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Sexuelle Gewalt an Kindern - Was tun?

Title: Sexuelle Gewalt an Kindern - Was tun?

Term Paper , 2001 , 15 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Dipl. Pädagoge, Dipl. Sozialpädagoge (FH) Oliver Watzal (Author)

Social Work
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In meinem Jahrespraktikum, das ich an der Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche absolvierte, wurde ich zum ersten Mal mit dem Thema sexuelle Gewalt an Kindern konfrontiert. Sicherlich war es nicht das erste Mal in meinem Leben, dass mir dieses Thema begegnete, es war aber das erste Mal, dass ich es als ein solches auch bewusst wahrgenommen habe.
Die Beratungsstelle beteiligt sich an dem Projekt der Theatergruppe Trampelmuse, die das Theaterstück "das Geheimnis" für Kinder der Grundschule aufführt. Dieses Theaterstück soll einen primär-präventiven Beitrag zur sexuellen Gewalt an Jungen und Mädchen leisten.
Meine Aufgabe war es, in einer dritten Klasse die Nachbesprechung mit den Jungen durchzuführen, meine Kollegin übernahm sie bei den Mädchen. Ich bekam einen Leitfaden für die Nachbereitung ausgehändigt, der gerade zu Anfang für mich sehr nützlich war. In dem Leitfaden sind Möglichkeiten der Fragestellungen aufgezählt, er hilft den roten Faden im Gespräch nicht zu verlieren und auf wichtige Themen zu fokussieren. Der Leitfaden ist ein Hilfsmittel für das: "Was man fragen soll", leider ist er keine Hilfe für das: "Wie man fragt". Das kann er auch nicht sein, denn dieses "wie" muss jeder für sich selbst definieren. Das Problem lag für mich darin, dass ich durch die Tabuisierung sexueller Gewalt an Kindern, auch keine adäquate, persönliche Haltung hatte, "wie" ich damit vor den Kindern umgehen soll. Es ist nicht möglich, bei diesem Thema, das einen selbst sprachlos und unsicher macht, ohne eine professionelle Haltung, ein kompetenter Ansprechpartner zu sein.
Die Nachbereitungen im Praktikum liefen zunehmend besser, da ich mich mit der Zeit angemessen mit dem Thema auseinandersetzen konnte. Der Weg zur persönlichen, professionellen Haltung ist lang und in Bezug auf das Thema auch schwierig. Deswegen möchte ich die vorliegende Hausarbeit dazu nutzen, mich weiter mit dem Thema zu beschäftigen. Trotz vereinzelter präventiver Maßnahmen, wird es immer wieder zu sexuellen Gewalthandlungen Erwachsener an Kindern kommen. Zur Zeit arbeite ich als Honorarkraft an der Erziehungsberatungsstelle und führe Mediations-Seminare für Schulklassen beim Schülerreferat München durch. Wie kann ich mich professionell verhalten, wenn mir sexuelle Gewalt an Kindern z.B. in diesem Kontext begegnet? Dieser Frage möchte ich im Folgenden nachgehen.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsbestimmung

2.1 Sexueller Kindesmissbrauch

2.2 Sexuelle Kindesmisshandlung

2.3 Sexuelle Ausbeutung

2.4 Inzest

2.5 Sexuelle Gewalt

3 Fallbeispiel: Eine mögliche Meldung

4 Handlungsansatz

4.1 Grundvoraussetzungen

4.2 Ruhe bewahren

4.3 Dem Opfer glauben

4.4 Die Bindung des Opfers an den Täter akzeptieren

4.5 Mit dem Opfer ins Gespräch kommen

4.6 Den Verdacht sorgfältig prüfen

4.7 Für das Opfer Partei ergreifen

4.8 Die Mutter stärken

4.9 Das Opfer schützen

4.10 Geschlechtsspezifische Hilfen für Mädchen und Jungen

4.11 Den Täter (die Täterin) in die Verantwortung nehmen

4.12 Weitere allgemeine / praktische Möglichkeiten

4.13 Wichtige Haltungen im Gespräch mit Betroffenen

5 Reflexion – Schluss

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Handlungskompetenzen für Fachkräfte in der Sozialen Arbeit zu entwickeln, um professionell auf Fälle sexueller Gewalt an Kindern zu reagieren, Unsicherheiten abzubauen und den Opfern eine verlässliche Stütze zu bieten.

  • Grundlegende Begriffsbestimmungen im Kontext sexueller Gewalt.
  • Analyse und Anwendung von Handlungsansätzen bei Verdachtsmomenten.
  • Die Bedeutung einer parteilichen Haltung und professioneller Gesprächsführung.
  • Reflexion über die strukturellen Dimensionen und die Verantwortung pädagogischer Fachkräfte.

