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Erzählzeit und erzählte Zeit in James Joyces "Ulysses"

Analyse der Kapitel "Aiolos", "Ithaka" und "Penelope"

Title: Erzählzeit und erzählte Zeit in James Joyces "Ulysses"

Seminar Paper , 2006 , 19 Pages , Grade: sehr gut (1,00)

Autor:in: Anna Lindner (Author)

English Language and Literature Studies - Comparative Literature
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Summary Excerpt Details

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Verhältnis von Erzählzeit und erzählter Zeit in James Joyces "Ulysses". Der erste Teil bringt allgemeine Bemerkungen zur Zeit-Konzeption im "Ulysses", der zweite analysiert die Kapitel "Aiolos", "Ithaka" und "Penelope" eingehender.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. ERZÄHLZEIT UND ERZÄHLTE ZEIT – BEGRIFFSDEFINITIONEN NACH GÜNTHER MÜLLER UND PAUL RICOEUR

2.1. DIE „ZEITRAFFUNG“ BEI GÜNTHER MÜLLER

2.2. PAUL RICOEURS KONZEPT DER „MONUMENTALEN ZEIT“

3. ERZÄHLZEIT UND ERZÄHLTE ZEIT IN ULYSSES

3.1. ALLGEMEINE BEMERKUNGEN ZUR GESTALTUNG UND THEMATISIERUNG DER ZEIT

3.1.1. THEMATISCH

3.1.2. STRUKTURELL UND SPRACHLICH

3.1.4. DIE MONUMENTALE ZEIT

3.2. ZEIT UND ERZÄHLTECHNIK IN PENELOPE, AIOLOS UND ITHAKA

3.2.1. ERZÄHLZEIT OHNE ERZÄHLTE ZEIT? – DER BEWUSSTSEINSSTROM IM PENELOPE-KAPITEL

3.2.2. TITEL UND TEXT – ERZÄHLZEIT UND ERZÄHLTE ZEIT IM AIOLOS-KAPITEL

3.2.3. FRAGE UND ANTWORT – ERZÄHLZEIT UND ERZÄHLTE ZEIT IM ITHAKA-KAPITEL

4. RESÜMEE

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die komplexe Gestaltung und Thematisierung von Zeit in James Joyces Roman Ulysses unter besonderer Berücksichtigung des Verhältnisses von „Erzählzeit“ und „erzählter Zeit“, wobei der Fokus auf ausgewählten Kapiteln liegt.

  • Theoretische Fundierung durch die Zeitbegriffe von Günther Müller und Paul Ricoeur
  • Analyse der Zeitkonfiguration im Bewusstseinsstrom des Penelope-Kapitels
  • Untersuchung der strukturellen Unterbrechungen durch Schlagzeilen im Aiolos-Kapitel
  • Einfluss der Katechismus-Technik auf den Zeitfluss im Ithaka-Kapitel
  • Reflexion über die Verknüpfung von Zeitlichkeit und moderner Erzählstrategie

Auszug aus dem Buch

3.2.1. Erzählzeit ohne erzählte Zeit? – Der Bewusstseinsstrom im Penelope-Kapitel

Ein großer Teil von Ulysses ist aus der Sicht der Protagonisten erzählt: Der Text gibt ihre Eindrücke und die von diesen hervorgerufenen Assoziationen wieder. Meist wechselt Joyce diese Art der scheinbar unmittelbaren Teilhabe an den Gedanken der Figuren mit beschreibenden Passagen oder auch nur Sätzen ab, im letzten Kapitel (U 738-783) besteht der Text nur noch daraus, aus Molly Blooms Monolog.

Da in diesem Kapitel die äußerliche Handlung des Tages eigentlich schon abgeschlossen ist – Molly liegt ja im Bett und ist am Einschlafen – und der Bewusstseinsstrom „dirket“ wiedergegeben wird, decken sich Erzählzeit und erzählte Zeit. Im Gegensatz zu dieser „ereignislosen“ erzählten Zeit steht, bzw. aus dieser heraus entsteht, die Konfiguration der inneren Zeit. Durch die Abwesenheit unmittelbarer Eindrücke, die das Bewusstsein dominieren könnten, verlagern sich die Gedanken auf Vergangenes und Zukünftiges. Erinnerungen tauchen auf und lösen Erwartungen aus, die wiederum mit Erinnerungen assoziert werden:

