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Die Frage der Inklusion älterer Arbeitnehmer in das Arbeitssystem vor dem Hintergrund des Altersstrukturwandels

Ein Ländervergleich Deutschland - Großbritannien

Title: Die Frage der Inklusion älterer Arbeitnehmer in das Arbeitssystem vor dem Hintergrund des Altersstrukturwandels

Term Paper , 2007 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Birgitta Bernhardt (Author)

Social Work
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Die „Rente mit 67“, aktuell eines der Topthemen innerhalb der nationalen Medienlandschaft, bewegt und erhitzt die Gemüter der Bevölkerung über alle Schichten und Milieugrenzen hinweg. Das Spektrum der Bewertung der anstehenden Reformen reicht von „notwendiger Anpassungsmaßnahme an die demografische Entwicklung“ bis zum „Rentenklau“. Innerhalb des Lagers der Gegner der Gesetzesnovelle wird als eines der Hauptargumente die schon bereits derzeit bestehende prekäre Lage älterer Arbeitnehmer auf dem Arbeitsmarkt angeführt. Abnehmende Einstellungschancen für Ältere, mangelnde Partizipationsmöglichkeiten an Weiterbildungsange-boten, vermehrte Gefährdung bei Personalabbaumaßnahmen etc. würden schon heute Zweifel an einer Integration älterer Arbeitnehmer in das Arbeitssystem aufwerfen. Durch die Anhebung des Renteneintrittsalters werde diese Problematik nur um einige Jahre verlängert, ohne den älteren Arbeitnehmern wirkliche berufliche Perspektiven zu bieten. Die Befürworter der Anhebung des gesetzlichen Renteneintrittsalters argumentieren mit der Notwendigkeit der Anpassung an die gestiegene Lebenserwartung sowie an die Herausforderungen des Alterstrukturwandels. Die Chancen für ältere Arbeitnehmer, Anschluss an den ersten Arbeitsmarkt zu bekommen, ließen sich durch geeignete Interventionen und Reformen erheblich verbessern. Beispiele für eine gelungene Integration älterer Menschen in die Arbeitswelt fänden sich u.a. bei einem großen Teil unserer europäischen Nachbarn.
Im Folgenden wird der Frage nach der Inklusion älterer Erwerbstätiger in das Arbeitssystem nachgegangen. In diesem Zusammenhang wird zunächst die Entwicklung der Erwerbsbeteiligung älterer Menschen dargestellt: Erwerbsquoten, Rentenzugangsalter, Arbeitslosigkeit und die Partizipation an Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen sind hierbei Indikatoren für die Präsenz älterer Personen am Arbeitsmarkt. In Bezug auf diese Kriterien wird der direkte Vergleich mit Großbritannien gesucht, als europäischem Land mit einer der höchsten Erwerbsquoten älterer Menschen. Neben der Vorbildfunktion, die Großbritannien in dieser Hinsicht zukommt, hat dieses Land als Wiege der Industrialisierung auch eine gewisse historische Bedeutung in Bezug auf die Frage nach der Situation von Arbeitnehmern. Im Anschluss an die Erhebung des Problembefunds werden potenzielle volkswirtschaftlichen Konsequenzen diskutiert, die sich aus der defizitären Situation in Deutschland ergeben können. In einem weiteren Schritt werden mögliche Ursachen für die mangelnde Integration älterer Erwerbstätiger erörtert und abschließend - auch im Hinblick auf die Erfahrungen in Großbritannien - erfolgversprechende Lösungsstrategien erläutert.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Entwicklung der Erwerbsbeteiligung älterer Menschen

