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Ökonomische Analyse der bilanziellen Behandlung strukturierter Produkte nach IAS 39 und IFRIC 9

Title: Ökonomische Analyse der bilanziellen Behandlung strukturierter Produkte nach IAS 39 und IFRIC 9

Diploma Thesis , 2007 , 73 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Damir Cacic (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

In den letzten Jahren bieten zahlreiche Emittenten vermehrt eine Vielzahl sogenannter
strukturierter Produkte1(hybrid (combined instruments) auf den Finanzmärkten
an, die sich in der detaillierten vertraglichen Ausgestaltung2 und insbesondere
hinsichtlich der Auszahlungsprofile unterscheiden, im Kern jedoch ein
Basisträgerinstrument (host contract) mit mindestens einem eingebetteten Derivat
(embedded derivative) beinhalten. Gründe für die deutliche Emissionszunahme3
sind vor allem darin zu sehen, dass sich Emittenten von strukturierten Produkten
günstiger refinanzieren können als über konventionelle Anleihen4. Neben niedrigeren
Monitoringkosten der Emission5 spielt die Möglichkeit von Risikotransfers
eine große Rolle, wie z.B. im Einsatz mit Kreditderivaten oder der Platzierung
von synthetischen ABS-Tranchen6. Vor allem bietet die Emission strukturierter
Produkte im Retail-Bereich ein höheres Margenpotenzial7 im Vergleich zu anderen
Retailprodukten8. Für Investoren sind strukturierte Produkte interessant, da
sich nahezu jedes Risiko-/ Ertragsprofil generieren lässt und einem Investor die
Möglichkeit gegeben wird, an Märkten teilzuhaben, „die einzelne Marktteilnehmer
aufgrund von Marktunvollkommenheiten selbst nicht schaffen können“9. Dadurch
können aufwändige Strategien durch den Kauf meist eines Wertpapiers unterbleiben10.
Hintergrund für die Regelungen zur Bilanzierung von eingebetteten
Derivaten ist es, zu verhindern, dass die allgemeinen Regeln zur erfolgswirksamen
Derivatebilanzierung mit dem beizulegenden Zeitwert umgangen werden,
indem das eingebettete Derivat in einen anderen Kontrakt implementiert wird, der nicht zum Fair-Value bilanziert wird [IAS 39.BC37; IFRIC 9.BC6]. Dieses eingebettete
Derivat ist ein wesentlicher Bestandteil eines strukturierten Produkts und
mithin derjenige Teil, der eine nahezu unendliche Komposition von strukturierten
Produkten ermöglicht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung

2 Strukturierte Produkte

2.1. Definition und Überblick über strukturierte Produkte

2.2. Komplexitätszunahme strukturierter Produkte durch Financial Engeneering

3 Bilanzierung strukturierter Produkte

3.1. Fair-Value Option

3.2. Trennungsprüfung derivativer Finanzinstrumente vom Trägerinstrument

3.2.1. Abspaltungskriterien

3.2.2. Bilanzierung bei Trennung

3.2.3. Bilanzierungsbeispiel bei Trennung eines nicht-optionalen Derivats anhand eines Index-Zertifikats

3.2.4. Bilanzierungsbeispiel bei Trennung eines optionalen Derivats anhand einer Reverse Convertible (Aktienanleihe)

3.2.5. Trennung nicht-finanzielles Trägerinstrument vom eingebetteten Derivat

3.3. Bilanzierung ohne Trennung

3.3.1. Bilanzierung ohne Trennung eines Fremdwährungsderivats vom nicht-finanziellen Basisvertrag

3.3.2. Bilanzierung ohne Trennung eines Bausparvertrags

3.4. Neubewertungspflicht nach IFRIC 9

3.4.1 Mögliche Zeitpunkte der Neubeurteilung einer Abspaltungspflicht

3.4.2. Gründe für Neubeurteilung

3.4.3. Bilanzierung bei Neubeurteilung

4. Würdigung

4.1. Ziele und qualitative Anforderungen an einen IFRS-Abschluss

4.2. Grundsätzliche Beurteilung

5. Thesenförmige Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die bilanziellen Anforderungen für strukturierte Produkte nach IAS 39 und IFRIC 9, mit dem Ziel, die Komplexität der Trennungsprüfung zwischen Trägerinstrument und eingebettetem Derivat sowie die Auswirkungen auf den IFRS-Abschluss zu untersuchen.

  • Definition und Charakterisierung strukturierter Produkte
  • Analyse der Bilanzierungsmöglichkeiten und der Fair-Value Option
  • Methodik der Trennungsprüfung bei derivativen Finanzinstrumenten
  • Umgang mit Neubeurteilungspflichten gemäß IFRIC 9
  • Würdigung der Bilanzierungsvorschriften aus Investorensicht

Auszug aus dem Buch

3.2.3. Bilanzierungsbeispiel bei Trennung eines nicht-optionalen Derivats anhand eines Index-Zertifikats

Bei einem Index-Zertifikat mit fester Laufzeit besteht das Trägerinstrument aus einem Zertifikat, dessen Wertentwicklung meistens von einem Preis-Index wie z.B. dem SMI oder dem Dow Jones Euro Stoxx 50 abhängt, und aus dem vertraglich zugesicherten Recht (nicht-optionale Komponente), an der Wertentwicklung dieses Index i.d.R. 1:1 zu partizipieren und das Zertifikat zu einem bestimmten Feststellungstag einzulösen.

