Diese Arbeit befaßt sich mit der Relevanz der beruflichen Rehabilitation für psychisch kranke und behinderte Menschen. Um zu analysieren, ob sich die Relevanz der Erwerbstätigkeit aus einem generellen Grundbedürfnis des Menschen nach Arbeit ableiten läßt, und somit zu der Forderung nach einem „Recht auf Arbeit“, insbesondere für den betreffenden Personenkreis, führt, oder ob die „Arbeit“ lediglich als Therapieform für psychisch kranke und behinderte Menschen zu werten ist, werden zunächst die Auswirkungen der Arbeitslosigkeit bei der Allgemeinbevölkerung aus sozialmedizinischer Blickrichtung untersucht.
Vorausgesetzt, daß die Situation der Arbeitslosigkeit für den Bevölkerungsdurchschnitt eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes zur Folge hat, so muß, nach einer Ursachenanalyse, seitens der sozialpolitisch Verantwortlichen mit entsprechenden Interventionsmaßnahmen reagiert werden. In den Kapiteln 2 und 3 wird diese Fragestellung erörtert. (Die Hausarbeit der Verfasserin - „Die Relevanz beruflicher Tätigkeit aus sozialmedizinischer Sicht“, 20.11.1998, S. 6-60 – wurde vollständig als Zitat verwandt.)
Wenn sich aber die Arbeitslosigkeit auf die Gesundheit der Allgemeinbevölkerung destabilisierend auswirkt, dann ist zu erwarten, daß sich die Krankheitssymptome bei psychisch kranken und behinderten Menschen, die arbeitslos werden oder wegen einer im Lebensverlauf früh eingetretenen chronischen Erkrankung überhaupt noch nicht in das Erwerbsleben integriert waren, verstärken beziehungsweise häufen. Die Tatsache, daß dieser Personenkreis zur Risikogruppe für Arbeitslosigkeit gehört, erhöht die Wahrscheinlichkeit für die Entstehung eines Teufelskreises, der dann unweigerlich in der gesellschaftlichen Isolation endet. Das Kapitel 4 befaßt sich mit dieser Thematik.
Inhaltsverzeichnis
0. Vorwort
1. Einleitung
2. Die Relevanz der beruflichen Tätigkeit für die Allgemeinbevölkerung
2.1 Die Rolle der Arbeit in der Geschichte
2.2 Gesellschaftliche und (welt)wirtschaftliche Ursachen für Arbeitslosigkeit
2.3 Die Konsequenzen der Geschichte für heutige Werte und Normen
2.4 Risikofaktoren für Arbeitslosigkeit
2.4.1 Das Alter
2.4.2 Das Geschlecht
2.4.3 Die berufliche Qualifikation
2.4.4 Krankheit
2.4.5 Resümee
2.5 Auswirkungen der Arbeitslosigkeit für die Betroffenen
2.5.1 Langzeitarbeitslosigkeit als Teufelskreis
2.5.2 Die finanzielle Situation in der Arbeitslosigkeit
2.5.3 Sozialer Status und Selbstwert
2.5.4 Soziale Kontakte
2.5.5 Auswirkungen auf die Familie
2.5.6. Auswirkungen auf den Gesundheitszustand
2.5.6.1 Objektive Daten zum Gesundheitszustand
2.5.6.2 Angaben zum subjektiven Gesundheitszustand
2.5.6.3 Daten zur Bestimmung potentieller Gesundheitsgefährdung
2.5.6.3.1 Ergebnisse der Blutdruckmessungen
2.5.6.3.2 Ergebnisse der Body – Mass – Index - Messungen
2.5.6.3.3 Untersuchungen zu Cholesterinwerten
2.5.6.3.4 Inanspruchnahme ärztlicher Leistungen
2.5.6.3.5 Untersuchungen zu Ernährungs – und Rauchgewohnheiten
2.5.6.4 Beurteilung der Forschungsergebnisse
2.5.6.5 Auswirkungen auf den psychischen Gesundheitszustand
2.5.6.5.1 Arbeitslosigkeit als traumatische Erfahrung
