Magisch, menschlich, machtvoll - Die Figur der Fee und die Darstellung ihres Reiches im Wandel der Zeit


Magisterarbeit, 2007
97 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Figur der Fee
2.1 Herkunft, Entwicklung und Darstellung der Feenfigur in der Artusliteratur
2.1.1 Keltische Mythen
2.1.2 Der Lai Lanval der Marie de France
2.1.3 Die Vita Merlini des Geoffrey von Monmouth und ihre Nachfolger
2.1.4 Die höfische Fee Florie
2.1.5 Joram, der König des Feenlandes
2.1.6 Die Feenliebe
2.1.7 Die Feenjugend
2.2. Vorbilder, Darstellung und Interpretation der Feenfiguren in Oberon
2.2.1 Die Figuren des Oberons und der Titania in The Canterbury Tales
2.2.2 Die Figuren des Oberons und der Titania in A Midsummer Night's Dream
2.2.3 Der mächtige Feenkönig in Oberon
2.2.4 Titania, die gefühlvolle Feenkönigin
2.2.5 Allmacht und Allwissen
2.2.6 Die Auslagerung der Feenliebe
2.2.7 Oberon und Titania als Zeitkritik in der Aufklärung
2.3. Die Feenfiguren in Drachenfeuer
2.3.1 Die Rückkehr zu den keltischen Mythen
2.3.2 Die Feenvölker Erinns
2.3.2.1 Die mächtigen Sidhe
2.3.2.2 Das Volk der Halbelfen, die Tuatha De Danann
2.3.2.3 Andere Feenvölker und Phantasiegestalten in Erinn
2.3.3 Die „menschlichen“ Feenvölker Erinns
2.3.4 Oberon, zwischen Feentitel und Götterfigur
2.3.5 Oberon als verdeckter Pädagoge des Friedens

3. Feenreich ist nicht gleich Feenreich: Darstellung und Vergleich
3.1 Der „locus amoenus“
3.2 Das Feenreich, ein „hortus conclusus“
3.2.1 Die Reise in Jorams Reich
3.2.2 Das Betreten von Oberons und Titanias Reichen
3.2.3 Die Wege in die Reiche des Romans Drachenfeuer
3.3 Die Entrückung
3.4 Die Besonderheiten der verschiedenen Feenreiche
3.4.1 Jorams höfisiertes, rationalisiertes Feenreich
3.4.2 Die stimmungsabhängigen Reiche von Oberon und Titania
3.4.3 Die Feenwelt in Drachenfeuer

4. Resumé

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Die Figur der Fee ist uns allen bekannt. Doch versucht man genau zu definieren, was eine Fee ausmacht, wie sie aussieht und welche Merkmale sie besitzen muss, um als Fee zu gelten, stößt man schnell auf Grenzen. Feen gibt es in allen möglichen Formen und Größen. Sie finden sich in Kinderbüchern, Märchen, esoterischer Literatur und der Belletristik, wobei sie hier nicht nur in Fantasyromanen auftreten. Bereits in den einzelnen Literatursparten haben sie verschiedene Erscheinungsbilder. Dazu kommen die Figuren der Fee im Volksglauben, in dem sich, wie in der Literatur, sowohl kleine Flügelfeen, als auch menschengroße Figuren finden. Außerdem variieren die Feenvorstellungen von Land zu Land.

In meiner Arbeit beschränke ich mich auf die Feendarstellungen in der deutschen Literatur, wobei ich auf Werke aus drei Jahrhunderten eingehe. Den Anfang bildet Wigalois[1] von Wirnt von Grafenberg aus dem Jahr 1260. In dieser Geschichte wird Gawein von Joram in dessen Feenreich geholt, in dem er die Fee Florie heiratet. Aus der Verbindung geht Wigalois, der Held der Geschichte, hervor. Am Ende seiner Jugend verlässt dieser das Feenland, um in der Artuswelt ein Ritter zu werden und zahlreiche Abenteuer zu bestehen. In Christoph Martin Wielands Verserzählung Oberon[2] (1780) sind die Feenfiguren während der gesamten Handlung von Bedeutung. Der Feenkönig Oberon hat sich mit seiner Gemahlin Titania zerstritten und will sich erst wieder versöhnen, wenn ein Menschenpaar die Bedingungen seines Schwures erfüllt. Möglich wird diese Einlösung durch Hüon und Rezia, die diverse Abenteuer bestehen müssen, bei denen sie von dem Feenpaar unterstützt werden. Das aktuellste Werk Drachenfeuer[3], von Wolfgang und Heike Hohlbein 1988 geschrieben, spielt zum größten Teil in einer Feenwelt. Diese wird von einem Menschenvolk, den Milesiern, angegriffen. Der Menschenjunge Chris versucht, den Feenvölkern zu helfen und so ihr Land zu retten.

Bei der Auswahl der Werke wurde darauf geachtet, dass sie die Länge eines Romans aufweisen, in deren Verlauf heldenhafte Abenteuer bestanden werden müssen. Außerdem sind sie von „berühmten“ Schriftstellern der jeweiligen Zeit geschrieben und zumindest die beiden älteren Werke waren so beliebt, dass sie bis heute überliefert sind.

Bei den Feen in allen Werken handelt es sich bei den Hauptfiguren um menschengroße, flügellose Wesen. Andere Formen kommen in den Geschichten aber auch vor. Ich gehe der Frage nach, in welchen Gestalten sie auftreten und warum sie in den literarischen Werken gerade diese Darstellung haben. Dabei suche ich sowohl nach Gemeinsamkeiten, als auch nach Unterschieden und versuche diese herzuleiten. Gab es eine kontinuierliche Entwicklung im Laufe der Zeit? Lässt sich eine gemeinsame ursprüngliche Quelle ausmachen oder liegen den Figuren verschiedene Quellen zu Grunde? Welche Einflüsse gab es und wirkte die Entstehungszeit auf die Darstellung der Figuren ein?

Außerdem stelle ich anschließend die Heimatreiche der Feen vergleichend dar und analysiere eventuell vorhandene Funktionen innerhalb der Geschichte. Die Feenreiche betreffend finden sich in der Sekundärliteratur vor allem Analysen der Jenseitswelten in den keltischen Mythen als Vorbilder für die Artusepik. Ein Vergleich zu den Feenreichen in der neueren Literatur wurde noch nicht gezogen. Im Allgemeinen wurden die Länder der Feen in der Literatur nicht näher analysiert. Hierdurch wurde mein Interesse geweckt, sie in meine Arbeit über die, mich an sich schon faszinierende, Figur der Fee[4] einzubauen.

2. Die Figur der Fee

In unserer Vorstellung existieren zwei Formen der Feenfigur. Zum Einen gibt es die menschengroßen Feen, die in Märchen wie Schneewittchen oder in der Fantasyliteratur vorkommen. Zum Anderen haben wir das Bild einer kleinen, niedlichen, geflügelten Fee im Kopf, die z.B. in Peter Pan als Tinkerbell eine Rolle spielt. Diese niedliche Art Feen findet sich vor allem in Kinderbüchern und -geschichten, die den mit Abstand größten Teil der deutschen Feenliteratur neben dem esoterischen Bereich stellen. Sie hat mit der keltischen Mythologie wenig zu tun und entspringt wahrscheinlich einem alten irischen Feenglauben vermischt mit einer Weiterentwicklung der winzigen Flügelelfen aus Shakespeares A Midsummer Night's Dream. Aber es gab und gibt in der deutschen Literatur immer wieder Werke mit machtvollen Feen, oft als Königspaar des Feenreiches dargestellt, die in Abenteuergeschichten das Schicksal der Menschen mitbestimmen.

