Reflexionsteil über Erfahrungen und Erlebnisse beim Praktikum
3.Anwendung des studienbezogenen Wissens auf das Praktikum
Wie schon einige Male im Bericht erwähnt, war es mir zum Teil nicht möglich, mein bis dato erworbenes Wissen über Sozialforschung oder Statistik in meine Arbeit einzubringen. Dieses lag zum Teil daran, dass es für die mir gestellten Aufgaben nicht erforderlich war, zum andern aber auch daran, dass es für gewisse Aufgaben nicht ausreichte. Zum Teil bereiteten mir einfache Dinge große Schwierigkeiten. Zum Beispiel, dass man in Mexiko, ein Komma statt einem Punkt setzt um Dezimalzahlen kenntlich zu machen. Zum anderen war es einfach kulturell gegeben, dass man dem Vorgesetzten nicht widerspricht. Eine offene Kritik oder nur der Vorschlag eines anderen Lösungsweges wurde missverständlich als unhöfliche Geste oder Zuwiderhandlung gegenüber einem Vorgesetzten interpretiert. Somit war es mir nicht möglich, mich meinem Naturell entsprechend, einzubringen. Der erste Versuch selbstständig zu denken, indem ich die Vorgehensweise bei der Lösung meines ersten Arbeitsauftrages selbst wählte, wurde von meinen Vorgesetzten als der Aufgabe nicht adäquat empfunden, auch wenn diese Tatsache mir gegenüber nicht offen ausgesprochen wurde, sondern mir nur über Kollegen zu Ohren kam.
Methodische Vorgehensweisen, die wir in „Statistik I“ erlernt haben, waren insofern hilfreich, als dass sie es mir erleichterten, einen groben Plan im Kopf zu erstellen, wo ich hin will und wo ich stehe. Jedoch war meine „Methodenwahl“ in diesem Zusammenhang wohl unangebracht.
Inhaltsverzeichnis
I. Bericht über die Praktikumsstelle
1.Struktur und Funktion der Praktikumseinrichtung
2. Abteilung / Arbeitsbereich des Praktikums
3. Aufgaben / Ausgeführte Tätigkeiten
4. Arbeitsweise und Herangehensweise
5. Betreuung durch die Praktikumsstelle
II. Reflexionsteil über Erfahrungen und Erlebnisse beim Praktikum
1. Suche und meine Erwartungen an das Praktikums
2.Arbeitsgewohnheiten und Gegebenheiten in Mexiko
3.Anwendung des studienbezogenen Wissens auf das Praktikum
4.Soziale Anforderungen und soziale Kompetenzen
5.Anregungen aus dem Praktikum für das Studium
6.Auswirkungen des Praktikums auf mein Studium
7.Abschließendes Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Dieser Praktikumsbericht dokumentiert die Erfahrungen des Autors während eines achtwöchigen Praktikums am staatlichen Statistik-Institut in Toluca, Mexiko. Das primäre Ziel besteht darin, die erworbenen praktischen Einblicke in die Datenerhebung und Bevölkerungsentwicklung kritisch mit den theoretischen Inhalten des Politikwissenschaftsstudiums zu verknüpfen, um die eigene berufliche Orientierung zu schärfen.
- Strukturanalyse staatlicher statistischer Einrichtungen in Mexiko
- Praktische Anwendung von Datenanalyse-Methoden im Bereich Bildungs- und Gesundheitswesen
- Kulturelle Herausforderungen und soziale Anforderungen im interkulturellen Arbeitskontext
- Kritische Reflexion wissenschaftlicher Arbeitsweisen in der praktischen Anwendung
- Berufliche Neuorientierung durch interkulturelle Erfahrung
Auszug aus dem Buch
3.Anwendung des studienbezogenen Wissens auf das Praktikum
Wie schon einige Male im Bericht erwähnt, war es mir zum Teil nicht möglich, mein bis dato erworbenes Wissen über Sozialforschung oder Statistik in meine Arbeit einzubringen. Dieses lag zum Teil daran, dass es für die mir gestellten Aufgaben nicht erforderlich war, zum andern aber auch daran, dass es für gewisse Aufgaben nicht ausreichte. Zum Teil bereiteten mir einfache Dinge große Schwierigkeiten. Zum Beispiel, dass man in Mexiko, ein Komma statt einem Punkt setzt um Dezimalzahlen kenntlich zu machen. Zum anderen war es einfach kulturell gegeben, dass man dem Vorgesetzten nicht widerspricht. Eine offene Kritik oder nur der Vorschlag eines anderen Lösungsweges wurde missverständlich als unhöfliche Geste oder Zuwiderhandlung gegenüber einem Vorgesetzten interpretiert. Somit war es mir nicht möglich, mich meinem Naturell entsprechend einzubringen. Der erste Versuch selbstständig zu denken, indem ich die Vorgehensweise bei der Lösung meines ersten Arbeitsauftrages selbst wählte, wurde von meinen Vorgesetzten als der Aufgabe nicht adäquat empfunden, auch wenn diese Tatsache mir gegenüber nicht offen ausgesprochen wurde, sondern mir nur über Kollegen zu Ohren kam.
Methodische Vorgehensweisen, die wir in „Statistik I“ erlernt haben, waren insofern hilfreich, als dass sie es mir erleichterten, einen groben Plan im Kopf zu erstellen, wo ich hin will und wo ich stehe. Jedoch war meine „Methodenwahl“ in diesem Zusammenhang wohl unangebracht.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Bericht über die Praktikumsstelle: Beschreibung der Institution und der spezifischen Aufgaben im Bereich Sozialstatistik und Datenaufbereitung.