2.5.6.5.2 Abnorme Erlebnisreaktionen nach dem Verlust des Arbeitsplatzes
2.5.6.5.3 Arbeitslosigkeit als Streßsituation
2.5.6.5.4 Die erlernte Hilflosigkeit
2.5.6.5.5 Soziokulturelle Erklärung psychischer Störungen bei Arbeitslosen
2.5.6.5.6 Resümee
2.5.6.6 Auswirkungen auf den physischen Gesundheitszustand
2.5.6.6.1 Somatoforme Störungen
2.5.6.6.2 Psychophysiologische Störungen
2.5.6.6.2.1 Das Fehlregulationsmodell
2.5.6.6.2.2 Das Streß - Modell
2.5.6.6.2.3 Psychoneuroimmunologisches Modell
2.5.6.6.2.4 Resümee
2.6 Resümee der vorgestellten Modelle für Ursachen und Auswirkungen
3. Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und Prävention
3.1 Verschiedene arbeitsmarktpolitische Maßnahmen
3.2 Prävention im Vorfeld einer Kündigung
3.3 Prävention während der Arbeitslosigkeit
3.4 Unemployment – Management als Aggregat gesundheitsrelevanter Dienstleister
3.5 Resümee
4. Die Relevanz der beruflichen Eingliederung in das Arbeits- und Berufsleben für psychisch kranke Menschen
4.1 Chronisch psychische Erkrankungen als Risikomerkmal für Arbeitslosigkeit
4.1.1 Mangelnde berufliche Qualifikation
4.1.2 Diskontinuität beruflicher Tätigkeit
4.1.3 Anerkannte Schwerbehinderung
4.1.4 Niedriges Alter
4.1.5 Männliches Geschlecht
4.1.6 Der Familienstand
4.1.7 Chronischer Krankheitsverlauf
4.1.8 Fehlende Kontakt – und Unterstützungsmöglichkeiten
4.1.9 Individuelle psychologische Determinanten
4.2 Folgen beruflicher Desintegrationsprozesse in Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen und Behinderungen
4.2.1 Das tägliche Training der sozialen Kompetenz bzw. sozioemotionalen Fähigkeiten
4.2.2 Das tägliche Training instrumenteller und intellektueller Fertigkeiten bzw. Fähigkeiten
4.2.3 Der soziale Status
4.2.4 Das Selbstwertgefühl
4.2.5 Die Tagesstrukturierung
4.2.6 Die finanzielle Unabhängigkeit
4.2.6.1 Die finanzielle Situation der EmpfängerInnen von Arbeitslosengeld bzw. Arbeitslosenhilfe
4.2.6.2 Die finanzielle Situation der EmpfängerInnen von Erwerbsminderungsrente
4.2.6.3 Die finanzielle Situation der Leistungsberechtigten von Sozialhilfe
4.3 Resümee
5. Gesetzliche Grundlagen der beruflichen Rehabilitation psychisch Kranker und Behinderter
5.1 Die Systematik der Gesetze zur beruflichen Rehabilitation Behinderter
5.1.1 Das RehaAnglG zur Anpassung der Leistungen
5.1.2 Die Zuständigkeiten der Träger der beruflichen Rehabilitation
6. Gesetzliche Leistungen nach den Besonderen Teilen des SGB
6.1 Leistungen an Behinderte
6.1.1 Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung nach SGB VII
6.1.1.1 Aufgaben der Unfallversicherung
6.1.1.2 Der anspruchsberechtigter Personenkreis
6.1.1.3 Die Anspruchsvoraussetzungen
6.1.1.4 Leistungen zur beruflichen Rehabilitation
6.1.1.5 Leistungen zur sozialen Rehabilitation und ergänzende Leistungen
6.1.1.6 Das Übergangsgeld
6.1.2 Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung nach SGB V
6.1.3 Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung nach SGB VI
6.1.3.1 Der anspruchsberechtigte Personenkreis
6.1.3.2 Die Anspruchsvoraussetzungen
6.1.3.3 Das Leistungsspektrum der Rentenversicherung nach SGB VI
6.1.3.3.1 Medizinische Leistungen
