In der vorliegenden Arbeit werden die wesentlichen rechtlichen Anforderungen an IS in der Rechnungslegung behandelt. Die handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Vorschriften werden vorgestellt und erläutert und daraus ergänzende spezielle Vorschriften für den IT-Einsatz abgeleitet, wobei auch internationale Aspekte nach IFRS berücksichtigt werden. Hieraus resultierend werden die Anforderungen an Informationssysteme für die Rechnungslegung vorgestellt und Konsequenzen für die Gestaltung des Informationsmanagements innerhalb der Unternehmen beschrieben.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
1.1 PROBLEMSTELLUNG
1.2 ZIELSETZUNG
1.3 METHODIK DER ARBEIT
1.4 AUFBAU DER ARBEIT
2. RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN BEIM EINSATZ EINES IT-GESTÜTZTEN RECHNUNGSWESENS
2.1 GRUNDSÄTZE ORDNUNGSMÄßIGER BUCHFÜHRUNG
2.1.1 Rahmengrundsätze
2.1.2 Dokumentationsgrundsätze
2.2 ERGÄNZENDE RECHTSNORMEN
2.3 AUSWIRKUNGEN DER INTERNATIONALEN KONZERNRECHNUNGSLEGUNG NACH IFRS
3. ANFORDERUNGEN AN INFORMATIONSSYSTEME
4. KONSEQUENZEN FÜR DAS INFORMATIONSMANAGEMENT
5. SCHLUSSBEMERKUNGEN
5.1 ZUSAMMENFASSUNG
5.2 KRITISCHE WÜRDIGUNG
5.3 AUSBLICK
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die wesentlichen rechtlichen Anforderungen an IT-gestützte Informationssysteme im Bereich der betrieblichen Rechnungslegung. Ziel ist es, die handels- und steuerrechtlichen Rahmenbedingungen zu analysieren und deren Implikationen für die Gestaltung des unternehmerischen Informationsmanagements aufzuzeigen.
- Analyse der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) und DV-gestützter Buchführungssysteme (GoBS)
- Einfluss internationaler Rechnungslegungsstandards (IFRS) auf IT-Systeme
- Ableitung funktionaler Anforderungen an moderne Finanzbuchhaltungssysteme
- Bedeutung eines internen Kontrollsystems (IKS) für die Datensicherheit und Ordnungsmäßigkeit
- Konsequenzen für die strategische Planung des Informationsmanagements
Auszug aus dem Buch
2.1.1 Rahmengrundsätze
Durch verschiedene Methoden zur Ermittlung der GoB, auf die an dieser Stelle nicht eingegangen werden soll, haben sich die folgenden Rahmengrundsätze heraus gebildet:
Grundsatz der Richtigkeit und Willkürfreiheit,
Grundsatz der Klarheit,
Grundsatz der Einzelbewertung und
Grundsatz der Vollständigkeit.
Der Grundsatz der Richtigkeit und Willkürfreiheit fordert einen Jahresabschluss, welcher nach den gültigen Abbildungsregeln aufgestellt wird. „Ansätze und Werte im Jahresabschluß müssen in nachprüfbarer, objektiver Form aus ordnungsgemäßen Belegen und aus ordentlichen Büchern nach den gültigen Abbildungsregeln hergeleitet sein.“ Die einzelnen Positionen müssen korrekt ausgewiesen werden und eine zutreffende Bezeichnung erhalten. Sollten Schätzwerte notwendig sein, müssen diese „im Rahmen der sachbezogenen Grenzen willkürfrei und vertretbar angesetzt werden“.