1.Struktur und Funktion der Praktikumseinrichtung: Vorstellung des staatlichen Instituts in Mexiko und dessen Aufgaben bei der Erstellung ökonomischer und sozialer Berichte.
2. Abteilung / Arbeitsbereich des Praktikums: Einblick in den Arbeitsbereich der Sozialstatistiken und die täglichen Aufgabenstellungen.
3. Aufgaben / Ausgeführte Tätigkeiten: Detailreiche Darstellung der Tätigkeiten in den Bereichen Bildungs- und Gesundheitsstatistik sowie Bevölkerungsentwicklung.
4. Arbeitsweise und Herangehensweise: Analyse der methodischen Vorgehensweisen und der auftretenden Diskrepanzen zwischen Theorie und Praxis.
5. Betreuung durch die Praktikumsstelle: Reflexion über die Betreuungsverhältnisse und die Kommunikation mit den Vorgesetzten.
II. Reflexionsteil über Erfahrungen und Erlebnisse beim Praktikum: Subjektive Auswertung der gewonnenen Erkenntnisse und deren Einfluss auf den weiteren Lebensweg.
1. Suche und meine Erwartungen an das Praktikums: Darlegung der Beweggründe für die Wahl eines Auslandspraktikums in Mexiko.
2.Arbeitsgewohnheiten und Gegebenheiten in Mexiko: Einblicke in die mexikanische Arbeitskultur und den sozialen Alltag.
3.Anwendung des studienbezogenen Wissens auf das Praktikum: Kritische Auseinandersetzung mit der Übertragbarkeit akademischen Wissens in die Praxis.
4.Soziale Anforderungen und soziale Kompetenzen: Erörterung der kulturell bedingten Anforderungen an soziale Kompetenzen und das berufliche Verhalten.
5.Anregungen aus dem Praktikum für das Studium: Identifikation von Lernfeldern und Anpassungsbedarf im Studium.
6.Auswirkungen des Praktikums auf mein Studium: Zusammenfassende Bewertung der praktischen Erfahrung für den weiteren Studienverlauf.
7.Abschließendes Fazit: Schlussfolgerungen hinsichtlich der zukünftigen beruflichen Ausrichtung und des wissenschaftlichen Interesses.
Schlüsselwörter
Praktikum, Mexiko, Sozialstatistik, Bevölkerungsentwicklung, Datenerhebung, Interkulturelle Kompetenz, Sozialwissenschaften, Arbeitsweise, Bildungssektor, Gesundheitswesen, Projektmanagement, Wissenschaftlichkeit, Studium, Berufsorientierung, Auslandsaufenthalt.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Praktikumsbericht grundsätzlich?
Der Bericht dokumentiert ein achtwöchiges Praktikum des Autors bei einer staatlichen Statistikbehörde in Mexiko und reflektiert die praktischen Erfahrungen im Kontext des Politikwissenschaftsstudiums.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen umfassen statistische Datenanalyse, interkulturelle Arbeitsbedingungen in Mexiko, die Übertragbarkeit universitärer Methoden in die Praxis sowie die persönliche berufliche Neuorientierung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage des Berichts?
Ziel ist es zu ergründen, ob ein statistisch orientierter Arbeitsplatz den Erwartungen des Autors entspricht und wie sich theoretisches Wissen aus dem Studium in der praktischen Arbeitswelt anwenden lässt.
Welche wissenschaftliche Methode wird für den Bericht verwendet?
Es handelt sich um einen reflexiven Praktikumsbericht, der deskriptive Methoden mit einer kritischen, selbstreflexiven Analyse der eigenen Erfahrungen im Ausland verknüpft.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Tätigkeitsbeschreibung bei der Praktikumseinrichtung, eine detaillierte Auseinandersetzung mit mexikanischen Arbeitsgewohnheiten sowie eine Reflexion über die Anwendung statistischer Fachkenntnisse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Sozialstatistik, interkulturelle Kompetenz, Datenerhebung, Mexiko, Berufsorientierung und Wissenschaftlichkeit.
Welche spezifischen Schwierigkeiten ergaben sich bei der Arbeit mit den Daten?
Der Autor berichtet von Herausforderungen wie dem Umgang mit kulturell unterschiedlichen statistischen Standards (z.B. Dezimalzeichen) sowie der Problematik, dass Vorgesetzte Daten interpretativ anpassten, was die Objektivität erschwerte.
Welche Bedeutung hat das interkulturelle Umfeld für die Arbeitsweise?
Der Autor stellt fest, dass in Mexiko hierarchische Strukturen eine strikte Vorgabe-Linie erfordern und offene Kritik als unhöflich gilt, was den direkten Transfer westeuropäischer Arbeitsmodelle einschränkte.
Wie beeinflusst dieses Praktikum den weiteren beruflichen Weg des Autors?
Durch die Erfahrung der „Entfremdung“ in der rein quantitativen Statistik wächst der Wunsch des Autors, sich stärker auf qualitative Forschung oder die Arbeit in Nichtregierungsorganisationen (NGOs) zu konzentrieren.
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- Stefan Spriestersbach (Author), 2008, Praktikum am Institut für geografische, statistische und Kataster – Informationen und Forschung des Staates Mexiko (Mexiko), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87351