6.1.3.3.2 Berufsfördernde Leistungen (§ 16 SGB VI)
6.1.3.3.3 Leistungen zum Auswahlverfahren
6.1.3.3.4 Das Übergangsgeld
6.1.4 Leistungen der Bundesanstalt für Arbeit nach SGB III
6.1.4.1 Der anspruchsberechtigte Personenkreis
6.1.4.2 Anspruchsvoraussetzungen
6.1.4.3 Leistungen zum Auswahlverfahren
6.1.4.4 Leistungen zur beruflichen Rehabilitation
6.1.4.4.1 Die allgemeinen Leistungen nach § 100 SGB III
6.1.4.4.2 Die besonderen Leistungen nach § 103 SGB III
6.1.5 Leistungen der Hauptfürsorgestelle nach SchwbG
6.1.6 Leistungen der Sozialhilfeträger nach dem Bundessozialhilfegesetz (BSHG)
6.1.6.1 Der anspruchsberechtigte Personenkreis
6.1.6.2 Aufgaben und Ziele der Eingliederungshilfe
6.1.6.3 Anspruchsvoraussetzungen
6.1.6.4 Leistungen zur beruflichen Rehabilitation
6.1.7 Die Sozialversicherung Behinderter
6.2 Leistungen an ArbeitgeberInnen
6.2.1 Leistungen der Unfallversicherung nach SGB VII
6.2.2 Leistungen der Rentenversicherung nach SGB VI
6.2.3 Leistungen der Bundesanstalt für Arbeit nach SGB III
6.2.3.1 Leistungen zur beruflichen Eingliederung von ArbeitnehmerInnen nach SGB III
6.2.3.2 Leistungen zur beruflichen Eingliederung Behinderter nach SGB III
6.2.4 Leistungen der Hauptfürsorgestelle nach dem Schwerbehindertengesetz
6.2.5 Modellförderung für Integrationsfachdienste und Integrationsfirmen
7. Die Einrichtungen zur beruflichen Rehabilitation Behinderter
7.1 Berufsbildungswerke
7.2 Berufsförderungswerke
7.3 Das Berufliche Trainingszentrum
7.4 Rehabilitationseinrichtungen für psychisch Kranke (RPK)
7.5 Übergangseinrichtungen für psychisch Kranke und Behinderte
7.6 Die Werkstatt für Behinderte (WfB)
8. Reiserouten durch das „Reha – Land“
8.1 Versorgungslücken im Bereich der beruflichen Rehabilitation
8.2 Arbeit neu definieren
9. Die Relevanz des 3. Arbeitsmarktes für die berufliche Rehabilitation psychisch behinderter Menschen
9.1 Die besonderen Betriebe des 3. Arbeitsmarktes als potente Alternative bei der beruflichen Reintegration psychisch Behinderter
9.2 ArbeitgeberInnen mit psychiatrischer Fachkompetenz
9.3 Die volkswirtschaftliche Relevanz des 3. Arbeitsmarktes
9.4 Folgerungen und Forderungen
10. Die Möglichkeiten einer beruflichen Tätigkeit auf dem 3. Arbeitsmarkt
10.1 Charakteristika der verschiedenen Betriebsmodelle
10.1.1 Die Integrationsfirma
10.1.2 Die Zuverdienstfirma
10.1.3 Die Übergangsfirma
10.1.4 Die Geschützte Abteilung
10.1.5 Der technische Sozialbetrieb
10.1.6 Der soziale Betrieb
10.1.7 Die Leiharbeitsfirma
10.2 Fazit und Visionen
11. Resümee
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die Relevanz der beruflichen Rehabilitation für psychisch kranke und behinderte Menschen, die aufgrund ihrer gesundheitlichen Einschränkungen und gesellschaftlicher Selektionsmechanismen besonders von Arbeitslosigkeit und gesellschaftlicher Isolation bedroht sind. Die Forschungsarbeit analysiert die Auswirkungen von Arbeitslosigkeit auf die Gesundheit der Allgemeinbevölkerung und auf psychisch kranke Menschen, prüft die bestehenden gesetzlichen Rahmenbedingungen zur beruflichen Eingliederung und evaluiert die Bedeutung besonderer Integrationsbetriebe als Alternative auf dem 3. Arbeitsmarkt.
