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La Carte du Tendre und die Liebeskonzeption bei "Madame de Lafayette" von Madame de Scudéry

Titre: La Carte du Tendre und die Liebeskonzeption bei "Madame de Lafayette" von Madame de Scudéry

Dossier / Travail , 2007 , 19 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Franziska Hupe (Auteur)

Philologie française - Littérature
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Die „Carte du Tendre“ ist das wohl bekannteste Schriftstück der Madame de Scudéry. Im ersten Teil dieser Arbeit soll diese Liebesallegorie beschrieben und vorgestellt werden, um anschließend kritisch hinterfragt zu werden. Danach soll im zweiten Teil untersucht werden, inwiefern diese Karte und ihre Theorie den Roman von Madame de Lafayette „La Princesse de Clèves“ beeinflusst haben. Es sollen Parallelen aufgezeigt werden, die ein besseres Verständnis dieses Romans ermöglichen. Zum Schluss soll dann noch deutlich gemacht werden, warum die „Carte du Tendre“ und ihre Problematik auch heute noch sehr aktuell ist und einem gegenwärtigen Leser eine Gesellschaftskritik bietet, die alles andere als veraltet ist.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Teil

1. Mademoiselle de Scudéry

2. Die Entstehung der Carte du Tendre

3. Die Carte du Tendre

3.1 Tendre-sur-Inclination

3.2 Tendre-sur-Estime

3.3 Tendre-sur-Reconnaissance

3.4 Die Irrwege

4. Kritik an der Carte du Tendre

II. Teil

1. Madame de Lafayette und die Princesse de Clèves

2. Die Liebeskonzeption bei Madame Lafayette

2.1 Mme de Chartres

2.2 Monsieur de Clèves

2.3 Monsieur de Nemours

2.4 Le refus

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Liebesallegorie der "Carte du Tendre" von Mademoiselle de Scudéry und analysiert deren Einfluss auf die Darstellung der Liebe in Madame de Lafayettes Roman "La Princesse de Clèves". Ziel ist es, die Parallelen zwischen der Theorie der Karte und dem Verhalten der Romanfiguren aufzuzeigen, um das Verständnis für das Werk zu vertiefen und die Aktualität der darin geäußerten Gesellschaftskritik zu beleuchten.

  • Analyse der "Carte du Tendre" als Liebesallegorie des 17. Jahrhunderts.
  • Untersuchung der verschiedenen Wege und Stadien der Zärtlichkeit (Tendre).
  • Vergleich der theoretischen Konzepte mit dem Roman "La Princesse de Clèves".
  • Kritische Reflexion gesellschaftlicher Rollenbilder und der Bewertung von Leidenschaft.
  • Interpretation des Romanendes vor dem Hintergrund der dargelegten Liebeskonzeption.

Auszug aus dem Buch

3.3 Tendre-sur-Reconnaissance

Der Weg nach „Tendre-sur-Reconnaissance“ beginnt ebenfalls in der Stadt „Nouvelle Amitié“. Der liebende Freund, der sich auf diesen Weg wagt, muss sich im untergebenen und erwartungslosen Liebesdienst bewähren (vgl. BAADER, 248).

Als erstes führt dieser Weg nach „Complaisance“, was die aufopferungsvolle Hingabe an die Dame symbolisieren soll. Danach kommt man durch „Soumission“, was deutlich macht, dass das bestehende Gesellschaftsbild keinesfalls einfach so hingenommen wurde, sondern im Gegenteil auch gefordert wurde, dass der Mann sich seiner Frau fügen und unterordnen kann. Nach „Soumission“ kommt man durch die Orte „Petits-Soins“, „Assiduité“ und „Empressement“.

Der nächste Ort auf dem Weg ist „Grands-Services“. Um zu zeigen, dass es wirklich nur sehr wenige Menschen gibt, die hierher gelangen, ist dieser Ort der allerkleinste auf der Karte. Er soll die hingebungsvolle und unermüdliche Aufmerksamkeit symbolisieren, die ein Mann seiner Frau zukommen lassen sollte.

Danach kommt man nach „Sensibilité“, was eine unerlässliche Eigenschaft ist, um das Herz einer Frau zu rühren.

Die nächsten Orte auf dem Weg nach „Tendre-sur-Reconnaissance“ sind „Tendresse“, „Obéissance“ und letztendlich „Constante-Amitié“. Erst wenn man es geschafft hat, aus dieser neuen Bekanntschaft eine beiderseitige Freundschaft zu entwickeln, die aus einem ausgeglichenen Geben und Nehmen besteht, erreicht man „Tendre-sur-Reconnaissance“.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Vorstellung der "Carte du Tendre" als Liebesallegorie und Ankündigung der Untersuchung ihres Einflusses auf Madame de Lafayettes "La Princesse de Clèves".

1. Mademoiselle de Scudéry: Biografischer Überblick über das Leben und Wirken der Autorin Madeleine de Scudéry.

2. Die Entstehung der Carte du Tendre: Betrachtung der historischen Herkunft und der Integration der Liebesallegorie in das literarische Umfeld.

