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TARGET2-Securities aus Bankensicht

Title: TARGET2-Securities aus Bankensicht

Seminar Paper , 2008 , 28 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Sven Lilienthal (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Summary Excerpt Details

Das Ziel der Arbeit ist, in dem aktuellen Projekt TARGET2-Securities (T2S) eine Lösungsmöglichkeit für den aktuell national und somit fragmentierten Bereich von Wertpapierabwicklung zu analysieren. So wird die Arbeit den aktuellen Stand des Projektes T2S und wesentliche Merkmale näherbringen.
Weiteres Ziel der Arbeit ist, das Projekt aus Sicht der Banken zu erläutern. Im Verlauf wird aufgezeigt, dass es verschiedene Arten von Banken, die sich auf unterschiedliche Geschäftsmodelle spezialisiert haben und somit T2S unter verschiedenen Gesichtspunkten betrachten.
Um die Ziele der Arbeit zu erreichen, werden in Kapitel 2 zunächst die Voraussetzungen geschaffen, um den Hintergrund einer möglichen Implementierung von T2S zu verstehen. Zum einen werden die wichtigen Begriffe aus dem Nachhandelsbereich erläutert und in Zusammenhang gebracht. Des Weiteren wird die aktuelle Situation in der Branche beschrieben und auf hohe Ineffizienzen hingewiesen. Zudem wird mit dem Code of Conduct for Clearing and Settlement (CoC) kurz eine marktgetriebe Lösung zur Beseitigung einiger Barrieren adressiert. In Kapitel 3 rückt schließlich die Entwicklung der technischen Plattform T2S in den Fokus. Neben einer genaueren Beschreibung und Darstellung der geschichtlichen Vorentwicklungen des Projekts werden auch ungeklärte Fragen diskutiert. Zudem wird die vom Eurosystem recherchierte Machbarkeitsstudie über das Projekt vom März 2007 genauer erläutert. Hier wird deutlich, dass T2S durchaus kosteneffizient arbeitet, wenn sich alle europäischen Zentralverwahrer dem Projekt anschließen. Das Kapitel 4 beschäftigt sich mit den Reaktionen einiger Banken und Bankorganisationen. Dazu gehört unter anderem ein veröffentlichter Brief, einige beantworte Fragebögen im Rahmen einer von Eurosystem durchgeführten Konsultation und mehrere Interviews in der Presse. Der Schlussteil fasst die Ergebnisse zusammen.
Die Rolle der europäischen Kapitalmärkte hat in den vergangenen Jahren drastisch an Bedeutung gewonnen (vgl. Schaper 2007). All diese Wertpapiergeschäfte müssen nach Zustandekomme, verrechnet und abgewickelt werden, so dass der Eigentumsübertrag an den Wertpapiere vollständig und geordnet stattfinden kann (vgl. Lattemann 2002, S.2). Die Wertpapiere müssen letztlich auch verwahrt und verwaltet werden und ziehen somit weitere Aktionen nach sich.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung

2 Der Nachhandelsbereich

2.1 Vom Kaufauftrag bis zur Abwicklung

2.2 Die Verwahrung – Möglichkeiten für Investoren

2.3 Die Bedeutung der Abwicklung im Wertpapierhandel

2.4 Die aktuelle Situation im Nachhandelsbereich

2.4.1 Starke strukturelle Unterschiede bei Europa Abwicklern

2.4.2 Code of Conduct – eine marktgetrieben Lösung

3 Einführung in TARGET2-Securities (T2S)

3.1 Vorstellung des Projekts T2S

3.2 Die Machbarkeitsstudie vom März 2007

3.3 Der aktuelle Stand des Projekts

3.4 Bedenken und Kritik der Nutzer von T2S

3.4.1 „Die EZB sollte sich auf monetäre Eingriffe beschränken“

3.4.2 „Die EZB möchte die Wertpapierabwicklung monopolisieren“

3.4.3 Große Fragezeichen hinter T2S-Governance

4 Die Banken über TARGET2-Securities

4.1 Die Global Custodians über TARGET2-Securities

4.1.1 The Association of Global Custodians

4.1.2 Meinungen einzelner Bankhäuser

4.1.3 Global und Local Custodians – Gewinner und Verlierer unter T2S ?

4.1.4 Meinungen von BNP Paribas und Intesa San Paolo

4.2 Stimme der London Investment Banking Association (LIBA)

5 Schlussgedanken

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Seminararbeit analysiert das Projekt TARGET2-Securities (T2S) als Lösungsansatz für den fragmentierten europäischen Wertpapierabwicklungsmarkt. Das Ziel besteht darin, den aktuellen Stand des Projekts darzulegen und die Perspektiven sowie die Bedenken verschiedener Bankengruppen, insbesondere der Custodians, kritisch zu beleuchten.

  • Analyse der Grundlagen des europäischen Nachhandelsbereichs und bestehender Ineffizienzen.
  • Untersuchung der technischen Plattform T2S und der vom Eurosystem durchgeführten Machbarkeitsstudie.
  • Bewertung der Governance-Struktur und der Kritikpunkte seitens der Marktteilnehmer.
  • Gegenüberstellung der Interessen von Global und Local Custodians im Kontext der neuen Marktplattform.
  • Diskussion der Auswirkungen von T2S auf den Wettbewerb und die zukünftige Konsolidierung der Wertpapierabwicklung.

