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Wachstum und Entwicklungsprobleme von Städten in der Dritten Welt

Title: Wachstum und Entwicklungsprobleme von Städten in der Dritten Welt

Seminar Paper , 2007 , 27 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Elisabeth Junge (Author)

Geography / Earth Science - Demographics, Urban Management, Planning
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„Irgendwann im nächsten Jahr wird eine Frau im Slum Ajegunle in Lagos ein Kind bekommen, ein junger Mann wird sein Dorf in Westjava gegen die hellen Lichter von Jakarta eintauschen oder ein Bauer wird mit seiner verarmten Familie in eines der unzähligen „pueblos jovenes“ von Lima ziehen. Das genau Ereignis ist unwichtig und wird vollkommen unbemerkt stattfinden. Trotzdem wird es einen Wendepunkt in der Menschheitsgeschichte darstellen. Zum ersten Mal wird die Stadtbevölkerung auf der Erde gegenüber der Landbevölkerung in der Überzahl sein. Tatsächlich könnte, angesichts der Ungenauigkeit der Bevölkerungszählungen in der Dritten Welt, dieser epochale Übergang bereits stattgefunden haben.“
Dieses Zitat zeigt deutlich, welchen Stellenwert Städte mittlerweile in der Welt, und vor allem auch in Entwicklungsländern rein quantitativ, eingenommen haben. In der vorliegenden Arbeit werde ich mich genauer damit beschäftigen, wie es denn eigentlich dazu kommt, dass Städte in der Dritten Welt so scheinbar ungebremst wachsen und welche Folgen dies vor allem für die Stadtbevölkerung hat. Ferner werde ich auf die Problematik der Metropolen und Megastädte eingehen und dann am Beispiel der ehemaligen tansanischen Hauptstadt Dar es Salaam die Problematik einer Primatstadt erörtern. Am Ende meiner Arbeit werde ich mich mit dem Entstehen von Marginalsiedlungen, den damit verbundenen Problemen und möglichen Lösungsansätzen beschäftigen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition „Dritte Welt“/ Entwicklungsland

3. Demographische Verstädterung in wenig entwickelten Ländern

3.1 Ursachen des Wachstums

3.2 Städtisches Flächenwachstum, innerstädtischer Verdichtungsprozess und Überverstädterung

3.3 Land – Stadt Flucht

3.3.1 Lokale Herkunft der Migranten

3.3.2 Soziale Hintergründe für die Wanderung

3.4 Wachstum der Städte in der Vereinigten Republik Tansania

4. Entwicklung von Metropolen und Megastädten

5. Dar es Salaam und das Primatstadtproblem

6. Bildung von und Überleben in Marginalsiedlungen

7. Probleme und Konsequenzen durch „squatter settlements“ und Hüttenviertel

8. Eindämmungspolitik und Versuche städtisches Wachstum zu mindern

9. Zusammenfassung und kurzer Ausblick auf zukünftige Problembewältigung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen und Folgen des rapiden städtischen Wachstums in Entwicklungsländern, beleuchtet die Problematik der Primatstädte am Beispiel von Dar es Salaam und analysiert die Entstehung sowie die sozialen Herausforderungen von Marginalsiedlungen.

  • Demographische Faktoren der Verstädterung und Landflucht
  • Entwicklungsprozesse von Megastädten und Metropolen
  • Sozioökonomische Dynamiken in Slums und Hüttenvierteln
  • Strategien zur Eindämmung des unkontrollierten Städtewachstums

Auszug aus dem Buch

3.3.2 Soziale Hintergründe für die Wanderung

„Those who leave the rural areas, are not the poorest and the least advanced. In most cases, they are more enlightened, more competent and stronger than those left behind.”

Dieses Zitat spiegelt recht gut wider, wie es um die sozialen Hintergründe heutiger Migranten bestellt ist. Während früher eher junge Männer das Land verlassen haben, um als unqualifizierte Arbeitskräfte Fuß zu fassen, so hat bis heute eine Veränderung auch dahingehend stattgefunden, dass immer mehr Frauen in die Stadt abwandern und dass die Zuwanderer einen immer höheren Bildungsstand haben. In Afrika z.B. nimmt der Anteil der weiblichen Migranten ständig zu, da seit der Unabhängigkeit die Männer, sobald sie eine feste Anstellung in der Stadt haben, ihre Frauen und Familien nachholen dürfen. Für diesen Umstand spielen auch die verhältnismäßig hohen Einkommen eine wichtige Rolle.

