abbildung 4: Gasometer in Wien [Foto]

2.1.2. Zur Geschichte des Internet

Ende der 60er Jahre verlangte die US-Regierung nach einem elektronischen Kommunikationssystem, das auch einen atomaren Krieg überstehen könnte. Die damals existenten einzelnen Streckenstücke machten bei weitem noch kein netzähnliches Gebilde aus. Auf die bereits bestehende Koppelung einzelner Rechenzentren aufbauend entstand im Feldversuch das APRANET. Vier Universitätsrechner waren zu Beginn an dieses APRANET angeschlossen. Grundlegendes Ziel bestand darin, ein flächendeckendes Netz von Computern zu erschließen, die natürlich die Verbindung anderer Rechenzentren beinhaltete, sowie eine Erweiterung der Kommunikationsmechanismen für eine entsprechende Weiterleitung von Daten. (...) Im Laufe der 70er Jahre folgten immer mehr Universitäten mit ihrem Anschluß an das APRANET. Dem ist hinzuzufügen, dass bereits damals eine erste internationale Verbindung nach England und Norwegen geschaltet wurde. Parallel zu dieser Entwicklung entstanden ähnliche Netzwerke zwischen Universitäten, die nicht am APRANET-Projekt beteiligt waren, sowie die ersten kommerziellen Lösungen für den Nachrichtenaustausch.

Gegen Ende der 70er Jahre verlor das APRANET gegenüber der inzwischen aufgetretenen Vielzahl anderer Netzwerke immer mehr an Bedeutung. (...) Dies mag seine Gründe im technischen Fortschritt haben, als auch in der Entstehung neuer Dienst wie zum Beispiel Newsgroups, kommerziellen Angeboten wie Werbung, Bestellservice, Online-Banking; beide Entwicklungen wurden vom APRANET gewissermaßen verschlafen. (...) Durch die Vielfalt und Unterschiedlichkeit verschiedener Netzwerke und ihren Übertragungsmechanismen ist das erst im Jahr 1982 verabschiedete Übertragungsprotokoll <TCP/IP> als verbindlicher Standard des APRANETeingeführt worden. Noch im selben Jahr erfolgte der erstmalige Zusammenschluß einzelner Computernetze unter TCP/IP. Dies ist gewissermaßen die Geburtsstunde des Internet.

(...) Die Einstellung des APRANET-Projektes im Jahr 1990 tat der Sache keinen Abbruch; neben weiteren Universitätsnetzen drängten nun auch vermehrt kommerzielle Netzwerkbetreiber ins Internet. Die chaotische Struktur des Internets und die Vielzahl der Übertragungsmethoden erklärt sich genau aus dieser – noch heute fortschreitenden – allmählichen Verwebung einzelner Netzwerke zu einem < Netz der Netze >.[30] Bis heute streiten sich Amerikaner und Franzosen darüber, wer denn nun der Inventor of Internet ist. Im „Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire“ [kurz: „CERN“: Europäische Organisation zur gemeinsamen Kernforschung mit Sitz in Genf] soll 1989 ein Tim Berners-Lee das erste funktionierende Hypertext-System entworfen haben. Ein Durchbruch erfolgte 1993 mit dem Erscheinen von Mosaic– der Urform aller Browser– auf unzähligen Bildschirmoberflächen.[31]

Das laut eigenen Angaben führende Marktforschungsunternehmen im Bereich Informationstechnologie IDC[32] schätzt, daß die Anzahl der Internet-User bis zum Jahr 2004 auf 1,3 Mrd. Personen ansteigen wird. Die Hälfte davon werde sich mittels Handy oder PDA [= Personal Digital Assistent: Palm-, Handheld-Organiser] ins World Wide Web einloggen.[33]

2.1.2.1. Verwendung des Internets in Österreich

Jeder Zweite hat in Österreich bereits Zugang zum Internet. (...) Damit ist Österreich in der europäischen Rangliste dicht hinter den skandinavischen Ländern. Rund 36 Prozent aller Haushalte in Österreich verfügen demnach über einen Zugang zum World Wide Web. Gegenüber dem 4. Quartal 2000 bedeutet das eine Steigerung um 300.000 Internetzugänge. An zweiter Stelle rangiert der Zugang zum Internet am Arbeitsplatz, der mit 21 Prozent unverändert bleibt, Tendenz steigend.[34] Im Vergleich zur Rauriser Bevölkerung sind es dort 27 Prozent [29 von 106 Befragten], die am Arbeitsplatz einsteigen, und bereits 73 Prozent [77 von 106 Befragten], welche den Internetanschluß bzw. ihren PC von zu Hause aus nutzen (vgl. Ort des Interneteinstiegs, 9.3.1.)

