Spielentwicklung


Referat (Handout), 2002
15 Seiten, Note: 2+

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Inhaltsverzeichnis:

Definition von Spiel

Vergleich zwischen Arbeit und Spiel

Geschichte

Die Spielentwicklung:

Im ersten Lebensmonates des Kindes

Im zweiten/ dritten / vierten und fünften Lbm

Im sechsten bis 12 Lbmstrong

Vom 13.Lebensmonat bis zum 4.Lebensjahr

Zum Spielmaterial

Beschaffenheit des Spielmaterials

Welches Spielmaterial braucht das Kind wann?

Der Spielraum

Übungsspiel/ Funktionsspiel

Rollenspiel/ Illusionsspiel

Werkschaffendes Spiel

Das Regelspiel

Das Freispiel

Was könne Erzieher/ innen und Eltern tun?

Definition:

Das Wort “Spiel“ stammt aus dem Mittelhochdeutsche (Spil) und bedeutet ursprünglich:

„unterhaltene Beschäftigung, fröhliche Übung“

Spiel ist eine Form von Aktivität, die sowohl bei Kindern, als auch bei Erwachsenen auftritt.

Eigentlich weiß fast jeder selbst, was mit dem Wort „Spiel“ gemeint ist.

Jedoch gibt es für das Spiel keine einheitliche Definition und keine aufgestellte Theorie, weil das Spiel unterschiedliche Erscheinungsformen, Bedeutungen und Funktionen hat.

Das Auftreten von Spiel ist an vielfältige Bedingungen geknüpft und manche Merkmale kommen in manchen Spielformen vor und in anderen nicht.

Mit zunehmendem Alter wird das Spiel differenzierter und vielfältiger, Spielformen entwickeln sich.

Hilfe zur Definition:

Arbeit: Kann lustvoll sein, aber auf ein Ergebnis gerichtet Pflanzen topfen ist zum Beispiel Arbeit, auch wenn es mit Spaß passiert und freiwillig Ziel: Darauf gerichtet und dient zur Gestaltung des Alltages Anforderung von außen- Kind fühlt sich nicht ernstgenommen, wenn man Arbeit als Spiel bezeichnet. Laterne basteln z.B. als Spielen bezeichnen

Spiel: Lustvoll und zweckfrei, Ziel: Wenn es eines Gibt, dann nicht zur Gestaltung des Alltages. Es kann ein Ergebnis geben, jedoch erhöht dies hier nur den Spielreiz und ist nicht Ziel, z.B. einen Turm höher zu bauen. Dem Spieldrang hingeben und ohne Zwang und Pflichtgefühl Spielen.

- Spiel ist freiwillig und eine von Kinder selbständige Selbstständigkeit
- Das Kind trifft im Siel selbst die Auswahl unter den angebotenen Reizen
- Spiel ist spontan: es wird losgelöst vom Alltag
- Das Spiel ist zweckfrei, das heißt nicht, dass es mehrere Zwecke erfüllen kann, von vornherein ist es zunächst Zweckfrei und geschieht um seiner Selbstwillen

Das Spiel ist lustbetont, Freudvoll und wird von dem ständigem Wechsel: Spannung, Lösung und Wiederholung begeleitet. Unbekanntes wird studiert und durch einüben überwältigt. Die Aktivitäten der Kinder im Spiel sind gerichtet auf Aufnahme von Informationen. Alle Sinne sind im Spiel aktiv Ein Kind will nicht nur Spielen, es will auch Arbeiten um sich einzugliedern –Schule gehen Das Kind will eine Ergebnis erzielen, was sinnvoll ist und das Ergebnis seiner Arbeit soll sinnvoll sein.

Geschichte:

Sie lässt sich bis zur Urzeit der Menschheit zurückverfolgen. Schon in der Antike wurden dem Spiel erzieherische Funktionen zugeschrieben. Auch früher zeigte der Mensch den Drang, sich zu bestätigen und zu spielen. Während das Spiel früher eher ein Zeitvertreib und eine Nebensache war, ist es in unserer heutigen Erziehung ein Hauptteil geworden.

Ende 1.Lm:Kinder beginnen bereits als Säuglinge zu spielen Alle Spielzeuge werden zum Mund geführt. Auf diese Weise wird das Spielzeug genau inspiziert. Kind kann einem Geräusch, wie etwa dem der Rassel folgen.

Fördern: Spiel nicht als Zeitverschwendung sehen, für das Kind ist es Lebensnotwendig, denn im Spiel lernt es seine Sinne zu entwickeln, Geschicklichkeit zu üben und Kontakte zu knüpfen. Außerdem ist spielen wichtig für körperliche, geistige und seelische Entwicklung, nicht nur beim Baby. Besonders bedeutend sind die ersten 2 Lebensjahre, weil sich das Kind da sehr schnell entwickelt. (Das erste Lebensjahr ist eine Entdeckungsphase – Kind immer beaufsichtigen- es steckt alles in den Mund)Viel mit dem Kind sprechen, ihm taktile Zärtlichkeit zukommen lassen – > liebevolle Zuwendung und sich sooft wie möglich mit dem Kind beschäftigen

Ende 2.Lm:Spielzeuge und Hände werden beobachtet, in den Mund gesteckt, angesaugt, genuckelt, gelutscht und erforschen so. Das Kind folgt dem Geräusch des Spielzeugs mit den Augen. Es kann die Rassel schon für einen Moment festhalten. Erste Bewegungsspiele dienen dem Kind als Bewegungstraining.

Farbkräftige Spielzeug: Das Baby betrachtet immer länger und immer interessierter Gegenstände und Spielzeuge. Zunächst greift es absichtslos nach den Spielsachen, später aber immer sicherer und gezielter.

Fördern: Verschiedene Spielzeuge anbieten, da Spielzeuge die Sinne anregen können. z.B. Spieluhr oder Bade- Quietscheente. Um die Sinne ausreichend anzuregen, darf jedoch auch nicht zu viele Spielzeug angeboten werden, da das Kind die Spielzeuge sonst nur Oberflächlich betrachtet und sich nicht auf Einzelheiten konzentrieren kann.

Ende 3.Lm: Das Baby kann ein entferntes vertrautes Spielzeug mit den Augen verfolgen und beginnt den Kopf danach zu drehen und danach gezielt zu greifen. Hat das Baby ein Spielzeug in der Hand hält es dieses gut fest, beobachtet es und dreht es nach allen Seiten. Das Kind hat Erlebnisse durch das Zusammenspiel von Hören- sehen und fühlen, hier lernt es zum Beispiel, dass man die Rassel greifen kann und dann damit durch hin und herbewegen Geräusche machen kann. Durch wiederholen festigen sich neue Erfahrungen und eröffnen nach und nach immer mehr neue Möglichkeiten.

Test: Mit der Rassel 20-30cm vom Ohr entfernt rasseln. Reagiert das Baby nicht – Arzt. Wird das Kind in seiner Spieltätigkeit häufig unterbrochen, verlernt es, sich mit einer Sache zu befassen. Wir es ständig abgelenkt, verlangt es ständig nach Beschäftigung. Guck-guck-Spiel

4.Lebensm: Kind verfolgt ein Spielzeug in Augenhöhe mit Augen. Ein in die Hand gelegter Gegenstand wird zum Mund geführt.

Ende 5Lm: Das Baby greift nach dem Spielzeug und steckt es in den Mund Bewegungsspiele fördern die Durchblutung und stärken die Muskeln des Babys. Der Stoffwechsel wird durch Bewegungsspiele angeregt, was das Kind wiederstandfähiger macht (-> Krankheiten).Außerdem regen die Bewegungsspiele die Sinne an und fördern so die Entwicklung des Kindes. Mobiles werden mit den Augen verfolgt und mit den Händen bewegt. Mit Gegenständen klopfen und Dinge heranziehen.

Fördern: Mit dem Kind jeden Tag spielen, jedoch ist der Kontakt zu den Eltern wichtiger als Spielen. Jedoch das Kind nicht bespielen, sondern auf seine Beteiligung, auf seine Reaktion und sein Vergnügen achten. Mit neu erworbenen Fähigkeiten, z.B. Robben, hat das Kind noch mehr Spielmöglichkeiten. Dem Kind Bewegungsmöglichkeiten geben und Erfahrungen ermöglichen.