3. Die Carte du Tendre: Erläuterung des Aufbaus der Karte als Landkarte imaginärer Liebespfade.

3.1 Tendre-sur-Inclination: Beschreibung der schnellsten Route, die auf spontaner Zuneigung basiert.

3.2 Tendre-sur-Estime: Analyse des längeren Weges, der durch intellektuelle und ritterliche Tugenden führt.

3.3 Tendre-sur-Reconnaissance: Darstellung des anspruchsvollen Weges, der auf aufopferungsvollem Liebesdienst beruht.

3.4 Die Irrwege: Darstellung der Gefahren und falschen Abzweigungen auf der Karte.

4. Kritik an der Carte du Tendre: Kritische Würdigung der Karte als theoretisches Spiel und gesellschaftliches Gegenmodell.

II. Teil 1. Madame de Lafayette und die Princesse de Clèves: Kurzbiografie der Autorin und Einführung in ihren bedeutendsten Roman.

II. Teil 2. Die Liebeskonzeption bei Madame Lafayette: Theoretische Einordnung des Romans im Kontext der "Carte du Tendre".

II. Teil 2.1 Mme de Chartres: Analyse der erzieherischen Rolle der Mutter im Lichte der moralischen Auffassungen der Karte.

II. Teil 2.2 Monsieur de Clèves: Betrachtung des Ehemannes und seiner unerwiderten, aber loyalen Liebe.

II. Teil 2.3 Monsieur de Nemours: Analyse des Charmeurs als Repräsentant einer leidenschaftlichen, aber riskanten Liebe.

II. Teil 2.4 Le refus: Untersuchung der abschließenden Entscheidung der Prinzessin und deren Ablehnung leidenschaftlicher Bindungen.

3. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Modernität der Fragestellung und der moralischen Konsequenzen im Roman.

Schlüsselwörter

Carte du Tendre, Mademoiselle de Scudéry, Madame de Lafayette, La Princesse de Clèves, Liebeskonzeption, Leidenschaft, Zärtlichkeit, Tugend, Gesellschaftskritik, 17. Jahrhundert, Literaturanalyse, Liebesallegorie, Ehe, Moral, Freundschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht die Liebesvorstellungen des 17. Jahrhunderts anhand der "Carte du Tendre" und analysiert, wie diese allegorische Landkarte die psychologische Gestaltung der Liebesbeziehungen im Roman "La Princesse de Clèves" beeinflusst.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen die Konzepte der Zärtlichkeit (Tendre), die Bedeutung von Vernunft versus Leidenschaft, ritterliche Tugenden und die gesellschaftlichen Erwartungen an Frauen am französischen Hof.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, das Verhalten der Figuren im Roman durch die Theorie der "Carte du Tendre" verständlich zu machen und aufzuzeigen, warum die Protagonistin am Ende eine bewusste Absage an eine leidenschaftliche Beziehung erteilt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Vergleich zwischen einem allegorischen Textmodell (Karte) und einem narrativen Werk (Roman) zieht, ergänzt durch die Einbettung in den historischen und gesellschaftlichen Kontext des 17. Jahrhunderts.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Beschreibung der "Carte du Tendre" samt ihrer verschiedenen Wege und Abzweigungen sowie eine anschließende Übertragung dieser Konzepte auf die zentralen Figuren des Romans (Madame de Chartres, Monsieur de Clèves, Monsieur de Nemours und die Prinzessin).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie "Liebesallegorie", "Carte du Tendre", "Leidenschaft", "Tugend" und "Gesellschaftskritik" beschreiben.

Warum wird die Absage der Prinzessin an Nemours als mutig bezeichnet?

Obwohl die Entscheidung für einen modernen Leser befremdlich wirken kann, zeigt sie den Mut der Prinzessin, ihre körperlichen und emotionalen Begierden zugunsten ihrer moralischen Integrität und der Rettung ihres Seelenheils zu opfern.

Wie unterscheidet sich die "wahre Liebe" auf der Karte von der Leidenschaft?

Die wahre Liebe auf der Karte ist auf Dauerhaftigkeit, gegenseitige Wertschätzung und Tugend ausgelegt, während Leidenschaft im "Mer Dangereuse" verortet wird und als flüchtig, schmerzhaft und gefährlich für die soziale Stellung der Frau gilt.

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Résumé des informations

Titre
La Carte du Tendre und die Liebeskonzeption bei "Madame de Lafayette" von Madame de Scudéry
Université
University of Göttingen
Note
2,0
Auteur
Franziska Hupe (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
19
N° de catalogue
V87339
ISBN (ebook)
9783638064880
ISBN (Livre)
9783638952293
Langue
allemand
mots-clé
Carte Tendre Liebeskonzeption Madame Lafayette Madame Scudéry
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Franziska Hupe (Auteur), 2007, La Carte du Tendre und die Liebeskonzeption bei "Madame de Lafayette" von Madame de Scudéry, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87339
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Extrait de  19  pages
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