2.1. Die Situation am deutschen Arbeitsmarkt

2.1.1. Rentenzugangsalter

2.1.2. Erwerbsquoten älterer Menschen

2.1.3. Arbeitslosigkeit erwerbswilliger älterer Menschen

2.1.4. Partizipation an Fort- und Weiterbildungsangeboten

2.2. Die Situation am britischen Arbeitsmarkt

2.2.1. Rentenzugangsalter

2.2.2. Erwerbsqouten älterer Menschen

2.2.3. Arbeitslosigkeit erwerbswilliger älterer Menschen

2.2.4. Partizipation an Fort- und Weiterbildungsangeboten

2.3. Fazit

3. Konsequenzen einer geringen Alterserwerbstätigkeit für die Volkswirtschaft

3.1. Entgangene Wertschöpfungspotenziale

3.2. Überlastung der sozialen Sicherungssysteme

4. Integrationshemmende Faktoren für ältere Menschen am deutschen Arbeitsmarkt

4.1. Gesetzliche Rahmenbedingungen

4.2. Tarifliche Rahmenbedingungen

4.3. Negativattribuierung des Alters seitens der Arbeitgeber

5. Maßnahmen zur Förderung der Beschäftigung älterer Erwerbstätiger

5.1. Deutschland

5.1.1. Arbeitsrechtliche Reformen

5.1.2. Allgemeines Gleichstellungsgesetz (AGG)

5.2. Großbritannien

5.2.1. Staatliche Initiativen

5.2.2. Rechtliche Grundlagen

6. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Inklusion älterer Arbeitnehmer in das Arbeitssystem vor dem Hintergrund des demografischen Wandels. Dabei wird analysiert, warum die Erwerbsbeteiligung älterer Menschen in Deutschland trotz notwendiger Anpassungen im Vergleich zu Großbritannien deutlich geringer ist und welche politischen oder gesellschaftlichen Faktoren diese Entwicklung beeinflussen.

  • Vergleich der Erwerbssituation älterer Menschen in Deutschland und Großbritannien
  • Analyse volkswirtschaftlicher Konsequenzen bei mangelnder Integration Älterer
  • Identifikation von integrationshemmenden Faktoren im deutschen Arbeitsmarkt
  • Bewertung staatlicher Fördermaßnahmen zur Steigerung der Alterserwerbstätigkeit
  • Einfluss des Altersbildes auf die Einstellungspraxis von Unternehmen

Auszug aus dem Buch

4.3. Negativattribuierung des Alters seitens der Arbeitgeber

„Eine Voraussetzung für die negative Einstellung gegenüber älteren Arbeitskräften kann in einer allgemeinen Einstellung zum Alter liegen und in der Furcht, die viele davor haben, alt und gebrechlich zu werden, und davor, zu sterben.“ (s. Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin S. 61). Die Verdrängung von Altern, Endlichkeit und Gebrechlichkeit ist neben vielen anderen Lebensbereichen auch in der Arbeitswelt gegenwärtig. Mit dem fortgeschrittenen Alter sind zahlreiche Zuschreibungen verbunden, die mehr oder weniger Realgehalt aufweisen. Vielfach existieren lediglich diffuse Vorstellungen von den tatsächlichen altersspezifischen Veränderungen und Entwicklungen im Laufe des Lebens.

Überwiegend sind mit dem Altern negative Assoziationen verknüpft, die mit den von Arbeitgebern häufig geforderten Eigenschaften nicht kompatibel scheinen: Kreativität, Mobilität, Belastbarkeit und Flexibilität. Dabei wird häufig auf eine differenzierte Betrachtung der Vorgänge verzichtet, die sich im Zusammenhang mit dem menschlichen Alterungsprozess abspielen. Statt dessen werden auf Halb- und Alltagswissen basierende Vorturteile genährt, welche sich auf eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen jüngeren und älteren Arbeitnehmern deutlich negativ auswirken und mangelnde Akzeptanz sowie Ausschluss von älteren Mitarbeitern im Arbeitsleben nach sich ziehen (vgl. Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin S. 62).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die aktuelle Debatte zur „Rente mit 67“ ein und beleuchtet die prekäre Lage älterer Arbeitnehmer sowie die Zielsetzung eines Ländervergleichs mit Großbritannien.

2. Die Entwicklung der Erwerbsbeteiligung älterer Menschen: Dieses Kapitel stellt die Erwerbsquoten, Rentenzugangsalter und Weiterbildungsaktivitäten in Deutschland und Großbritannien gegenüber.

