„Welche Gründe trugen zur Entwicklung und Entstehung der Wirtschafts- und Währungsunion bei und welche Integrationsschritte sind weiterhin notwendig um eine politische Union zu verwirklichen?“.
Hierbei werde ich mich im Wesentlichen auf den Weg der Entstehung der Wirtschafts- und Währungsunion, die einzelnen Etappen und Anläufe sowie auf Integrationsmodelle und -theorien stützen und im Folgenden Integrationsmaßnahmen erläutern, die weiterhin notwendig sind.
Um diese Thematik systematisch aufzubereiten, werde ich zu Anfang die Vorläufer, die zur WWU führten, im folgenden das Bretton- Wood-System sowie den Werner-Plan und den Vertrag von Maastricht erläutern und nachfolgend die drei relevanten Phasen der WWU, die letzten Endes zur Realisierung der WWU führten, aufzeigen...
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Die Vorläufer der Wirtschafts- und Währungsunion
1.1.1 Bretton-Wood-System
1.1.2 Werner-Plan
1.1.3 Das Europäische Währungssystem (EWS)
1.2. Vertrag von Maastricht
2. Die Entstehung der WWU
2.1 Die drei Stufen der Wirtschafts- und Währungsunion
2.1.1 Erste Stufe
2.1.2 Zweite Stufe
2.1.3 Dritte Stufe
2.2 Konvergenzkriterien
3. Die EZB, der zentrale Kern der WWU
3.1 Aufgaben und Ziele der EZB
3.2 Organe der EZB
4. Das Erfordernis von weiteren Integrationsschritten zur politischen Union
4.1 Der Integrationsbegriff
4.2 Modelle der Europäischen Integration
4.3 Integrationstheorien im Überblick
4.4 Integrationsschritte zur „politischen Union“
5. Resümee
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit untersucht die Entstehungsgründe und die Entwicklung der Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) sowie die Notwendigkeit weiterführender Integrationsschritte zur Vollendung einer politischen Union. Im Fokus steht dabei die Analyse historischer Etappen, theoretischer Integrationsmodelle und der Rolle der EZB als zentraler Akteur.
- Historische Entwicklungslinien von den Vorläufern bis zur WWU
- Die drei Stufen der Realisierung der Wirtschafts- und Währungsunion
- Aufgaben, Ziele und Organe der Europäischen Zentralbank (EZB)
- Theoretische Grundlagen und Modelle der europäischen Integration
- Notwendigkeit weiterer Integrationsschritte für eine politische Union
Auszug aus dem Buch
1.1.1 Bretton-Wood-System
Das Bretton-Woods-System beschreibt ein internationales Währungssystem, welches am 22. Juli 1944 auf der Konferenz von Bretton-Woods in New Hampshire in den USA, während des Zweiten Weltkrieges von 44 Staaten beschlossen wurde, bis Anfang der 70er Jahre bestand hatte und „[…]ist als Reaktion auf die durch Abwertungswettläufe und Protektionismus gekennzeichnete Periode zwischen dem ersten und dem zweiten Weltkrieg zu verstehen“(Vgl. Internetquelle 3). Das internationale Abkommen strebte die Neuordnung der Weltwirtschaft nach dem zweiten Weltkrieg an. Bestimmt war dieses Währungssystem vom goldhinterlegten US-Dollar.
Das Bretton-Woods-System verfolgte die Ziele einer reibungslosen Abwicklung des Welthandels ohne Handelsbarrieren sowie feste Wechselkurse. Ebenfalls wird auf der Konferenz der White-Plan beschlossen, ein Vorschlag des Amerikaners Harry Dexter White. Den zentralen Punkt bildet hier der US-Dollar. Zu diesem Zeitpunkt steht die Zentralbank in der Verpflichtung, Dollar und Gold gleichermaßen einzulösen, darüberhinaus werden feste Wechselkurse bei den anderen Mitgliedern des Systems festgelegt. Der Zusammenbruch dieses Systems war im Wesentlichen die Folge der „[…]Überbewertung des Dollars gegenüber dem Goldstandard und den an ihn gebundenen Währungen“(Gehler, Michael 2002:53).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung stellt das Thema der Hausarbeit vor, definiert die Forschungsfrage und erläutert die methodische Vorgehensweise sowie die genutzten Quellen.
1.1 Die Vorläufer der Wirtschafts- und Währungsunion: Dieses Kapitel zeichnet die frühen Schritte der europäischen wirtschaftlichen Zusammenarbeit nach, einschließlich des Bretton-Wood-Systems, des Werner-Plans und des Europäischen Währungssystems.