Laut einer vom Meinungsforschungsinstitut Fessel-GfK veröffentlichten Studie halten mehr als 85 Prozent der Österreicher das Internet für das „ideale Informationsmedium“. (...) Konkret nutzen 45 Prozent aller Österreicher das Internet für die "Recherche zu bestimmten Themen". An zweiter Stelle steht demnach "das allgemeine Surfen durch das Internet" mit 37 Prozent, gefolgt vom Versenden und Empfangen von privaten E-Mails [36 %]. (...) Dennoch steht jeder fünfte Österreicher dem Medium noch explizit skeptisch gegenüber. Laut Studie handelt es sich dabei um jene Nutzer, die sich eher selten und dann - beruflich bedingt - eher gezwungenermaßen einloggen.[35]

Die Anzahl derjenigen, die das Internet in Österreich auch wirklich nutzen, um Informationen zu suchen, E-Mails zu empfangen und zu verschicken oder Einkäufe online zu erledigen, beträgt zur Zeit drei Millionen Anwender oder 44 Prozent der Bevölkerung Österreichs. Nur halb so groß ist aber der Zuwachs bei den Nutzern, die mehrmals pro Woche im Internet unterwegs sind. Mit 2,25 Millionen Internetsurfern sind 150.000 mehrfach pro Woche eingenetzt. Als einen der Hauptgründe für den Anstieg der Nutzer ist die Internetoffensive der Bundesregierung aus dem Jahre 1998 zu nennen, die im Jahr 2001 voll wirksam wurde.

Jugendliches Web

Dominiert wird das Internet in Österreich von den 14- bis 19-Jährigen, die 86 Prozent der Nutzer stellen. Nur sieben Prozent der User sind über 60 Jahre. Bei der Nutzung beschränken sich die Österreicher in erster Linie auf Informationssuche und Surfen. 57 Prozent nutzen das Internet als Infoquelle, 49 Prozent für private E-Mails, zum Surfen 41 Prozent. 18 Prozent wickeln bereits ihre Bankgeschäfte im Web ab. Nur sechs Prozent nutzen das Web zum Online-Shopping. (...) In Kürze zusammengefaßt kann man sagen, daß jeder zweite Österreicher, älter als 14 Jahre, bereits ins Internet einsteigt.[36] (Abbildungen 5, 6)

[Quelle: APA, AIM-Austrian Internet Monitor[37] 1. Quartal 2001]

Abbildung 5: Verwendung des Internets [Tabelle]

Zur übersichtlicheren Veranschaulichung hier nochmals die Darstellung der Verwendung des Internet im Kreisdiagramm:

[Quelle: APA, AIM-Austrian Internet Monitor, 1. Quartal 2001]

Abbildung 6: Verwendung des Internets [Grafik]

3. Hauptteil

3.1. Ein Dorf wird vernetzt und kommuniziert

Immer wieder liest sich der von Mc Luhan geprägte Begriff „global village, globales Dorf“ aus den 60-er Jahren, das laut Medientheorie technisch schon verwirklicht ist. Diese beschäftigt sich auch mit den sozialen, kulturellen und ökonomischen Bedingungen dieser neuen Realität. In dieser Arbeit möchte ich den Bedingungen dieser neuen Realität durch meine empirische Untersuchung etwas Näher kommen. (vgl. Übersicht: Empirische Untersuchung, 3.3.) In gegenteiliger Meinung verhält es sich in der Medienpraxis, die das „globale Dorf“ technisch großteils noch nicht verwirklicht, prinzipiell aber verwirklichbar sieht. Für die Praxis ist es nur noch eine quantitative Frage, das globale Dorf im Sinne einer weltweiten technischen Vernetzung [ermöglicht eine sekundenschnelle Zwei-Weg-Kommunikation] zu verwirklichen. Die qualitativen Fragen nach eventueller kultureller Dominierung bzw. Mißbrauch z.B. im politischen Bereich durch Verbreitung von Medieninhalten werden von der Industrie vernachlässigt.[38] Die Vernetzung des „globalen Dorf“ bezieht sich auf die ganze Welt, wobei in dieser Arbeit der Begriff „globales Dorf“ sich im speziellen auf das Net-Dorf Rauris beschränkt und seinen Teil als Teil vom weltweit gesehen „globalen Dorf“ in pionierhafter Manier dazu beiträgt.

3.1.1. Einleitung: Das Neue fasziniert nicht nur

Das einzigartige an dem Net-Dorf-Projekt Rauris ist die örtliche Vernetzung (vgl. Anschlüsse in Rauris und Wörth, 10.3.), welches man sich wie ein großes Firmennetzwerk [àIntranet, vgl. Glossar, 11.] vorstellen darf. Darunter ist im weitesten Sinn ein <firmeninternes Internet> zu verstehen, in welchem BürgerInnen nicht nur im Internet surfen können. Es ist ihnen zudem möglich, Teile ihrer Daten freizugeben, zu kopieren oder freigeschaltene Programme des Administrators von Rauris vom Serverplatz der Gemeinde für Übungszwecke herunterzuladen [à Download, vgl. Glossar, 11.]. Die Plattform www.rauris.net bietet zudem für die BürgerInnen überaus interessante alltägliche Verwendungszwecke wie zum Beispiel ein Marktplatz mit den verschiedensten Börsen zum Beispiel für Landwirte, eine Wirtschaftsrubrik, einen Veranstaltungskalender, etc.

