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Liebe und Sexualität im Alter

Title: Liebe und Sexualität im Alter

Term Paper , 2004 , 20 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Birgitta Bernhardt (Author)

Social Work
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Der Bereich „Liebe und Sexualität“ ist seit Jahrtausenden untrennbar mit unserem Mensch-Sein verknüpft. Quer durch alle Gesellschaften sind Paarbeziehungen zentraler Inhalt von Geschichten, Liedern, Theaterstücken, Filmen und anderen Ausdrucksformen menschlicher Kultur. Auffällig dabei ist, dass die jeweiligen Akteure in der Regel jung, vital, gutaussehend und altersmäßig überwiegend der ersten Lebenshälfte zuzuordnen sind. Dies steht bezogen auf unseren Kulturkreis in einem objektiven Gegensatz zur demografischen Entwicklung der letzten Jahre, welche eine stetig wachsende Zahl an älteren Menschen aufweist.
Die Frage nach den Bedürfnissen dieser Personengruppe in Bezug auf emotionale Nähe und Sexualität ist Ausgangspunkt der vorliegenden Arbeit. Nach der Darstellung einiger wichtiger soziologischer Aspekte werde ich zunächst auf Faktoren eingehen, welche für langjährige Beziehungen stabilisierend bzw. beeinträchtigend wirken. Anschließend werde ich einige klassische Ereignisse in langjährigen Beziehungen beschreiben, die besonders häufig zu Krisensituationen führen können. In einem weiteren Schritt werde ich den Fokus auf den Bereich sexuelle Interessen und gelebte Erotik im Alter richten. An diesem Punkt stellt sich auch die Frage nach physiologischen Veränderungen der menschlichen Sexualität im Zusammenhang mit dem natürlichen Alterungsprozess. Des weiteren werde ich einige typische Probleme aus dem Bereich der Sexualität erläutern, die bei älteren Menschen gehäuft auftreten. Außerdem werde ich auf die Möglichkeiten eingehen, sexuelle Bedürfnisse betagter Menschen in den Pflegekontext zu integrieren. Anschließend möchte ich im Rahmen eines Exkurses die spezifische Situation homosexueller und lesbischer Menschen darstellen. Den Abschluss der Arbeit bilden Hinweise auf den möglichen Transfer des Themenbereichs in Handlungsfelder Sozialer Arbeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. . PARTNERSCHAFTEN IM HÖHEREN LEBENSALTER - BEZIEHUNGEN IM SPANNUNGSFELD ZWISCHEN GEWOHNHEIT UND NEUORIENTIERUNG