Oft verwischt die Figur der Fee mit der der Elfe und es ist unmöglich die beiden Begriffe genau voneinander abzutrennen, da die Bennenungen sogar synonym gebraucht werden. So findet man in der Sekundärliteratur zu Martin Christoph Wielands Oberon als Bezeichnungen für die Figuren Oberon und Titania z.B. die Begriffe Elfengötter[5], Feen[6] oder Elfenfürst[7], während Wieland selbst Oberon als „Feen- oder Elfenkönig (King of Fairies)“[8] bezeichnet. Da ich mich in dieser Arbeit auf Figuren ohne Flügel in Menschengröße begrenze, die meiner Meinung nach nicht mit Flügelelfchen assoziiert werden, führe ich diese Problematik, die ich hier nicht lösen kann, nicht weiter aus.

Es ist auch unmöglich einen Überblick über alle im Volksglauben existierenden Feenvorstellungen zu geben, da es sie in allen Formen, groß bis winzig, christlich oder als Seele eines ungetauft gestorbenen Kindes, mit den unterschiedlichsten Fähigkeiten ausgestattet, nackt oder bekleidet, usw. gibt.[9] Doch diese Eigenschaften entstammen teilweise Quellen, die für meine ausgewählten Werke nicht unbedingt zutreffen. Deshalb distanziere ich mich in dieser Arbeit weitesgehend vom Volksglauben und stütze mich in meinen Analysen neben der keltischen Mythologie auf die literarischen Quellen, die für die Darstellung der Feenfiguren und ihrer Reiche in der Literatur zu finden sind.

Als Motiv hat die Fee ihren Ursprung „in der alten irischen Literatur, wo sie aus Vorstellungen entstanden ist, die der keltischen Mythologie angehören“.[10] Allerdings kannten die Iren das Wort Fee nicht. Sie bezeichneten diese Wesen als Sidhe.[11] Von hier aus gelangte das Motiv in die französische und anschließend in die deutschsprachige Literatur. Wahrscheinlich existierten im deutschen Volksglauben und der Mythologie keine Geschöpfe von gleichem Charakter und Aussehen.[12]

Bereits in ihrem Namen findet sich der Glaube an die schicksals-bestimmende Macht der Fee. Sowohl das mittellateinische fata als auch das daraus entstandene altfranzösische fae, feie und das sich daraus ableitende fay des Englischen, das feie und feine des Mittelhochdeutschen und das fèe des Neufranzösischen, betonen zum einen das allgemeine Zaubern, zum anderen das schicksalshafte Bestimmen oder Feien. Aus dem mittelenglischen faerie leitete sich das Wort Fairie ab, aus dem die Gattungsbezeichnung Fairy in der niederen Mythologie entstanden ist.[13] Weil die mittelhochdeutschen Worte fei und feine im 16. Jahrhundert in Deutschland aus der Sprache verschwanden, fand im 18. Jahrhundert eine Entlehnung aus dem französischen fée statt.[14]

In den letzten Jahrhunderten sind Feen auf die unterschiedlichste Weise in der Literatur dargestellt worden. Dennoch denke ich, dass sie auf Grund gleicher Quellen, wie alt sie auch sein mögen, neben ihren Unterschieden auch Gemeinsamkeiten haben. Ich beginne mit der Entwicklung der „ältesten“ Fee Florie aus Wigalois, einer Geschichte, die zur Artusliteratur gehört.

2.1 Herkunft, Entwicklung und Darstellung der Feenfigur in der Artusliteratur

„Feen gehören sozusagen zum Standardpersonal der Artusgeschichten“.[15] Als wichtigste Feen sind Morgaine la fèe und Ninienne, die Dame du lac, zu nennen. Obwohl es schwierig ist zu sagen, was genau eine Fee eigentlich ausmacht, da sich ihre Rolle und Figur in der Literatur je nach Autor und Jahrhundert ständig verändert, ist eine Tendenz der Rationalisierung des Feenhaften erkennbar, deren Grundstein in den französischen Artusromanen des 12. Jahrhunderts, vor allem bei Chrètien de Troyes, liegt. Grob lässt sich sagen, dass aus der schicksalsbestimmenden Herrscherin eines entrückten Feenreiches eine zauberkundige Frau wird, die in die „reale“ Artuswelt integriert ist.[16] Die Ursprünge dieser Feenfigur liegen in keltischen Mythen.

2.1.1 Keltische Mythen

Über Jahrhunderte hinweg wurden die keltischen Götter- und Heldensagen nur mündlich tradiert, da es verboten war sie aufzuschreiben. Erst zwischen dem 6. und 11. Jahrhundert wurden sie von Mönchen aus Adelsgeschlechtern verschriftlicht, die von Barden und Druiden abstammten und so über das nötige Wissen verfügten.[17] Ein keltischer Hintergrund für die Figur der Fee und das Feenreich findet sich z.B. in der „Echtra Condla“ (Condlas Abenteuer). In dieser Geschichte wird zum ersten Mal von einer jungen schönen Frau erzählt, die einen Mann in ein Reich hinter dem Meer lockt, in dem man nicht altert, und in dem nur Frauen und Mädchen leben.[18] In der „Imram Brain Maic Febail“ (Die Reise Brains, Sohn des Febail) wird von dem Apfelland „Emain“ berichtet, in dem Feen leben.[19] Das Motiv des Apfellandes findet sich später in der Darstellung des Feenreiches der Vita Merlini wieder.

Die Figur der Fee Morgane geht zurück auf die irische dreifältige Göttin Morrigain/ Morcades und die walisische Muttergottheit Modron (Matrona).[20] Eine direkte Ableitung von einer irischen Göttin auf eine Fee oder eine direkte Identifikation mit einer keltischen Göttin ist jedoch nicht möglich. Lediglich einzelne Aspekte und Motive, die in der Mythologie ihren Ausgang nehmen, finden sich in der Artusliteratur wieder.[21] Denn schon in der frühen irischen Literatur verschmolzen in den Darstellungen der Feen die keltisch-mythologischen Aspekte mit unterschiedlichen Traditionen: mit antikem und indoeuropäischem Schicksalsglauben, mit volkstümlicher Natur- und Elementargeistermythologie, mit Fruchtbarkeitskulten und mit Kulten weiser wahrsagender Frauen (Priesterinnen).[22] Und heute noch gibt es Forschungsdiskussionen über den Einfluss der altirischen Literatur auf die Artusepik.

