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Wahlkampfforschung: Wahlkämpfe im Vergleich - Am Beispiel des Bundestagswahlkampfs 2005 und des Unterhauswahlkampfs 2005

Titel: Wahlkampfforschung: Wahlkämpfe im Vergleich - Am Beispiel des Bundestagswahlkampfs 2005 und des Unterhauswahlkampfs 2005

Seminararbeit , 2007 , 28 Seiten , Note: 2,00

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Politik - Politische Systeme allgemein und im Vergleich
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Tiefgreifende Veränderungen der Gesellschaftsstruktur- Individualisierung, Wertewandel, Wandel des intermediären Systems, stellen das politische System seit geraumer Zeit vor gravierende Steuerungsprobleme. Zugleich wird der Handlungsspielraum der Politik im Zuge der Globalisierung des Wirtschaftssystems immer enger. Die Politik begegnet dem, außerhalb des Wahlkampfes, mit Versuchen strategischer Einflussnahme durch politisches Kommunikationsmanagement. Verstärkt nutzt sie die Instrumente der Public Relations und des Marketing zur Promotion der eigenen Personen, Positionen und Ziele. Und so wenden Parteien, Verbände, Organisationen und andere Institutionen mittlerweile erhebliche Ressourcen auf. Themen- und Ereignismanagement sind Ausdruck einer Modifizierung politischen Handelns und vor dem Hintergrund einer Mediatisierung der Politik, denn der Interpretation des politischen Geschehens durch die Medien, begegnet die Politik heutzutage aktiv.
Im Hinblick auf Wahlkampfforschung wird in dieser Arbeit erläutert, wie werden Wahlkämpfe geführt, von welchen Faktoren hängt der Wahlkampf ab und welche Wirkung haben Wahlkampagnen auf das Wählerverhalten und den Wahlausgang. Zudem wird erklärt, welche Akteure an dem Wahlkampf teilnehmen, wie kommunizieren sie miteinander und welche Strategien haben sich im Wahlkampfprozess durchgesetzt und weitgehend etabliert, um Stimmenmaximierung der wahlberechtigten Bevölkerung zu gewinnen. Um all das zu erzielen, übermitteln Parteien und Kandidaten Botschaften durch Kampagnen, die sich immer weiter entwickeln, unmittelbar in Verbindung mit dem Wandel von Wahlkämpfen, was auch andererseits zur Veränderung der Wahlkampfführung beiträgt. Nicht zuletzt werden die Wirkungen von Wahlkämpfen angesprochen. Schließlich, anhand all dieser Komponenten von Wahlkämpfen und im Hinblick auf Wahlkampfforschung, werden zwei Wahlkämpfe im Vergleich dargestellt und analysiert, nämlich der Bundestagswahlkampf 2005 in Deutschland und der Unterhauswahlkampf 2005 in Großbritannien.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Wahlkämpfe

1.1 Akteure der Wahlkampfkommunikation

1.2 Strategien von Kandidaten und Parteien in der Wahlkampfkommunikation

1.3 Übermittlung von Botschaften durch Kampagnen

2. Wandel von Wahlkämpfen

2.1 Der „Amerikanisierungsbegriff“

2.2 Gründe für Wandel der Wahlkampfführung

2.3 Wirkungen von Wahlkämpfen

2.3.1 Auf politische Informiertheit und Involvierung

2.3.2 …auf Kandidaten und Parteien

2.3.3 …auf Einstellungen zu Parteien, Kandidaten und Sachfragen

2.3.4 …auf Wahlverhalten und Wahlausgang

2.4 Medienwirkungen auf das Wählerverhalten

3. SPD- Bundestagswahl 2005

3.1. Gegner- und Medienbeobachtung

3.2. Ressourcen

3.3 Kampagnenziele

3.4 Mobilisierung

3.5 Die Botschaft der SPD

3.6 Internetwahlkampf

4. CDU/CSU- Bundestagswahl 2005

4.1 Gegner- und Medienbeobachtung

4.2 Ressourcen

4.3. Kampagnenziele

4.4 Mobilisierung

4.5 Strategie- Botschaft des CDU/CSU- Wahlkampfes

4.6 Straßenwahlkampf und Internetwahlkampf

5. Analyse des CDU/CSU und SPD Bundeswahlkampfes 2005

6. Kardinale Fehler im Wahlkampf der CDU/CSU und der Profit für die SPD

7. Großbritannien- Unterhauswahl 2005

7.1 Das Wahlergebnis und die Kampagnenführung

7.2. Die Labourkampagne

7.3 Die Torykampagne

7.4 Internetwahlkampf der großen Parteien in Großbritannien, im Vergleich zu Deutschland

8. Kommunikationsmittel zwischen den Parteikandidaten und der Wählerschaft

8.1 Bundestagswahlkampf 2005 - Medienwahlkampf

8.2 Negative campaign:

8.3 Das Wahlergebnis:

8.4 Niedrige Wahlbeteiligung

8.5 Erfolgreiche Strategien

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Mechanismen moderner Wahlkampfführung anhand eines Vergleichs zwischen dem Bundestagswahlkampf 2005 in Deutschland und dem Unterhauswahlkampf 2005 in Großbritannien. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie Wahlkämpfe geführt werden, welche Faktoren ihren Erfolg beeinflussen und welche Auswirkungen diese Kampagnen auf das Wählerverhalten und den Wahlausgang haben.

  • Methoden der politischen Kommunikation und Wahlkampfstrategien
  • Wandel der Wahlkampfführung (Professionalisierung, Medialisierung, Personalisierung)
  • Vergleichende Analyse des Bundestagswahlkampfs 2005 (SPD vs. CDU/CSU)
  • Analyse des britischen Unterhauswahlkampfs 2005 (Labour vs. Conservatives)
  • Rolle der Massenmedien und des Internetwahlkampfs

Auszug aus dem Buch

1.2 Strategien von Kandidaten und Parteien in der Wahlkampfkommunikation

In Wahlkämpfen stehen politische Akteure im Wettbewerb um die Gunst der Wahlberechtigten. Jede Partei versucht, ihre Wahlchancen auf Kosten der Konkurrenz zu verbessern. Dabei können Instrumente und Strategien in Abhängigkeit von den Kampagnen der Konkurrenz unterschiedlich gut geeignet sein. Dazu kommen die Wahlkampfteams, die häufig Personen umfassen, die sich der Gegnerbeobachtung widmen. Noch deutlicher als in der alltäglichen Politikvermittlung ist in Wahlkämpfen eine Symbolisierung von Politik zu erkennen. In dieser Phase bieten politische Akteure Standpunkte und Zusammenhänge bevorzugt in symbolisch reduzierter und zugespitzter Form dar. Damit versuchen sie, auch politisch wenig involvierte Personen anzusprechen und ein möglichst großes Segment des Elektorats zu erreichen. Dies geschieht z. B. mit symbolträchtigen Bildern oder mit wertgeladenen Schlagworten wie „Gerechtigkeit“ oder „Sicherheit“.

Zudem zeichnet Wahlkämpfe Personalisierung aus. Die Spitzenpolitiker werden bewusst nicht als Inhaber politischer Rollen, sondern als Privatpersonen in unpolitischen Kontexten dargestellt. Denn diese „Vermenschlichung“ sucht gerade politische Inhalte zu umgehen und unpolitische Motive anzusprechen.

Darüber hinaus setzen Wahlkämpfer Thematisierungs- und Dethematisierungsstrategien ein. Sie stellen politische Themen in den Vordergrund, bei denen sie in der Öffentlichkeit als besonders kompetent gelten. Andere wichtige Wahlkampfstrategie ist das negative campaign, wobei Wahlkämpfer nicht nur die eigene Seite positiv darstellen, sondern den politischen Gegner ins negative Licht rücken. Mit einer letzten Siegerstraßen- Strategie, versuchen Parteien und Kandidaten während des Wahlkampfes häufig den Eindruck zu erwecken, sie befänden sich auf der Siegerstraße bzw. bandwagon-/ momentum Strategie, die die Devise „Nichts ist erfolgreicher als der Erfolg“ vermittelt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Wahlkämpfe: Definiert den Wahlkampf als einen komplexen Kommunikations- und Interaktionsprozess und identifiziert die beteiligten Akteure sowie deren strategische Zielsetzungen.

2. Wandel von Wahlkämpfen: Analysiert die historische Entwicklung der Wahlkampfführung hin zu stärkerer Professionalisierung, Medialisierung und Personalisierung sowie den Einfluss des „Amerikanisierungsbegriffs“.

3. SPD- Bundestagswahl 2005: Beleuchtet die spezifische Kampagnenstrategie der SPD, die sich auf den Kanzlerbonus von Gerhard Schröder stützte und ihre Botschaft „Vertrauen in Deutschland“ fokussierte.

