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Zwischen Amt und Markt - Dritter Sektor und NPOs

Title: Zwischen Amt und Markt - Dritter Sektor und NPOs

Seminar Paper , 2007 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Markus Stuntebeck (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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Summary Excerpt Details

Dieser Ausarbeitung liegt ein Referat zugrunde, welches am 10. Mai 2007 im Rahmen
der Lehrveranstaltung „Europäische Zivilgesellschaften im Wandel“ am Fachbereich
Sozialwissenschaften der Universität Osnabrück gehalten wurde. Aufgabe
und Ziel des Vortrages war es, eine Einführung in den Bereich des Dritten Sektors
und der Nonprofit-Organisationen insbesondere in Deutschland zu geben.
Zu diesem Zweck werden zunächst in Kapitel 2 die Geschichte des Dritten Sektors
und die Anfänge seiner Erforschung kurz skizziert.
Im darauf folgenden Kapitel wird eine Definition des Dritten Sektors vorgenommen.
Dies bildet gleichzeitig den Schwerpunkt der vorliegenden Arbeit. Ausgehend von
US-amerikanischen Untersuchungen erfolgt eine Annäherung an den Begriff Dritter
Sektor. Die – aus zu erklärenden Motiven - idealtypische Annäherung an den Begriff
erfolgt durch die Gegenüberstellung des Dritten Sektors mit den anderen gesellschaftlichen
Teilbereichen Markt, Staat und Familie. Hier sollen Unterschiede aber
auch Gemeinsamkeiten dargestellt werden. Durch seine immanenten Handlungslogiken
und Funktionen soll eine präzise Definition erarbeitet und als ein Ergebnis dessen
auch die bereits im Titel dieser Arbeit vorgenommene notwendige Trennung von
Dritter Sektor und Nonprofit-Organisationen herausgestellt werden.
Genauer untersucht wird das Verhältnis von Drittem Sektor und seinen Organisationen
gegenüber dem Staat. Es soll herausgestellt werden, inwieweit die Demokratie
und ihre Akteure stabilisiert oder destabilisiert werden könnten.
In Kapitel 4 wird schließlich näher auf den Dritten Sektor in Deutschland eingegangen.
Es werden konkrete Forschungsergebnisse vorgestellt, anhand dessen sich eine
Struktur des Dritten Sektors in Deutschland zeichnen lässt. Abschließend werden zur
genaueren Charakterisierung einige Zahlen und Kennziffern aufgeführt und mit den
erarbeiteten Erkenntnissen in Verbindung gebracht.
Eine abschließende Bewertung der Ergebnisse in der Schlussbetrachtung rundet die
Arbeit ab. Die Anfänge der Erforschung des später so bezeichneten Dritten Sektors lassen sich
in den amerikanischen Sozialwissenschaften finden. Hier wurde in den 1960er und
1970er Jahren entdeckt, dass es ein drittes Prinzip der Vergesellschaftung und Ressourcenbereitstellung
neben dem Staat und dem Markt gibt. Der bereits erwähnte
Begriff des Dritten Sektors wurde schließlich 1972 von Amitai Etzioni in die Forschung
eingebracht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Geschichte des Dritten Sektors

3. Definition des Dritten Sektors

3.1 Forschungsergebnisse in den USA

3.2 Eingrenzung

3.3 Handlungslogiken

3.4 Funktionen

4. Der Dritte Sektor in Deutschland

4.1 Struktur

4.2 Zahlen zur Übersicht

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, eine grundlegende Einführung in den Dritten Sektor sowie in Nonprofit-Organisationen zu geben, wobei ein besonderer Fokus auf die Situation in Deutschland gelegt wird. Zentrale Forschungsfragen betreffen dabei die theoretische Definition und Abgrenzung des Sektors, dessen Funktionsweise innerhalb des demokratischen Systems sowie die praktische Strukturierung und Finanzierung der Organisationen in Deutschland.

  • Historische Entwicklung und Erforschung des Dritten Sektors
  • Theoretische Definition und Abgrenzung gegenüber Staat, Markt und Familie
  • Funktionen und Handlungslogiken zivilgesellschaftlicher Akteure
  • Strukturanalyse des Dritten Sektors in Deutschland
  • Rolle von ehrenamtlicher Arbeit und Finanzierungsstrukturen

Auszug aus dem Buch

3.3 Handlungslogiken

Jedem Sektor unterliegen bestimmte Mechanismen, die seine Entwicklung vorantreiben und seine Existenz sicherstellen: die Handlungslogiken. Für den Sektor Staat sind dies Hierarchie und Macht und für den Sektor Markt Wettbewerb und Tausch. Doch welche Handlungslogiken liegen dem Dritten Sektor zugrunde? Sind die für die Bereiche Staat und Markt genannten Logiken noch als rational und frei von Emotion zusammenzufassen, so ändert sich das im Dritten Sektor. Hier bilden Solidarität und Sinn die Philosophie. „Ohne kontinuierlichen Zufluss der Ressourcen ,Solidarität‘ und ‚Sinn‘ sind Dritte-Sektor-Organisationen, im deutlichen Gegensatz zu marktwirtschaftlichen, aber auch staatlichen Einrichtungen, nicht überlebensfähig.“

Der Begriff Sinn kommt dabei in all seinen Ausprägungsformen zum Tragen: als sozialer Sinn, Gemeinsinn aber auch Eigensinn. Solidarität wird als altruistisch ausgeprägt definiert. Ihr kommt als Universalmotiv und -motivation zentraler Stellenwert zu. Die Ausprägungsformen der Solidarität können dabei recht unterschiedlich sein. Diese gehen über freiwillige Mitarbeit und bürgerschaftliches Engagement hin zu Geld- und Sachspenden.