Auszug aus dem Buch

4.1.1 The Association of Global Custodians

Prinzipiell begrüßt die Association das Vorhaben des Eurosystems, den Nachhandelsbereich effizienter zu gestalten und somit die Wertpapierabwicklung auf einer gemeinsamen Plattform zu harmonisieren (vgl. AGC 2007). Interessant ist ein Brief der AGC an das Eurosystem vom 26. Juni 2007, in dem aber auch Bedenken dargelegt werden. Dort findet die AGC gleich mehrere Kritikpunkte.

So stört die AGC, dass T2S ausschließlich für eine Settlement-Funktion konzipiert ist (Principal 3). Die Gruppe verweist darauf, dass es signifikante Interdependenzen zwischen einzelnen Value-Added-Services und dem Settlement-Prozess gebe, so dass eine Aufsplittung den Nutzen einer solchen Plattform schnell beschränken könnte. Dies führe zu Ineffizienzen und zur Fragmentierung. Investoren müssten weiterhin multiplen und fragmentierten IT-Systemen Vorlieb nehmen, falls das Eurosystem ihre Vorstellung davon nicht ändert (vgl. AGC 2007).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemstellung: Dieses Kapitel erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die darin besteht, T2S als Lösung für die Fragmentierung der Wertpapierabwicklung zu analysieren und das Projekt aus Bankensicht zu bewerten.

2 Der Nachhandelsbereich: Es werden die Grundlagen des Wertpapierhandels, die Rollen der Akteure sowie die aktuelle Situation in Europa, einschließlich der bestehenden Ineffizienzen und des Code of Conduct, beschrieben.

3 Einführung in TARGET2-Securities (T2S): Dieses Kapitel beleuchtet das Projekt T2S, die Machbarkeitsstudie von 2007 sowie die Bedenken der Nutzer hinsichtlich der EZB-Rolle und der Governance.

4 Die Banken über TARGET2-Securities: Hier werden die Meinungen verschiedener Bankhäuser und Verbände, insbesondere der Global Custodians und der LIBA, detailliert analysiert und deren Positionen zum Projekt aufgezeigt.

5 Schlussgedanken: Die Ergebnisse werden zusammengefasst, wobei das Potenzial von T2S für eine effizientere europäische Wertpapierabwicklung gegen das Konfliktpotenzial und die Widerstände der Marktteilnehmer abgewogen wird.

Schlüsselwörter

TARGET2-Securities, T2S, Wertpapierabwicklung, Settlement, Eurosystem, EZB, Clearing, Global Custodians, Finanzmarktregulierung, Fragmentierung, Harmonisierung, Nachhandelsbereich, Marktstruktur, Transaktionskosten, Wettbewerb.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem Projekt TARGET2-Securities (T2S) des Eurosystems und dessen Auswirkungen auf die europäische Wertpapierabwicklung aus Sicht der Banken.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die aktuelle Marktfragmentierung im Nachhandelsbereich, die technische Zielsetzung von T2S, die Interessen der verschiedenen Bankengruppen sowie regulatorische Aspekte.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, T2S als Lösungsmöglichkeit für einen national fragmentierten Abwicklungsmarkt zu analysieren und die spezifischen Standpunkte der Banken zu diesem Projekt darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Dokumentenanalyse, unter anderem durch Auswertung von Konsultationsantworten, Presseberichten und offiziellen Publikationen des Eurosystems.

Was wird im Hauptteil der Arbeit thematisiert?

Im Hauptteil werden der Nachhandelsbereich und seine Ineffizienzen, die Entwicklung der T2S-Plattform, Kritikpunkte der Marktteilnehmer und die unterschiedlichen Reaktionen der Bankhäuser diskutiert.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Schlagworte sind T2S, Wertpapierabwicklung, Settlement, Eurosystem, Fragmentierung und Custodians.

Warum kritisieren Global Custodians die Konzeption von T2S als reine Settlement-Funktion?

Die Kritiker befürchten, dass durch die Trennung von Settlement und wertschöpfenden Zusatzdienstleistungen (Value-Added-Services) Ineffizienzen entstehen, da die Interdependenzen zwischen diesen Prozessen zu hoch sind.

Wie stehen die Banken zum Thema Mitspracherecht bei T2S?

Die Banken fordern ein starkes Mitspracherecht, nicht nur bei der Ausgestaltung der Nutzeranforderungen, sondern auch bei der Governance des Projekts, um eine angemessene Kontrolle zu gewährleisten.

Warum besteht laut der Arbeit eine so große Gegenwehr bei bestimmten Eurosystem-Vorschlägen (Proposals)?

Die Widerstände rühren daher, dass die Banken ihre Autonomie und Flexibilität wahren wollen und eine vollständige Harmonisierung fordern, anstatt sich den vom Eurosystem vorgeschlagenen Teil-Lösungen zu unterwerfen.

Welche Rolle spielen die "Giovannini-Barrieren" in diesem Zusammenhang?

Die Giovannini-Barrieren werden als Hindernisse für ein effizientes europäisches Settlement identifiziert, deren Beseitigung durch T2S vorangetrieben, aber durch vorschnelle Regulierungen auch gefährdet werden könnte.

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Details

Title
TARGET2-Securities aus Bankensicht
College
University of Frankfurt (Main)  (Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insb. e-Finance)
Course
E-Finance
Grade
1,7
Author
Sven Lilienthal (Author)
Publication Year
2008
Pages
28
Catalog Number
V87686
ISBN (eBook)
9783638031844
ISBN (Book)
9783638930550
Language
German
Tags
TARGET2-Securities Bankensicht E-Finance
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sven Lilienthal (Author), 2008, TARGET2-Securities aus Bankensicht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87686
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