1.2. Vertrag von Maastricht: Hier wird die Bedeutung des Vertrags von Maastricht als Grundlage für die Realisierung der WWU in drei Stufen sowie die Einführung von Konvergenzkriterien thematisiert.
2. Die Entstehung der WWU: Das Kapitel beleuchtet die Motive hinter der Gründung der WWU, wie die deutsche Wiedervereinigung und den Wunsch nach wirtschaftlicher Stabilität.
2.1 Die drei Stufen der Wirtschafts- und Währungsunion: Es werden die drei spezifischen Stufen der WWU-Realisierung detailliert beschrieben, von der ersten Stufe 1990 bis zur Einführung der Währung.
2.2 Konvergenzkriterien: Die Kriterien, die Mitgliedsstaaten erfüllen müssen, um der WWU beizutreten, werden hier erläutert.
3. Die EZB, der zentrale Kern der WWU: Dieses Kapitel widmet sich der Errichtung und der Unabhängigkeit der Europäischen Zentralbank.
3.1 Aufgaben und Ziele der EZB: Der Fokus liegt auf der Preisniveaustabilität als oberstes Ziel sowie der administrativen Rolle der EZB im Euro-System.
3.2 Organe der EZB: Die Struktur der Organe, insbesondere das Direktorium und der EZB-Rat, wird hier erklärt.
4. Das Erfordernis von weiteren Integrationsschritten zur politischen Union: Es wird die Frage aufgeworfen, welche Schritte über die wirtschaftliche Union hinaus notwendig sind, um eine politische Union zu vollenden.
4.1 Der Integrationsbegriff: Dieser Abschnitt klärt die theoretischen Hintergründe und Definitionen des Begriffs der politischen Integration.
4.2 Modelle der Europäischen Integration: Vier verschiedene Modelle der europäischen Integration, vom Bundesstaat bis zur differenzierten Integration, werden gegenübergestellt.
4.3 Integrationstheorien im Überblick: Ein Überblick über die zentralen Theorien wie Funktionalismus, Föderalismus und Neofunktionalismus wird gegeben.
4.4 Integrationsschritte zur „politischen Union“: Das Kapitel diskutiert die Relevanz von Verfassungsdebatten und weiteren Schritten zur Vertiefung der Integration.
5. Resümee: Das Resümee fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Dynamik des europäischen Integrationsprozesses.
Schlüsselwörter
Wirtschafts- und Währungsunion, WWU, Europäische Union, EZB, Integration, politische Union, Währungsstabilität, Maastricht, Konvergenzkriterien, Euro, Europäische Integration, Binnenmarkt, Integrationstheorien, Währungspolitik, Supranationalität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung und Entwicklung der Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) in Europa und untersucht die Erfordernisse für eine weitergehende Integration hin zu einer politischen Union.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder umfassen die historische Entwicklung des europäischen Währungssystems, die strukturellen Stufen der WWU, die Rolle der EZB sowie verschiedene theoretische Integrationsmodelle.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Gründe für die Entstehung der WWU zu analysieren und zu erörtern, welche weiteren Integrationsschritte notwendig sind, um Europa politisch enger zu binden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine systematische Literaturanalyse, die Fachliteratur, Standardwerke zur EU und relevante Internetquellen zur politischen Wissenschaft kombiniert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Entwicklung (Vorläufer), die drei Stufen der WWU, die Funktion der EZB sowie eine theoretische und modellbasierte Diskussion über die Notwendigkeit einer politischen Integration.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Wirtschafts- und Währungsunion (WWU), Europäische Integration, EZB, Konvergenzkriterien und politische Union.
Welche Rolle spielt der Vertrag von Maastricht in dieser Arbeit?
Der Vertrag von Maastricht wird als fundamentales Dokument identifiziert, das die Etappen für die Entstehung der WWU und die Einführung der gemeinsamen Währung festlegte.
Warum wird die EZB als „zentraler Kern“ der WWU bezeichnet?
Die EZB steuert das Europäische System der Zentralbanken und ist für die Preisstabilität im Euro-Raum verantwortlich, was sie zum essenziellen Ankerpunkt der Währungsunion macht.
Was versteht die Arbeit unter dem Modell der „differenzierten Integration“?
Dies beschreibt Formen der Zusammenarbeit, bei denen Staaten in unterschiedlichem Tempo oder Umfang an Integrationsprozessen teilnehmen, was den heutigen Zustand der EU widerspiegelt.
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- Nadine Neukamp (Author), 2007, Wirtschafts- und Währungsunion, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87154