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Bewegungstherapie bei Atemwegserkrankungen

Title: Bewegungstherapie bei Atemwegserkrankungen

Term Paper , 2007 , 23 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Ulrike Franke (Author)

Sport - Sport Medicine, Therapy, Nutrition
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Summary Excerpt Details

Atemwegserkrankungen werden in chronisch obstruktive und chronisch restriktive Lungenerkrankungen eingeteilt, sowie in Krankheiten die auf funktionellen Störungen der Lunge beruhen.

Die chronische Bronchitis zählt zu den chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen, bei der es zu einer entzündlichen Reizung der Atemwege kommt. Die Entzündung führt zu einer vermehrten Produktion von Schleim, der die Atemwege zusetzt. Diese Obstruktion wird durch Spasmen der Bronchialmuskulatur verstärkt. Dies führt zu dauerndem Husten, Atemnot und einer Verschlechterung des Allgemeinbefindens. Laut des Informationsblattes für Chronische Bronchitis der Deutschen Lungenstiftung sind in Deutschland über 6 Millionen Menschen betroffen.

Das Lungenemphysem zählt ebenfalls zu den chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen. Die Elastizität der Lunge nimmt ab, es entwickelt sich eine Überblähung der Lunge, welche die Ausatmung erschwert. Auf die entzündliche Reizung der Atemwege folgt die Zerstörung der Wände der Lungenbläschen, was zu einer Erweiterung der Lufträume führt. Darüber hinaus entsteht ebenso wie bei der chronischen Bronchitis zäher Schleim, der die Atemwege verlegt. Betroffenen fällt insbesondere das Ausatmen schwer.

Beide Krankheitsbilder können zu COPD führen - Chronic Obstructive Pulmonary Disease", auf Deutsch: Chronisch obstruktive Lungenerkrankung. Trotz Medikation kommt es zu fortschreitender, nicht vollständig reversibler Obstruktion der Atemwege. An COPD sterben bis zu 100.000 Menschen jährlich in Deutschland. Das Bronchialkarzinom kann den chronisch restriktiven Lungenerkrankungen zugeordnet werden, da unter diesem Begriff Krankheiten zusammengefasst werden, bei denen der Untergang von funktionsfähigem Lungengewebe im Vordergrund steht. Dazu gehöre unter anderen schwere Lungenemphysemen, Operationen und fehlender Lungenbelüftung. An einem Bronchialkarzinomsterben ca. 40.000 Menschen pro Jahr in Deutschland.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einteilung der Atemwegserkrankungen

1.1 COPD

1.1.1 Pathophysiologie

1.1.2 Therapie

1.2 Asthma

1.2.1 Pathophysiologie

1.2.2 Therapie

2. Bewegungstherapie

2.1 Bewegungstherapie bei Atemwegserkrankungen

2.1.1 Bewegungstherapie bei COPD

2.1.2 Bewegungstherapie bei Asthma

3. Aufbau einer Lungensportstunde

4. Untersuchungsprogramm vor Beginn des Lungensports

5. Ausschlusskriterien für den Lungensportkurs

6. Anamnese der Gruppe

7. Ausarbeitung zur Lehrprobe -

Bewegungstherapie bei Atemwegserkrankungen

8. Literatur

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, die Bedeutung der Bewegungstherapie bei chronischen Atemwegserkrankungen wie COPD und Asthma aufzuzeigen und ein praktisches Konzept für die Gestaltung von Lungensportstunden zu vermitteln, um die Lebensqualität der Betroffenen zu steigern.

  • Pathophysiologische Grundlagen von COPD und Asthma
  • Positive Auswirkungen von körperlicher Belastung auf Atemwegspatienten
  • Strukturierung und Durchführung einer sicheren Lungensportstunde
  • Medizinische Vorsorgemaßnahmen und Ausschlusskriterien

Auszug aus dem Buch

1.2.1 Pathophysiologie

Grundlage des Asthmas ist eine chronische Entzündung der Atemwege, deren allerdings noch nicht vollständig geklärt sind. Die glatte Atemwegsmuskulatur neigt übermäßig zur Konstriktion, die Bronchialmuskulatur ist hyperreaktiv. Diese Hyperreaktivität ist Voraussetzung für das Auftreten von Bronchospasmen. Die bronchiale Konstriktion wird durch unterschiedlichste Faktoren ausgelöst, am häufigsten durch den Kontakt mit Allergenen. Auslöser können beispielsweise Blütenpollen, Tierhaare, Hausstaubmilben, Pilze oder berufsbedingte Allergene wie Mehl beim Bäcker sein. Weitere wichtige Auslöser sind virale Atemwegsinfekte, die Inhalation von Rauch oder anderen reizenden Gasen und in manchen Fällen körperliche Anstrengung. Diese Auslöser führen zur Aktivierung der Entzündungsquellen und zur Freisetzung von entzündlichen Mediatorsubstanzen wie Histamin u.a. in der Bronchialwand (vgl. Hüter-Becker, Schewe, Heipertz 1997, S. 12).