Das Neue macht neugierig, aber nicht ausschließlich im positiven Sinne. Wie es schon Nicholas Negroponte im Epilog seines Erfolgsbuches „Total Digital“ beschreibt, daß jede Technologie und jedes Geschenk der Wissenschaft seine Schattenseiten hat, und die Digitalzeit dabei keine Ausnahme bilden würde. Digitale Medien sind sozusagen eine <Spielwiese> für Datenräuber, der Missbrauch geistigen Eigentums und ein Einbruch in unsere Privatsphäre sind vorprogrammiert. Weiters warnt er am Ende des Epilogs, daß das digitale Leben bereits hier und jetzt vorhanden ist. Und man kann es fast als vererbbar bezeichnen; vererbbar insofern, als daß jede Generation ein wenig digitaler werden wird als die Generation davor.[39]

Um zu zeigen wie nahe wir an diesem Grat der vollkommenen Digitalisierung sind, hier ein Beispiel aus der bereits möglichen Welt von „heute“, wenn auch noch nicht verbreitet in unserer Lebensumwelt. Schon heute versuchen Unternehmen Videorecorder, PC, Handy und ähnliches miteinander zu verbinden. Das Unternehmen Sun Microsystems[40] hat eine Art <Black-Box> entwickelt, die bald alle Arten von elektronischen Geräten miteinander kommunizieren läßt, Konvergenz pur. Man stelle sich einen Computer vor, der einen mit Musik von der Lieblings-CD weckt, Kaffee kocht und schon mal den Toaster vorglüht. Tagsüber kümmert sich der PC darum, daß der Videorecorder keinen Lieblingsfilm versäumt.[41] (vgl. Kommunikation via Internet [allgemein], 4.3.)

Nicht nur Befürworter erhörten die Vision des Bürgermeisters, es gab auch Gegner und gibt sie teilweise immer noch, wie ich bei einem Gespräch mit dem Administrator der Plattform www.rauris.Net erfahren konnte. Der Anteil der Gegner ist jedoch minimal, die Befürworter, meist schon an das Netz angeschlossene BürgerInnen, sind von diesem Projekt begeistert, mit der Realisierung und den Vorteilen mehr als zufrieden, so der Administrator Oberlechner.

Hinweis: Ein komplettes Interview des Administrators Martin Oberlechners sowie des Bürgermeisters von Rauris kann unter Punkt 10.2. nachgelesen werden.

3.1.2. Technische Umsetzung: Funk-LAN, HiPath

Die Menschen „hinter“ dem Netz

Technischer Initiator und Planer sowie Berater ist Herr Ing. Bernert, Geschäftsführer von der Firma ProNova[42]. In seinem Verantwortungsbereich liegt die Funk-LAN-Anbindung sowie die gesamte Serverlandschaft betreffend Rauris und der nächsten Ortschaft Wörth (vgl. Anschlüsse in Rauris und Wörth, 10.3.). Herr Martin Oberlechner ist hauptsächlich für die Netzwerk-Administration [Anbindung der einzelnen Haushalte und Firmen an das Funk-LAN-Netz] zuständig. Als Webmaster fungieren größtenteils die Mitarbeiter der Firma ProNova, aber auch der Bürgermeister selbst. Die Firma Siemens Österreich[43] besorgte die Materialien der gesamten Hardware [Funk-Komponenten, Server] für das Net-Dorf, sowie verschiedenste Zubehörteile, die in Rauris benötigt werden.[44]

3.1.2.1. Die Funk-LAN-Technologie

„Rückgrat des Net-Dorfs ist ein Funk-LAN[Local Area Network]. Die Topographie des relativ ebenen Tales kam dem Projekt sehr entgegen. Der zentrale Datenknoten mit Servern und Administrations-Workstations sowie der Haupt-Funkknoten wurden im Seniorenheim installiert, von wo eine direkte Sichtverbindung zur Funkstation Rauris [beim „Nössling-Bauer“] und zu den Rauriser Hochalmbahnen als Relaisstation im etwa vier Kilometer entfernten Ortsteil Wörth besteht. Über eine derzeit 1GBit- LWL-Datenstandleitung [=Lichtwellenleiter] ist das Net-Dorf Rauris mit dem Provider Salzburg AG [ehemalige Stadtwerke Salzburg] in der Landeshauptstadt verbunden.“[46] Für das Funk-LAN-Netz benötigt man daher keine Kabelverbindung, jedoch sind die Verantwortlichen bestrebt, soviel wie nur möglich Anschlüsse über das Kabel laufen zu lassen. Im Zuge der Errichtung der Entlastungsstraße[47] wurden entlang der Hauptverbindungen LWL-Rohre [=Lichtwellenleiter-Rohre] eingelegt, wo in diesem Jahr [2002] Lichtwellenleiter wichtige Backbone-Verbindungen herstellen werden. (vgl. Backbone-Definition, 3.1.2.1.2.) Dadurch können Funk-Strecken deinstalliert und anderswo eingesetzt werden. Von den Funk-Clients [Antennen im Tal] weg wird auch immer mit Kabel [Cat7-Kabel] zu den benachbarten End-Clients weitergeleitet. (vgl. Client-Anbindung, 3.1.2.1.4.)[45]

Sichtbare infrastrukturelle Änderungen hat es in Rauris keine gegeben, aber ohne Netzwerkverbindungen, z.B. zwischen der Rauris Touristik [hoher Einkommensfaktor] und der Rauriser Hochalmbahnen, wäre eine funktionierende Vernetzung unmöglich gewesen. Dies setzt Kabelverbindungen voraus, die weder für den Bürger noch für den Tourist sichtbar sind. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass Netzwerkverbindungen den Datentransfer, gewisse Verwaltungsprogramme bzw. die teilweise Datenfreigabe sehr erleichtern.