Selbst unverheiratet Frauen strömen trotz schlechterer Arbeitsaussichten von den ländlichen Gebieten in die Städte. Somit gleicht sich die städtische Bevölkerungsstruktur wohl langsam wieder der ländlichen an, da der Frauenanteil in der Stadt allmählich steigt. Vom Alter jedoch, wird die ländliche Bevölkerung wohl immer älter und die Stadtbevölkerung immer jünger, da arbeitsfähige und einigermaßen gebildete Menschen nicht in den ländlichen Gebieten bleiben, sondern in der Hoffnung auf ein besseres Leben weiterhin in die Städte gehen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die globale Relevanz des rasanten Städtewachstums in Entwicklungsländern ein und umreißt den inhaltlichen Aufbau der Untersuchung.

2. Definition „Dritte Welt“/ Entwicklungsland: Das Kapitel definiert den Begriff „Dritte Welt“ im historischen Kontext und erläutert heutige Kriterien zur Bestimmung von Entwicklungs- und Schwellenländern.

3. Demographische Verstädterung in wenig entwickelten Ländern: Hier werden die Ursachen des Bevölkerungswachstums und der Landflucht sowie deren demographische Auswirkungen analysiert.

4. Entwicklung von Metropolen und Megastädten: Dieses Kapitel beschreibt die räumliche Konzentration der Bevölkerung in städtischen Agglomerationen und das Phänomen der Millionenstädte.

5. Dar es Salaam und das Primatstadtproblem: Anhand des Beispiels Dar es Salaam wird die Problematik der Primatstadt und die ungleichmäßige städtische Entwicklung in Tansania untersucht.

6. Bildung von und Überleben in Marginalsiedlungen: Es werden die Ursachen für die Entstehung von Slums und die Lebensbedingungen der Bewohner in diesen informellen Siedlungen beleuchtet.

7. Probleme und Konsequenzen durch „squatter settlements“ und Hüttenviertel: Das Kapitel widmet sich den infrastrukturellen Mängeln, ökologischen Risiken und sozialen Folgen ungeplanter Siedlungsstrukturen.

8. Eindämmungspolitik und Versuche städtisches Wachstum zu mindern: Hier werden staatliche Maßnahmen und Konzepte, wie die Slumsanierung oder das Mittelstadt-Konzept, kritisch hinterfragt.

9. Zusammenfassung und kurzer Ausblick auf zukünftige Problembewältigung: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion der städtischen Krise und einem Plädoyer für internationale Unterstützung bei der Bewältigung der Herausforderungen.

Schlüsselwörter

Verstädterung, Entwicklungsländer, Landflucht, Primatstadt, Megastädte, Marginalsiedlungen, Slums, Migration, Infrastruktur, Bevölkerungsdruck, Sozialstruktur, Stadtentwicklung, Tansania, Dar es Salaam, Urbanisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Ursachen und drängenden sozialen sowie infrastrukturellen Probleme des explosionsartigen Städtewachstums in Ländern der „Dritten Welt“.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Landflucht, der Entstehung von Marginalsiedlungen, dem Phänomen der Primatstädte und den staatlichen Versuchen, das städtische Wachstum zu steuern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie es zu einem ungebremsten Wachstum der Städte in Entwicklungsländern kommt und welche schwerwiegenden Konsequenzen dies für die Stadtbevölkerung mit sich bringt.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die demographische Studien, entwicklungspolitische Konzepte und geografische Wachstumsmodelle kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die demographischen Grundlagen, die Analyse von Megastädten, eine Fallstudie zu Dar es Salaam sowie die detaillierte Untersuchung der Lebensbedingungen in Hüttenvierteln.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Verstädterung, Landflucht, Slums, Primatstadt, Megastädte und infrastrukturelle Defizite in Entwicklungsländern.

Was macht Dar es Salaam zu einem besonderen Fallbeispiel?

Dar es Salaam dient als Beispiel für eine Primatstadt, deren Einwohnerzahl aufgrund historischer Funktionen und anhaltender Landflucht überproportional gewachsen ist.

Warum wird das Mittelstadt-Konzept diskutiert?

Das Mittelstadt-Konzept wird als Instrument zur Entlastung der großen Metropolen diskutiert, um die Wanderungsströme der Menschen geplanter auf ein Netz von Zentren zu verteilen.

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Details

Title
Wachstum und Entwicklungsprobleme von Städten in der Dritten Welt
College
LMU Munich  (Department für Geo- und Umweltwissenschaften)
Course
Proseminar Stadt-Entwicklung, Struktur, Zukunft
Grade
2,0
Author
Elisabeth Junge (Author)
Publication Year
2007
Pages
27
Catalog Number
V87292
ISBN (eBook)
9783638016902
ISBN (Book)
9783640336562
Language
German
Tags
Wachstum Entwicklungsprobleme Städten Dritten Welt Proseminar Stadt-Entwicklung Struktur Zukunft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Elisabeth Junge (Author), 2007, Wachstum und Entwicklungsprobleme von Städten in der Dritten Welt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87292
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