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Gespräche mit Sterbenden

Título: Gespräche mit Sterbenden

Trabajo de Seminario , 2004 , 11 Páginas

Autor:in: Birgitta Bernhardt (Autor)

Trabajo social
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Es gibt wahrscheinlich nur wenige Themen, die bei den meisten Menschen so viele Ängste und Abwehrreaktionen hervorrufen wie der Themenbereich Tod und Sterben. Das Bewusstsein, jeden Tag unaufhaltsam ein Stück näher auf das eigene physische Ende zuzugehen, verbunden mit der Unwissenheit und Unsicherheit über die körperlichen, seelischen und spirituellen Vorgänge während des Sterbeprozesses lassen viele Menschen eine Auseinandersetzung mit dieser Thematik vermeiden.
Die zunehmenden Distanzierungstendenzen in Bezug auf Religion und Kirche erschweren das eher im religiösen Kontext zu sehende, natürliche Verständnis von Tod und Sterben, welches frühere Generationen geprägt hat oder auch heute noch in manchen Kulturkreisen zu finden ist.
Waren früher z.B. die Spendung der Krankensalbung oder das Gebet von Ordensschwestern mit Patienten aus den vorwiegend kirchlichen Krankenhäusern und Pflegeheimen nicht wegzudenken, sind mit der Säkularisierung dieser Einrichtungen nicht nur die religiösen Zeichen und Symbole verschwunden, sondern auch zunehmend die gesamte spirituelle Dimension von Krankheit und Tod.
Diese Tabuisierung des Sterbens innerhalb unserer Gesellschaft erreichte ihren Höhepunkt als es zu den üblichen Verhaltensweisen im Umgang mit Sterbenden wurde, diese zunehmend aus ihrem häuslichen Bereich in Kliniken bzw. Heime einzuweisen, wo sie - wie ich aus meiner eigenen Erfahrung als Krankenschwester berichten kann - nicht selten in Badezimmer oder Abstellkammern zum Sterben geschoben wurden. Nach Eintritt des Todes wurden die Verstorbenen meist umgehend von einem Bestattungsunternehmer abgeholt ohne den Angehörigen zuvor noch Gelegenheit zu einer würdigen, liebevollen Verabschiedung zu geben.
In den Siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts begann sich eine Bewegung zu formieren, die sich zum Ziel gesetzt hat, diesen unwürdigen Verhältnissen entgegenzuwirken und das Sterben als eine wertvolle, eigenständige Phase des Lebens zu begreifen. Sie wollte die Sterbenden und ihre Thematik aus den Abstellkammern des Bewusstseins ins Leben unserer Gesellschaft zurückholen. Es entstand eine eigene Wissenschaft auf dem Gebiet der Sterbeforschung: die Thanatologie.
Die Ärztin Dr. Elisabeth Kübler-Ross ist wohl eine der bekanntesten Vertreterinnen auf diesem Gebiet. Aber auch Menschen wie Daniela Tausch-Flammer, Heinrich Pera, Cicely Saunders u.v.a.m. sind wichtige Wegbereiter dieses neuen Bewusstseins im Umgang mit Tod und Sterben geworden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Vorbemerkungen

2. Die eigene Haltung im Gespräch mit Sterbenden

3. Die 5 Phasen des Sterbens nach Elisabeth Kübler-Ross mit entsprechenden Hilfsmöglichkeiten

3.1. Verleugnung

3.2. Wut und Zorn

3.3 Verhandeln

3.4. Depression

3.5. Annahme

4. Die Symbolsprache von Sterbenden

5. Eigene Stellungnahme

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit setzt sich zum Ziel, die Bedeutung des direkten Gesprächs mit Sterbenden sowie die psychologischen Phasen des Sterbeprozesses nach Elisabeth Kübler-Ross zu beleuchten, um Begleitern theoretische Fundamente und praktische Hilfestellungen für eine würdige Sterbebegleitung an die Hand zu geben.

  • Reflexion der eigenen Haltung und Ängste in der Sterbebegleitung
  • Die fünf Sterbephasen nach Elisabeth Kübler-Ross und passende Interventionsmöglichkeiten
  • Entschlüsselung und Bedeutung der Symbolsprache bei Sterbenden
  • Die Entwicklung und Bedeutung der modernen Hospizbewegung
  • Der Umgang mit Patientenbedürfnissen in verschiedenen Krankheitsstadien

Auszug aus dem Buch

3.1. Verleugnung

iese erste Phase im Sterbeprozess könnte man auch mit der Haltung des Patienten überschreiben „Nein, nicht ich!“ .Aus diesem Ausruf spricht Ungläubigkeit, Schock, Nicht-Wahrhaben -Wollen des Betroffenen. Oft folgt diese Phase direkt auf die Diagnosestellung einer tödlichen Krankheit durch den Arzt. Es ist die verständliche Schutzreaktion des Menschen, der die schockierende Nachricht in ihrem gesamten Ausmaß noch nicht wahrhaben und erfassen kann. Auch wenn die meisten Betroffenen zunächst mit Abwehr reagieren, ist es dennoch unerlässlich, dem Patienten die Wahrheit nicht vorzuenthalten, wie es leider auch heute noch immer wieder geschieht. Viele Ärzte weigern sich aus Motiven der vermeindlichen Schonung des Patienten oder aus Unfähigkeit des eigenen Umgangs mit der Endlichkeit des Lebens, dem Betroffenen die Wahrheit über den Umfang und die Konsequenzen seiner Erkrankung mitzuteilen.