Die Obstruktion der Atemwege werden von drei Strukturen bestimmt: die Bronchialmuskulatur, die Bronchialschleimhaut und die Schleim bildenden Drüsen in der Bronchialwand. Die Hyperreaktivität die sich klinisch im typischen reversiblen Asthmaanfall äußert, wird durch den erhöhten Tonus der glatten Muskulatur bedingt. Schon kleinste Reize können zur Kontraktion und damit zur Verengung der Atemwege führen, dies wir durch die entzündete Schleimhaut verstärkt. Die Schleimhaut schwillt aufgrund der chronischen Entzündung an und ist deutlich verdickt. Darüber hinaus wurden bei Asthmatikern eine vermehrte Anzahl an Schleimdrüsen in den zentralen Atemwegen und von Schleim bildenden Becherzellen in den peripheren Atemwegen beobachtet. Diese sind vergrößert und sondern verstärkt einen zähen Schleim ab, welcher die Atemwege verengt oder sogar verlegt. Er kann auch nur schwer abgehustet werden. Je länger das Asthma vorhanden ist, desto mehr werden die Wände der Atemwege von der vorhandenen Entzündung beeinträchtigt. Die Stabilität lässt nach, sie werden weicher und sind somit selbst für kleine Druckveränderungen sehr anfällig und es kann zu einem Verschluss der Atemwege kommen. Dies führt insbesondere bei der Ausatmung zu Problemen. Wenn die Atemwege dem Druck bei der Ausatmung nicht anhalten können, verschließen sie sich und der Asthmatiker ist nicht in der Lage die verbrauchte Luft auszuatmen. Demzufolge ist kein Platz für die frische Einatemluft vorhanden und Atemnot entsteht (vgl. Nolte 1998, S.6 ff ).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einteilung der Atemwegserkrankungen: Dieses Kapitel definiert und differenziert zwischen obstruktiven Lungenerkrankungen wie COPD und Asthma sowie restriktiven Erkrankungen und erläutert deren Pathophysiologie und medizinische Therapieansätze.

1.1 COPD: Hier werden die Merkmale, Entstehungsursachen, Schweregrade und die notwendige langfristige medizinische Betreuung der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung detailliert beschrieben.

1.1.1 Pathophysiologie: Dieses Unterkapitel analysiert die entzündlichen Prozesse der Atemwege bei COPD, strukturelle Veränderungen der Muskulatur und deren Folgen für die Belastbarkeit der Patienten.

1.1.2 Therapie: Der Fokus liegt hier auf dem therapeutischen Gesamtkonzept, das neben medikamentösen Ansätzen vor allem die Raucherentwöhnung, Physiotherapie und Schulung umfasst.

1.2 Asthma: Das Kapitel beschreibt Asthma als variable Atemwegsobstruktion und unterscheidet zwischen der extrinsischen (allergischen) und intrinsischen Form.

1.2.1 Pathophysiologie: Es wird erklärt, wie chronische Entzündungen und Hyperreaktivität der Atemwege zu Bronchospasmen führen und welche Strukturen an der Atemwegsobstruktion beteiligt sind.

1.2.2 Therapie: Die medikamentöse Behandlung mittels Inhalativa sowie die Wichtigkeit der Patientenschulung und Atemtechnik werden hier erörtert.

2. Bewegungstherapie: Dieses Kapitel räumt mit veralteten Schonungsvorgaben auf und definiert die Ziele einer gezielten Sporttherapie zur Steigerung der Leistungsfähigkeit und Lebensqualität.

2.1 Bewegungstherapie bei Atemwegserkrankungen: Hier wird erläutert, wie ein gezieltes Training den Teufelskreis aus Angst vor Atemnot, Inaktivität und körperlichem Abbau durchbrechen kann.

2.1.1 Bewegungstherapie bei COPD: Dieses Kapitel behandelt die spezifischen Trainingsziele für COPD-Patienten, insbesondere die Ökonomisierung der Atmung und Steigerung der Belastbarkeit.

2.1.2 Bewegungstherapie bei Asthma: Der Schwerpunkt liegt auf der sicheren Durchführung von Sport unter Berücksichtigung der asthmatischen Anfallsbereitschaft und der psychologischen Komponente.