- Sozialmedizinische Auswirkungen von Arbeitslosigkeit auf psychische und physische Gesundheit
- Risikofaktoren und Selektionsmechanismen auf dem Arbeitsmarkt
- Analyse gesetzlicher Grundlagen zur beruflichen Rehabilitation (SGB, BSHG)
- Potenziale und Herausforderungen von Integrationsbetrieben und dem 3. Arbeitsmarkt
- Entwicklungsvorschläge für ein integriertes "Unemployment-Management"
Auszug aus dem Buch
2.5.6.5.3 Arbeitslosigkeit als Streßsituation
Die Situation der Arbeitslosigkeit erzeugt insofern Streß, als sie von der Person als Bedrohung angesehen wird. Und eine gewisse Bedrohung empfinden wir immer dann, „(...) wenn wir mit Forderungen oder Anlässen konfrontiert sind, die uns irgendeine Änderung abverlangen“ (COMER, 1995, 192). Comer zählt die Arbeitslosigkeit zu den persönlichen Stressoren, belastende Ereignisse oder life - events, die viele Menschen in ihrem Leben einmal treffen. Dörner schreibt dazu, daß man vor einer Depression zu 10 bis 40 Prozent „(...) typische, meist belastende psychosoziale Situationen oder Ereignisse (...)“ findet (DÖRNER, 1996, 233). Außerdem nennt er Brown und Wing, die in einem Vergleich von depressiven und nicht – depressiven Menschen, bei erstgenannten wesentlich mehr Ereignisse vor einer Depression zählen konnten (vgl.: DÖRNER, 1996, 234). Holmes und Rahe haben die Belastungsstärke der verschiedenen Lebensereignisse in eine Rangfolge gestellt. Auf dieser Belastungsskala figuriert die Entlassung unter 43 Streßsituationen an 8. Stelle (vgl.: DÖRNER, 1996, 411). Wenn der Streß nicht konstruktiv abgebaut und die Ausrichtung auf neue Handlungsweisen gerichtet werden kann, ist es möglich, daß die Person, je nach Situation, eine Entwurzelungs -, Berentungs - oder Entlastungsdepression ausbildet (vgl.: DÖRNER, 1996, 233). Physiologisch läßt sich der Zusammenhang von Streß und Depression mit der erhöhten Ausschüttung von Katecholaminen erklären, die auf den Serotoninstoffwechsel einwirken und somit eine Depression verursachen können (vgl.: WALLER, 1993, 23).
Neben der Primärbewertung, in der die Situation möglicherweise als bedrohlich interpretiert wird, ist die Sekundärbewertung von großer Relevanz. Hierbei werden die eigenen Ressourcen und ihre Einsatzmöglichkeit beurteilt. Menschen, die das Gefühl haben, über ausreichende Ressourcen zu verfügen und diese erfolgversprechend einsetzen zu können, reagieren eher konstruktiv auf Stressoren (vgl.: COMER, 1995, 193).
Das kumulative Trauma, wie oben beschrieben, kann auch als Stressor bezeichnet werden, jedoch nicht umgekehrt. Streß bedeutet eine Vielzahl von Belastungen, das Trauma bezieht sich auf die Qualität der Erfahrung.
Zusammenfassung der Kapitel
0. Vorwort: Die Autorin erläutert ihre persönliche Motivation für das Thema, ausgehend von eigenen Praktikumserfahrungen und der Beobachtung der gesellschaftlichen Isolation psychisch behinderter Menschen.
1. Einleitung: Hier wird der theoretische Rahmen abgesteckt und der Fokus der Arbeit auf die sozialmedizinische Bedeutung von Arbeit sowie die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Rehabilitation psychisch behinderter Menschen gelegt.
2. Die Relevanz der beruflichen Tätigkeit für die Allgemeinbevölkerung: Dieses Kapitel analysiert die historische und gesellschaftliche Bedeutung von Arbeit und untersucht die gesundheitlichen Folgen von Arbeitslosigkeit auf sozialmedizinischer Basis.
3. Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und Prävention: Es werden arbeitsmarktpolitische Instrumente diskutiert und die Notwendigkeit präventiver Ansätze sowie eines koordinierten "Unemployment-Managements" hervorgehoben.
4. Die Relevanz der beruflichen Eingliederung in das Arbeits- und Berufsleben für psychisch kranke Menschen: Das Kapitel behandelt chronische psychische Erkrankungen als Risikofaktor und beschreibt die negativen Folgen beruflicher Desintegrationsprozesse für Betroffene.
5. Gesetzliche Grundlagen der beruflichen Rehabilitation psychisch Kranker und Behinderter: Hier erfolgt eine systematische Darstellung der Gesetzeslage und der Zuständigkeiten verschiedener Rehabilitationsträger.
6. Gesetzliche Leistungen nach den Besonderen Teilen des SGB: Eine detaillierte Aufschlüsselung der Leistungsansprüche von Behinderten und Arbeitgebern gegenüber Unfall-, Kranken-, Rentenversicherung, Bundesanstalt für Arbeit und Sozialhilfeträgern.