Ende 6Lm:Kind kann mit Hilfe sitzen, wodurch die Spielmöglichkeiten für das Kind wachsen. Spielen mit eigenen Füßen und Zehen und mit dem Mund erforschen. Fällt ein Spielzeug vom Tisch schaut es interessiert hinterher. Befindet sich ein Spielzeug in Reichweite des Kindes wird es versuchen gezielt, mit der ganzen Hand, danach zu greifen. Wird ein Spielzeug angeboten weck es Interesse im Kind und das Kind ist aufmerksam.

Ende 7Lm: Das Kind versuch auch an Gegenstände zu gelangen und sie zu ergreifen, die außerhalb seiner Reichweite sind. Spielzeuge die man unter z.B. einem Tuch versteckt, holt sich das Baby. Das Kind nie allein im Raum lassen, immer dahin mitnehmen wo Mutter und/oder Vater ist/sind. Das Kind kann mit beiden Händen, die geöffnet sind einen Gegenstand berühren und vielleicht sogar schon ergreifen,– Palmares greifen.

Ende 8Lm:Das Kind kann in beiden Händen zur gleichen Seit Klötzchen halten.

Ende 9Lm: Das Kind lässt Dinge absichtlich fallen und schaut diesen Dingen hinterher, sie warten auf Geräusche, wenn das Spielzeug fällt. Das Kind kann in etwas hereingreifen um etwas herauszuholen. So orientiert sich das Kind nun bald mit oben, unten, innen, außen, vorne, hinten. Kinder sind neugierig auf Versteckspiele. Es deckt Spielzeuge auf, die vor ihm versteckt wurden. In diesem Alter können Kinder nach ihrer Flasche greifen und daraus trinken. Das Kind beginnt zu krabbeln. Fördern: Spielen Sie sooft mit den Kind wie es geht und nutzen Sie alle Möglichkeiten und Beweglichkeiten des Kindes. Immer neue Erfahrungen schaffen für das Kind neue Möglichkeiten.

Bis

ende 11Lm: Das Baby kann nun krabbeln. Achten sie auf die Unfallgefahr: Tischdecken Runterziehen und von Gegenständen erschlagen lassen.

Ende12Lm:Das Kind greift gezielt und lässt bewusst los. Werkzeugdenken: Decke wird herangezogen und als Mittel benutzt um ans Ziel zu kommen Das Kind entdeckt, dass man ein Spielzeug auch mit Hilfsmitteln heranholen kann. (mit Seil heranziehen oder Decke heran- bzw. runterziehen). Das Spiel zwischen dem Kind und einer Person entwickelt sich. Geben- Nehmen- Spiel: Spielzeug an den Erwachsenen geben und wieder nehmen. Kind selbst versteckt Spielzeug. Machen sie im Spiel Bewegungsübungen.

Das Kind kann laufen, wenn man es nur an einer Hand festhält. Fördern: Zeigen sie ihrem Kind Gegenstände und erklären Sie ihm diese. Setzen jedoch kein Druck auf das Kind aus, weil es nicht schnell genug lernt.

13-15Lm: Das Kind fängt an beim Spielen Würfel aufeinander zu setzen. Es kann nun einen Ball rollen und schaut ihm nach. Spielzeug wird ein und ausgeräumt. Fördern: Sprechen und spielen sie viel mit dem Kind. Beachten sie: je mehr sich das Kind bewegt, desto höher ist die Gefahr, dass das Kind einen Unfall macht.

15-24 Lm: Das Kind kann ein Spielzeug hinter sich herziehen und beim Laufen einen Gegenstand tragen. Angestrebte Ziele werden mit verschiedenen Mitteln versucht zu erreichen. Beim Spielen haben Kinder immer mehr Ausdauer. Mit 2-3Klötzen kann das Kind einen Turm bauen. Bilderbuchbetrachtung: Es kann in einem Bilderbuch blättern. Es kann ein Spielzeug aufheben und einen Ball mit dem Fuß stoßen. Bausteine werden ineinander gesteckt.

