Übersicht über Losgrößenmodelle


Referat (Handout), 2002

10 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

INHALT

A. IN WELCHEN BEREICHEN WIRD DIE LOSGRÖßENPLANUNG VERWENDET?
Verschiedene Bereitstellungsarten
Materialbereitstellung im Bedarfsfall
Materialbereitstellung zur Vorratshaltung

B. VERSCHIEDENE LOSGRÖßENPROBLEME
Grundidee der einzelnen Verfahren

C. GENAUERE BETRACHTUNG DES VERFAHRENS VON DIXON

Die 6 Schritte des Dixon-Verfahrens

Zur genaueren Erläuterung soll folgendes Beispiel dienen

Übersicht über Losgrößenmodelle1

A. In welchen Bereichen wird die Losgrößenplanung verwendet?

Die Losgrößenplanung baut auf der Materialbedarfsplanung auf und kann sowohl für die Materialbereitstellung

- in der Beschaffung als auch
- in der Produktion verwendet werden.

Verschiedene Bereitstellungsarten

Sobald die Nettobedarfsmengen aus der Materialbedarfsplanung bekannt sind stellt sich die Frage zu welchen Terminen das Material produziert bzw. zum Verbrauch bereit gestellt werden muss.

Dabei wird zwischen 2 verschiedenen Bereitstellungsarten unterschieden:

Materialbereitstellung im BedarfsfaLL

Dabei geht man von einer Einsatzsynchronen Bereitstellung aus, das heißt es wird immer genau soviel produziert oder bestellt wie laut der Nettobedarfsermittlung benötigt wird.

Folge:

-Niedrige Lagerkosten aufgrund geringem durchschnittlichem Lagerbestand
-Hohe Beschaffungs- bzw. Rüstkosten aufgrund der großen Anzahl von Beschaffungs- bzw. Rüstvorgängen
-Materialbereitstellung zur Vorratshal tung

Unter der Vorratsbeschaffung versteht man die Zusammenfassung mehrer Nettobedarfsmengen zu größeren Produktions- oder Beschaffungslosen. Folge:

Hohe Lagerkosten aufgrund der großen Lose

Niedrige Beschaffungs- bzw. Rüstkosten aufgrund der geringen Anzahl von Beschaffungs- bzw. Rüstvorgängen

Welches der beiden Verfahren schließlich angewandt wird hängt von Kosten-, Kapazitäts- und Lieferserviceaspekten ab.

Daraus ergibt sich folgendes Optimierungsproblem der konkurrierenden Ziele:

„Bestimmung der optimalen Fertigungsauftrags- oder Beschaffungslosgrößen in den Perioden des Planungszeitraums wobei ein bestimmter Lieferservice eingehalten, die Kosten minimiert und die Kapazität nicht überschritten werden soll“

Zum weiteren Vorgehen soll von der Lieferserviceproblematik abgesehen werden. Man geht von einer termingerechten Bereitstellung der Bedarfsmengen ohne Fehlmengen aus.

B. Verschiedene Losgrößenprobleme

Die Nettobedarfsmengen werden zu Losen zusammengefasst bei denen die gesamten relevanten Kosten minimal sind. Zu den relevanten Kosten gehören

- die Rüst2 - bzw. Bestellkosten
- die Lagerkosten.

Es gibt unterschiedliche Entscheidungsmodelle zur optimalen Losgrößenermittlung die einerseits von einem gleichmäßigen oder einem stark schwankenden Bedarf ausgehen und andererseits entweder von übergeordneten Produkten abhängig oder unabhängig sind.

Durch Kombination dieser Merkmale ergeben sich:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Eine Abhängigkeit von übergeordneten Produkten tritt zum Beispiel dann auf, wenn ein Erzeugnis in das andere eingeht, das heißt der Bedarf an einem übergeordneten Erzeugnis bringt einen Bedarf des untergeordneten mit sich.

Abhängigkeiten können auch dadurch bestehen, dass die verschiedenen Erzeugnisse an den selben Ressourcen bearbeitet werden müssen und dadurch Engpässe entstehen. Für diese Losgrößenprobleme gibt es verschiedene Lösungsmodelle:

- Das statische Einprodukt-Losgrößenproblem (A)

Klassisches Losgrößenmodell nach Andler

- Das dynamische Einprodukt-Losgrößenproblem (B)
-Wagner-Whittin-Modell (Exakte Lösung mit dynamischer Optimierung)
-Stückperiodenausgleichsverfahren (heuristische Verfahren)
-Silver-Meal-Verfahren (heuristische Verfahren)
-Groff-Verfahren (heuristische Verfahren)

- das dynamische einstufige Mehrprodukt-Losgrößenproblem (D)
- Das Verfahren von Dixon (heuristisch)
- Das Verfahren von Bahl (heuristisch)

- das dynamische mehrstufige Mehrprodukt-Losgrößenproblem (D)
- Bei diesem Problem werden anstatt Erzeugnissen einzelne Arbeitsgänge betrachtet, wobei der Arbeitsplan eines Erzeugnisses aus mehreren Arbeitsgängen bestehen kann. Auf Modellformulierungen soll hier nicht näher eingegangen werden.

[...]


1 Tempelmeier, Horst: Material-Logistik : Grundlagen der Bedarfs- und Losgrößenplanung in PPSSystemen; 3., vollst. überarb. und erw. Aufl. Berlin ; Heidelberg [u.a.] : Springer , 1995

2 Unter den Rüstkosten versteht man die Opportunitätskosten die dadurch entstehen, dass die Ressourcen nicht für den Produktionsvorgang genutzt werden, sondern in dem unproduktiven Rüstvorgang gebunden sind

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Übersicht über Losgrößenmodelle
Hochschule
Duale Hochschule Baden-Württemberg, Ravensburg, früher: Berufsakademie Ravensburg  (Wirtschaftswissenschaften)
Veranstaltung
Beschaffungs- und Produktionslogistik
Note
1,3
Autor
Jahr
2002
Seiten
10
Katalognummer
V8720
ISBN (eBook)
9783638156165
Dateigröße
549 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Ohne Sekundärliteratur. 353 KB
Schlagworte
Losgrößenmodelle, Dixon, Übersicht
Arbeit zitieren
Marion Heisler (Autor), 2002, Übersicht über Losgrößenmodelle, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/8720

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