3. Aufbau einer Lungensportstunde: Dieses Kapitel strukturiert eine typische Übungsstunde in Vorbereitungs-, Haupt- und Entspannungsphase unter Berücksichtigung notwendiger Kontrollen.

4. Untersuchungsprogramm vor Beginn des Lungensports: Es werden die notwendigen medizinischen Parameter und diagnostischen Schritte aufgelistet, die vor der Aufnahme in eine Sportgruppe erforderlich sind.

5. Ausschlusskriterien für den Lungensportkurs: Hier werden medizinische Bedingungen definiert, unter denen eine Teilnahme am Lungensport aufgrund gesundheitlicher Risiken nicht möglich oder kontraindiziert ist.

6. Anamnese der Gruppe: Das Kapitel bietet einen Einblick in die praktische Beobachtung einer realen Lungensportgruppe bezüglich Teilnehmerstruktur und Zielgruppe.

7. Ausarbeitung zur Lehrprobe -: Dieser Teil enthält einen detaillierten Verlaufsplan einer Lehrprobe, inklusive Übungsauswahl, Dosierung und didaktischer Begründung für die verschiedenen Phasen.

Bewegungstherapie bei Atemwegserkrankungen: Eine tabellarische Ausarbeitung, die den Ablauf der Bewegungstherapie von der Einleitung bis zum Ausklang methodisch darlegt.

8. Literatur: Eine Zusammenstellung der verwendeten Fachquellen und Leitlinien, die den theoretischen Rahmen der Arbeit bilden.

Schlüsselwörter

Atemwegserkrankungen, COPD, Asthma bronchiale, Bewegungstherapie, Lungensport, Pathophysiologie, Atemwegsobstruktion, körperliche Belastbarkeit, Patientenschulung, Atemtechnik, Trainingstherapie, Sportmedizin, Physiotherapie, Lebensqualität, Anstrengungsasthma

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die therapeutischen Möglichkeiten von Bewegung und Sport bei Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen wie COPD und Asthma bronchiale.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Verständnis der Erkrankungen, die physiologischen Effekte von Bewegung, die Struktur von Sportstunden sowie Sicherheitsaspekte bei der Trainingsgestaltung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass gezielte Bewegungstherapie die Lebensqualität von Betroffenen signifikant verbessert und ein praktisches Konzept für die Anleitung von Lungensportgruppen bereitzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Ausarbeitung und Konzeption, die auf medizinischen Leitlinien, Fachliteratur sowie hospitierten praktischen Beobachtungen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die medizinischen Grundlagen, die Ziele und Effekte der Bewegungstherapie, die Organisation von Sportstunden sowie konkrete Ausarbeitungen für eine Lehrprobe.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist charakterisiert durch Begriffe wie Lungensport, COPD, Asthma, Atemtherapie, Bewegungstherapie, Belastbarkeit und gesundheitliche Prävention.

Wie unterscheidet sich das Training für COPD- und Asthmapatienten?

Während bei COPD die Ökonomisierung der Atmung und die Steigerung der allgemeinen Belastbarkeit im Vordergrund stehen, liegt bei Asthma ein besonderer Fokus auf der Vermeidung von Triggern, einem intervallartigen Aufbau zur Prävention von Anstrengungsasthma und der psychologischen Stärkung.

Warum ist ein Untersuchungsprogramm vor Beginn des Trainings so wichtig?

Da Atemwegspatienten oft zusätzliche gesundheitliche Belastungen aufweisen, dient das Untersuchungsprogramm dem Ausschluss lebensbedrohlicher Risiken und der individuellen Anpassung der Trainingsintensität.

Welche Rolle spielt die Einleitungsphase in der Sportstunde?

Sie dient der Erfassung des aktuellen Gesundheitszustandes, der psychischen Einstellung auf die Belastung sowie der Prävention von Risiken durch erste Vitalwertkontrollen.

Was sind zentrale Inhalte der Lehrproben-Ausarbeitung?

Die Ausarbeitung enthält detaillierte Zeitpläne für die Phasen (Einleitung, Erwärmung, Hauptteil, Nachbereitung), inklusive Übungsbeschreibungen und der jeweiligen didaktischen Begründung für die Übungen.

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Details

Title
Bewegungstherapie bei Atemwegserkrankungen
College
Humboldt-University of Berlin
Grade
1,3
Author
Ulrike Franke (Author)
Publication Year
2007
Pages
23
Catalog Number
V87170
ISBN (eBook)
9783638014724
ISBN (Book)
9783668397774
Language
German
Tags
Bewegungstherapie Atemwegserkrankungen Sporttherapie Asthma COPD
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ulrike Franke (Author), 2007, Bewegungstherapie bei Atemwegserkrankungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87170
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