7. Die Einrichtungen zur beruflichen Rehabilitation Behinderter: Ein Überblick über verschiedene spezialisierte Rehabilitationseinrichtungen wie Berufsbildungswerke, RPK-Einrichtungen und Werkstätten für Behinderte (WfB).
8. Reiserouten durch das „Reha – Land“: Dieses Kapitel thematisiert Versorgungslücken in der beruflichen Rehabilitation und plädiert für eine neue Definition von Arbeit als therapeutisches Element.
9. Die Relevanz des 3. Arbeitsmarktes für die berufliche Rehabilitation psychisch behinderter Menschen: Es wird die besondere Rolle von Integrationsbetrieben und die volkswirtschaftliche Bedeutung des 3. Arbeitsmarktes erläutert.
10. Die Möglichkeiten einer beruflichen Tätigkeit auf dem 3. Arbeitsmarkt: Detaillierte Beschreibung verschiedener Betriebsmodelle wie Integrationsfirma, Zuverdienstfirma, Übergangsfirma und deren Herausforderungen und Potenziale.
11. Resümee: Eine zusammenfassende Reflexion über die Bedeutung von Arbeit, die Notwendigkeit politischer Innovationen im Bereich der Rehabilitation und die Vision einer besseren beruflichen Teilhabe für psychisch behinderte Menschen.
Schlüsselwörter
Berufliche Rehabilitation, Arbeitslosigkeit, Psychische Erkrankungen, 3. Arbeitsmarkt, Integrationsfirma, Gesundheitsförderung, Sozialversicherung, Eingliederungshilfe, Chronische Erkrankung, Sozialmedizin, Arbeitstherapie, Werkstatt für Behinderte, Wiedereingliederung, Arbeitsmarktpolitik, Case-Management
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Diplomarbeit?
Die Arbeit untersucht die Bedeutung beruflicher Tätigkeit für psychisch kranke und behinderte Menschen und zeigt auf, wie diese Personengruppe trotz ihrer Benachteiligung durch gezielte Rehabilitationsmaßnahmen und alternative Beschäftigungsmodelle in den Arbeitsmarkt integriert werden kann.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf den gesundheitlichen Folgen von Arbeitslosigkeit, der Analyse der gesetzlichen Grundlagen der beruflichen Rehabilitation sowie der Evaluation spezialisierter Betriebe auf dem sogenannten 3. Arbeitsmarkt.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die Relevanz der beruflichen Teilhabe für psychisch Kranke herauszuarbeiten und politische sowie ökonomische Argumente für die Förderung von Integrationsbetrieben zu liefern, um gesellschaftliche Ausgrenzung zu verhindern.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es handelt sich um eine tiefgehende Literatur- und Rechtsanalyse unter Einbeziehung sozialmedizinischer Studien und statistischer Daten zur Arbeitsmarktsituation psychisch behinderter Menschen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden neben den Ursachen und Folgen von Arbeitslosigkeit die spezifischen gesetzlichen Ansprüche im Rahmen der Sozialgesetzbücher (SGB) analysiert sowie verschiedene spezialisierte Rehabilitationseinrichtungen und Betriebsmodelle in ihrer Struktur und Wirksamkeit dargestellt.
Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?
Berufliche Rehabilitation, Integrationsfirma, psychische Erkrankungen, Arbeitslosigkeit, 3. Arbeitsmarkt und Sozialmedizin sind die zentralen Begriffe.
Warum sind Integrationsfirmen laut der Autorin so wichtig?
Integrationsfirmen stellen eine Brücke zwischen geschützten Werkstätten und dem allgemeinen Arbeitsmarkt dar; sie bieten menschenwürdige Beschäftigungsmöglichkeiten, die an die individuelle Leistungsfähigkeit angepasst sind, und sind zudem volkswirtschaftlich vorteilhaft.
Was ist das vom Autor vorgeschlagene "Unemployment-Management"?
Es handelt sich um ein Case-Management-Modell, das als zentrale Vernetzungsstelle für verschiedene soziale Dienstleister fungiert, um arbeitslose Menschen individuell durch den Rehabilitationsprozess zu begleiten und so deren Lebensqualität und Beschäftigungschancen nachhaltig zu verbessern.
- Quote paper
- Nicola Pantelias (Author), 1999, "Und immer enger wird Dein Kreis" - Relevanz und Möglichkeiten der beruflichen Rehabilitation für arbeitslose psychisch Kranke und Behinderte, insbesondere auf dem 3. Arbeitsmarkt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87334