Auszug aus dem Buch

4.3 Dem Opfer glauben

Es fällt dem Zuhörer oft schwer, die Realität zu glauben, da sie kaum zu glauben ist. Trotzdem ist es wichtig, den Hinweisen und Bemerkungen des Opfers Glauben zu schenken und die eigenen Vermutungen auszusprechen.

Wenn das Kind spürt, dass es hier aufgehoben, verstanden und nicht in Frage gestellt wird, kommt ihm dadurch schon viel Unterstützung zugute. Die Haltungen gegenüber dem Kind/Jugendlichen kommen hier zum Tragen (vgl. ebd. S.194ff).

Zum Fallbeispiel:

Wie unglaublich die Geschichte von Manuela auch klingt, muss von der Wahrheit ausgegangen werden. Manuela muss spüren, dass ihr geglaubt wird und ihre Schilderungen ernst genommen werden.

Es könnte möglich sein, dass Manuela selbst das Opfer ist und ihre Freundin nur vorgibt. Trotzdem sollte man ihr uneingeschränkt Glauben schenken, denn in einem tragfähigen Gesprächsklima wird sie sich mit der Zeit öffnen können.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung des persönlichen Hintergrunds des Autors und der Relevanz der Auseinandersetzung mit sexueller Gewalt im Kontext der Sozialen Arbeit.

2 Begriffsbestimmung: Definition und kritische Einordnung verschiedener Fachbegriffe, um ein einheitliches Verständnis der Problematik zu schaffen.

3 Fallbeispiel: Eine mögliche Meldung: Präsentation eines praktischen Szenarios zur Veranschaulichung der weiteren Handlungsstrategien.

4 Handlungsansatz: Detaillierte Darstellung notwendiger professioneller Schritte, von der ersten Kontaktaufnahme bis hin zum Schutz des Kindes und der Einbindung der Eltern.

5 Reflexion – Schluss: Zusammenfassende Betrachtung der Erkenntnisse sowie Ausblick auf die gesellschaftliche Verantwortung der Sozialen Arbeit.

Schlüsselwörter

Sexuelle Gewalt, Kindesmissbrauch, Intervention, Prävention, Sozialarbeit, Fallbeispiel, Opferhilfe, Täterverantwortung, Gesprächsführung, Machtgefälle, professionelle Haltung, Kinderschutz, Traumatisierung, Beratung, Aufklärung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie professionelle Fachkräfte der Sozialen Arbeit adäquat auf sexuelle Gewalt gegen Kinder reagieren und welche Haltungen dabei essenziell sind.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den Schwerpunkten gehören Begriffsdefinitionen, die praktische Handlungsplanung bei Verdachtsfällen, der Umgang mit Opfern und die notwendige professionelle Reflexion.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Handlungssicherheit für Sozialarbeiter zu schaffen, damit diese in Krisensituationen kompetent und parteilich für das betroffene Kind handeln können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine theoretische Fundierung durch einschlägige Fachliteratur und verknüpft diese mit einem konkreten Fallbeispiel, um die Praxisanwendung zu illustrieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf einen strukturierten Handlungsansatz, der Aspekte wie Vertrauensaufbau, Verdachtsprüfung, Schutzmaßnahmen und die geschlechtsspezifische Unterstützung umfasst.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?

Sexuelle Gewalt, Kindesmissbrauch, Intervention, Schutzmaßnahmen, Beratung und professionelle Haltung sind zentrale Begriffe der Arbeit.

Warum wird im Fallbeispiel so viel Wert auf das Glauben des Opfers gelegt?

Der Autor betont, dass das Vertrauen und die Anerkennung der kindlichen Schilderungen das Fundament bilden, um das Kind überhaupt zu erreichen und weitere Hilfsschritte einzuleiten.

Welche Rolle spielt die Einbindung der Mutter laut der Arbeit?

Die Mutter zu stärken und für eine Zusammenarbeit zu gewinnen, wird als wichtiger Schritt gesehen, um dem Kind ein sichereres Umfeld zu ermöglichen und neue Perspektiven zu eröffnen.

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Details

Title
Sexuelle Gewalt an Kindern - Was tun?
College
Philosophic and Theologic University in Benediktbeuern  (Soziale Arbeit)
Course
Prävention und Intervention bei sexuellem Missbrauch
Grade
1,0
Author
Dipl. Pädagoge, Dipl. Sozialpädagoge (FH) Oliver Watzal (Author)
Publication Year
2001
Pages
15
Catalog Number
V8772
ISBN (eBook)
9783638156608
ISBN (Book)
9783656560821
Language
German
Tags
sexuelle gewalt kindern
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. Pädagoge, Dipl. Sozialpädagoge (FH) Oliver Watzal (Author), 2001, Sexuelle Gewalt an Kindern - Was tun?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/8772
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