Hier le francais- aujourd'hui l'anglais

Frankreich als Gegenmodell zur wachsenden "Amerikanisierung" der Welt


Hausarbeit, 2006

14 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Le français dans le monde
1.1. Europa
1.2. Amerika
1.3. Indischer Ozean und Ozeanien
1.4. Afrika
1.4.1. Maghrebstaaten
1.4.2. Schwarzafrika
1.5. Globale Bedeutung des Französischen

2. Combat pour le français
2.1 La Frankophonie
2.2 Académie Française
2.3.La loi Toubon

3. Perspectives
3.1 Französisch in der Schule
3.2 Sprache im Wandel

4. Fazit

Literatur

1. Le français dans le monde

Obwohl das Französische keine der numerisch ganz großen Sprachen dieser Erde ist (Platz Neun mit 70 Millionen Muttersprachlern; vgl. Ball, 1997,4), zeigt es doch eine enorme Verbreitung. Es ist auf allen Kontinenten zu finden und ist mit 28 Ländern weltweit auf dem zweiten Platz, wenn es um den Gebrauch als offizielle Sprache oder Verkehrs- und Kultursprache geht (vgl. Ball, 1997,4).

Optimistische Schätzungen sprechen von 270 Millionen Französischsprechenden Menschen auf der Welt. Die Académie Française gab die Zahl der Frankophonen sogar mit 500 Millionen an (vgl. Erfurt, 2005,12). Diese Zahlen lassen sich dadurch erklären, dass dabei das Kriterium der Beherrschung des Französischen nicht weiter berücksichtigt wird. Oder sie schließen alle Menschen mit ein, die in ihrem Leben in irgendeiner Weise einmal Kontakt zur französischen Sprache hatten. Über die tatsächliche Verbreitung des Französischen scheinen diese Zahlen aber recht wenig auszusagen.

Allerdings weisen sie auf die Frage hin, dass es schwierig ist, festzustellen, was genau als „frankophon“ definiert wird (vgl. Erfurt, 2005,12).

So viel gilt aber als sicher: Französisch ist die Erstsprache von ca. 75 Mio. Menschen: 82 % der Einwohner Frankreichs, 23% in Kanada, 41% in Belgien, 18% in der Schweiz und 58% in Monaco sprechen als erste und oftmals auch einzige Sprache Französisch (vgl. Erfurt, 2005,13).

Dazu kommen noch weitere „Erstsprachige“ in den USA, in der Karibik, in Afrika, Asien und im pazifischen Raum.

1.1. Europa

Französisch ist die Nationalsprache der Französischen Republik und Monacos. Des Weiteren wird sie in Belgien, in Luxemburg, in der Schweiz, im Aostatal in Italien, in Andorra und auf den Normannischen Inseln Großbritanniens gesprochen (vgl. Geckeler/ Dietrich, 1997,26).

1.2. Amerika

In der kanadischen Provinz Québec lebt mit ca. 5,6 Mio. Einwohnern die größte frankophone Sprachgemeinschaft außerhalb Frankreichs. Mehr als 3 Millionen davon leben allein in der zweitgrößten frankophonen Stadt Montréal. Französisch teilt sich hier seinen Stellenwert als offizielle Sprache mit dem Englischen.

Die Inseln Saint-Pierre und Miquelon vor Neufundland gehören zu Frankreich.

In den USA ist die Französische Sprache in den Neuengland-Staaten und Louisiana vertreten, wo sie sogar seit 1968 neben dem Englischen offiziell anerkannt ist. Insgesamt ist die Tendenz der Frankophonen aber stark rückläufig (vgl. Geckeler/ Dietrich, 1997,27f).

Die starke Konkurrenz zum Englischen macht sich auch auf Haitii bemerkbar, welches seit 1804 von Frankreich unabhängig ist und als Muttersprache ein Frankokreol verwendet. Französisch ist hier allerdings, genau wie auf Martinique, Guadeloupe und Französisch Guayana Amtssprache.

1.3. Indischer Ozean und Ozeanien

Auch auf den Inseln im Indischen Ozean wird zum größten Teil ein Frankokreol gesprochen und das Französische als Amtssprache verwendet. Mit zunehmender Tendenz teilt es sich diesen Stellenwert allerdings mit anderen Sprachen, beispielsweise Komorisch (auf den Komoren), Englisch und Kreolisch (auf den Seychellen) und Tahitisch (in Französisch-Polynesien) (vgl. Geckeler/ Dietrich, 1997,28f).