Der Grundsatz der Klarheit stellt an den Jahresabschluss die Forderung nach inhaltlich treffend charakterisierenden Posten, um die Fülle der erfassten Sachverhalte in eine aussagefähige, tiefgründige und verständliche Form zu bringen. Wichtig ist hierbei insbesondere eine übersichtliche Gliederung der Posten, wobei die Gliederungstiefe nicht vorgeschrieben ist. Zusätzlich sollten die unterschiedlichen Positionen sinnvoll, leicht erfassbar und verständlich geordnet werden, um trotz zahlreicher Detailinformationen stets die Klarheit für den Leser zu gewährleisten. Zur Unterstützung der Unternehmen bei der Gliederung hat der Gesetzgeber Gliederungsschemata für die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) entwickelt.
Der Grundsatz der Vollständigkeit fordert von den Unternehmen die Beachtung sämtlicher buchungspflichtiger Vorfälle. Unter buchungspflichtigen Vorfällen „... sind alle nach den übrigen GoB als in der jeweiligen Periode eingetretenen zu betrachtenden positiven und negativen Vermögensänderungen sowie Vermögens- oder Schuldenumschichtungen ...“ zu verstehen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Darstellung der Problemstellung hinsichtlich IT-gestützter Buchführung und Definition der Zielsetzung sowie der methodischen Vorgehensweise durch Literaturanalyse.
2. RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN BEIM EINSATZ EINES IT-GESTÜTZTEN RECHNUNGSWESENS: Erläuterung der maßgeblichen gesetzlichen Anforderungen, insbesondere der GoB, GoBS und internationaler IFRS-Vorgaben.
3. ANFORDERUNGEN AN INFORMATIONSSYSTEME: Ableitung konkreter Anforderungen wie Prüfbarkeit, Sicherheit und Verfügbarkeit aus dem rechtlichen Rahmen für sozio-technische Informationssysteme.
4. KONSEQUENZEN FÜR DAS INFORMATIONSMANAGEMENT: Untersuchung der Auswirkungen auf die IT-Infrastruktur, insbesondere bei Einsatz von ERP-Systemen und Bedeutung des internen Kontrollsystems.
5. SCHLUSSBEMERKUNGEN: Fazit zur Notwendigkeit der Integration von Buchhaltung und Informationsmanagement sowie Ausblick auf zukünftige Anforderungen.
Schlüsselwörter
Rechnungslegung, Informationssysteme, Buchführung, GoB, GoBS, IFRS, Informationsmanagement, Internes Kontrollsystem, IKS, Jahresabschluss, Handelsgesetzbuch, Finanzbuchhaltung, Datensicherheit, Verfahrensdokumentation, Ordnungsmäßigkeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die rechtlichen Rahmenbedingungen und Anforderungen, die deutsche Unternehmen beim Einsatz von IT-Systemen in der Rechnungslegung beachten müssen.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Im Fokus stehen die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoB), ergänzende DV-Vorschriften (GoBS), internationale Rechnungslegungsstandards (IFRS) sowie die Auswirkungen auf das Informationsmanagement.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Ermittlung der gesetzlichen Anforderungen an IT-gestützte Finanzbuchhaltungssysteme und die Aufzeigung der Konsequenzen für die Unternehmensführung.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturauswertung, da die Thematik primär rechtlich determiniert ist.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert die rechtlichen Rahmenbedingungen, leitet daraus spezifische Anforderungen an Informationssysteme ab und erläutert die Folgen für das Informationsmanagement in Unternehmen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Schlagworte sind Rechnungslegung, GoB, GoBS, Informationssysteme, IFRS, IKS und Informationsmanagement.
Warum ist das Interne Kontrollsystem (IKS) so wichtig?
Das IKS dient der Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Buchführung, dem Schutz von Unternehmensvermögen und der Bereitstellung korrekter Aufzeichnungen für die Unternehmensführung.
Welche Rolle spielt die Verfahrensdokumentation?
Sie ist notwendig, um die Nachvollziehbarkeit und Prüfbarkeit der Geschäftsvorfälle gegenüber Finanzbehörden im Rahmen der gesetzlichen Anforderungen sicherzustellen.
- Quote paper
- Erik Scharlach (Author), 2008, Rechtliche Anforderungen an IS in der Rechnungslegung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87008