3. Konsequenzen einer geringen Alterserwerbstätigkeit für die Volkswirtschaft: Es werden die negativen ökonomischen Folgen wie entgangene Wertschöpfungspotenziale und die Überlastung der sozialen Sicherungssysteme erörtert.

4. Integrationshemmende Faktoren für ältere Menschen am deutschen Arbeitsmarkt: Das Kapitel analysiert gesetzliche und tarifliche Rahmenbedingungen sowie die psychologischen Faktoren der Negativattribuierung durch Arbeitgeber.

5. Maßnahmen zur Förderung der Beschäftigung älterer Erwerbstätiger: Die Autorin beschreibt spezifische arbeitsrechtliche Reformen, Gesetze wie das AGG sowie britische Initiativen zur Steigerung der Erwerbsbeteiligung.

6. Zusammenfassung: Abschließend werden die Ergebnisse zusammengeführt und die Anzeichen einer Trendwende in Deutschland im Vergleich zu erfolgreichen britischen Modellen diskutiert.

Schlüsselwörter

Inklusion, ältere Arbeitnehmer, Erwerbsbeteiligung, Altersstrukturwandel, Rentenzugangsalter, Arbeitsmarkt, Deutschland, Großbritannien, Arbeitslosigkeit, Weiterbildung, Diskriminierung, demografischer Wandel, Sozialsysteme, Arbeitsrecht, Integrationspolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit befasst sich mit der Herausforderung, ältere Menschen in das Arbeitssystem zu integrieren, besonders vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der Erhöhung des Renteneintrittsalters.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit behandelt die Erwerbsbeteiligung, die volkswirtschaftlichen Auswirkungen der Exklusion Älterer, die Hindernisse am Arbeitsmarkt und die politischen Lösungsansätze in Deutschland und Großbritannien.

Welches Ziel verfolgt die Autorin mit dieser Hausarbeit?

Das Ziel ist es, durch einen Ländervergleich aufzuzeigen, wie erfolgreich Großbritannien ältere Menschen in den Arbeitsmarkt integriert und welche Lehren Deutschland daraus ziehen kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine komparative Analyse, bei der Daten zu Arbeitsmarktindikatoren und rechtliche Rahmenbedingungen beider Länder gegenübergestellt werden.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil analysiert, warum die Integration Älterer in Deutschland auf strukturelle und psychologische Barrieren stößt, während Großbritannien durch aktive Maßnahmen bereits höhere Beschäftigungsquoten erzielt hat.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Inklusion, Altersdiskriminierung, demografischer Wandel, Rentenpolitik, Beschäftigungsförderung und der Vergleich zwischen Deutschland und Großbritannien.

Welche Rolle spielt die „Rente mit 67“ für die Argumentation der Autorin?

Sie dient als Ausgangspunkt der Einleitung, um den gesellschaftlichen Druck und die Notwendigkeit zu verdeutlichen, ältere Menschen aktiv am Arbeitsmarkt zu halten, statt sie in die Frühverrentung zu drängen.

Wie unterscheidet sich der britische Ansatz von dem in Deutschland?

Großbritannien setzt stärker auf liberale Marktbedingungen, Anreizprogramme wie „New Deal 50 plus“ und eine Kultur, die längerfristige Beschäftigung bis über das Rentenalter hinaus fördert.

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Details

Title
Die Frage der Inklusion älterer Arbeitnehmer in das Arbeitssystem vor dem Hintergrund des Altersstrukturwandels
Subtitle
Ein Ländervergleich Deutschland - Großbritannien
College
Catholic University of Applied Sciences Freiburg
Grade
1,0
Author
Birgitta Bernhardt (Author)
Publication Year
2007
Pages
16
Catalog Number
V87612
ISBN (eBook)
9783638031042
ISBN (Book)
9783638930536
Language
German
Tags
Frage Inklusion Arbeitnehmer Arbeitssystem Hintergrund Altersstrukturwandels
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Birgitta Bernhardt (Author), 2007, Die Frage der Inklusion älterer Arbeitnehmer in das Arbeitssystem vor dem Hintergrund des Altersstrukturwandels, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87612
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