Nicht nur für Dorfanbindungen an das Netz der Netze ist LAN heute schon vertreten, zum Beispiel auch in ausgewählten Kaffeehäusern in Wien. Dort können Computeranwender bequem an sogenannten Hotspots mit ihrem Wireless LAN-Adapter ausgestatteten Gerät drahtlos ins Internet einsteigen. Der Vorteil liegt im Kostenfaktor über den Einstieg via Mobiltelefon. Der Kunde kauft eine Prepaid-Karte und kann für EUR 19,98 pro Stunde neben der [Gratis]-Melange seinem Surfvergnügen nachkommen.[48]

3.1.2.1.1. Definition der Leitungswege

„Ein großes Gebiet mit weit verstreutem Klientel erfordert eine Technologie mit großem Ausstrahlungsradius. Nach genauer Prüfung der geografischen Gegebenheiten haben sich die Verantwortlichen (vgl. Technische Umsetzung: Funk-LAN, HiPath,3.1.2) für Funk entschieden. Ein Abstrahlkegel der Antennenanlage kann für Entfernungen bis zu 1,5 km definiert werden, gerichtete Strahlen reichen entsprechend weiter. Die für die Netzwerkdienste erforderlichen Geschwindigkeiten können mit Funk-LAN leicht erreicht werden [minimale LAN-Geschwindigkeit 256 Kbit/s, maximale LAN-Geschwindigkeit 3 Mbit/s].

3.1.2.1.2. Backbone-Definition

Ausgehend von der Serverzentrale werden Funkzellen über eigene Backboneleitungswege versorgt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 7: Backboneleitungswege: Rauris und Wörth [Bild]

Die Zentrale ist Standort der Surfer und Ausgangspunkt der Vernetzung. Sie speist FZ 1&2 direkt. Da zu FZ 3&4 kein Sichtkontakt besteht, wurde zur Relaisstation HABAG eine Verbindung geschaffen und von dort werden FZ 3&4 versorgt.

Z ... Zentrale

FH ... Relaisstation Funk HABAG

FZ ... Funkzellen

B ... Backbone

3.1.2.1.3. Funk-Zellen-Definition

Die zentral positionierte Funkzelle bedient mehrere Teilnehmer. [à Funk-Clients], (Abbildung 8)

FZ

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 8: Funk-Zellen [Bild]

3.1.2.1.4. Client-Anbindung

20 bis 30 Funk-Clients werden strategisch platziert und ermöglichen eine weitere Verzweigung der Netzwerkinfrastruktur auf allen denkbaren Medien (Licht, Kupfer, Funk,...)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 9: Clientanbindung [Bild]

Die Funk-Technologie bietet folgende Vorteile:

a) keine laufenden Kosten
b) hohe Umweltverträglichkeit aufgrund geringer Abstrahlleistungen [100mW]
c) problemlose Erweiterungsmöglichkeit in der Gesamtbandbreite [Netzwerk-Geschwindigkeit, Ausdehnung]

3.2. HiPath: Tor zur kabellosen Dorfkommunikation

HiPathgilt als Innovation und feinste Technik für das globale Medium Internet. HiPath ist eine noch junge innovative Technik und steht bei Siemens als Überbegriff für die ganze Produktpalette der Sprachdateninterpretation, laut Siemens-Mitarbeiter Herr Stephelbauer. „Als besonders attraktive und preisgünstige Telekommunikationslösung implementierte Siemens eine innovative Voice-over-IP-Lösung. Die drahtlose IP-Infrastruktur ermöglicht im Gemeindegebiet von Rauris die Einbindung von allen möglichen IP-Endgeräten wie z.B. PC, Laptops, IP-Telefone oder IP-Kameras an jedem beliebigen Punkt. Darüber hinaus können die vorhandenen Telefonanlagen mit einem "IP-Übersetzer" ebenfalls an dieses Internet Protokoll-Netz angeschlossen werden. HiPath von Siemens ist eine neue Architektur für die IP-basierte Kommunikation in Unternehmen und ermöglicht die Integration von Sprach- und Datenapplikationen weltweit über alle Netztypen hinweg. Damit lassen sich neben der Business-to-Business-Kommunikation [B2B], die Business-to-Consumer-Kommunikation [B2C] und die unternehmensinterne Kommunikation verbessern. (vgl. Glossar, 11.) HiPath schafft die Voraussetzung, eine Vielzahl heutiger Lösungen zur Optimierung von Geschäftsprozessen zu erweitern. Dazu zählen beispielsweise Customer RelationshipManagement, Web-basierte Call Center, e-Business, Collaboration– unternehmensinterne Zusammenarbeit und virtuelle Teams – sowie Mobile Working. HiPath verbindet darüber hinaus Applikationen, Endgeräte und Netze aus der Sprach- und Datenwelt. Die neue Architektur ist „evolutionär“, neue Anwendungen können schrittweise integriert und vorhandene Infrastrukturen weiterentwickelt werden.“[49]

3.3. Die empirische Untersuchung

Empirische Wissenschaft ist ein Teil der Wissenschaften, der auf der Erfahrung durch die menschlichen Sinne [Beobachtung in allerweitester Bedeutung] beruht; empirisches Vorgehen ist „Ausgehen von Erfahrungstatsachen“.[50] (...) Erfahrungstatsachen werden in der Wissenschaft mithilfe der Instrumente wie Experiment, Beobachtung oder – wie es in meiner Arbeit Anwendung finden wird – über eine Befragung erhoben.