Bis 36Lm: Bausteine aufeinander stecken. Es kann Papier falten und redet mit seiner Puppen oder mit seinen Kuscheltieren

37-48Lm: Das Spiel ist eine wichtige Lebens und Lernensform der Kindheit und für Kinder der Hauptinhalt ihres Lebens. Das Spiel ist die Grundlage der Entwicklung und hilft dem Kind eine gesunde Persönlichkeit zu entwickeln. Muskeln und Gelenke entwickeln sich und das Kind wird immer geschickter. Immer feinere und gezieltere Bewegungen gelingen nun. Das Zusammenspiel der einzelnen Muskelgruppen und der Sinnesorgane, wie z.B. von Hand und Auge gelingt immer besser und wird mit viel Geduld und wachsender Konzentration durch ständiges Wiederholen beim Spielen geübt.

4.Leb.jahr: Gefäß mit Flüssigkeit tragen können

4 1/2Jahre: bereits schon jetzt bevorzugen Kinder das Spiel mit gleichaltrigem Geschlecht Das Spiel mit einem Partner fördert die Soziokognition und die Kinder lernen: sich in den anderen hineinversetzen. Bei Plänen Rücksicht nehmen auf den Spielpartner. Soziokognition hilft bei interpersonellen Konflikten und Misserfolgen. Das Kind lernt gemeinsam mit dem Spielpartner eine Gemeinsame Spielzielbildung. Kooperation bei Problemlösungen und Lernen in der Gruppe wird möglich.

Es ist normal wenn die Spielstufen in den ersten Lebensmonaten ca. 1Monaten verzögert eintreten. Jedes Kind entwickelt sich individuell und unterschiedlich schnell. Viel mehr sollte es jedoch nicht sein.

Durch Übung und Wiederholung gelingen neue Dinge dem Kind immer besser.

Man kann Kinder in ihrer Entwicklung nicht nach Maßstab beobachten. Das kindliche Spiel bei gesunden Kindern ist in der Grundform etwa ähnlich. Später kann man sehen, dass man nicht alle Theorien auf alle Kinder übertragen kann.

Das Kind handelt und beobachtet die Auswirkung seines Tuns. Es entdeckt im Spiel Zusammenhänge und Eigenschaften und erlebt sich und seine Spielkameraden in verschiedenen Situationen. Zudem erlebt es verschiedene Situationen.

Das Spielmaterial

- sollte zur Gestaltung geeignet sein und immer zur nötigen Neugestaltung geeignet sein.
– es sollte ein Spielraum für Umdeutungen gewähren
- sollte für Prozesse geeignet sein, die man unter Fantasie subsumieren kann, also am besten konstruktives Spielmaterial einfacher Art, welches die Arbeitshaltung fördert, da es Gelegenheit bietet für konstruktive Tätigkeiten und Spielraum für Kreativität gewähren.
- Für das Rollenspiel sind allzu realistische Dinge nicht gut- Kreativität und Fantasie hemmend

Beschaffenheit

- Gute Reinigungsmöglichkeiten, z.B. abwaschbar;
- Keine scharfen Kanten
- aus Holz, Stoff oder Kunststoff
- klare Formen und Farbe
- reißfest
- wenn am Bett oder Kinderwagen angebracht: sicher befestigen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Ca.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

36Lbm.-6Lbj. Funktions- und Bewegungsspielzeug:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Spielzeug selbst herstellen:

Knete: 400gr Mehl, 200gr Salz, 2Eßl.Alaunpulver, ½ Eßl. Wasser, 3Eßl.Öl, Lebensmittelfarbe oder einen Luftballon mit Sonnenblumenkörnern oder Federn füllen.

Der Spielraum:

Sollte das Kind motivieren und zum Spiel anregen. Die Atmosphäre im Raum sollte ruhig sein. Interferenzen freie Spielsituation. Ein übermaß an technischen Spielzeug weckt zwar das Neugierverhalten aber trägt nur dazu bei, dass das Spielzeug auseinandergenommen wird, zerlegt und zerstört wird, statt konstruktiv zu bestätigen.

Spielmöglichkeiten im Freien werden immer weniger. Spielzeuge sollen von der Größe dem Kind angepasst sein- Kleinteile, zu große Puppe. Für kleine Hände sollen größere Bausteine zur Verfügung stehen, um sie besser greifen zu können. Das Material muss sauber sein, haltbar sein und muss den Spielzweck erfüllen. Form muss motivierend sein, sowie Farbe, wobei Farbe auch nicht abfärben darf und nicht giftig sein darf.