1.4. Afrika

Afrika muss auf Grund der unterschiedlichen Rolle, die das Französische hier spielt in zwei große Sprachräume aufgeteilt werden.

1.4.1. Maghrebstaaten

In den Staaten Algerien, Tunesien und Marokko ist zwar das Arabische die Amtssprache, der französischen Sprache kommt allerdings eine sehr große Bedeutung als Bildungs- und internationale Verkehrsprache zu.

1.4.2. Schwarzafrika

In einigen der ehemaligen Kolonien in West- und Zentralafrika herrschen zum Teil sehr komplexe sprachliche Verhältnisse. Hier fungiert das Französische häufig sogar als einzige Amtssprache, dafür aber fast nie als Muttersprache. Es spielt hier eine sehr wichtige Rolle als Unterrichts- und Verkehrssprache (vgl. Geckeler/ Dietrich, 1997,30), ist aber zum größten Teil nur die Sprache von sozialen Eliten oder Gruppen, die einen bevorzugten Zugang auf Bildung haben.

Die sprachliche Situation stellt für die ehemaligen Kolonien ein Dilemma dar, denn während auf der einen Seite die Nutzung der Sprache eine Partizipation an der internationalen Kommunikation ermöglicht, bedeutet sie auf der anderen Seite den „wahren, weil dauerhaften Sieg Frankreichs über seine Schutzbefohlenen“ (Riesz, 2003 in Erfurt, 2005,74).

1.5. Globale Bedeutung des Französischen

Insgesamt kann man sagen, dass das Französische nach zwei Jahrhunderten, in denen es als „langue universelle“ angesehen wurde, im 20. Jahrhundert durch das Englische aus dieser Rolle verdrängt worden ist. Trotzdem genießt es nach wie vor noch ein hohes internationales Prestige. Es ist eine der offiziellen Sprachen und Arbeitssprachen der großen internationalen Organisationen wie der UNO, der NATO, der OECD, der EU oder des Europarats.

Außerdem genießt das Französische einen hohen Stellenwert als die Sprache der Diplomatie des Vatikans (vgl. Geckeler/ Dietrich, 1997,32).

2. Combat pour le français

In Frankreich, sowie besonders in Québec, macht sich zunehmend eine Angst der Einwohner bemerkbar, die den Untergang des Französischen befürchten. Die französische Sprache wird in Konkurrenz zum Englischen gesehen, dass sich überall stärker und stärker verbreitet. Hagège (2006,40) sieht dafür vor allem zwei Gründe: Zum einen ist es die steigende Entlehnung von Begriffen aus dem Englischen. Dazu gehören vor allem technische Begriffe, aber auch Alltagswörter, die in den normalen Sprachgebrauch übernommen werden. Auch in der deutschen Sprache ist dieses Phänomen bekannt und macht sich stark bemerkbar. Gerade im technischen Sektor kommen die meisten Neuheiten und Erfindungen aus den USA und auf ihrem Weg nach Europa nehmen sie meist ihre ursprünglichen Namen mit. Hinzu kommt noch, dass diese Namen international verständlich und damit sehr praktisch sind, da man mit „email“ auf der ganzen Welt versteht, was gemeint ist, nicht aber mit „elektronischer Post“.

Als weiteren und weitaus fataleren Grund sieht Hagège allerdings die Tatsache, dass die Menschen, wenn sie die Wahl zwischen zwei Sprachen haben, immer häufiger zum Englischen greifen (vgl. Hagège, 2006,40f).

Da mit einer Sprache auch immer eine Kultur und eine bestimmte Art zu denken verbunden wird, wird diese durch das Englische gleich mittransportiert. Während diese Amerikanisierung in Deutschland „in“ ist, hat man sich in Frankreich dazu entschlossen, mit Hilfe verschiedener Institutionen dagegen anzugehen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Hier le francais- aujourd'hui l'anglais
Untertitel
Frankreich als Gegenmodell zur wachsenden "Amerikanisierung" der Welt
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen
Note
2,0
Autor
Jahr
2006
Seiten
14
Katalognummer
V87342
ISBN (eBook)
9783638018838
ISBN (Buch)
9783638952316
Dateigröße
431 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hier
Arbeit zitieren
Franziska Hupe (Autor), 2006, Hier le francais- aujourd'hui l'anglais, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87342

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