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Der Teufel von Yoknapatawpha - Abner Snopes in "Barn burning"

Title: Der Teufel von Yoknapatawpha - Abner Snopes in "Barn burning"

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 25 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

English Language and Literature Studies - Literature
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Summary Excerpt Details

„Barn Burning“ ist eine Short Story des US-amerikanischen Schriftstellers William Faulkner. Kenner von Faulkners Werk zählen sie zu den besten Kurzgeschichten des Autors. Sie zeichnet sich durch die besondere Erzählperspektive, emotionale Komplexität sowie eine zeitlose Thematik aus. Neben dem zentralen Vater-Sohn-Konflikt und der Initiation greift Faulkner in „Barn Burning“ unter anderem das Thema des amerikanischen Farmpächter-Systems, die Rechtsprechung und Klassenantagonismen im ausgehenden 19. Jahrhundert in den USA auf.
Die Geschichte lässt sich aufgrund der Thematik und des Stils dem Genre des „Southern Gothic“ zuordnen, dessen Eigenarten bizarre Charaktere und ein spezifisch südstaatlicher Blickwinkel sind. Diese Einordnung wird in Kapitel 2.1.1 noch näher erläutert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. FRAGESTELLUNG UND ERLÄUTERUNGEN

1.1 Ausblick auf die Themen der Arbeit

1.2 Publikationshistorie

1.3 Zum historischen Kontext

2. DIE WURZEL ALLEN ÜBELS – ABNER SNOPES, DER TEUFEL VON YOKNAPATAWPHA COUNTY

2.1 Zur äußeren Form

2.1.1 Southern Gothic

2.1.2 Zur Erzählsituation

2.1.3 Innere Monologe

2.1.4 Das Stilmittel des Leitmotivs

2.2 Charakterisierung

2.2.1 Abners Beweggründe

2.2.2 Abner Snopes als Symbol

3. SCHLUSSÜBERLEGUNGEN UND FAZIT

3.1 Abner Snopes im späteren Werk Faulkners

3.2 Ergebnis

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht die Figur des Abner Snopes in William Faulkners Kurzgeschichte "Barn Burning" unter dem Aspekt, ob er als Personifikation des Bösen gedeutet werden kann. Dabei wird analysiert, inwieweit sein Handeln durch eine Kombination aus psychologischer Prägung, den sozioökonomischen Bedingungen des amerikanischen Südens und einer komplexen symbolischen Erzählweise bestimmt wird.

  • Analyse der Erzählstruktur und des "Southern Gothic" Genres
  • Untersuchung von Leitmotiven, insbesondere der symbolischen Bedeutung von "Stiffness"
  • Historische Einordnung des Sharecropper-Systems im späten 19. Jahrhundert
  • Charakterisierung von Abner Snopes als ambivalente, teils dämonisierte Figur
  • Gegenüberstellung von Abners zerstörerischem Willen und dem moralischen Dilemma seines Sohnes Sarty

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Zur Erzählsituation

Betrachtet man die formalen Eigenschaften von „Barn Burning“, fällt besonders der Erzähler ins Auge. Die Kurzgeschichte wird von einem allwissenden Erzähler in der dritten Person erzählt. Der Blickwinkel ist dabei zunächst eindeutig der von Sarty Snopes. An einigen Stellen wird der Blickwinkel des zehnjährigen Jungen allerdings verlassen, um dem Erzähler Gelegenheit zu geben, das Geschehen aus einer distanzierten und reflektierten Position zu kommentieren. Der gleitende – beinahe unmerkliche – Übergang zwischen den Erzählperspektiven ist eine der Eigenschaften, die „Barn Burning“ so besonders machen und der Geschichte den Ruf als eine der besten Kurzgeschichten Faulkners einbrachten. Zur Veranschaulichung soll an dieser Stelle ein besonders prägnantes Beispiel zitiert werden.

Die Beschreibung des von Abner entfachten Feuers verdeutlicht besonders eindrucksvoll die gleitenden Perspektivwechsel in „Barn Burning“. Dieses lange Beispiel zeigt zuerst Sartys Wahrnehmung zum Zeitpunkt des Geschehens und geht dann über drei unterschiedliche zukünftige Blickwinkel, in denen Sarty eine jeweils übergeordnete Stufe der Erkenntnis über seinen Vater erreicht, ehe die Perspektive wieder zurück zum zehnjährigen Sarty wechselt, der sich über all das eben geschilderte keine Gedanken macht. Durch diese Erzähltechnik ist es Faulkner möglich ein tieferes Verständnis für die geschilderten Vorgänge zu erzeugen. Zudem entsteht so auch Ironie. Der Leser weiß mehr über Abner, und auch über Sarty, als Sarty selbst zu diesem Zeitpunkt: “The nights were still cool and they had a fire against it, of a rail lifted from a nearby fence and cut into lengths–a small fire, neat, niggard almost, a shrewd fire; such fires were his father's habit and custom always, even in freezing weather. Older, the boy might have remarked this and wondered why not a big one; why should not a man who had not only seen the waste and extravagance of war, but who had in his blood an inherent voracious prodigality with material not his own, have burned everything in sight?”

Zusammenfassung der Kapitel

1. FRAGESTELLUNG UND ERLÄUTERUNGEN: Einführung in William Faulkners Kurzgeschichte sowie Skizzierung der Entstehungsgeschichte und des historischen Hintergrunds des Sharecropper-Systems.

2. DIE WURZEL ALLEN ÜBELS – ABNER SNOPES, DER TEUFEL VON YOKNAPATAWPHA COUNTY: Zentrale Analyse von Abner Snopes mittels narrativer Techniken, wie den Perspektivwechseln, inneren Monologen und dem Leitmotiv der Steifheit (Stiffness).

3. SCHLUSSÜBERLEGUNGEN UND FAZIT: Einordnung der Figur in Faulkners Gesamtwerk und abschließende Bewertung der Ambivalenz von Abner Snopes als Figur im Spannungsfeld zwischen Freiheit, Zerstörung und moralischer Vererbung.

Schlüsselwörter

Barn Burning, William Faulkner, Abner Snopes, Sarty Snopes, Southern Gothic, Sharecropping, Leitmotiv, Erzählperspektive, Moral, Symbolik, Literaturwissenschaft, Yoknapatawpha County, Loyalität, Böses, Klassenkampf

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Figur des Abner Snopes in Faulkners Kurzgeschichte "Barn Burning" und untersucht dessen moralische Dimension sowie seine Rolle als vermeintliche Verkörperung des Bösen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen der Vater-Sohn-Konflikt, die sozioökonomischen Bedingungen der Pachtarbeit (Sharecropping) im 19. Jahrhundert sowie die literarische Darstellung von Charakteren durch Symbolik und Erzähltechnik.

Welches Ziel verfolgt die Untersuchung?

Die Arbeit möchte klären, ob Abner Snopes als reine Personifikation des Bösen interpretiert werden kann oder ob sein Handeln als Produkt einer maroden gesellschaftlichen Umgebung zu verstehen ist.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Text strukturell auf Erzählperspektiven, Leitmotiv-Verwendung und symbolische Bezüge zur Mythologie hin untersucht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung der äußeren Form (Erzählsituation, Monologe, Leitmotive) und eine detaillierte Charakterisierung der Beweggründe und Symbolik des Protagonisten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie "Barn Burning", "Sharecropping", "Southern Gothic", "Leitmotiv" und "moralisches Dilemma" definiert.

Welche Rolle spielt das Leitmotiv der "Stiffness" in der Erzählung?

Das Leitmotiv der Steifheit (Stiffness) dient laut der Analyse als Synekdoche für Abners Charakter-Rigidität, seinen Starrsinn und seinen unbedingten, teils destruktiven Willen.

Inwieweit ist das Ende der Kurzgeschichte als ambivalent zu bewerten?

Das Ende ist ambivalent, da Sartys Flucht zwar als Befreiung vom tyrannischen Vater interpretiert werden kann, sein gleichzeitiges Schluchzen und die Liebe zum Vater aber eine einfache moralische Schwarz-Weiß-Zeichnung der Figur Abner Snopes unterlaufen.

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Details

Title
Der Teufel von Yoknapatawpha - Abner Snopes in "Barn burning"
College
Carl von Ossietzky University of Oldenburg
Course
North American Short Stories
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2007
Pages
25
Catalog Number
V87221
ISBN (eBook)
9783638009324
Language
German
Tags
Teufel Yoknapatawpha Abner Snopes Barn North American Short Stories burning faulkner william southern gothic sarty sartoris story
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2007, Der Teufel von Yoknapatawpha - Abner Snopes in "Barn burning", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87221
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