2.1. SOZIOLOGISCHE ASPEKTE

2.2. BEZIEHUNGSBEEINTRÄCHTIGENDE UND -STABILISIERENDE FAKTOREN

2.3. KLASSISCHE KRISENSITUATIONEN VON PARTNERSCHAFTEN IM HÖHEREN LEBENSALTER

2.3.1. DIE LOSLÖSUNG DER KINDER VOM ELTERNHAUS

2.3.2. DER EINTRITT IN DEN RUHESTAND

2.3.3. DIE PFLEGEBEDÜRFTIGKEIT EINES PARTNERS

3. SEXUALITÄT IM HÖHEREN LEBENSALTER

3.1. DIE BEDEUTUNG VON EROTIK UND SEXUALITÄT FÜR DEN MENSCHEN

3.2. SEXUELLE INTERESSEN UND GELEBTE EROTIK IM ALTER - NACH WIE VOR EIN TABU-THEMA?

3.3. PHYSIOLOGISCHE VERÄNDERUNGEN DER SEXUALITÄT IN BEZUG AUF DEN ALTERUNGSPROZESS

3.3.1. VERÄNDERUNGEN DER SEXUALORGANE BEI FRAUEN

3.3.2. VERÄNDERUNGEN DER SEXUALORGANE BEI MÄNNERN

3.3.3. SEXUELLES INTERESSE UND AKTIVITÄT

3.3.4. RESSOURCEN UND CHANCEN DER VERÄNDERUNGEN VON SEXUALITÄT IM HÖHEREN LEBENSALTER

3.4. POTENTIELLE SCHWIERIGKEITEN ÄLTERER MENSCHEN IM ZUSAMMENHANG MIT SEXUALITÄT

3.4.1. FRAUENSPEZIFISCHE PROBLEME

3.4.2. MÄNNERSPEZIFISCHE PROBLEME

3.4.3. PROBLEME BEIDER GESCHLECHTER

4. DIE SEXUALITÄT BETAGTER MENSCHEN IM INSTITUTIONALISIERTEN PFLEGEKONTEXT

5. EXKURS: DIE SPEZIFISCHE SITUATION ÄLTERER HOMOSEXUELLER UND LESBISCHER MENSCHEN

6. HANDLUNGSFELDER SOZIALER ARBEIT IN BEZUG AUF LIEBE UND SEXUALITÄT IM ALTER

7. SCHLUSSGEDANKEN

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Hausarbeit untersucht die Bedürfnisse älterer Menschen im Bereich emotionaler Nähe und Sexualität unter Berücksichtigung soziologischer Aspekte, physiologischer Veränderungen und institutioneller Herausforderungen in der Pflege, um Ansätze für die Soziale Arbeit abzuleiten.

  • Beziehungsdynamiken in langjährigen Partnerschaften im Alter.
  • Physiologische Veränderungen und deren Auswirkungen auf das sexuelle Erleben.
  • Herausforderungen der Sexualität im institutionalisierten Pflegekontext.
  • Spezifische Situation älterer homosexueller und lesbischer Menschen.
  • Transfermöglichkeiten in die Handlungsfelder der Sozialen Arbeit.

Auszug aus dem Buch

3.3.4. Ressourcen und Chancen der Veränderungen von Sexualität im höheren Lebensalter

Diese Annäherung der sexuellen Reaktionszeiten beider Geschlechter kann ein deutlicher Gewinn für die Sexualität im Alter bedeuten. Viele jüngere Paare leiden unter dem Problem , dass der Orgasmus beim Mann häufig wesentlich früher erfolgt als bei seiner Partnerin. So kann es durchaus sein, dass eine Frau erst in höherem Alter zum ersten Mal einen Orgasmus erlebt.

Eine weiterer Vorteil im Sexualleben älterer Frauen ist das Wegfallen der Angst vor einer ungewollten Schwangerschaft. Nach den Wechseljahren ist es mit dem Ende der Fruchtbarkeit möglich, Sexualität ohne die manchmal als lästig empfundene Empfängnisverhütung zu genießen. Selbstverständlich ist dies im Zeitalter von AIDS nur in einer zuverlässig monogamen Beziehung ratsam.

Manche Frauen erleben auch das Ausbleiben der Periode und den damit verbundenen unangenehmen Begleiterscheinungen wie Bauchschmerzen, Migräne, depressive Verstimmungen etc. als positive Veränderung für sich und ihre Sexualität.

Ein interessanter Aspekt ist das Ergebnis einer Studie, dass Frauen über 50 Jahren unter fünf von sechs untersuchten sexuellen Funktionsstörungen seltener litten als ihre jüngeren Geschlechtsgenossinnen (vgl. Sydow 88).

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Arbeit führt in die Relevanz des Themas ein, beleuchtet die demografische Entwicklung und definiert die Forschungsfrage nach den Bedürfnissen älterer Menschen in Bezug auf Nähe und Sexualität.

2. . PARTNERSCHAFTEN IM HÖHEREN LEBENSALTER - BEZIEHUNGEN IM SPANNUNGSFELD ZWISCHEN GEWOHNHEIT UND NEUORIENTIERUNG: Das Kapitel analysiert soziologische Aspekte und spezifische Krisensituationen in langjährigen Beziehungen wie das Verlassen des Hauses durch die Kinder oder den Eintritt in den Ruhestand.