3.3.1. Forschungsinteresse

Im Vorfeld dieser Arbeit wurde im Jahr 1999 von der Arbeitsgruppe „Neue Informations- und Kommunikationstechnologien [NIKT]“[51] aus Salzburg eine Fallstudie bezüglich demokratischer Wünsche seitens der BürgerInnen von Rauris erhoben. Die BürgerInnen konnten ihre Vorstellungen aber auch Ängste im öffentlichen Diskurs kommunizieren. (vgl. Vorwort, 1.) Da es sich bei diesem Projekt nicht nur um die Integration eines Neuen Mediums handelt, sondern dadurch auch infrastrukturelle Maßnahmen [Kabelverlegung, Anschlußarbeiten, etc.] getätigt werden mußten, war die Beteiligung zur Mitarbeit gut besucht.

Seit dem Beginn der Anschlußarbeiten im März 2000 kann sich die Marktgemeinde Rauris zwei Jahre später mit über 135 Anschlüssen, welche mit 232 Arbeitsstationen ans Netz angebunden sind, präsentieren. [Stand: Oktober 2001; vgl. Anschlußpläne von Rauris und dem Nebenort Wörth, 10.3.] Diese bereits bestehenden Anschlüsse in Abbildung 10 untergliedern sich wie folgt: (vgl. Anschlüsse in Rauris und Wörth [Pläne], 10.3.)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Administrator Martin Oberlechner via E-Mail

Abbildung 10: Internet-Anschlüsse, 1. März 2000 bis Oktober 2001, [Tabelle]

Ausgehend vom ersten Anschluß[54] bis zum derzeitigen Anschlußstand (Abbildung 10) möchte ich in dieser vorliegenden Arbeit eine Erhebung anhand eines vollstandardisierten Fragebogens durchführen, um meine aufgestellten Forschungsfragen und der daraus abgeleiteten Hypothesen zu verifizieren bzw. falsifizieren. Mein Hauptaugenmerk lege ich in den Fragen auf den Umgang mit dem neuen „Kommunikationswerkzeug“Internet und dessen Akzeptanz durch die BürgerInnen.

3.3.2. Methodische Vorgangsweise

3.3.2.1. Standardisiertes Interview: Befragung [online]

Weder aus Kostengründen, noch aus Bequemlichkeit habe ich mich für die Erhebungsmethode des standardisierten Interviews [hier: Online-Befragung] entschieden. (vgl. Online-Fragebogen, 9.2.) Der Grund liegt viel mehr im Sinne der Bewohner von Rauris. Der Online-Fragebogen stellt in diesem Sinne gleichzeitig eine Anforderung, nämlich den über E-Mail versandten Link[56] online auszufüllen. Natürlich ist diese Annahme gewagt, denn nicht alle verwenden das Internet tagtäglich. Im versandten E-Mail wurde explizit darauf hingewiesen, sich bei Problemen mit dem Ausfüllen an den Administrator zu wenden. Dieser hält im Dorf Internet-Einstiegskurseab, damit besonders den älteren Menschen der Umgang mit dem Internet vermittelt wird. Somit kann teilweise ausgeschlossen werden, daß für ältere Menschen das Ausfüllen des Online-Fragebogens ein Problem gewesen wäre. Dies zeigt deutlich die Auswertung der Altersverteilung der älteren Befragten, wenn man die Altersgruppen ab 45 betrachtet. 24 von den 106 Befragten konnten den von mir erstellten Online-Fragebogen ohne weitere Probleme ausfüllen. Das sind bereits 23 Prozent [aufgerundet], die dies ohne weitere Probleme erledigten. (vgl. Altersverteilung der Befragten, 9.1.1)[55]

Anmerkungen zur Befragung :

Im allgemeinen versteht Atteslander[57] unter Befragung eine „Kommunikation zwischen zwei oder mehreren Personen. Durch verbale Stimuli [Fragen] werden verbale Reaktionen [Antworten] hervorgerufen: Dies geschieht in bestimmten Situationen und wird geprägt durch gegenseitige Erwartungen. Die Antworten beziehen sich auf erlebte und erinnerte soziale Ergebnisse, stellen Meinungen und Bewertungen dar.“ Durch den versandten Fragebogen fällt das „verbale Verhalten“, wie es Atteslander unter der zitierten Definition beschreibt, gänzlich weg.

Beim Online-Fragebogen handelt es sich um einen standardisierten Fragebogen, der im Normalfall von einer Person beantwortet wird. Um dem verbalen Verhalten ein wenig gerecht zu werden, habe ich nicht auf offene Fragen verzichtet. Dadurch ist es dem Auszufüllenden möglich bei nicht festgelegten Antwortkategorien dennoch sein Erlebtes und Erinnertes zu notieren. (vgl. Offene Fragen im Online-Fragebogen, 9.2.1.) Ein wesentlicher Vorteil bei geschlossenen Fragestellungen liegt in der Einfachheit im Ausfüllen des Online-Formulars. (vgl. Online-Fragebogen, 9.2.)

In der Literatur werden in der Regel mehrere Typen von geschlossenen Fragen aufgezählt. In den vorgelegten Fragestellungen sind die BürgerInnen mit allen drei Typen konfrontiert worden. Einerseits mit dem Identifikationstyp [Eine Frage, welche die Nennung (Identifikation) einer Person, Gruppe, eines Ortes, einer Zeit, Nummer u.a.m. verlangt, indem gefragt wird: wer, wo, wann, wie viele oder welche?], ebenso mit dem Selektionstyp [Eine Frage mit vorgegebenen Alternativen, wobei der/die Befragte eine von zwei oder mehreren Antwortmöglichkeiten auszuwählen hat. à Mehrfachantworten] und des Ja-Nein-Typus [Eine Frage, die mit Ja oder Nein genügend beantwortet werden kann.] Beim Ja-Nein-Typ ist darauf zu achten, daß „beide Alternativen bereits in der Frage enthalten sind.“[58]

3.3.2.2. Die Stichprobengröße

Da es bei einer Anzahl von 3.114 Einwohner zu aufwendig wäre eine „Totalerhebung“ zu machen, wurde eine gewisse Anzahl für die gesamte Grundgesamtheit repräsentativen Merkmalsträgern [eine sogenannte Stichprobe] ausgewählt. In diesem Fall beschränkte sich die Auswahl auf die bereits an das Funk-LAN-Netz angeschlossenen BürgerInnen, die sich schon als Internet-Nutzer bezeichnen dürfen. (vgl. Befragtenzahl und Rücklaufquote, 3.3.2.5.1.)

Anmerkung zur Stichprobengrößenbezeichnung [n=xy]:

Die Stichprobengröße – üblicherweise als „n“ geschrieben – ist aus programmtechnischen Gründen in der gesamten Arbeit als „N“ vermerkt.

3.3.2.3. Das Auswahlverfahren

Die Bestimmung der Stichprobengröße fand nach dem sogenannte Quota-Verfahren [oder auch: Quotenstichprobe] statt. In diesem Fall handelt es sich um eine Auswahlmethode, bei der die Verteilung der Merkmale [z.B. Geschlecht, Alter, sozialer Stand, Onlinezeit, ...] bei den zu Befragenden vorgegeben werden, der Interviewer allerdings selbst die Kombinationen bestimmen kann. (vgl. Standardisiertes Interview: Befragung, 3.3.2.1.)

3.3.2.4. Das Befragungsgebiet

Ebenso wie der Befragungszeitraum mußte natürlich die Einschränkung des Befragungsgebiets getroffen werden, was sich in Anbetracht meiner Themenstellung als nicht sehr schwierig darstellte. Obwohl in dieser Arbeit der zur Marktgemeinde Rauris gehörende Ort Wörth erwähnt sein wird, bezieht sich die Befragung lediglich auf Rauris. (vgl. Anschlüsse in Rauris und Wörth, 10.3.]

[...]


[1] Anmerkung: Unter Net wird im allgemeinen die Abkürzung von Internet verstanden. Im Zusammenhang mit dieser Arbeit verwendet die Marktgemeinde Rauris die Wortkombination Net-Dorf für das Projekt.

[2] Unter <Netz der Netze> wird im allgemeinen das Internet verstanden.

[3] NIKT: Arbeitsgruppe Neue Informations- und Kommunikationstechnologien, Leitung: Ass. Prof. Dr. Ursula Maier-Rabler, Institut für Kommunikationswissenschaft, Universität Salzburg.

[4] Rabler-Maier, U.; Sutterlüti E.; Kainz, R.: „Gemeinde Online: Feasibility-Studie für ein Gemeinde-Intranet: Fallstudie in der Gemeinde Rauris“, durchgeführt von der AG NIKT am Institut für Kommunikationswissenschaft der Universität Salzburg, 1999, S. 77.

[5] Einwohner gesamt : 3.114 Personen, davon Hauptwohnsitz: 3.114 Personen.

[6] Vgl. Rauris-Portal: Rubrik: „Pressetexte“, http://www.rauris.net, 27. April 2001.

[7] Vgl. DER STANDARD: Siemens Österreich: Doppelseitige Werbeeinschaltung zum Net-Dorf Rauris, http://www.siemens.at/e-excellence, 17./18. März 2001, S. 32f.

[8] Definition lt. Duden: „Dimension, die; -, -en <lat.> Ausdehnung; [Aus]maß; Bedehnung bestimmend); dimensional (die Ausdehnung bestimmend); (...) dimensionieren (abmessen; Technik der Maße festlegen)“, Duden: Rechtschreibung der deutschen Sprache, Band 1, 20., neu bearb. Und erw. Aufl.; Dudenverlag Mannheim, Leipzig, Wien, Zürich 1991, S. 208.

[9] Begriffsklärung „Neue Medien“: Medien, die technisch auf der Binärlogik [0 oder 1] beruhen und deshalb in der Lage sind, Inhalte mit Hilfe der Computertechnologie zu verarbeiten, zu speichern und über Datennetze zu transportieren. Dazu zählt man CD-Rom, DVD, Internet und das Intranet. Gleichbedeutend mit dem Begriff à Digitale Medien. (vgl. Glossar, 11.)

[10] Vgl. Newsletter von redaktion@e-7.com: „USA-Studie: Bedeutung des Internets als Informationsmedium wächst“, Cahners-Studie, http://www.cahners.com, 6. April 1999.

[11] Heuser, U. J.: „Tausend Welten: Die Auflösung der Gesellschaft im digitalen Zeitalter“, Berlin Verlag, Berlin 1996, S. 10.