Fest steht, dass keltische Stoffe und Motive durch Spielleute von Irland über Wales nach Frankreich kamen. Bei diesem komplizierten Transfer, der von einer matriarchalisch geprägten Kultur in eine patriarchalisch geprägte führte und dabei diverse Sprach- und Kulturkreise durchlief, kam es zu verschiedenen Übersetzungsfehlern, Missverständnissen und Verständnisproblemen.[23] Doch viele Bilder der keltischen Mythologie blieben erhalten. So wird das Feenreich in der Artusepik mit Fruchtbarkeit, paradiesischer Schönheit und dem Motiv der Zeitlosigkeit in Verbindung gebracht. Feen werden als edle Frauen dargestellt, die über magische und schicksalsbestimmende Kräfte verfügen. Sie sind weise, können heilen, sich verwandeln und sind oft unvorstellbar reich. Kostbare Materialien und Kleidungsstücke sind typische Feenattribute. Im Erec von Chrètien de Troyes stammt ein kostbares Meßgewand von der Fee Morgain und auch der Krönungsmantel wurde von vier weisen Feen hergestellt.[24]

Dass die keltischen Göttinnen für große Fruchtbarkeit standen, erklärt die vorwiegend positive Rolle, die Feen in der Artusliteratur einnehmen. Dennoch haben sie auch dunkle Seiten, die an böse Hexen erinnern.[25] So beschreibt Hartmann von Aue im Erec die verstorbene Famurgan einerseits als mächtige Zauberin, die ein Zauberpflaster hergestellt hat, andererseits lebte sie wider Gottes Gebot und hatte den Teufel zum Gefährten.[26] Doch diese dunklen Verbindungen sind eine Ausnahme.

Von den keltischen Mythen inspiriert, entstanden in der Artusepik zwei Typen von Feen. Einer lässt sich auf die Vita Merlini des Geoffrey von Monmouth zurückführen, der andere, der Lanval-Typus, entstand in den Lais der Marie de France.

2.1.2 Der Lai Lanval der Marie de France

Da die Fee des Wigalois nicht in der Tradition Maries de France steht, gehe ich auf diesen Typus hier nur kurz ein. Im Lai de Lanval der Marie de France taucht zum ersten Mal in der Artusepik eine Fee auf,[27] die allerdings nicht als solche benannt wird. Sie bildet mit ihrem Reich einen Gegenpol zur Artuswelt und tritt zu dieser in Konkurrenz.[28] Als Artus an einem Pfingstfest an die Ritter seiner Tafelrunde Geschenke, Ehefrauen und Ländereien verteilt, wird Lanval von ihm nicht berücksichtigt.[29] Diese königliche Ungerechtigkeit stört die ideale Ordnung und wird im Lai von der Fee ausgeglichen. Sie beseitigt diesen Mangel in der Artuswelt, indem sie mit Lanval eine erotische Beziehung beginnt und ihn mit Reichtümern versorgt. Allerdings ist hieran das Tabu gebunden, nie über sie zu sprechen,[30] ein Motiv, auf das ich in 2.1.5. noch genauer eingehe.[31]

Andere Merkmale dieser Fee sind ihre starke erotische Ausstrahlung (bei der ersten Begegnung mit Lanval ist die Fee fast nackt)[32], ihr großer Reichtum, sowie die gänzliche Entrücktheit ihres Feenlandes aus der Menschenwelt. Auch in der „realen“ Artuswelt der Lais ist die Fee nicht für jeden sichtbar und kann Plätze schaffen, welche nur Auserwählte betreten können. Menschliche und moralische Gesetze haben für sie keine Gültigkeit.[33] Am Ende des Lais reitet Lanval mit der Fee und wird von dieser in ihr Reich Avalun entrückt. Es gibt eine klare Abtrennung des Landes von der Artuswelt, denn von Lanval wird seitdem nichts mehr gehört.[34]

2.1.3 Die Vita Merlini des Geoffrey von Monmouth und ihre Nachfolger

Die gänzliche Entrückung des Feenreiches im Lanval ist ein Unterschied zu der Apfelinsel, die Geoffrey von Monmouth 1150 in der Vita Merlini beschreibt. Sie liegt zwar im Meer, ist aber für Menschen erreichbar, da Morgen, die Herrin, hier über alle Menschen herrscht, die aus der „realen“ Artuswelt dorthin gekommen sind. Auch Artus wird verwundet hierher gebracht, um geheilt zu werden.[35] So wird die Fee Morgen von Geoffrey zum ersten Mal in der Literatur mit der Artussage in Verbindung gebracht.[36]

Die Apfelinsel heißt Fortuna und hat eine Natur von außergewöhnlichem Reichtum, so wachsen hier alle Feldfrüchte ohne menschliche Arbeit heran.[37] Schon in der keltischen Mythologie findet sich die Apfelinsel als Symbol der Fruchtbarkeit und Unsterblichkeit.[38] Vielleicht in Anlehnung hieran leben die neun Herrinnen der Insel auffällig lange. Ihre Herrscherin Morgen hat noch weitere besondere Fähigkeiten. Sie kann fliegen, heilen und ihre Gestalt wandeln.[39] Obwohl die Frauen nicht explizit als Feen benannt werden, vereinigen sie so viele Attribute und Fähigkeiten einer Fee in sich, dass man sie als solche bezeichnen kann.

In welchem Umfang Geoffrey von Monmouth für seine Beschreibung der Insel Fortuna keltische Quellen benutzte, ist schwer festzulegen. Einerseits war er als Kleriker gut mit antikem Bildungsgut vertraut und hatte eine enge Verwandtschaft zum Keltischen, seine Mutter stammte wahrscheinlich sogar aus Amorica, andererseits findet sich eine große Ähnlichkeit der Insel mit einem frühen Bericht des Geografen Pomponius Mela. Dieser beschrieb in der De chorographia III, 6, 48 p.66, 28 sqq (in: Johannes Zwicker, Fontes Historiae Religionis Celticae, 1934, S. 45-46) die Insel Seda, ein jenseitiges Land, das ebenfalls von neun Frauen mit magischen Kräften bewohnt wird. Sie können gleichfalls heilen und Tiergestalt annehmen. Zu diesem Bericht sieht Peter Bungartz bezüglich der Fortuna-Insel eine größere Nähe als zu der keltischen Mythologie.[40]

Monmouths „Darstellung der `Glücklichen Insel´, die vor allem auf irische Traditionen zurückgreift, entwirft gewissermaßen den Prototyp eines Feenreiches ...[und der darin lebenden Feen]..., auf dessen Elemente spätere Autoren immer wieder rekurrieren“.[41] Dabei ist auffällig, dass die von Monmouth genannten Fähigkeiten der Feen (Kräuterkunde, Heilkunst, Fliegen, Verwandlung und magische Zahlenkunst) erst bei Hartmann von Aue, nicht aber in den Romanen Chretièns' auftauchen.[42] In der folgenden Literatur werden die Vorgaben variiert. Diese Rollendifferenz der Fee ist typisch für den Artusroman, in dem, im Gegensatz zu der Fee in den Lais der Marie de France, die Fee nicht als Konkurrentin Artus' auftritt. Mängel in der Artuswelt werden von Rittern beseitigt, die teilweise von verschiedenen Ausgestaltungen der Feenfigur unterstützt werden. So findet sich die Fee als Ziehmutter des Helden z.B. in Lanzelet oder Wigalois oder rettet Iwein und Erec durch heilende Salben und Pflaster. Die Fähigkeit der Fee zu heilen, tritt vor allem in Artusromanen hervor. Als Heilende wärmt, nährt und heilt sie oder verleiht ewiges Leben.[43] Im Laufe der Zeit wird die Gestalt der Fee in die Artusfamilie integriert und taucht seit der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts als Schwester von Artus auf. Mit dieser Integration in die „reale“ Artuswelt geht ein Bedeutungsverlust der Figur der Fee einher. Die Fee wird zu einer Randfigur und eine Entrückung in ihre Welt, wie in den Lais der Marie der France, ist am Ende der Geschichten nicht mehr denkbar.