In diversen Untersuchungen und Befragungen haben die Mehrzahl der betroffenen Patienten rückblickend mitgeteilt, dass es ihnen wichtig gewesen wäre die Diagnose und ihre Folgen frühzeitig mitgeteilt zu bekommen. Nur so ist ihnen die Zeit und Möglichkeit gegeben, sich mit der Situation ausreichend auseinander zu setzen. Allerdings nennt E. Kübler-Ross einige wichtige Voraussetzungen für einen solchen aufrichtigen Umgang mit dem Tod:

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorbemerkungen: Das Kapitel thematisiert die gesellschaftliche Tabuisierung des Todes sowie die Notwendigkeit, Sterben wieder als eigenständige Lebensphase zu begreifen.

2. Die eigene Haltung im Gespräch mit Sterbenden: Hier wird betont, dass eine ehrliche Auseinandersetzung mit dem eigenen Tod die Grundvoraussetzung für eine empathische Begegnung mit Sterbenden ist.

3. Die 5 Phasen des Sterbens nach Elisabeth Kübler-Ross mit entsprechenden Hilfsmöglichkeiten: Dieses Kapitel erläutert die psychologischen Phasen vom Schock bis zur Annahme und bietet Handlungsempfehlungen für Begleiter.

3.1. Verleugnung: Die Phase der Schutzreaktion, in der Patienten die Diagnose zunächst nicht wahrhaben wollen, erfordert vom Begleiter Offenheit und Raum für Hoffnung.

3.2. Wut und Zorn: Das Kapitel beschreibt den Umgang mit aggressivem Verhalten des Sterbenden, das oft als natürliche Reaktion auf den Verlust von Lebensqualität auftritt.

3.3 Verhandeln: Hier wird das innere Feilschen des Patienten mit einer höheren Macht um Zeitaufschub sowie die Bedeutung konkreter Unterstützung bei persönlichen Angelegenheiten thematisiert.

3.4. Depression: Die Auseinandersetzung mit der stummen Trauer über das Ungelebte steht im Mittelpunkt, wobei die bloße Anwesenheit des Begleiters entscheidend ist.

3.5. Annahme: Der Zustand des inneren Friedens wird beschrieben, wobei betont wird, diesen von Resignation zu unterscheiden.

4. Die Symbolsprache von Sterbenden: Das Kapitel analysiert, wie Sterbende zunehmend in Bildern und Metaphern kommunizieren, um ihre innere Grenzsituation auszudrücken.

5. Eigene Stellungnahme: Die Autorin reflektiert ihre berufliche Entwicklung als Krankenschwester und die Bedeutung der Hospizarbeit für eine menschenwürdige Begleitung.

Schlüsselwörter

Sterbebegleitung, Tod, Elisabeth Kübler-Ross, Sterbephasen, Hospizbewegung, Symbolsprache, Palliative Begleitung, Angstbewältigung, Kommunikation, Thanatologie, Trauerprozess, Menschlichkeit, Schmerztherapie, Lebensende, Selbstreflexion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Herausforderungen und Möglichkeiten des Gesprächs mit sterbenden Menschen und der theoretischen Einordnung des Sterbeprozesses.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die eigene Haltung des Begleiters, die psychologischen Phasen nach Kübler-Ross, die Symbolsprache am Lebensende sowie die Bedeutung der Hospizarbeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Bedürfnisse Sterbender zu schaffen und Begleitern praktische Impulse für eine würdevolle Gesprächsführung zu geben.

Welche wissenschaftlichen Grundlagen werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf die Erkenntnisse der Thanatologie, insbesondere auf die Theorien von Elisabeth Kübler-Ross sowie Ansätze von Heinrich Pera.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die fünf Sterbephasen, erläutert die Bedeutung metaphorischer Sprache bei Patienten und reflektiert die Rolle des Helfers in der Sterbebegleitung.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Sterbebegleitung, Sterbephasen, Symbolsprache, Hospiz, Trauer und empathische Kommunikation.

Wie sollte ein Begleiter mit der "Wut" eines Sterbenden umgehen?

Die Wut sollte nicht persönlich genommen werden; der Begleiter sollte sie als natürliche Phase anerkennen und dem Patienten Raum geben, diese Emotionen auszudrücken.

Warum nutzen Sterbende eine Symbolsprache?

Sterbende greifen oft auf Symbole zurück, wenn ihr Erleben die Möglichkeiten der gewöhnlichen Sprache übersteigt, um ihre Grenzsituation zum Tod auszudrücken.

Wie unterscheidet sich "Annahme" von "Resignation"?

Annahme ist ein Zustand inneren Friedens, der kein aktives Handeln erfordert, während Resignation ein Zustand ist, der den Helfer zum Handeln auffordert.

Welchen Einfluss hatte die Hospizbewegung auf den Umgang mit Sterbenden?

Die Hospizbewegung hat dazu beigetragen, das Sterben aus dem klinischen Tabubereich in eine menschenwürdige, ganzheitliche Begleitung zu überführen.

Final del extracto de 11 páginas  - subir

Detalles

Título
Gespräche mit Sterbenden
Universidad
Catholic University of Applied Sciences Freiburg  (Fachbereich Soziale Arbeit)
Curso
Gesprächsführung
Autor
Birgitta Bernhardt (Autor)
Año de publicación
2004
Páginas
11
No. de catálogo
V87629
ISBN (Ebook)
9783638031806
Idioma
Alemán
Etiqueta
Gespräche Sterbenden Gesprächsführung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Birgitta Bernhardt (Autor), 2004, Gespräche mit Sterbenden, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87629
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