[12] Bildquelle: Abbildung 1, http://www.rauris.net, 28. Dezember 2001.

[13] Abbildung 2: siehe Bildquelle: Abbildung 1

[14] Vgl. Rauris: Geschichtlicher Überblick, http://www.rauris.net, Hauptpunkt „Gemeinde“ à Unterpunkt „Geschichte“, 9. Dezember 2001.

[15] Stand: 12. November 2001.

[16] Vgl. Oberlik, G.: „Net-Dorf Rauris: Internet-Technologie für Bürger, Tourismus und Kultur“, http://www.siemens.at/ic/presse/hardcoded/rauris.htm, 14. April 2000.

[17] Vgl. Oberlechner, M.: E-Mail-Antwort [adminstrator@rauris.net], Netzwerk-Administrator, Stand: 24. Oktober 2001.

[18] Link: Newsgroup Rauris,

http://www.rauris.net/marktplatz/kommunikation/newsgroups.htm, 11. Februar 2002.

[19] Vgl. FutureZone: „E-Mails revolutionieren die Kommunikation“, http://futurezone.orf.at/futurezone.orf?read=detail&id=61028&tmp=76428, 20 März 2001.

[20] Vgl. DER STANDARD: „Online-Landtag beliebt“, http://www.landtag-live.at, 28. Dezember 2001, S. 9.

[21] Vgl. DER STANDARD: „Bürger-Ideen via Internet“, http://www.besserschneller.at, 5. Januar 2002, S. 9.

[22] Link: Pilotprojekt Oberhambach: „Website“, http://www.birinform.de/, 12. Januar 2002.

[23] Link: Pilotprojekt Oberhambach: „Wir über uns“, http://www.birinform.de/wir.htm, 10. Dezember 2001.

[24] Link: Pilotprojekt Oberhambach: „Pilotprojekt“, http://www.birinform.de/oberhambach.htm, 10. Dezember 2001.

[25] Vgl. Broukal, J.: „Eine Region geht ans Netz“, HIGHTECHPRESSE 9b-1998, S. 37.

[26] Link: IS4ALL Universe, http://www.is4all.Net/, 13. Dezember 2001.

[27] Link: City4All, http://www.city4all.com/, 13. Dezember 2001.

[28] Vgl. Nones, R.: E-Mail-Antwort des C4A-Mitarbeiters, http://www.city4all.com/, 13. Dezember 2001.

[29] Link: G-Town-Service, http://www.g-town.at/g-card/infos/gfriends.php, 16. Januar 2002.

[30] Vgl. Zey, R.: „Neue Medien: Informations- und Unterhaltungselektronik von A bis Z“, unter Mitarbeit von Axel Bitterlich u. Christian Ullrich; Rowohlt-Verlag, Wien 1995, S. 5, 9ff.

[31] Vgl. Zechner, A.; Feichtinger, G.; Holzinger, E. (Hrsg.): „Handbuch Internet: Intelligenter Einstieg und erfolgreiche Präsenz im Internet: Adressen, Daten, Fakten“, FALTER Verlag, 1997, S. 470.

[32] Link: IDC, http://www.idc.at, 2. Januar 2002.

[33] Vgl. Jaki, J.: „E-Security im Wandel“, Online-Presseaussendung: Pressetext Austria, http://www.pte.at, 7. Juli 2001.

[34] Vgl. DER STANDARD: „Österreich: Jeder Zweite hat schon Zugang zum Internet“, 9. Mai 2001, S. 25.

[35] Vgl. FutureZone: „GfK-Umfrage: Internet-Nutzung in Österreich“,

http://futurezone.orf.at/futurezone.orf?read=detail&id=59891, 9. März 2001.

[36] Vgl. DER STANDARD: „Österreich: Jeder Zweite hat schon Zugang zum Internet“, 15. Januar 2002, Titelseite, weiterführend auf S. 9.

[37] Erhebungen über die Nutzung des Internets werden hierzulande vom Geschäftsführer des Marktforschungsinstituts Integral, Herrn Manfred Tautscher, gemeinsam mit dem GfK-Fessel-Institut erhoben.

[38] Gillmayr, S.: „Das Globale Dorf: Realität oder Utopie? – Eine kulturphilosophische Betrachtung“, Diplomarbeit, Wien 1993, S. 119.

[39] Negroponte, N.: “Total Digital: Die Welt zwischen 0 und 1 oder Die Zukunft der Kommunikation”, Goldmann Verlag, München 1997, S. 275 u. 280.

[40] Link: Sun Microsystems, http://www.sun.com/jini, 10. Dezember 2001.

[41] Vgl. DER STANDARD: „Jini, das Chip-Esperanto“, 18. Februar 1999, S. 60.

[42] Link: Firma ProNova, http://www.pronova.at, 20. April 2001.

[43] Firma Siemens: http://www.siemens.at, 10. Dezember 2001.

[44] Vgl. Oberlechner, M.: E-Mail-Antwort [adminstrator@rauris.net], Netzwerk-Administrator, 20. April 2001.

[45] Bernert, G.: Rubrik: Pressetexte auf http://www.rauris.net, 27. April 2001.

[46] Oberlik, G.: „Net-Dorf Rauris: Internet-Technologie für Bürger, Tourismus und Abbildung 3: Backboneleitungswege, Rauris und Wörth Kultur“, Link; http://www.siemens.at/ic/presse/hardcoded/rauris.htm, 14. April 2000.