2.1.4 Die höfische Fee Florie

Die Fee Florie in Wigalois ist schwer als Fee zu erkennen, da ihr viele typische Eigenschaften einer Fee fehlen. Dies beginnt mit ihrem Aussehen. Vor allem in der irischen Mythologie sind kostbare Materialien, z.B. in der Kleidung, ein Feenattribut.[44] Auch Florie ist kostbar gekleidet, doch dieses steht ihr als Nichte des Königs zu. Sie und ihre Kleidung werden in über 210 Versen von Wirnt beschrieben und gepriesen (V. 742 – 952)[45]. Hierbei ist fraglich, ob die Kostbarkeit ihrer Kleidung sie als Fee auszeichnen soll oder für eine typische edle Jungfrau von hoher Geburt steht. Einerseits schmückt ihren Gürtel ein Diamant, der durch seinen Glanz Trübsinn und Leid von ihr fernhält (V. 792 - 800). Dieses Fernbleiben bzw. Nichtvorhandensein von Leid, bedingt durch Edelsteine, ist ein typisches Merkmal eines Feenreiches. Auch trägt Florie einen grünen Diamanten (V. 774), dessen Farbe für Wachsen, Leben und Erneuerung steht,[46] ein weiteres Attribut der Feenwelt. Doch andererseits betont Wirnt mehrfach ihren Anstand (V. 954, 955) und die Erfüllung des höfischen Anspruchs der Kleidung (V. 801 ff.). Auch fehlt bei der Beschreibung die erotische Komponente der Fee. Ist die Fee im Lanval bei der ersten Begegnung mit dem Ritter fast nackt, wird der Körper Flories nur kurz beschrieben. Wirnt vermutet, er sei angenehm, lieblich und ohne Fehler. Doch steht er in seiner Makellosigkeit vor allem für Flories Tugend (V. 934 ff.). Dennoch ist es ihre Schönheit (V. 950 – 952), durch die Gawein sich sofort in sie verliebt und eine typische Feenliebe beginnt.

Andere Kennzeichen einer Fee fehlen Florie ganz. So wird nirgends erwähnt, dass sie die Fähigkeit besitzt, das Schicksal zu bestimmen, ihre Gestalt zu verändern, zu zaubern oder zu heilen. Woher das Motiv der heilenden Kräfte stammt, ist nicht klar. Es gibt zwar viele Frauen mit ärztlichen Fähigkeiten in irischen Sagen, doch ist hier die Beeinflussung Geoffreys von Monmouth durch die Schilderung des Pomponius Mela wahrscheinlicher. Außerdem spielt der mittelalterliche Glaube, ältere Frauen verfügten über Heilkräfte, eine Rolle.[47]

Während in Bel Inconnu die Fee noch das gesamte Leben des Helden voraussieht und plant, trifft dies in Wigalois nur noch auf die Zeugung des Helden zu. Durch eine geplante Herausforderung am Artushof wird Gawein in das Feenland geholt und dort mit Florie verheiratet. Aus dieser Verbindung geht Wigalois hervor. Doch sobald Wigalois das Feenreich verlässt, verliert es an Bedeutung. Florie hat keinen Einfluss mehr auf die weiteren Vorgänge und stirbt sogar an gebrochenem Herzen, da weder Gawein noch Wigalois zu ihr zurückkehren. Dies ist ebenfalls feenuntypisch, da sich Feen durch ein außergewöhnlich langes Leben auszeichnen.

Andere Zauberkräfte scheint Florie ebenfalls nicht zu besitzen. Dies passt in die allgemeine These der Rationalisierung und Vermenschlichung der Fee. Gehören bei Marie de France und Geoffrey von Monmouth Zauberkräfte noch ganz natürlich zu einer Fee, wird in späteren Werken erzählt, dass Feen sich diese Fähigkeiten aneignen. Sie sind ein Teil des Wissens neben den sieben freien Künsten und somit erlernbar.[48] Dies wird von der Forschung als ein Beweis für die Entzauberung der Feenfigur gesehen. Doch hierbei darf nicht übersehen werden, dass im Mittelalter in den Magiekonzepten das Studium der ars magicae eine gängige Möglichkeit war, die Zauberei zu erlernen.[49] Es muss hier also keine Schmälerung in der Bedeutung der Zauberkraft gesehen werden.

Trotz der allgemeinen Rationalisierung der Feenfigur in der sich weiterentwickelnden Literatur fällt die starke Vermenschlichung und Höfisierung Flories auf. Sie geht so weit, dass Florie anscheinend selber nicht weiß, dass sie eine Fee ist. Außerdem scheint ihr nicht bewusst zu sein, dass sie in einem abgeschlossenen Feenreich lebt, denn sie lässt Gawein ziehen, als dieser für drei Tage fortreiten möchte, ohne ihm die Bedeutung des Gürtels für das Betreten des Feenreiches klar zumachen. Oder glaubt sie, dass er in drei Tagen nicht weit genug reitet, um das Feenreich zu verlassen? Schließlich reisten Gawein und Joram zwölf Tage durch das Land, ehe sie die Burg erreichten. Aber dann hätte sie ihn trotzdem warnen können, vor allem da sie schon vermutet, die Reise könnte bis nach der Geburt Wigalois' dauern (V. 1084)[50]. Dass ihm eine Rückkehr verwehrt bleibt, kann nicht von ihr gewollt oder geplant sein, da sie der festen Überzeugung ist, er käme wieder (V. 1120 ff.). Letztlich stirbt sie sogar aus Kummer über seine Abwesenheit, da sie davon ausgeht, dass er verstorben ist. Anders kann sie sich auf Grund seiner Treue seine zwanzigjährige Abwesenheit nicht erklären (V. 1321 ff.). Florie unternimmt nichts, um diese Vermutung zu bestätigen. Diese Passivität ist ein deutliches Zeichen dafür, dass die Figur der Fee in Wigalois an Bedeutung verloren hat.

Als sich Wigalois später an seine Mutter erinnert, nennt er sie nicht Fee aus dem Feenreich, sondern sagt, sie sei die Königin von Syrien (V. 5814 ff.). Hier mischt sich der Orient in die Feenwelt hinein, was bei Anderswelten öfter der Fall ist. Doch die Besonderheit seines Aufwachsens in einem Feenreich scheint für Wigalois nicht so bedeutend zu sein wie die Tatsache einer hohen Abstammung.

Zwei Dinge zeichnen folglich Florie als Fee aus. Erstens wohnt sie in einem verschlossenen Land, welches der Artuswelt entrückt ist. Zweitens entsteht zwischen ihr und Gawein eine geplante Feenliebe, die allerdings an Bedeutung verliert, da Wigalois und nicht Gawein der Artusritter ist, von dem die Geschichte erzählt. Insgesamt wirkt Florie eher menschlich als überirdisch und weist kaum Spuren der keltischen Mythologie oder des Vorbilds der Vita Merlini auf. Aus dem Themenkomplex der Feenmotivik nutzt Wirnt nur wenige Motive und die Fee wird zu einer Randfigur, die nicht mehr über die gesamte Handlung präsent ist.

