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Makroevolution - Die Entstehung der taxonomischen Großgruppen oder ein Hirngespinst der modernen Naturwissenschaften?

Title: Makroevolution - Die Entstehung der taxonomischen Großgruppen oder ein Hirngespinst der modernen Naturwissenschaften?

Term Paper , 2007 , 14 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Eva Moritz (Author)

Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)
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1. Einleitung - Kreationismus und Evolution
Am 24. November 1859 brach mit der Veröffentlichung des Buches „On the Origin of Species by Means of Natural Selection or the Preservation of Favoured Races in the Struggle of Life“ von Charles Darwin eine geistige Revolution an. Bis zu jenem Zeitpunkt herrschte die Vorstellung von der Unveränderlichkeit der Arten vor, mit welcher Darwin in seinem Werk brach. Er fasste alle vorhandenen Hypothesen zur Evolution der Arten zusammen und entwickelte die Selektionstheorie, welche bis heute unserer Evolutionstheorie zu Grunde liegt. In seinem Buch „The Descent of Man“ übertrug er seine Theroie zwölf Jahre später auch auf die Menschheit. Darwin beraubte die Menschen somit ihrer Sonderstellung, dehnte die geschichtliche Zeitvorstellung in einem gewaltigen Ausmaß und rüttelte an den Pfeilern der Schöpfungslehre.
Ein großer Teil der Menschheit ist mittlerweile überzeugt von der Veränderbarkeit der Arten und der Evolutionstheorie, doch gerade in den USA findet sich dieser Tage eine immer stärker werdende Bewegung des Kreationismus. Die Verfechter jener Vorstellung teilen sich in Untergruppen, von denen einige die gesamte Evolution ablehnen und an eine Schöpfung vor 4000 Jahren glauben und andere Darwins Erkenntnisse unter den Händen Gottes teilweise zulassen.
Durch Diskussionen zu Schulbuchreformen im Biologieunterricht und anderen Vorstößen der Kreationisten, scheint die Diskrepanz zwischen Evolution und Schöpfung wieder an Aktualität zu gewinnen und soll in dieser Hausarbeit unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten betrachtet werden.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung - Kreationismus und Evolution

2. Evolution

2.1 Definition von Mikroevolution

2.2 Definition von Makroevolution

2.3 Mikroevolution und Makroevolution - ein Vergleich

3. Evolution aus verschiedenen Sichtweisen

3.1 Evolution aus Sicht des Gradualismus’

3.2 Evolution aus Sicht des Punktualismus’

3.3 Evolution aus Sicht des Kreationismus’

4. Argumente für und gegen die Makroevolution

4.1 Empirie

4.2 Fossilien

4.3 DNA-Baukasten

4.4 Komplexität

4.5 Genotypische Belege

4.6 Vergleichende Embryologie

4.7 Phänotypische Belege

4.8 Hox - Gene

5. Makroevolution - Die Entstehung der taxonomischen Großgruppen oder ein Hirngespinst der modernen Naturwissenschaften?

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die wissenschaftliche Debatte zwischen der Evolutionstheorie und dem Kreationismus unter besonderer Berücksichtigung des Konzepts der Makroevolution zu untersuchen und die Argumente beider Seiten kritisch zu reflektieren.

  • Grundlagen der Mikro- und Makroevolution
  • Wissenschaftliche Sichtweisen: Gradualismus vs. Punktualismus
  • Die Position des Kreationismus zur Artenentwicklung
  • Empirische und theoretische Argumente für und gegen Makroevolution
  • Die Rolle der Genetik und Hox-Gene im Evolutionsprozess

Auszug aus dem Buch

4.4 Komplexität

Können so komplexe Strukturen wie das menschliche Auge allein durch Zufall entstanden sein? Die Kreationisten negieren dies und nutzen es als weiteres Argument gegen die Evolution. In ihren Augen ist es nicht möglich, dass die gesamte Komplexität der einzelnen Organismen auf akzidentellen Mechanismen wie der Mutation beruht. Zudem gibt es die so genannte nicht reduzierbare Komplexität (irreducible complexity), d. i. ein System, welches seine Funktion verliert, wenn eines seiner Teile fehlt. Bei der Evolution kommen schrittweise neue Teile hinzu bis schlussendlich ein komplexes System wie das menschliche Auge entsteht. Hier argumentieren die Kreationisten, dass jene Entwicklung aufgrund der nicht reduzierbaren Komplexität unmöglich ist. Wäre das Auge zuvor ohne einige seiner Teile doch ausselektiert worden, da es seine Funktion dann nicht erfüllt hätte.