[47] Vgl. Oberlechner, M.: E-Mail-Antwort [adminstrator@rauris.net], Netzwerk-Administrator, 25. Februar 2002: Die Entlastungsstraße führt vor dem Ortsbeginn vom Markt Rauris [Johannesbrücke] entlang der Rauriser Ache weg, und diese zweigt erst am Ende des Ortskernes [Bereich Hochalmbahnen] auf die ursprüngliche Rauriser Landstraße ab. Die Marktstraße war immer die Hauptverbindung, und durch die Engstellen im Ortszentrum kam es immer wieder zu starken Problemen. Nun ist eine Zone errichtet worden, die für Einheimische, aber auch Urlauber einen „gemütlichen Ortskern“ darstellt.

[48] Vgl. DER STANDARD: „Ein Kaffee und eine Stunde surfen: Drahtloses Internet ohne Handy“, 12./13. Januar 2002, S. 26.

[49] Oberlik, G.: „Net-Dorf Rauris: Internet-Technologie für Bürger, Tourismus und Kultur“, http://www.siemens.at/ic/presse/hardcoded/rauris.htm, 14. April 2000.

[50] Vgl. Kromrey, Helmut: „Empirische Sozialforschung“, 8. Auflage, Leske+Budrich Opladen, Berlin 1998, S. 33.

[51] Rabler-Maier, U.; Sutterlüti E.; Kainz, R.: „Gemeinde Online: Feasibility-Studie für ein Gemeinde-Intranet: Fallstudie in der Gemeinde Rauris“, durchgeführt von der AG NIKT am Institut für Kommunikationswissenschaft der Universität Salzburg, Oktober 1999.

[52] Client(s): Pro BenutzerIn ist im Net-Dorf ein Anschluß definiert. Definition, vgl. Glossar, 11.

[53] KMU: Gängige Abkürzung für „Klein- und Mittelbetriebe“

[54] Hinweis: Der Gemeindeamtanschluß wurde am 1. März 2000 an das Rauriser Funk-LAN-Netz angeschlossen, die ersten Bürger folgten ab Mai 2000.

[55] Vgl. Zechner, A.; Feichtinger, G.; Holzinger, E. (Hrsg.): „Handbuch Internet: Intelligenter Einstieg und erfolgreiche Präsenz im Internet: Adressen, Daten, Fakten“, FALTER VERLAG, Wien 1997, S. 489. Definition zu „online“: Online ist in dieser Arbeit als „ein Computer, der mit zumindest einem anderen Computer, meist jedoch mit einem Netzwerk verbunden ist“, definiert.

[56] Link: Online-Fragebogen Rauris,

http://home.subnet.at/WHAM/NeueWebsite/Fragebogen_Rauris/rauris.html, 1. Oktober 2001.

[57] Atteslander, P.: „Methoden der empirischen Sozialforschung“, 8., bearb. Aufl. – Berlin, New York, de Gruyter, 1995, Abschnitt II: Erhebung sozialer Daten, in Kapitel 4.1., S. 132 – 204, hier S. 132.

[58] ebd. Atteslander, Peter: „Methoden der empirischen Sozialforschung“: Abschnitt II: Erhebung sozialer Daten, S. 180.

Ende der Leseprobe aus 216 Seiten

Details

Titel
Neue Dimensionen der Kommunikation im ersten Internet-Dorf Österreichs
Hochschule
Universität Wien  (Publizistik- und Kommunikationswissenschaft)
Veranstaltung
Diplomandenseminar
Note
Befriedigend
Autor
Jahr
2002
Seiten
216
Katalognummer
V8698
ISBN (eBook)
9783638156042
ISBN (Buch)
9783638697651
Dateigröße
1201 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Globale Kommunikation - Eine Wortkombination, mit der noch nicht viele BürgerInnen in Österreich vertraut sind. Nicht so im ersten Net-Dorf Rauris im Salzburger Land. Dort wird seit März 2001 in einem unfangreichen Projekt die gesamte Dorfbevölkerung ans Netz der Netze angeschlossen. Im Vorfeld ist von der Arbeitsgruppe NIKT in Salzburg eine Vorerhebung in Zusammenarbeit mit der Dorfbevölkerung im Oktober 1999 vorangegangen. Ziel dieser Erhebung war ein 'unmittelbar umsetzbares Konzept für die Implementation einer demokratiepolitisch sinnvollen und wünschenswerten Applikation für die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien'. Erhoben worden sind somit in demokratischer Weise die Ansprüche eines jeden Bürgers, welche dieser an die neue Technik stellt. In meiner vorliegenden Arbeit werde ich mich - nachdem das Projekt Gemeinde Online erhoben worden ist - dem tatsächlichen Umgang der neuen Kommunikationstechniken und der sich daraus erschließenden Kommunikationsdimensionen für die BürgerInnen [=Nutzer] der Marktgemeinde Rauris widmen. 814 KB
Schlagworte
Neue Medien, Internet, Funk-LAN, Kommunikation, Rauris, Technik, Online, Net-Dorf, Global Village
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Mag. phil. Thomas Müller (Autor), 2002, Neue Dimensionen der Kommunikation im ersten Internet-Dorf Österreichs, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/8698

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