2.1.5 Joram, der König des Feenlandes

Die Rolle Jorams als Herrscher des Feenreiches ist zwar in Wigalois eine Neuerung, in den späteren Werken Wielands und Hohlbeins sind männliche Feen aber keine Ausnahme mehr. Es ist ganz natürlich, dass sie als Männer, mit oder ohne einer Feenkönigin an ihrer Seite, ihre Reiche regieren und die Helden unterstützen. Deshalb gehe ich nun noch kurz auf Joram ein, auch wenn er als Feenfigur eigentlich nicht in Erscheinung tritt. Bis auf die Tatsache, dass er ein entrücktes Reich regiert, unterscheidet er sich kaum von einem anderen König. Er herrscht über sein Land, das sich vom Wald bis zum Meer erstreckt und befehligt ein Heer, mit dem er alle anderen Königreiche besiegen könnte, wenn er es wollte (V. 673ff.). In seiner Hand liegt es auch die Vermählung seiner Nichte Florie mit Gawein zu erlauben (V. 998 ff.), den er nach Art der Feen extra hierfür in das Feenreich geholt hat. Zu diesem Zweck arrangiert Joram durch ein unpassendes Geschenk an Königin Ginover Zweikämpfe mit allen Artusrittern. Diese besiegt er der Reihe nach und nimmt schließlich den unterlegenen Gawein mit sich (V. 267 – 580). An seiner Kleidung als Ritter lässt nichts seine magische Abstammung erkennen und er was höfsch und wol gezogen (V. 411), wie es sich für einen Ritter gehört. Lediglich sein Gürtel ist magisch, aber ob er weiss, dass man ihn zum Betreten des Feenlandes braucht, ist fraglich. Er gibt ihn Gawein als Schutz vor Gefahren (V. 610 ff.), aber als Gawein nicht zurückkehrt, versucht Joram nicht ihn mit Hilfe des Gürtels wieder in das Land zu holen. Auch die Tatsache, dass Florie, seine Nichte, vor Gram über die Abwesenheit Gaweins und Wigalois´ stirbt (11337 ff.), veranlasst Joram nicht zu Handeln. Entweder weiss er ebenfalls nichts von der Entrückung seines Reiches oder Wirnt spart diese Möglichkeit aus, da das Feenreich in der Geschichte an Bedeutung verliert.

In Wigalois, der aus einer Verbindung von Fee und Mensch entstanden ist, sind keine Züge einer Fee erkennbar. Gerät er in Not, kommt nicht seine Mutter aus dem Feenreich und unterstützt ihn, wie es z.B. im Lanzelet der Fall ist, sondern er vertraut auf die Hilfe Gottes, die ihm auch zuteil wird. So erlöst dieser ihn z.B. in einer ausweglosen Lage von den Stricken, mit denen ihn das Waldweib Ruel gefesselt hat (V. 6505 – 6507). Auch die Geschenke, die Wigalois helfen sollen seine Aufgaben zu erfüllen, stammen nicht, wie sonst in der Artusliterartur durchaus üblich, aus dem Feenreich und sind teilweise christlicher Natur. So bekommt er beispielsweise von einem Priester ein Amulett an sein Schwert gebunden, das ihn vor aller Zauberei schützen soll (V. 4427 ff.).

Der Hof Jorams, sein Land und dessen Einwohner unterscheiden sich nicht von „normalen“ Höfen und Menschen. Bei ihnen lassen sich keine Feeneigenschaften feststellen.[51]

2.1.6 Die Feenliebe

Ein zentrales Motiv in Feengeschichten der Artusliteratur ist die Feenliebe. Sie beinhaltet eine Verbindung zwischen einem mythischen Feenwesen und einem irdischen Mann. Hierbei spielt die Verlockung durch die Fee eine große Rolle, ein Motiv, das vor allem in der Artustradition dominant ist.[52] Die Beziehung zu der Fee geht typischerweise mit einem Tabu einher. Dies ist meist ein Verbot, entweder über etwas zu sprechen, zu neugierig zu sein oder sich etwas Bestimmtes anzusehen.[53] So darf Lanval z.B. nichts von der Fee erzählen,[54] die ihn mit Liebe und Reichtum ausstattet. Wird das Tabu gebrochen, verliert der Ritter seine Fee für immer und kann nicht mehr in ihr Land zurückkehren. Die Beziehung zu einer Fee, geprägt von Erotik und Reichtum, hält den Mann in einem Bann gefangen, der ihn keine Beziehung zu einer anderen Frau aus der wirklichen Artuswelt eingehen lässt. Oft isoliert die Liebe den Ritter von der ritterlichen Gemeinschaft, da er sich immerfort nach der Fee sehnt und in dem höfischen Leben keine Freude mehr findet. Der Bann versetzt ihn in einen Zwiespalt zwischen dem Leben mit der Fee und dem Leben am Artushof, aus dem er sich nicht mehr befreien kann.

Der Beginn einer Feenliebe in Artusromanen geht stets von der Frau aus, nie von einem Ritter. Gawein wird geplant in Jorams Reich entführt und verfällt dort auf den ersten Blick Florie. Die Beziehung zwischen Gawein und Florie zeigt „die für die Feenliebe charakteristische Verbindung von Leidenschaft und Exklusivität“.[55] Sofort will er sie heiraten und eine Vermählung findet statt. Dies widerspricht allerdings einer typischen Feenliebe, die sich durch erotische Sexualität ohne Eingehen einer Ehe auszeichnet. Doch es passt in die Höfisierung des Feenreiches, denn an arturischen Höfen ist ungebundene Sexualität mit edlen Jungfrauen nicht erlaubt.

Die Auswirkungen der Feenliebe auf Gawein sind typisch. Zurückgekehrt an den Artushof, macht ihm das Turnieren keinen Spass mehr, denn im tet der jâmer wê/ nâch sînem schoenen wîbe (V. 1169, 1170) und in twanc diu minnende nôt (V. 1185) zu ihr zurückzukehren. Hier wird der Zwang, den die Liebe ausübt, deutlich erkennbar. Da Gawein den Zaubergürtel nicht besitzt, kann er jedoch nicht zu Florie zurückkehren. Dennoch lässt der Liebesbann nicht nach und als er Jahre später von Wigalois zu dessen Krönung eingeladen wird, erkundigt er sich direkt nach seiner Ankunft nach Florie. Gawein klagt 36 Verse lang über den Verlust seiner Liebsten und erzählt, wie schön die Zeit mit ihr gewesen sei. Dabei wünscht er sich immer noch sehnlichst sie wiederzusehen (V. 9614 ff.). Gawein hat diese Liebe also in all den Jahren nicht vergessen. Wigalois fällt nicht in die Klage mit ein und scheint nicht einmal darüber traurig zu sein, dass seine Mutter nicht bei der Hochzeit anwesend ist. Hat er überhaupt daran gedacht, sie einzuladen? Hierüber erfährt der Rezipient des Textes nichts.

