Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Psychology - Consulting and Therapy

Verhaltenstherapeutisches Training mit aggressiven Kindern

Title: Verhaltenstherapeutisches Training mit aggressiven Kindern

Term Paper , 2001 , 15 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Dipl. Pädagoge, Dipl. Sozialpädagoge (FH) Oliver Watzal (Author)

Psychology - Consulting and Therapy
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details


In meinem Jahrespraktikum an der Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche lernte ich erstmals ein Training Sozialer Kompetenzen kennen. Dieses Training für schüchterne Kinder, dass ich eigenverantwortlich durchführte und durch kollegiale Beratung und Einzelsupervision reflektierte führte dazu, dass ich nun wieder ein Training Sozialer Kompetenzen an der Beratungsstelle anbiete. Dieses mal als Honorarkraft mit der Zielgruppe aggressive Kinder. Ich möchte in dieser Hausarbeit die Theorie des Trainings für aggressive Kinder darstellen und anhand meiner eigenen Erfahrungen einen realistischen Praxistransfer beschreiben.
Unter allen Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen ist ein behandlungsbedürftiges aggressives Verhalten die am häufigsten festzustellende Beeinträchtigung. Nach den Kriterien des DSM-IV muss davon ausgegangen werden, dass 6 bis 16% aller männlichen und 2 bis 9% aller weiblichen Jugendlichen unter 18 Jahren eine behandlungsbedürftige Verhaltensstörung aufweisen.
Ein im deutsprachigen Raum weitverbreitetes Interventionsprogramm zur Behandlung aggressiver Kinder ist das "Training mit aggressiven Kindern" von Petermann und Petermann. Dieses Behandlungskonzept baut auf einem lernpsychologischen Störungsverständnis auf und ist als ein multimodales Interventionspaket zur Behandlung aggressiver Kinder im Alter von acht bis 13 Jahren zu verstehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Überlegungen zu Aggression und Verhaltenstherapie

2.1 Ausdrucksformen der Aggression

2.2 Aggression als gelerntes Verhalten

2.2.1 Verstärkungslernen

2.2.2 Modelllernen

3. Das Einzeltraining

4. Motivierung

5. Verpflichtungsgefühl

6. Die Grundstruktur des Einzeltrainings

6.1 Zu 1. Auswertung der Aufgaben zur Selbstbeobachtung und Verhaltensübung

6.2 Zu 2.Entspannungs- und Ruhetraining

6.3 Zu 3. Arbeit mit spezifischem Material

7. Das Gruppentraining

8. Die trainingsbegleitende Elternberatung

9. Das Grundprinzip: Fordern, ohne zu bedrohen

10. Irrationale Haltungen abbauen

11. Falldarstellung

12. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und die praktische Umsetzung des verhaltenstherapeutischen „Training mit aggressiven Kindern“ (TaK). Ziel ist es, den multimodalen Ansatz des Programms sowie dessen Wirksamkeit in der Arbeit mit betroffenen Kindern und deren Eltern durch einen Erfahrungsbericht und eine Falldarstellung zu illustrieren.

  • Grundlagen von Aggression und verhaltenstherapeutische Lernmodelle
  • Struktur und Zielsetzung des verhaltenstherapeutischen Einzeltrainings
  • Methodik des Gruppentrainings und der Elternberatung
  • Praktische Anwendung und Reflexion anhand einer Einzelfallstudie

Auszug aus dem Buch

Die Grundstruktur des Einzeltrainings

Jedes Einzeltraining besteht aus folgenden drei Elementen:

1. Auswertung der Aufgaben zur Selbstbeobachtung und Verhaltensübung

2. Entspannungs- und Ruhetraining

3. Trainingsarbeit mit spezifischem Material

Zu 1. Auswertung der Aufgaben zur Selbstbeobachtung und Verhaltensübung

Die Selbstbeobachtung und Verhaltensübung wird anhand einer Liste durchgeführt, die Detektivbogen genannt wird (siehe Anhang). Das Kind trägt in das obere Feld seinen Namen ein, dabei wird angestrebt, dass es sich mit dem Detektiv identifiziert. In die beiden Beweisfelder werden zwei wünschenswerte Verhaltensveränderungen eingetragen. Therapeut und Kind versuchen gemeinsam ein Verhalten zu finden, mit dem das Kind große Probleme hat, der Therapeut gibt Hilfestellung, z.B. durch lösungsorientiertes Fragen wie: „ Was könntest Du denn Tag täglich noch besser machen?“. Ist mind. ein solcher Beweis für alternatives, kompetentes Alltagshandeln gefunden worden, wird dieser eingetragen. Dabei ist zu beachten, dass bei dem eintragen der Verhaltensweisen das Verhalten konkret beschrieben sein muss.9

Das Kind hat als fleißiger Detektiv nun die Aufgabe sich jeden Abend zu überlegen, ob es an dem betreffenden Tag das neue Verhalten angewandt hat. Dies wird dann bei Ja/Nein eingetragen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Der Autor erläutert seine Motivation und die Relevanz des Trainingsprogramms zur Behandlung aggressiven Verhaltens bei Kindern.