Für die Evolutionisten gibt es keine Komplexität, denn jedes noch so komplexe System besteht nur aus vielen einfachen Teilen, die für gewöhnlich einzeln evolviert sind. Auch die nicht reduzierbare Komplexität tut der Evolutionstheorie keinen Abbruch, da nicht angenommen wird, dass die Entwicklungsstufen einer neuen „komplexen“ Struktur ausschließlich dieselbe Funktion wie das Endergebnis erfüllen müssen. So entstand das Mittelohr als Hörorgan der Säuger zum Beispiel aus den verkleinerten Kieferknochen der Reptilien, die jene zur Artikulation nutzen. Doch selbst wenn die Funktion im Großen dieselbe bleibt, kann die Entwicklung schrittweise ablaufen. Das menschliche Auge ist zum Beispiel schrittweise entstanden und die einzelnen Stufen erfüllen tatsächlich nicht die heutige Funktion. Allerdings befriedigen sie ähnliche einfachere Funktionen wie die Bestimmung der Intensität und der Richtung des Lichts. Man kann die Entstehung jener „komplexen“ Systeme also auch als Optimierung bereits bestehender Strukturen sehen und umgeht dadurch das Problem der nicht reduzierbaren Komplexität, die versucht, das Problem von hinten aufzurollen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung - Kreationismus und Evolution: Einführung in die historische Entwicklung der Evolutionstheorie nach Darwin und die heutige Relevanz der Debatte mit dem Kreationismus.

2. Evolution: Definition der zentralen biologischen Begriffe Mikroevolution und Makroevolution sowie ein systematischer Vergleich der beiden Evolutionsformen.

3. Evolution aus verschiedenen Sichtweisen: Darstellung der unterschiedlichen wissenschaftlichen Interpretationen wie Gradualismus und Punktualismus sowie der kreationistischen Perspektive.

4. Argumente für und gegen die Makroevolution: Detaillierte Auseinandersetzung mit empirischen Beweisen, Fossilienfunden, genetischen Faktoren und strukturellen Aspekten wie Komplexität.

5. Makroevolution - Die Entstehung der taxonomischen Großgruppen oder ein Hirngespinst der modernen Naturwissenschaften?: Theoretische Reflexion über die Beweislast und die logische Einordnung des Konflikts zwischen naturwissenschaftlichem Weltbild und Schöpfungsglaube.

Schlüsselwörter

Makroevolution, Mikroevolution, Kreationismus, Evolutionstheorie, Charles Darwin, Fossilien, Selektionstheorie, Genetische Drift, Hox-Gene, Nicht reduzierbare Komplexität, Artbildung, Biologie, Schöpfungslehre, Mutation, Genpool

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die wissenschaftliche und weltanschauliche Auseinandersetzung zwischen der Evolutionstheorie und dem Kreationismus mit einem Fokus auf die Makroevolution.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Definition der Evolutionsbegriffe, die Debatte um die Lückenhaftigkeit des Fossilberichts und die genetischen Grundlagen der Artenentwicklung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen Evolution und Schöpfungslehre wissenschaftlich zu analysieren und zu prüfen, inwieweit die Makroevolution empirisch gestützt oder kritisiert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Literaturanalyse und logisch-theoretische Reflexion, um die Argumente beider Lager (Evolutionisten und Kreationisten) gegenüberzustellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifische Argumente wie die Empirie, das DNA-Modell, die Komplexität biologischer Systeme und den Einfluss von Hox-Genen auf die Entwicklung von Körperbauplänen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Makroevolution, Kreationismus, Selektionstheorie, Genetik und Fossilbeleg zusammenfassen.

Wie bewertet der Autor das Argument der "nicht reduzierbaren Komplexität"?

Der Autor führt an, dass die Evolutionstheorie das Problem der Komplexität durch die schrittweise Optimierung bereits bestehender Strukturen lösen kann, anstatt sofort perfekte Systeme erfordern zu müssen.

Welche Rolle spielen Hox-Gene in der Argumentation?

Hox-Gene dienen als Beispiel dafür, wie schon wenige genetische Veränderungen zu großen morphologischen Neuerungen führen können, was ein Argument gegen die Notwendigkeit unzähliger Einzelschritte darstellt.

Zu welchem Schluss kommt der Autor hinsichtlich des Kreationismus?

Der Autor argumentiert, dass die Evolutionstheorie logischer erscheint, betont jedoch, dass die Entscheidung letztlich eine Glaubensfrage ist, die stark vom individuellen Weltbild abhängt.

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Details

Title
Makroevolution - Die Entstehung der taxonomischen Großgruppen oder ein Hirngespinst der modernen Naturwissenschaften?
College
Bielefeld University  (Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie)
Course
Gott und Evolution
Grade
1,0
Author
Eva Moritz (Author)
Publication Year
2007
Pages
14
Catalog Number
V87114
ISBN (eBook)
9783638010610
ISBN (Book)
9783638917414
Language
German
Tags
Makroevolution Entstehung Großgruppen Hirngespinst Naturwissenschaften Gott Evolution
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Eva Moritz (Author), 2007, Makroevolution - Die Entstehung der taxonomischen Großgruppen oder ein Hirngespinst der modernen Naturwissenschaften?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87114
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