Nicht jedes Spielmaterial ist Kreativität fördernd und geeignet zur Entwicklung der Arbeitshaltung. Ein Übermaß an technischen Spielzeug weckt zwar das Neugierverhalten, trägt aber nur dazu bei, dass solches Spielzeug auseinandergenommen wird, zerlegt und zerstört wird, statt konstruktiv zu bestätigen.

Übungsspiel- Funktionsspiel

Es wird durch innere Impulse hervorgerufen, aus Funktionslust heraus.

Durch diese Art von Spiel wird das Kind neue Eigenschaften kennen lernen, experimentieren und mit Umweltdingen Erfahrungen sammeln.

Die ersten Spiele von Kindern sind Übungsspiele ( benannt von Piaget)

Säuglinge beginnen sich ohne Ziel zu bewegen mit einfachen Bewegungen die ihnen Freude machen, wie z.B. Strampeln. Fähigkeiten und Funktionen der Fähigkeiten werden erprobt.

Lallen – Geräusche proben. Körperfunktionen werden im Spiel lustvoll erprobt: krabbeln, laufen, klettern, greifen, anfassen, loslassen, werfen, schlagen, in den Mund stecken, wegstoßen, heranziehen von Gegenständen.

Das Übungsspiel hält an bis hin zu Jugendlichen und bis ins Erwachsenenalter: z.B. Pedalo fahren. Wenn wir etwas aus eigenem Willen untersuchen: Zweckfrei, dann ist es ein Übungsspiel, aber nur wenn kein Ziel verfolgt wird.

Im Spiel vollzieht sich zum größten Teil die Entwicklung.

Das Kind erkennt, versteht und beherrscht seine Umgebung. Es gibt nur wenig Fähigkeiten und Fertigkeiten, die im Spiel nicht angeregt werden, sich entwickeln können oder angewendet werden können.

Das Funktionale Spiel verschiebt sich zum werkschaffenden Spiel

Im funktionalen Spiel hat das Kind Freude an der Bestätigung, beim werkschaffenden Spiel hat das Kind Freude am Produkt .

Das Rollenspiel/ /Illusionsspiel

Vorschulalter: Diese Art von Spiel tritt auf mit den Anfängen der Sprache Voraussetzungen sind allerdings, dass das Kind Verständnis für Repräsentanz hat und eigene Vorstellungen hat. Anthropormismus Rollen: Personen werden verwandelt. Charakter des Rollenspieles: Als- Ob- Einstellung, Metamorphose. Einfache Form: Spielsachen werden umgedeutet (Baustein= Löffel...) Eigenes Verhalten wird auf Spielsachen übertragen (Puppe geht schlafen) 2.Lbj:Erlebtes wird nachahmend produziert. Handlungen werde nachgeahmt. Verschiedene Handlungsabläufe werden wiederholt, ohne Zusammenhang mit der sonst üblichen Situation (Schlafen, Essen).Erwachsene Verhaltensweisen werden reproduziert (Zeitung lesen; rauchen, kochen..) Symbole treten anstelle der Situation, Symbole für Schemata.

In rascher Folge kann alles zu allem werden und wechselt im Spiel mehrfach die Bedeutung: Das Kind kann die verschiedensten Rollen übernehmen(: Schulkind, Hund) Höhepunkt: Einzelhandlungen werden gemischt: Die Elemente verquicken zu komplizieren, stark fluktuierenden Handlungsabläufen: Personen verwandeln sich, Sachen werden umgedeutet: Kind wird zum Hund und der Faden zur Spaghetti.

Konstruktionsspiele und Rollespiele werden manchmal zusammengespielt.

Es wird etwas gebaut für das Rollenspiel- ein Haus. Durch diese Unerbrechungen kann es zu Konflikten kommen: während ein Kind baut möchte das andere Kind dem Rollenspiel wieder Aufmerksamkeit schenken.

Das Rollenspiel ist eine Brücke zur Wirklichkeit. Hier kann das Kind eine Quasi- Realität herstellen, in der es sich die Wünsche, die es in der Realität nicht erfüllt bekommt, erfüllen kann. Manche Kinder können Angst davor haben die Quasi Realität mit der Wirklichkeit zu vermischen. Das Spiel ist in diesem Sinne ein Gegengewicht (Mattlosigkeit, Kleinheit) und hilft Erlebnisse durch Reproduktion zu Verarbeiten. Durch das Reproduzieren gleichen sich die Emotionen des Kindes aus und wenn das Kind eine Affektgeladene Situation erlebt, kann es die seelische Anspannung im Spiel wieder ausgleichen. So können unlustbetonte Erlebnisse und Aggressionen kompensiert werden und so entladen.