„[…] I liked the way he used his mouth singing then he said wasnt it terrible to do that there in a place like that I dont see anything so terrible about it Ill tell him about that some day not now and surprise him ay and i‘ll take him there and show him the very place too we did it so now there you are like it or lump it he thinks nothing can happen without him knowing he hadnt an idea about my mother [s…]“ (U 745)

Mit Hilfe der Technik des Bewusstseinsstroms kann Joyce also Ereignisse mitteilen, die nicht am 16. Juni stattfinden ohne diesen Rahmen der erzählten Zeit verlassen zu müssen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, die Zeitkonfiguration in James Joyces Ulysses theoretisch und exemplarisch anhand dreier Schlüsselkapitel zu analysieren.

2. ERZÄHLZEIT UND ERZÄHLTE ZEIT – BEGRIFFSDEFINITIONEN NACH GÜNTHER MÜLLER UND PAUL RICOEUR: Dieses Kapitel legt das theoretische Fundament durch die Erörterung der Begriffe Zeitraffung nach Müller sowie der monumentalen Zeit nach Ricoeur.

3. ERZÄHLZEIT UND ERZÄHLTE ZEIT IN ULYSSES: Der Hauptteil untersucht Joyces Umgang mit Zeit durch verschiedene Erzähltechniken, wie den Bewusstseinsstrom, die journalistische Parodie und die Katechismus-Form.

4. RESÜMEE: Das Resümee fasst zusammen, wie Joyce durch den gezielten Einsatz variierender Erzähltechniken die Vielgestaltigkeit des Phänomens Zeit im modernen Roman anschaulich macht.

Schlüsselwörter

Ulysses, James Joyce, Erzählzeit, erzählte Zeit, Zeitraffung, monumentale Zeit, Bewusstseinsstrom, Penelope-Kapitel, Aiolos-Kapitel, Ithaka-Kapitel, Erzähltechnik, Zeitlichkeit, Romananalyse, literarische Zeit, Moderne.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die vielfältigen zeitlichen Strukturen in James Joyces Roman Ulysses und beleuchtet, wie der Autor Zeit auf inhaltlicher und formaler Ebene konstruiert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentral sind die Beziehung zwischen Erzählzeit und erzählter Zeit sowie die Anwendung literaturtheoretischer Konzepte auf die spezifische Zeitkonfiguration des Romans.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Joyce durch verschiedene Erzählstrategien das Erleben von Zeit im Roman nicht nur inhaltlich thematisiert, sondern formal abbildet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine textanalytische Methode angewandt, die auf den Begriffsdefinitionen von Günther Müller und Paul Ricoeur basiert, um die Zeitstrukturen in drei spezifischen Kapiteln des Ulysses zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den Zeitkonfigurationen in den Kapiteln Penelope, Aiolos und Ithaka und analysiert Techniken wie den Bewusstseinsstrom und die Katechismus-Struktur.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Erzählzeit, erzählte Zeit, monumentale Zeit, Bewusstseinsstrom und literarische Zeit geprägt.

Wie unterscheidet sich die Zeitgestaltung im Aiolos-Kapitel von anderen Abschnitten?

Das Aiolos-Kapitel nutzt eine gliedernde Struktur durch Schlagzeilen, die den Erzählfluss unterbrechen und so die beiden Ebenen von Erzählzeit und erzählter Zeit besonders deutlich voneinander abheben.

Welche Rolle spielt die Katechismus-Technik im Ithaka-Kapitel?

Die Katechismus-Form erzeugt durch ihre spezifische Frage-Antwort-Struktur ein Gefühl von Zeitlosigkeit und eine Verzögerung der erzählten Zeit, was das Voranschreiten der Handlung rhythmisch moduliert.

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Details

Title
Erzählzeit und erzählte Zeit in James Joyces "Ulysses"
Subtitle
Analyse der Kapitel "Aiolos", "Ithaka" und "Penelope"
College
University of Vienna
Grade
sehr gut (1,00)
Author
Anna Lindner (Author)
Publication Year
2006
Pages
19
Catalog Number
V87179
ISBN (eBook)
9783638013819
Language
German
Tags
Erzählzeit Zeit James Joyces Ulysses
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anna Lindner (Author), 2006, Erzählzeit und erzählte Zeit in James Joyces "Ulysses", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87179
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