3. SEXUALITÄT IM HÖHEREN LEBENSALTER: Es werden die physiologischen Veränderungen des Alterungsprozesses, das sexuelle Interesse sowie geschlechtsspezifische Schwierigkeiten und Chancen erörtert.

4. DIE SEXUALITÄT BETAGTER MENSCHEN IM INSTITUTIONALISIERTEN PFLEGEKONTEXT: Hier werden die Hürden beim Ausleben von Sexualität in stationären Pflegeeinrichtungen sowie die Rolle des Personals thematisiert.

5. EXKURS: DIE SPEZIFISCHE SITUATION ÄLTERER HOMOSEXUELLER UND LESBISCHER MENSCHEN: Der Exkurs beleuchtet die besonderen Herausforderungen wie soziale Isolation und mangelnde Toleranz in Institutionen für diese Zielgruppe.

6. HANDLUNGSFELDER SOZIALER ARBEIT IN BEZUG AUF LIEBE UND SEXUALITÄT IM ALTER: Das Kapitel zeigt Möglichkeiten für die Soziale Arbeit auf, durch Enttabuisierung und Beratung auf die Bedürfnisse älterer Menschen einzugehen.

7. SCHLUSSGEDANKEN: Die Autorin reflektiert ihre Arbeit und plädiert für eine zukünftige stärkere Berücksichtigung der Sexualität als elementaren Bestandteil eines erfüllten Alterns.

Schlüsselwörter

Liebe, Sexualität, Alter, Partnerschaft, Soziale Arbeit, Pflegekontext, Physiologie, Intimität, Tabuisierung, Homosexualität, Lebensabend, Erotik, Beziehungsdynamik, Alterssexualität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Hausarbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den vielfältigen Aspekten von Liebe, Partnerschaft und Sexualität bei älteren Menschen unter Berücksichtigung soziologischer und physiologischer Rahmenbedingungen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten zählen langjährige Partnerschaften, der Alterungsprozess, die Sexualität im Pflegeheim sowie die spezifische Lebenslage älterer homosexueller und lesbischer Menschen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, auf die Bedürfnisse älterer Menschen nach emotionaler Nähe und Sexualität aufmerksam zu machen und Ansatzpunkte für die Soziale Arbeit zu liefern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die verschiedene soziologische, psychologische und medizinische Studien zum Thema zusammenführt und auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Paarbeziehungen, die physiologischen und sexuellen Veränderungen im Alter sowie die Problematik und Gestaltung von Sexualität in Pflegeeinrichtungen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Alterssexualität, Enttabuisierung, Beziehungsarbeit, Pflegekontext und Lebensqualität definieren.

Wie unterscheidet sich die Situation älterer Frauen von der der Männer im Ruhestand?

Frauen verfügen oft über breitere soziale Netzwerke und sind besser an die Hausarbeit angepasst, während Männer stärker mit dem Verlust des Berufsstatus und Identitätsproblemen kämpfen.

Welche Rolle spielt die Institutionalisierung für die Sexualität alter Menschen?

Pflegeheime stellen oft hohe Barrieren dar, etwa durch fehlende Privatsphäre, mangelnde Rückzugsmöglichkeiten und Vorurteile des Personals gegenüber erotischen Bedürfnissen der Bewohner.

Warum ist das Thema "Sexualität im Alter" für die Soziale Arbeit relevant?

Da Sexualität ein menschliches Grundbedürfnis ist, ist die Enttabuisierung dieses Themas eine wichtige Aufgabe für Fachkräfte, um ein selbstbestimmtes Leben bis ins hohe Alter zu fördern.

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Details

Title
Liebe und Sexualität im Alter
College
Catholic University of Applied Sciences Freiburg
Grade
1,0
Author
Birgitta Bernhardt (Author)
Publication Year
2004
Pages
20
Catalog Number
V87618
ISBN (eBook)
9783638012775
ISBN (Book)
9783638916820
Language
German
Tags
Liebe Sexualität Alter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Birgitta Bernhardt (Author), 2004, Liebe und Sexualität im Alter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87618
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