Als Gawein durch einen Boten vom Tod Flories erfährt, ist er so getroffen, dass er beschließt, nie wieder zu heiraten und ohne Not nie wieder als Ritter zu kämpfen (V. 11384 ff.). Seine Liebe zu der Fee bleibt also über ihren Tod hinaus bestehen. Außerdem schwört er dem Rittertum ab, das ihn damals dazu veranlasste, das Feenreich und somit Florie zu verlassen. Wigalois' Trauer über den Tod seiner Mutter wirkt dagegen „merkwürdig empfindungslos und schablonenhaft“.[56] Dies könnte daran liegen, dass er sich bereits für ein Leben in der höfischen Artuswelt und somit gegen das Feenreich entschieden hat, während Gawein durch den Bann der Feenliebe in einem Zwiespalt gefangen ist. Am Ende der Geschichte steht eine Entscheidung zwischen den beiden Reichen für Wigalois nicht zur Debatte, da dieser Konflikt von Wirnt auf Gawein ausgelagert wurde. So fand eine Entschärfung des Problems statt.

Ein Tabu, das die Feenliebe typischerweise begleitet, fehlt in Wigalois. Gawein verliert Flories Liebe nicht durch die Übertretung eines Verbotes, sondern durch Unwissenheit. Weder er noch Florie scheinen die Funktion des Gürtels zu kennen, noch ist einem der beiden bewusst, dass Jorams Reich der restlichen Artuswelt entrückt ist. Ein Tabubruch hätte die Geschichte in diesem Punkt logischer gemacht, doch dieses Motiv ist wie andere Aspekte der Feenliebe geschwunden.

2.1.7 Die Feenjugend

Das Motiv der Feenjugend wurde in den Artusromanen funktionalisiert und unterlag starken textuellen Zwängen. Deshalb wäre es gefährlich von diesen Erzählabschnitten aus auf eine keltische Anderswelt Rückschlüsse zu ziehen. Hieraus kann keine Jenseitswelt rekonstruiert werden.[57]

Ritter, die auf ihren aventiure -Fahrten in Anders- oder Jenseitswelten gelangen, stammen oft ebenfalls aus solchen Reichen.[58] Dort werden sie von Feen aufgezogen, die entweder ihre leiblichen Mütter oder Ziehmütter sind. Dieser Zustand ist kein natürlicher und wurde stets herbeigeführt.[59] Die Kinder wurden entweder geraubt oder wie Lanzelet gerettet. Auch im Volksfeenglauben findet sich dieses Motiv. Allerdings ließen hier die Feen für das Baby, das sie stehlen, ein eigenes hässliches Baby zurück. Durch verschiedene Tricks, wie das Bierbrauen in Eierschalen, könne eine Menschenmutter jedoch einen Rücktausch erreichen.[60]

Sind Helden in der Literatur im Feenreich geboren, wurden ihre Väter geplant entführt, wie es auch bei Wigalois der Fall ist. Das Schicksal der Kinder nach dem Verlassen des Feenreiches wird typischerweise von den Feen bestimmt. Dies kann bis zu der Wiederkehr des Sohnes ins Feenreich führen, wo die Figur seiner Mutter zu seiner Geliebten wird[61]. Da das Feenreich an sich oft defizitär ist, ist die ritterliche Erziehung der Jungen, falls sie überhaupt stattfindet, nicht vollständig. Um eine würdige Ritterschaft zu erlangen, muss der Held das weibliche Feenreich verlassen und in der männlichen Artuswelt ausgebildet werden.

Der typische Verlauf einer Feenjugend findet sich im Lanzelet des Ulrichs von Zatzikhoven. Die Vorlage, von der Geisel Huc de Morville nach Deutschland gebracht, hat eine große Nähe zum keltischen Kulturraum.[62] Als die Untertanen des Königs Pant sich erheben, wird sein einjähriger Sohn von einer Meerfee in ihr Reich gerettet. In diesem typischen Feenland leben 10.000 Frauen, aber keine Männer. Sie bringen ihm höfisches Benehmen, das Spielen verschiedener Instrumente und das Singen bei. Erst auf seine eigene Anfrage hin wird der Junge von einem eigens geholten Meeresungeheuer in der Kampfkunst unterrichtet. Doch diese Ausbildung ist unvollständig, da in dem Feenreich keine Ritterschaft bekannt ist. Um diese zu erlangen und zu erfahren wer er ist, verlässt Lanzelet schließlich die Feen und kehrt in die Artuswelt zurück. Dort wird schnell klar, dass die Erziehung des Meerungeheuers unzureichend war, denn Lanzelet kann nicht einmal reiten. Dies erlernt er jedoch schnell und schon einige Wochen später beendet er die Ausbildung zum Ritter und überwindet so leicht die defizitäre Ausbildung des weiblichen Feenreiches.[63]

Wigalois wird in einem Feenreich, in das sein Vater gebracht wurde, geboren. Dort wird er liebevoll von seiner Mutter und anderen edlen Damen erzogen. in einem jâre wuohs er mêr/ dan ein anderz in zwein tuo (V. 126, 1227), ein typisches Motiv in der Jugend eines großen Helden,[64] das aber direkt mit der Jugend in einem Feenreich nichts zu tun hat. Im Alter von zwölf Jahren beginnt seine ritterliche Ausbildung. Diese stellt für ein Feenreich etwas besonderes dar, da sie von den besten und vornehmsten Rittern des Reiches durchgeführt wird. Sie beinhaltet aller hande rîter spil (V. 1254), wie z.B. das Buhurdieren, Stechen und Schießen. Doch auch von den Hofdamen wird er weiterhin erzogen. Seine Ausbildung scheint der eines Ritters am Artushof in nichts nachzustehen. Im Alter von neunzehn oder zwanzig Jahren (V. 1320) beschließt Wigalois seinen Vater zu suchen und Ehre zu erringen. Er glaubt, seine Stärke in dem weiblichen Feenreich zu vergeuden (V. 1299 ff.), eine Aussage, die das Feenland durch defizitäres ritterliches Leben abwertet. Sicher kann ein Ritter im abgeschlossenen Land keinen Ruhm durch aventiure erreichen, doch hinsichtlich der Ausbildung scheint kein großes Defizit zu bestehen. Als er am Artushof um Aufnahme bittet, wird er dort von Gawein unterrichtet. Doch worin die Unterschiede zur Ausbildung im Feenreich bestehen, wird nicht gesagt. Wahrscheinlich ist Wigalois „lediglich“ Knappe, als er Jorams Reich verlässt. Vielleicht werden seine Fähigkeiten am Artushof nur verfeinert. Jutta Eming kann ich nicht zustimmen. Sie schreibt Wigalois müsse bei seiner Ausbildung am Artushof „noch einmal beim Punkt Null anfangen. Eine Ausbildung im Feenland zählt so viel wie keine Ausbildung.“[65] Diese These mag auf andere Feenländer, wie das des Lanzelets zutreffen, nicht aber auf das höfisierte Feenreich des Wigalois.