Theoretische Überlegungen zu Aggression und Verhaltenstherapie: Es werden Ausdrucksformen von Aggression sowie lerntheoretische Ansätze wie Verstärkungs- und Modelllernen dargelegt.

Das Einzeltraining: Dieses Kapitel beschreibt den kindbezogenen, therapeutischen Ansatz zur Vorbereitung auf die Gruppe.

Motivierung: Hier werden Hindernisse bei der Motivierung aggressiver Kinder analysiert und Lösungsstrategien für den Therapeuten aufgezeigt.

Verpflichtungsgefühl: Es wird die Bedeutung eines formalen Vertrags zwischen Kind und Therapeut zur Stärkung der Verbindlichkeit thematisiert.

Die Grundstruktur des Einzeltrainings: Dieses Kapitel detailliert die drei zentralen Bausteine: Detektivbogen, Entspannung und Videomaterial.

Das Gruppentraining: Die hierarchische Abfolge der Trainingsziele in der Gruppe wird hier konkret erläutert.

Die trainingsbegleitende Elternberatung: Der Fokus liegt auf der Informationsvermittlung und der aktiven Einbindung der Eltern in den Veränderungsprozess.

Das Grundprinzip: Fordern, ohne zu bedrohen: Es wird ein Beratungsstil skizziert, der Kooperation statt Bedrohung fördert.

Irrationale Haltungen abbauen: Das Kapitel befasst sich mit der Identifikation und Bearbeitung dysfunktionaler elterlicher Erziehungsüberzeugungen.

Falldarstellung: Anhand des Falls "Erkan" wird die praktische Umsetzung und Reflexion des Konzepts dokumentiert.

Schluss: Eine abschließende Bewertung des TaK-Programms als ganzheitliches, strukturiertes Interventionsinstrument.

Schlüsselwörter

Verhaltenstherapie, Aggression, Kindertraining, TaK, Erziehung, Elternberatung, Verstärkungslernen, Modelllernen, Einzeltraining, Gruppentraining, Rollenspiele, Verhaltensmodifikation, Interventionsprogramm, soziale Kompetenz, Falldarstellung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung des verhaltenstherapeutischen Trainings mit aggressiven Kindern (TaK) und reflektiert dessen theoretische Fundierung sowie praktische Durchführung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die lerntheoretischen Grundlagen von Aggression, die Struktur des Trainings, die Rolle der Elternberatung und die praktische Arbeit mit einem betroffenen Kind.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Darstellung der Theorie des Trainings für aggressive Kinder und der Transfer in die praktische therapeutische Arbeit durch eigene Erfahrungen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein lerntheoretisch orientiertes, multimodales Interventionsmodell der Verhaltenstherapie beschrieben und auf Basis einer Einzelfallstudie reflektiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Einzeltrainings, des Gruppentrainings, der elternzentrierten Beratung sowie der praktischen Falldarstellung des Klienten "Erkan".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Verhaltenstherapie, Aggression, Training mit aggressiven Kindern, Elternberatung und Verhaltensänderung.

Warum ist die Einbindung der Eltern laut Autor so wichtig?

Der Autor betont, dass die Mitarbeit der Eltern unverzichtbar ist, da die familiären Interaktionsformen maßgeblich zur Aufrechterhaltung oder Veränderung der Aggression beim Kind beitragen.

Welche Funktion hat der sogenannte „Detektivbogen“ im Training?

Er dient als Instrument zur Selbstbeobachtung, mit dem das Kind erwünschte Verhaltensveränderungen dokumentiert und sich schrittweise kompetentes Alltagshandeln aneignet.

Wie unterscheidet sich das Vorgehen bei Erkan von einer rein kindzentrierten Therapie?

Durch die Kombination von Einzel- und Gruppentraining mit einer systematischen, begleitenden Elternberatung wird ein ganzheitlicher, systemischer Ansatz verfolgt, der über die reine Behandlung des Kindes hinausgeht.

Excerpt out of 15 pages  - scroll top

Details

Title
Verhaltenstherapeutisches Training mit aggressiven Kindern
College
Philosophic and Theologic University in Benediktbeuern  (Soziale Arbeit)
Course
Werte und Normen
Grade
1,3
Author
Dipl. Pädagoge, Dipl. Sozialpädagoge (FH) Oliver Watzal (Author)
Publication Year
2001
Pages
15
Catalog Number
V8768
ISBN (eBook)
9783638156561
Language
German
Tags
Therapie / Aggression / aggressive Kinder / Verhaltenstherapie / Training / Soziale Kompetenzen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. Pädagoge, Dipl. Sozialpädagoge (FH) Oliver Watzal (Author), 2001, Verhaltenstherapeutisches Training mit aggressiven Kindern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/8768
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  15  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint