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Elterliche Sorge nach Trennung und Scheidung der Eltern

Titel: Elterliche Sorge nach Trennung und Scheidung der Eltern

Seminararbeit , 2006 , 14 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Sophie Schneider (Autor:in)

Pädagogik - Familienerziehung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der Bundesrepublik wurden im Jahr 2005 knapp 201700 Ehen geschieden und 388000 Paare heirateten. Ein ungleiches Verhältnis, wenn man bedenkt, dass aus vielen Ehen Kinder hervorgehen, die ebenfalls durch die Scheidung der Eltern belastet werden. Zu bedenken sind aber auch die nichtehelichen Kinder deren Eltern sich Trennen. Hier ist wichtig, dass auch nach der Trennung oder Scheidung der Eltern, die Kinder guten Kontakt zu beiden Elternteilen haben und dies auch von beiden Eltern unterstützt wird.
In der Arbeit werde ich mich spezifisch auf die Regelungen des Sorgerechts und das Kindes-wohl beziehen sowie genauer auf die Aufgaben des Jugendamtes, im Scheidungsfall, eingehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Familie heute

3. Regelungen des Sorgerechts

4. Kindeswohl

5. Allgemeine Aufgaben des Jugendamts

5.1 Aufgaben des Jugendamts im Falle der Trennung oder Scheidung der Eltern

5.2 Familien- und Vormundschaftsgerichtshilfe

5.3 Möglichkeiten der Intervention durch das Jugendamt

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die rechtlichen und psychosozialen Rahmenbedingungen der elterlichen Sorge nach Trennung und Scheidung. Ziel ist es, die Rolle des Kindeswohls zu analysieren und aufzuzeigen, wie das Jugendamt durch Beratung und Intervention unterstützend auf die Konfliktbewältigung der Eltern einwirken kann, um die Bindung der Kinder zu beiden Elternteilen zu erhalten.

  • Rechtliche Grundlagen des Sorgerechts nach der Scheidung
  • Die Bedeutung des Kindeswohls bei elterlichen Konflikten
  • Aufgaben und Handlungsmöglichkeiten des Jugendamts
  • Die Bedeutung der Familiengerichtshilfe im Scheidungsprozess
  • Interventionsformen wie Beratung, Therapie und Mediation

Auszug aus dem Buch

3. Regelungen des Sorgerechts

Im Falle einer Scheidung verbleibt das Sorgerecht bei beiden Elternteilen. Dies geht einher mit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) vom 03.11.1982. Mit dem Urteil wurde die Regelung aus §1671 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) für nichtig erklärt, dass die gemeinsame Sorge nach der Ehescheidung ausgeschlossen sei. Die Entscheidung gründet darauf, dass auch nach der Scheidung „die Bindung des Kindes an beide Eltern“ erhalten bleiben könnte.

Das BVerfG geht davon aus, dass 1. die Familie auch nach der Scheidung als psychosozialer Verband (mit dem Kind als Bindeglied der geschiedenen Eltern) fortbesteht, 2. die gemeinsame vorrangige Verantwortung der ehelichen Eltern sich auch gerade darauf erstreckt, das Kindeswohl in der Scheidungssituation und für die Folgezeit zu wahren, 3. ein gemeinsamer Elternvorschlag vermutlich die für das Kind beste Lösung bedeutet, 4. die Erhaltung und Förderung der gefühlsmäßigen Kindesbindungen an beide Elternteile dem Kindeswohl dient, und die daraus folgende Verpflichtung des Staates gegenüber, vor Eingriffen zunächst helfend und unterstützend auf Wiederherstellung verantwortungsbewußten Elternverhaltens hinzuwirken.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigenden Scheidungszahlen in der Bundesrepublik und verdeutlicht die Notwendigkeit, den Kontakt der Kinder zu beiden Elternteilen auch nach der Trennung zu sichern.

2. Familie heute: Dieses Kapitel beschreibt den Wandel moderner Familienstrukturen hin zu kleineren Verbänden, Single-Haushalten und Patchwork-Familien und deren Auswirkungen auf die Entwicklung von Kindern.