Die Ausbildung des Wigalois wird am Artushof mit einer Schwertleite, typischerweise am Pfingstfest, abgeschlossen (V. 1622 – 161630). Bei diesem Fest, betont Wirnt, wart her Gwîgâlois ze man (V. 1658). Seine Jugend und Ausbildung sind endgültig abgeschlossen. Das weitere Leben des Ritters, die Abenteuer, die er bestreitet und seine Regentschaft als König von Korntin und Jeraphin sind nicht von seiner Mutter vorherbestimmt. Würde sie sonst aus Sehnsucht nach ihm und seinem Vater sterben? Die schicksalsbestimmende Macht der Fee fiel ebenfalls der Höfisierung der Feenfigur zum Opfer.

2.2. Vorbilder, Darstellung und Interpretation der Feenfiguren in Oberon

Wieland selbst nennt in dem Prolog zu Oberon seine Vorbilder und Quellen. Dabei beschreibt er ziemlich genau, wie er sich die Figur des Oberon vorstellt. Zwar bezieht er sich mit der Handlung auf Huon de Bordeaux, aber

der Oberon, der in diesem alten Ritterromane die Rolle des Deus ex machina spielt, und der Oberon, der dem gegenwärtigen Gedichte seinen Namen gegeben, sind zwei sehr verschiedene Wesen. Jener ist eine seltsame Art von Spuk, ein Mittelding von Mensch und Kobold, der Sohn Julius Cäsars und einer Fee, der durch eine sonderbare Verzauberung in einen Zwerg verwandelt ist; der meinige ist mit dem Oberon, welcher in Chaucers Merchant's Tale und Shakespeares Midsummer-Night's-Dream als ein Feen- oder Elfenkönig (King of Fairies) erscheint, eine und eben dieselbe Person.

(S. 162)[66]

Zwar bezeichnet Wieland die Ritterzeitbücher des 12., 13. und 14. Jahrhunderts als Fundgrube von poetischem Stoffe (S. 162), die darin enthaltenen weiblichen Feenfiguren, wie die Fee Morgue aus Huon de Bordeaux, kommen aber in Oberon nicht zum tragen. Allerdings übernimmt Wieland die Geschenke Oberons aus Huon de Bordeaux, die auch in seinem Werk eine entscheidende Rolle spielen. Schon im altfranzösischen Werk von ca. 1260 gibt der Feenkönig Oberon, der hier zum ersten mal als literarische Figur auftritt, Hüon einen Zauberbecher, der für sündenfreie Menschen stets mit Wein gefüllt ist, und ein Horn, mit dem er ihn jederzeit zu Hilfe rufen kann. Diese magischen Dinge, sowie seine Kräfte, wurden ihm von verschiedenen Feen geschenkt.[67] In Oberon gibt es diesen Umweg nicht mehr. Die Geschenke kommen direkt vom Feenherrscher.

Es ist sehr problematisch die Herkunft der Figur des Oberon zu rekonstruieren. Bereits in der französischen Literatur des 14.Jahrhunderts findet sie sich außerhalb des Hüonstoffes in verschiedenen Werken. So wird z.B in Ysaie le Triste der Zwerg Tronc als Dank für seine Hilfe von Feen in Oberon verwandelt. Auch besteht eine Ähnlichkeit mit dem Zwerg Alberich aus der deutschen Heldenepik, doch ist die Verbindung der beiden wissenschaftlich noch nicht endgültig geklärt.[68] Fest steht nur, dass mit der Figur des Oberon literarisch sehr frei umgegangen wurde und wird, denn heute findet man sie z.B. als Herrscher einer gesamten keltischen Feen- und Götterwelt in Drachenfeuer.

[...]


[1] Wirnt von Grafenberg: Wigalois. Übersetzt, erläutert und mit einem Nachwort versehen von Sabine Seelbach und Ulrich Seelbach. Berlin: de Gruyter 2005.

[2] Christoph Martin Wieland: Oberon, in ders., Werke. Hrsg. von Fritz Martini und Hans Werner Seiffert. Band 5. Carl Hanser: München 1968.

[3] Wolfgang und Heike Hohlbein: Drachenfeuer. Eine phantastische Geschichte. Stuttgart, München: Deutscher Bücherbund GmbH & Co. 1988. Während der weiteren Arbeit werde ich nur einmal den Namen Hohlbein bei der Verwendung des Werkes angeben, obwohl es von einem Ehepaar geschrieben wurde. Die stete Dopplung Hohlbein/ Hohlbein mit anschließender Pluralbildung scheint mir sehr umständlich.

[4] Der Einfachheit halber werde ich weibliche wie männliche Figuren mit dem allgemeinen Begriff „Fee“ bezeichnen.

[5] Vgl. Klaus Manger: Digression im Epos. Wielands „Oberon“. In: Wieland-Studien 4. Hrsg. von Klaus Manger und vom Wieland-Archiv Biberach. Heidelberg: Universitätsverlag Winter 2005. S. 118.

[6] Vgl. Joachim Müller: Wielands Versepen. In: Jahrbuch des Wiener Goethe–Vereins 69 (1965). S. 44. Einen Satz zuvor bezeichnet er die beiden als Elfen.

[7] Vgl. Michael Hofmann: Reine Seelen und komische Ritter. Aspekte literarischer Aufklärung in Christoph Martin Wielands Versepik. Stuttgart, Weimar: J.B. Metzler1998. S. 304.

[8] Wieland 1968, S. 162 – 381., S. 162.

[9] Wer sich hierüber weiter informieren möchte, dem empfehle ich: Bandini, Ditte und Giovanni: Das Buch der ELFEN und FEEN. Wiesbaden: Marix 2006. Dieses Buch ist zwar nicht streng wissenschaftlich, aber es vermittelt einen sehr guten Überblick über mehr als 90 Arten der Fee in Sagen, Märchen und Vorstellungen verschiedener Länder.

[10] Peter Bungartz: Quelle und Funktion der Feendarstellung in der mittelhochdeutschen Epik. Diss. München 1981. S. 4.

[11] Vgl. ebd., S. 15.

[12] Vgl. ebd., S.16.

[13] Vgl. Wolfzettel 1984, Sp. 945.

[14] Vgl. Bungartz 1981, S. 16.

[15] Brigitte Burrichter: Die narrative Funktion der Feen und ihrer Welt in der französischen Artusliteratur des 12. und 13. Jahrhunderts. In: Das Wunderbare in der arturischen Literatur. Probleme und Perspektiven. Hrsg. von Friedrich Wolfzettel. Tübingen: Max Niemeyer 2003. S. 281.

[16] Vgl. ebd., S. 281, 282.

[17] Vgl. Ingeborg Clarus: Keltische Mythen. Der Mensch und seine Anderswelt. Olten und Freiburg in im Breisgau: Walter 1991. S. 11.

[18] Vgl. Bungartz 1981, S. 20 ff. .

[19] Vgl. Marianne Bluhm-Weinhold: „er minnete ein feie“. Feen und feenähnliche Frauen in den Artusromanen Hartmanns von Aue. Magisterarbeit Universität Bielefeld 1998. S. 10.

[20] Vgl. Felicitas Olef-Krafft: (Übers.): Renaut de Beaujeu: Der schöne Unbekannte. Ein Artusroman. Aus dem Altfranzösischen übersetzt. Mit 8 Miniaturen. Zürich: Manesse 1995. S. 230.

[21] Vgl. Bungartz 1981, S. 73.

[22] Vgl. Wolfzettel 1984, Sp. 945.

[23] Vgl. Olef-Krafft 1995, S. 223, 224.

[24] Vgl. Wolfzettel 1984, Sp. 949.

[25] Vgl. ebd., Sp. 984.

[26] Zitiert nach Hartmann von Aue: Erec. Mittelhochdeutscher Text und Übertragung von Thomas Cramer. 25. Auflage. Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch 2003. V. 5153 ff.; S. 228. Im Folgenden werde ich Verse und Seitenzahlen von Primärliteratur, die nicht zu den drei behandelten Hauptwerken zählt, für eine bessere Übersichtlichkeit in Fußnoten angeben.

[27] Vgl. Burrichter 2003, S. 284.

[28] Vgl.Friedrich Wolfzettel: Der Körper der Fee. Melusine und der Trifunktionalismus. In: Körper-inszenierung in mittelalterlicher Literatur. Kolloquium am Zentrum für interdisziplinäre Forschung der Universität Bielefeld (18. bis 20. März 1999). Hrsg. von Klaus Ridder und Otto Langer. Berlin: Weidler 2002. (= Körper Zeichen Kultur 11). S. 356.

[29] Marie de France: Die Lais. Übersetzt und kommentiert von Dietmar Rieger. München: Wilhelm Fink 1980. (= Klassische Texte des romanischen Mittelalters 19). V. 15 – 19; S. 208.

[30] Vgl. ebd., V. 138 – 142; S. 216.

[31] Vgl. Wolfzettel 2002, S. 356.

[32] Marie de France 1980, V. 97 ff.; S. 214.

[33] Vgl. Burrichter 2003, S. 286.

[34] Marie de France 1980, V. 641 ff.; S. 248.

[35] Vgl. Vita Merlini: In: San Marte (Albert Schulz): Die Sagen von Merlin. Mit alt-wälischen, bretagnischen, schottischen, italienischen und lateinischen Gedichten und Prophezeiungen Merlins, der `Prophetia Merlini´ des Gottfried von Monmouth, und der `Vita Merlini´, lateinischem Gedichte aus dem dreizehnten Jahrhundert. Halle: Buchhandlung des Waisenhauses 1853. V. 930 – 940; S. 299 ff..

[36] Vgl. Wolfzettel 1984, Sp. 956.

[37] Vgl. Vita Merlini: In: San Marte (Albert Schulz) 1853, V. 908 – 914; S. 299.

[38] Vgl. Wolfzettel 1984, Sp. 957.

[39] Vgl. Vita Merlini: In: San Marte (Albert Schulz) 1853, V. 915 – 923; S: 299.

[40] Vgl. Bungartz 1981, S. 80.

[41] Burrichter 2003, S. 283.

[42] Vgl. Wolfzettel 1984, Sp. 957.

[43] Vgl. ebd., Sp. 950.

[44] Vgl. ebd., Sp. 949.

[45] Vgl. Wirnt von Grafenberg 2005. Im Folgenden stehen die Stellennachweise der Verse des Wigalois in Klammern im laufenden Text.

[46] Vgl Gisela Lohbeck: Wigalois – Struktur der bezeichenunge. Frankfurt am Main: Peter Lang 1991 (= Information und Interpretation 6). S. 165.

[47] Vgl. Bungartz 1981, S. 87.

[48] Vgl. Burrichter 2003, S. 292.

[49] Vgl. Jutta Eming: Reiz, Rausch, Remedium. Zur emotionalen Wirkung von Zauberkraft in höfischen Romanen des 12. und 13. Jahrhunderts. In: Das Wunderbare in der arturischen Literatur. Probleme und Perspektiven. Hrsg. von Friedrich Wolfzettel. Tübingen: Max Niemeyer 2003. S. 144.

[50] Vgl. Wirnt von Grafenberg 2005, S. 27. Bis zu Flories Niederkunft muss es noch mindestens drei Monate dauern, da sie erst sechs Monate verheiratet sind.

[51] Auf den Aufbau des Landes gehe ich in 3.4.1. genauer ein.

[52] Vgl. Wolfzettel 1884, Sp. 955.

[53] Vgl. ebd., Sp. 953.

[54] Marie de France 1980, V. 143 ff.; S. 216.

[55] Eming, Jutta: Funktionswandel des Wunderbaren. Studien zum `Bel Inconnu´, zum `Wigalois´ und zum `Wigoleis vom Rade´. [Diss. Berlin FU 1996] Trier Wissenschaftl. Verl. 1999 (= Literatur, Imagination, Realität 19). S. 152.

[56] Eming 1999, S. 221.

[57] Vgl. Matthias Meyer: Das defizitäre Wunder – Die Feenjugend des Helden. In: Das Wunderbare in der arturischen Literatur. Probleme und Perspektiven. Hrsg. von Friedrich Wolfzettel. Tübingen: Max Niemeyer 2003. S. 112.

[58] Vgl. Hans-Dieter Mauritz: Der Ritter im magischen Reich. Märchenelemente im französischen Abenteuerroman des 12. und 13. Jahrhunderts. Bern, Frankfurt am Main: Herbert Lang, Peter Lang 1974 (= Europäische Hochschulschriften. Reihe XIII 23). S. 21.

[59] Vgl. ebd., S. 30.

[60] Vgl. Bandini 2006, S. 195 ff..

[61] Vgl. Mauritz 1974, S. 26. Dieses Motiv stammt ebenfalls aus der keltischen Mythologie. Da es weder im Wigalois, noch in einem der anderen Hauptwerke eine Rolle spielt, gehe ich aus Platzgründen hier nicht näher darauf ein.

[62] Vgl. Bungartz 1981, S. 194, 105.

[63] Vgl. Ulrich von Zatzikhoven: Lanzelet. Übersetzer: Wolfgang Spiewok. Greifswald: Reineke 1997. (= Greifswälder Beiträge zum Mittelalter 58. Serie Wodan 71.). V. 97 - 668; S. 4 ff..

[64] Vgl. Wirnt von Grafenberg 2005, S. 291.

[65] Eming 1999, S. 161.

[66] Vgl. Wieland 1968, S. 162. Im Folgenden stehen die Stellennachweise der Strophen und Verse des Oberon in Klammern im laufenden Text.

[67] Vgl. Bernd Steinbauer: Oberon. In: Enzyklopädie des Märchens. Band 10. Hrsg. von Kurt Ranke. Berlin, New York: Walter de Gruyter 2002. Sp. 173.

[68] Vgl. ebd., Sp. 175, 176.

Ende der Leseprobe aus 97 Seiten

Details

Titel
Magisch, menschlich, machtvoll - Die Figur der Fee und die Darstellung ihres Reiches im Wandel der Zeit
Hochschule
Universität Bielefeld
Veranstaltung
Der Ritterroman "Wigalois" von Wirnt von Grafenberg, ein verkannter Klassiker?
Note
1,3
Autor
Jahr
2007
Seiten
97
Katalognummer
V87271
ISBN (eBook)
9783638007528
ISBN (Buch)
9783638913799
Dateigröße
812 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Magisch, Figur, Darstellung, Reiches, Wandel, Zeit, Ritterroman, Wigalois, Wirnt, Grafenberg, Klassiker
Arbeit zitieren
Katrin Grebing (Autor), 2007, Magisch, menschlich, machtvoll - Die Figur der Fee und die Darstellung ihres Reiches im Wandel der Zeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87271

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