Der Dritte Sektor vertritt bestimmte Werte und Ziele und fasst diese zu einer Wertgemeinschaft zusammen. Der solidarischen Unterstützung dieser Werte, also dem Sympathisieren mit dieser Wertgemeinschaft, kommt zudem ebensogroße Bedeutung zu.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert den Aufbau der Arbeit und definiert die Zielsetzung, eine Einführung in den Dritten Sektor und Nonprofit-Organisationen zu geben.

2. Die Geschichte des Dritten Sektors: Dieses Kapitel erläutert die Anfänge der Erforschung des Sektors in den USA und korrigiert dabei gängige Fehleinschätzungen bezüglich der Abhängigkeit vom Staat.

3. Definition des Dritten Sektors: Das Kapitel befasst sich mit der theoretischen Bestimmung des Sektors, seiner Abgrenzung von Markt und Staat sowie seinen spezifischen Handlungslogiken und Funktionen.

4. Der Dritte Sektor in Deutschland: Hier werden die Strukturen und statistischen Daten des deutschen Dritten Sektors untersucht und Besonderheiten, wie etwa die Rolle der Religionsgemeinschaften, hervorgehoben.

5. Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst die Erkenntnisse zur Multifunktionalität des Sektors zusammen und diskutiert Möglichkeiten zur Förderung zivilgesellschaftlichen Engagements.

Schlüsselwörter

Dritter Sektor, Nonprofit-Organisationen, Zivilgesellschaft, Sozialwissenschaften, Solidarität, Gemeinnützigkeit, Ehrenamt, Staat, Markt, Institutionenanalyse, Handlungslogik, Finanzierung, Deutschland, Partizipation, Demokratie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine Einführung in das Konzept des Dritten Sektors und die Rolle von Nonprofit-Organisationen, insbesondere im deutschen Kontext.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Themen umfassen die Geschichte des Sektors, theoretische Definitionsansätze, die Abgrenzung gegenüber anderen gesellschaftlichen Sektoren sowie eine empirische Bestandsaufnahme in Deutschland.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Ziel ist es, den Dritten Sektor als eigenständigen Bereich zu definieren und aufzuzeigen, wie seine spezifischen Handlungslogiken und Funktionen zur Stabilisierung demokratischer Gesellschaften beitragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Forschungsergebnissen, insbesondere der Daten des „Johns Hopkins Comparative Nonprofit Sector Project“.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Entstehungsgeschichte, theoretische Rahmenbedingungen, Handlungslogiken wie Solidarität und Funktionen wie die Interessenbündelung analysiert, bevor eine detaillierte strukturelle Betrachtung des deutschen Sektors erfolgt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Dritter Sektor, Nonprofit-Organisationen, Zivilgesellschaft, Ehrenamt und Solidarität.

Warum wird die Abgrenzung von Nonprofit-Organisationen in Deutschland als problematisch betrachtet?

Die Abgrenzung ist schwierig, da viele Organisationen – etwa Religionsgemeinschaften oder Genossenschaften – aufgrund historischer und steuerrechtlicher Besonderheiten in Deutschland oft anders zugeordnet werden als im internationalen Vergleich.

Welche Bedeutung kommt dem Ehrenamt laut der Arbeit zu?

Das Ehrenamt bildet eine tragende Säule des Dritten Sektors; die Arbeit betont, dass ohne dieses freiwillige Engagement die beschriebenen gesellschaftlichen Funktionen und Chancen nicht realisierbar wären.

Wie bewertet der Autor die Finanzierung des Dritten Sektors durch die öffentliche Hand?

Der Autor stellt eine hohe Abhängigkeit von staatlichen Mitteln fest und diskutiert, dass diese Finanzierung zwar Dienstleistungen ermöglicht, aber auch die Gefahr einer staatlichen Einmischung in innere Strukturen birgt.

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Details

Title
Zwischen Amt und Markt - Dritter Sektor und NPOs
College
University of Osnabrück  (Fachbereich Sozialwissenschaften)
Course
Europäische Zivilgesellschaften im Wandel
Grade
1,0
Author
Markus Stuntebeck (Author)
Publication Year
2007
Pages
17
Catalog Number
V87377
ISBN (eBook)
9783638032810
ISBN (Book)
9783638930451
Language
German
Tags
Zwischen Markt Dritter Sektor NPOs Europäische Zivilgesellschaften Wandel
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Stuntebeck (Author), 2007, Zwischen Amt und Markt - Dritter Sektor und NPOs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87377
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