3. Regelungen des Sorgerechts: Hier werden die rechtlichen Grundlagen erläutert, die vorsehen, dass das Sorgerecht auch nach einer Scheidung grundsätzlich bei beiden Elternteilen verbleibt, um die Bindung zum Kind zu schützen.

4. Kindeswohl: Dieses Kapitel definiert das Kindeswohl als zentrale Orientierung für gerichtliche Entscheidungen und stellt Grundsätze wie den Förderungsgrundsatz und den Kontinuitätsgrundsatz vor.

5. Allgemeine Aufgaben des Jugendamts: Das Kapitel bietet einen Überblick über die gesetzlich verankerten Leistungen der Jugendhilfe gemäß KJHG.

5.1 Aufgaben des Jugendamts im Falle der Trennung oder Scheidung der Eltern: Es wird die beratende Rolle des Jugendamtes bei der Erstellung von Elternkonzepten und der Konfliktbewältigung im Scheidungsfall detailliert.

5.2 Familien- und Vormundschaftsgerichtshilfe: Dieses Kapitel thematisiert die Unterstützung der Familien durch die Familiengerichtshilfe, um Erziehungsaufgaben wahrzunehmen und drohende Entwicklungsgefährdungen abzuwenden.

5.3 Möglichkeiten der Intervention durch das Jugendamt: Hier werden präventive und remediale Ansätze wie Beratung, Therapie und insbesondere die Mediation als Instrumente der Konfliktlösung vorgestellt.

6. Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Appell, dass Beratungsangebote weiter gestärkt werden sollten, um Trennungsfolgen für Kinder zu minimieren.

Schlüsselwörter

Elterliche Sorge, Trennung, Scheidung, Kindeswohl, Jugendamt, Sorgerecht, Familiengerichtshilfe, Mediation, Erziehung, Konfliktbewältigung, Kindeswille, Familienberatung, Gemeinsame Sorge, Elternverantwortung, Familienrecht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die rechtliche Situation und die psychosozialen Herausforderungen bei der elterlichen Sorge nach Trennung und Scheidung sowie die unterstützende Rolle des Jugendamts.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind das Sorgerecht, das Kindeswohl, moderne Familienstrukturen und die verschiedenen Interventionsangebote der Jugendhilfe bei familiären Krisen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Jugendamt durch Beratung und fachliche Unterstützung dazu beitragen kann, das Kindeswohl bei Scheidungskonflikten zu wahren und die Eltern zur Kooperation zu bewegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse aktueller familienrechtlicher Regelungen, relevanter Gesetze (KJHG, BGB) und fachwissenschaftlicher Publikationen zum Thema Elternverantwortung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung rechtlicher Rahmenbedingungen des Sorgerechts, eine Analyse des Kindeswohlbegriffs sowie eine detaillierte Betrachtung der Aufgaben und Interventionsmöglichkeiten des Jugendamts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere elterliche Sorge, Kindeswohl, Jugendamt, Mediation, Familiengerichtshilfe und Elternverantwortung.

Welche Rolle spielt das Kindeswohl bei gerichtlichen Entscheidungen?

Das Kindeswohl hat oberste Priorität. Es wird durch Grundsätze wie den Kontinuitätsgrundsatz und den Förderungsgrundsatz sowie den Kindeswillen konkretisiert, um die bestmögliche Entwicklung des Kindes sicherzustellen.

Warum ist die Mediation ein wichtiges Instrument des Jugendamtes?

Mediation hilft den Eltern, im Konfliktfall kooperativ zu kommunizieren, statt gerichtliche Konfrontationen zu suchen, wodurch langfristig belastende Streitigkeiten für die Kinder vermieden werden sollen.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Elterliche Sorge nach Trennung und Scheidung der Eltern
Hochschule
Philipps-Universität Marburg
Note
1,3
Autor
Sophie Schneider (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
14
Katalognummer
V87554
ISBN (eBook)
9783638022668
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Elterliche Sorge Trennung Scheidung Eltern
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sophie Schneider (Autor:in), 2006, Elterliche Sorge nach Trennung und Scheidung der Eltern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87554
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Leseprobe aus  14  Seiten
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