Folgender Sachverhalt soll eine Bilanzierung bei Trennung verdeutlichen: ein Investor erwirbt am 01/01/x0 ein neu emittiertes Indexzertifikat mit folgender Ausstattung:

- Laufzeit fünf Jahre

- Anschaffungskosten: 100 Mio. Euro

- Rückzahlung in Abhängigkeit des Wertes des Referenzindizes

- keine Verzinsung und Einordnung des Wertpapiers in die Wertkategorie available for sale.

Der Wert des Basisvertrags (100 Mio. Euro) ist die Differenz aus den 1) Anschaffungskosten des strukturierten Produkts (100Mio. Euro) und 2) dem Fair-Value des eingebetteten nicht-optionalen Derivats (0 Mio. Euro).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemstellung: Einführung in die Thematik der strukturierten Produkte und die daraus resultierende bilanzielle Problematik der Identifikation eingebetteter Derivate.

2 Strukturierte Produkte: Definition der Produkte sowie Analyse der Komplexitätszunahme durch Financial Engineering.

3 Bilanzierung strukturierter Produkte: Detaillierte Darstellung der Fair-Value Option sowie der Trennungsprüfung zwischen Derivat und Trägerinstrument.

4. Würdigung: Kritische Auseinandersetzung mit der Intention der IFRS-Rechnungslegung und den Bilanzierungsvorschriften.

5. Thesenförmige Zusammenfassung: Kompakte Darstellung der zentralen Erkenntnisse und Ergebnisse der Arbeit.

Schlüsselwörter

Strukturierte Produkte, IAS 39, IFRIC 9, Eingebettete Derivate, Trennungsprüfung, Fair-Value Option, Trägerinstrument, Finanzinstrumente, Bilanzierung, Risikofaktoren, Neubeurteilung, IFRS, Finanzmathematik, Financial Engineering, Cash-Flow.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit der ökonomischen Analyse und der bilanziellen Behandlung von strukturierten Produkten unter Berücksichtigung der Standards IAS 39 und IFRIC 9.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Definition strukturierter Produkte, die komplexen Anforderungen an die Trennungsprüfung zwischen Basis- und Derivatkomponente sowie die Auswirkungen dieser Regelungen auf den IFRS-Abschluss.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Ziel ist es zu untersuchen, wie Emittenten und Investoren mit den komplexen Anforderungen an die Bilanzierung strukturierter Produkte umgehen können und welche Konsequenzen sich aus der Trennung bzw. der einheitlichen Bilanzierung ergeben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine systematische Analyse der entsprechenden IFRS/IAS-Standards durchgeführt, ergänzt durch anschauliche Fallbeispiele und Berechnungen, um die theoretischen Regelungen in der Praxis zu verdeutlichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Fair-Value Option, dem detaillierten Prozess der Trennungsprüfung, der Bilanzierung mit und ohne Trennung sowie der spezifischen Neubewertungspflicht nach IFRIC 9.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe strukturierte Produkte, eingebettete Derivate, IAS 39, Trennungsprüfung und Fair-Value Bilanzierung charakterisieren.

Warum ist die Identifikation eingebetteter Derivate so schwierig?

Die Schwierigkeit beruht darauf, dass das Basisinstrument ein Derivat enthalten kann, welches nicht immer offensichtlich ist, und oft eine intuitive Einschätzung erfordert, besonders bei nicht marktgängigen oder komplexen Produkten.

Welche Rolle spielt die IFRIC 9 für die Bilanzierung?

IFRIC 9 liefert klare Vorgaben, wie mit strukturierten Produkten an späteren Berichtszeitpunkten zu verfahren ist, insbesondere bei der notwendigen Neubeurteilung einer Abspaltungspflicht bei wesentlichen Vertragsänderungen.

Excerpt out of 73 pages  - scroll top

Details

Title
Ökonomische Analyse der bilanziellen Behandlung strukturierter Produkte nach IAS 39 und IFRIC 9
College
University of Hohenheim
Grade
1,7
Author
Damir Cacic (Author)
Publication Year
2007
Pages
73
Catalog Number
V87500
ISBN (eBook)
9783638010252
ISBN (Book)
9783638915229
Language
German
Tags
Analyse Behandlung Produkte IFRIC
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Damir Cacic (Author), 2007, Ökonomische Analyse der bilanziellen Behandlung strukturierter Produkte nach IAS 39 und IFRIC 9, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87500
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