4. CDU/CSU- Bundestagswahl 2005: Untersucht die themenorientierte Strategie der Union, die auf Wirtschaftskompetenz setzte, jedoch durch parteiinterne Unstimmigkeiten herausgefordert wurde.

5. Analyse des CDU/CSU und SPD Bundeswahlkampfes 2005: Diskutiert die überraschende Annäherung der Wahlergebnisse, die trotz eines großen Vorsprungs der Union in Umfragen zu einer Großen Koalition führte.

6. Kardinale Fehler im Wahlkampf der CDU/CSU und der Profit für die SPD: Identifiziert strategische und taktische Fehler der Union, wie den gouvernementalen Wahlkampf, die der SPD ein Comeback ermöglichten.

7. Großbritannien- Unterhauswahl 2005: Analysiert den britischen Wahlkampf, der durch eine negative Kampagnenführung der Tories und die Zentralisierung der politischen Steuerung bei der Labour Party geprägt war.

8. Kommunikationsmittel zwischen den Parteikandidaten und der Wählerschaft: Vergleicht die eingesetzten Kommunikationsinstrumente in Deutschland und Großbritannien, unter besonderer Berücksichtigung der Medienwirkung und der „Negative campaign“-Strategien.

Schlüsselwörter

Wahlkampfforschung, Wahlkampfkommunikation, Bundestagswahl 2005, Unterhauswahl 2005, Politische Strategie, Medienwirkung, Personalisierung, Medialisierung, Professionalisierung, Negative Campaign, SPD, CDU/CSU, Labour Party, Conservatives, Wahlverhalten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der vergleichenden Wahlkampfforschung. Es wird analysiert, wie politische Akteure ihre Wahlkämpfe planen, steuern und kommunizieren, um Wählerstimmen zu maximieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen Kommunikationsstrategien, der Wandel von Wahlkampfmethoden durch Modernisierungseinflüsse sowie der Einfluss der Medienberichterstattung auf die Wahrnehmung der Wähler.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Hauptziel ist die Analyse der Kampagnenstrategien bei der deutschen Bundestagswahl und der britischen Unterhauswahl 2005, um herauszuarbeiten, welche Faktoren für den Erfolg oder Misserfolg der beteiligten Parteien ausschlaggebend waren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine vergleichende Analyse auf Basis aktueller politikwissenschaftlicher Literatur und empirischer Daten zur Wahlkampfführung in Deutschland und Großbritannien durchgeführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des Wahlkampfwandels und eine detaillierte Analyse der Kampagnen von SPD, CDU/CSU sowie der britischen Labour Party und der Tories.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Wahlkampfkommunikation, Professionalisierung, Medialisierung, Negative Campaign, Agenda-Setting und der Vergleich zwischen parlamentarischen Systemen.

Warum konnte die Union ihren großen Umfragevorsprung zur Bundestagswahl 2005 fast vollständig einbüßen?

Der Autor führt dies auf strategische Fehler zurück, insbesondere auf eine misslungene thematische Positionierung und einen gouvernementalen Wahlkampf, der die Union in die Defensive drängte, sowie handwerkliche Fehler der Kanzlerkandidatin.

Inwiefern unterschied sich der britische Wahlkampf 2005 von deutschen Mustern?

Der britische Wahlkampf war stärker durch eine extrem „Negative Campaign“-Strategie der Tories und eine ausgeprägte Zentralisierung der Wahlkampfführung in den Parteihauptquartieren gekennzeichnet.

Welche Rolle spielte das Internet bei den Wahlen 2005?

Das Internet gewann als Instrument zur Mobilisierung und schnellen Informationsverbreitung an Bedeutung, wobei Großbritannien im eCampaigning-Bereich als fortgeschrittener gegenüber Deutschland eingeschätzt wurde.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wahlkampfforschung: Wahlkämpfe im Vergleich - Am Beispiel des Bundestagswahlkampfs 2005 und des Unterhauswahlkampfs 2005
Hochschule
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg  (Institut für Politische Wissenschaft und Sozialforschung)
Note
2,00
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
28
Katalognummer
V87006
ISBN (eBook)
9783638009584
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wahlkampfforschung Wahlkämpfe Vergleich Beispiel Bundestagswahlkampfs Unterhauswahlkampfs
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2007, Wahlkampfforschung: Wahlkämpfe im Vergleich - Am Beispiel des Bundestagswahlkampfs 2005 und des Unterhauswahlkampfs 2005, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87006
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Leseprobe aus  28  Seiten
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