Die Arbeit beschäftigt sich mit dem ersten Dokument des Zweiten Vatikanischen Konzils, der Liturgiekonstitution 'Sacrosanctum Concilium'.
Das bereits in der 2. Sitzungsperiode verabschiedete Papier der Konzilsväter, stellte die Weichen die Liturgie zu reformieren und neu zu gestalten. Das Dokument ist einer der wichtigsten Beschlüsse des Zweiten Vatikanums das die weitreichendsten Folgen hatte, die nur möglich waren.
Die Arbeit soll die wichtigsten Beschlüsse, wie zum Beispiel die Einführung der Muttersprache, herausstellen und geschichtlich erläutern wie es dazu kam. Dazu bedient sich die Arbeit auch einem geschichtlichen Blick auf die Liturgische Bewegung des 19. Jahrhunderts und einem Sonntag vor dem Konzil.
Andere Arbeiten beschäftigen sich hauptsächlich mit 'Lumen Gentium' diese Arbeit widmet sich rein der Eucharistie.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Das 2. Vatikanische Konzil in einem kurzen Überblick
3. Die Konstitution über die Heilige Liturgie Sacrosanctum Concilium
3.1. Die Liturgische Bewegung
3.2. Wie sah ein Sonntagsgottesdienst vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil aus?
3.3. Aufbau der Konstitution
3.4. Inhalt der Konstitution
4. Fazit und Schlussbemerkungen
5. Literaturangaben
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegenden Veränderungen der Liturgiereform durch das Zweite Vatikanische Konzil, insbesondere basierend auf der Konstitution Sacrosanctum Concilium, und stellt diese dem alten tridentinischen Messritus gegenüber.
- Historische Einordnung und Einberufung des Zweiten Vatikanischen Konzils
- Die Entwicklung und Bedeutung der liturgischen Bewegung
- Analyse des Aufbaus und der inhaltlichen Neuerungen der Konstitution Sacrosanctum Concilium
- Vergleich zwischen dem vorkonziliaren Messritus und den Reformen nach 1963
- Reflektion über das "aggiornamento" und die heutige liturgische Praxis
Auszug aus dem Buch
3.1. Die Liturgische Bewegung
„Die Liturgie vor dem Konzil, wie sie jahrhundertelang als Erkennungszeichen der römisch-katholischen Kirche und damit auch als Identifikationsmöglichkeit für alle Katholiken im Verhältnis zu ihrer Kirche gefeiert wurde, ist das Ergebnis einer Liturgiereform durch Papst Pius V. im Jahre 1570 (Neuausgabe des Missale Romanum).5 „Die Liturgische Bewegung“ - ihren Ausgang nahm die Bewegung in den Mitte des 19. Jahrhunderts in den Benediktinerabteien von Solesmes und Beuron – „stellte eine innerkirchliche Erneuerungsbewegung von fundamentaler Bedeutung dar, die – and er offiziellen Liturgie der Kirche orientiert – von dem Bemühen um deren lebendigen Vollzug bemüht war. Sie wollte dem christlichen Glauben seine unverwechselbare Mitte zurückgeben und betonte die grundlegend kirchliche Gestaltung von Glauben und Leben.“6
Es wurden unter anderem Volksmessbücher – wie zum Beispiel das Schott-Messbuch – herausgegeben. Papst Pius X. nahm die Bestrebungen der Benediktiner auf und brachte die liturgische Bewegung 1903 auf einen gesamtkirchlichen Weg. Er verfasste ein Dokument, in dem auch zum ersten Mal von der „actuosa communicatio“, der tätigen Teilnahme der Gläubigen am liturgischen Leben der Kirche gesprochen wird.
Der belgische Benediktinermönch Lambert Beauduin (1873–1960) machte durch seine Rede beim belgischen Katholikentag am 23. September 1909 in Mecheln die Bewegung in Belgien und Holland bekannt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Liturgiereform ein und benennt die Zielsetzung der Arbeit sowie das zentrale Dokument Sacrosanctum Concilium.
2. Das 2. Vatikanische Konzil in einem kurzen Überblick: Dieses Kapitel skizziert die Umstände der Einberufung des Konzils durch Johannes XXIII. und den zeitlichen Verlauf der Sitzungsperioden.
3. Die Konstitution über die Heilige Liturgie Sacrosanctum Concilium: Das Kapitel erläutert die Bedeutung der Konstitution, ihre historische Vorläuferin, die Liturgische Bewegung, sowie den Aufbau und wesentliche Inhalte des Dokuments.
4. Fazit und Schlussbemerkungen: Hier wird die Wirkung der Liturgiereform resümiert und die aktuelle Position des Autors zum Motu Proprio von Benedikt XVI. dargelegt.
5. Literaturangaben: Dieses Kapitel führt die verwendeten Quellen und die Sekundärliteratur auf.
Schlüsselwörter
Liturgiereform, Zweites Vatikanisches Konzil, Sacrosanctum Concilium, Liturgische Bewegung, Tridentinischer Messritus, Actuosa participatio, Johannes XXIII., Benedikt XVI., Mess-Ordo, Volkssprache, Eucharistie, Kirchenerneuerung, Aggiornamento, Motu Proprio, Gottesdienst
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Liturgiereform, die durch das Zweite Vatikanische Konzil angestoßen und in der Konstitution Sacrosanctum Concilium festgehalten wurde.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung der Liturgie, der Bedeutung der liturgischen Bewegung, dem Vergleich zwischen alten und neuen Riten sowie der inhaltlichen Struktur der Konstitution.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist eine fundierte Darstellung der grundlegendsten Veränderungen, die das Konzil im Vergleich zum tridentinischen Messritus durch die Liturgiereform eingeführt hat.
Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?
Es handelt sich um eine theologisch-historische Aufarbeitung, die auf der Analyse offizieller Konzilsdokumente sowie relevanter kirchengeschichtlicher Fachliteratur basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in den geschichtlichen Hintergrund des Konzils und eine detaillierte Auseinandersetzung mit Sacrosanctum Concilium, inklusive einer Analyse der Neuerungen wie die Verwendung der Volkssprache und die stärkere Einbindung der Laien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Begriffe wie Liturgiereform, Sacrosanctum Concilium, Actuosa participatio und die Gegenüberstellung von altem Ritus und moderner Liturgie sind zentral.
Welche Rolle spielt die "Liturgische Bewegung" in der Argumentation des Autors?
Die liturgische Bewegung wird als essenzieller Vorläufer dargestellt, der die formalen Forderungen für eine Erneuerung der Liturgie bereits vor 1963 entwickelte und so den Weg für die Konstitution bereitete.
Wie bewertet der Autor den Einfluss von Papst Benedikt XVI. auf die heutige Liturgie?
Der Autor erkennt die Absichten des Papstes bezüglich des Motu Proprio Summorum Pontificium zwar an, zeigt sich jedoch skeptisch gegenüber einer Rückkehr zum alten Ritus, da er die Modernisierung durch das Konzil als erfolgreich ansieht.
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- Ralf Schöffmann (Author), 2008, Die Liturgiereform des 2. Vatikanischen Konzils, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87580