In der vorliegenden Hausarbeit geht es um Gewalt und Aggression bei Kindern und Jugendlichen.
Zunächst soll es um die Klärung der beiden Begriffe „Gewalt“ und „Aggressivität“ gehen. Immer wieder wird in den Medien auf einen Zusammenhang von gewaltverherrlichenden Computerspielen bzw. Fernsehsendungen und aggressiven bzw. gewalttätigen Verhalten von Kindern in Jugendlichen hingewiesen. Diese Diskussion bildet den Schwerpunkt dieser Arbeit.
Abschließend werde ich mögliche Präventionsmaßnahmen in (Grund-) Schulen darstellen, bzw. ein Projekt vorstellen, dass sich mit schon straffällig gewordenen Jugendlichen befasst.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Was ist Gewalt/Aggression?
2.1 Definitionen von Kindern
2.2 Ebenen der Gewalt
2.3 Gewalt als Verhältnis- Strukturebene der Gewalt
3. Theorien zu Entstehung von Aggressionen und Gewalt
3.1 Aggressionen
3.2 Gewalt- ein angeborener Trieb?
3.3 Machen Fernsehen/ Videos/ Gewaltspiele Kinder und Jugendliche gewalttätig?
3.3.1 Jugendschutzeinrichtung gegen Gewalt in den Medien
3.3.2 Keine Gewalt in den Medien: Abkommen von sieben polnischen Sendern
3.4 Unsichere Kindheit = gewalttätige Jugend?
3.5 Gefangen in einer Spirale
3.6 Werden aus Opfern Täter?
4. Gewalt an Schulen
5. Präventionen gegen gewalttätige Kinder und Jugendliche
5.1 Programme und Initiativen gegen Gewalt in der Grundschule
5.2 Programm zur schulischen Erziehung gegen Gewalt
5.3 Projekt „Boxenstop“/ Anti –Gewalttraining für Jugendliche
6. Was brauchen gewaltbereite und aggressive Kinder und Jugendliche?
7. Schlusswort
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit untersucht die Ursachen von Gewalt und Aggression bei Kindern und Jugendlichen sowie mögliche Präventionsansätze. Ein zentraler Fokus liegt auf der Analyse, ob und wie Medienkonsum das gewalttätige Verhalten beeinflusst, und welche Rolle das soziale Umfeld bei der Entstehung von Gewaltkarrieren spielt.
- Begriffliche Klärung von Gewalt und Aggression
- Einfluss von Medien auf das Aggressionspotenzial
- Familiäre und schulische Sozialisationsfaktoren
- Präventionsmaßnahmen und Anti-Gewalt-Trainings
- Bedeutung der erzieherischen Vorbildfunktion
Auszug aus dem Buch
3.3 Machen Fernsehen/ Videos/ Gewaltspiele Kinder und Jugendliche gewalttätig?
„Schulkinder sitzen bis zur 10. Klasse 15.000 Stunden in der Schule, aber 18.000 Stunden vor dem Fernseher. In der Zeit sind 1,26 Mio. Leichen zu sehen.“
Die folgende Statistik zeigt das Medienverhalten Jugendlicher 1995. Der Medienkonsum wird in Stunden pro Monat angezeigt:
- Nach B.A.T. Freizeitforschungsinstitut 1995 in: das Zeitbild (Go Future)
In diesem Punkt soll es vertiefend um den Einfluss der Medien auf Kinder und Jugendliche gehen. Werden Kinder und Jugendliche überhaupt durch Medien beeinflusst? Und wenn ja, werden dann alle gleichermaßen beeinflusst oder sind einzelne Kinder „anfälliger“?
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der Gewalt bei Kindern und Jugendlichen ein und legt den Schwerpunkt auf den Medienkonsum sowie Präventionsmaßnahmen.
2. Was ist Gewalt/Aggression?: Dieses Kapitel differenziert zwischen Gewalt als individueller Handlung und als strukturelles Verhältnis und greift kindliche Definitionsversuche auf.
3. Theorien zu Entstehung von Aggressionen und Gewalt: Es werden verschiedene Ursachen diskutiert, darunter psychologische Triebtheorien, Medieneinflüsse sowie die Auswirkungen von Sozialisationsbedingungen in Familie und Schule.
4. Gewalt an Schulen: Das Kapitel beleuchtet das Ausmaß und die Qualität von Gewalt an Schulen, differenziert nach Gewalt gegen Sachen und Personen.
5. Präventionen gegen gewalttätige Kinder und Jugendliche: Hier werden pädagogische Ansätze zur Konfliktlösung in Grundschulen sowie konkrete Anti-Gewalt-Projekte für Jugendliche vorgestellt.
6. Was brauchen gewaltbereite und aggressive Kinder und Jugendliche?: Zusammenfassend wird herausgearbeitet, dass soziale Stabilität, Vorbildfunktionen und die Vermittlung von Konfliktkompetenz essenziell für die Entwicklung sind.
7. Schlusswort: Die Verfasserin reflektiert die Bedeutung der Thematik für ihre künftige Tätigkeit als Grundschullehrerin und betont die Wichtigkeit der Zusammenarbeit mit dem Elternhaus.
Schlüsselwörter
Gewalt, Aggression, Medienkonsum, Prävention, Sozialisation, Schule, Anti-Gewalt-Training, Erziehung, Jugendkriminalität, Konfliktlösung, Familienverhältnisse, Medienpädagogik, Sozialverhalten, Streitkultur, Verhaltensstörungen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert die Entstehungsbedingungen von Gewalt und Aggression bei Kindern und Jugendlichen und prüft, wie diese präventiv angegangen werden können.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder umfassen den Einfluss von Medien auf Gewaltverhalten, familiäre und schulische Sozialisationsfaktoren sowie die Wirksamkeit von Präventionsprojekten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, ein Verständnis für Gewaltursachen zu entwickeln und konkrete pädagogische Maßnahmen vorzustellen, die Lehrkräfte in Grundschulen und bei straffällig gewordenen Jugendlichen einsetzen können.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung bestehender Studien und Präventionskonzepte aus pädagogischer und sozialwissenschaftlicher Perspektive.
Was wird im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?
Der Hauptteil analysiert, ob Medien gewalttätig machen, wie unsichere Kindheiten Gewaltkarrieren fördern und welche Methoden, wie z.B. Anti-Gewalt-Trainings, zur Intervention existieren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Gewalt, Aggression, Medienkonsum, Prävention, Sozialisation, Schule und Erziehung.
Welche Rolle spielt die Familie laut dieser Untersuchung?
Die Familie wird als primäre Sozialisationsinstanz definiert; fehlende emotionale Bindungen, Gewalt in der Familie oder soziale Instabilität werden als zentrale Auslöser für Gewaltbereitschaft identifiziert.
Warum wird im Dokument explizit auf das Projekt „Boxenstop“ eingegangen?
„Boxenstop“ dient als Praxisbeispiel für ein Anti-Gewalt-Training, das Jugendlichen durch Kompetenzzentren und erlebnisorientierte Ansätze eine Alternative zum Jugendstrafvollzug bietet.
- Quote paper
- Maike Lücht (Author), 2002, Gewalt und Aggression bei Kindern und Jugendlichen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87575