Katharsis durch Wiederholen von Angstsituationen.

Erlebnisse der realen Ebene werden wiederholt und wiedererlebt. Oft werden Situationen gespielt, die für besonders beeindruckend, beängstigend oder empörend empfunden wurden. Das Kind wiederholt die Eltern, Hörspiel, Fernseh.

Spiel ist Fantasiegeleitet, unerfüllte Wünsche können im Spiel realisiert werden. Kinder können durch das Spiel in die Umwelt eingreifen und in ihr etwas verändern.

Das Spiel dient nicht nur der Befriedigung von Bedürfnissen und Anpassung des Kindes, sondern auch zur Selbstverwirklichung und schöpferischen Expansion. Durch das Auseinandersetzen mit Situationen im Spiel kann das Kind Erfahrungen sammeln Sozialisation durch auseinandersetzen mit Umwelt und sich selbst und den eigenen Grenzen. Wechsel Akkomodation –Assimilation.

Auseinandersetzen mit Mitspielern und Objekten+ Verarbeitung von Alltagsproblemen. Kind bringt ins Spiel die inneren Gedanken, Gefühle, Erfahrungen und Fantasie ein.

Das Rollenspiel ist aufs engste mit anthropormorphischem Denken im Kleinkindalter verknüpft. Mit wachsendem Alter nimmt das Rollenspiel an Bedeutung ab und das Kind wendet sich immer mehr der Realität zu und orientiert sich an Partnern.

Bevor das Rollenspiel versiegt, tritt noch die Phase der Sozialisierung ein: Kollektive Spiele wie Mutter Vater Kind werden gespielt 5-7Jahre Kollektives Rollen+ Konstruktionsspiel: Haus bauen und dann Rollen einnehmen. Auch Rollenspiel ist das Handpuppenspiel, was Kinder im Kindergarten spielen. (Vorausgesetzt sie haben schon einmal gesehen, wie ein Handpuppenspiel funktioniert und haben es als angenehm und spannend angesehen.

3 1/2Jahre bis 5:

Kinder beeinflussen ihre Spielgefährten gerne:

Mädchen: unterbreiten ihren Mitspielern Vorschläge. Sie gehen eher auf die Bedürfnisse der Mitspieler ein, als Jungen. Man erkennt in Gesprächen im Spiel eine sozialbildende Funktion

Spiel: Ist störanfällig. Sie spielen verhalten

Jungen: Geben Anweisungen und Befehle an ihre Mitspieler Für Steuerversuche von Mädchen sind Jungen meist unempfindlich Jungen fallen den Mitspielern ins Wort, kommandieren sie herum, drohen ihnen, vernachlässigen die Bedürfnisse ihrer Mitspieler. Sie spotten und necken sich oft.

Spiel: Sie tendieren eher zu Konstruktionsspielen und Wettbewerbssituationen. Für Kinder im Grundschulalter ist das Rollenspiel noch aktuell. – Theaterstück Auch Erwachsene spielen das Rollenspiel- z.B. im Theaterstück oder in der Ausbildung zu verschiedenen Berufen:

Polizei- Sprache lernen, Umgangsweisen und Reaktionen üben Erzieher: Elterngespräch mit Erzieherin darstellen – Argumentationen erlernen Bewerbungsgespräche.

Kinder können Rollen einfach so spielen, Erwachsene brauchen Vorgaben Erwachsene spielen nicht nur Spiele im Thearter oder wegen Berufen auch in vielen Therapien werden Spiele eingesetzt.

Werkschaffendes Spiel: (schöpferisches Spiel)

Bevor das Kind zum werkschaffenden Spiel gelangt, durchläuft es mit dem jeweiligen Material funktionale Vorstufen:

Unspezifisch funktionale Stufe- Material wird noch nicht Charaktergemäß genutzt

(1. +2. Lebensjahr) Material wird mit dem Mund untersucht, geworfen, aneinander geschlagen

Spezifisch funktionale Stufe- Werk wird noch nicht benannt, jedoch Zweckentsprechend verwendet: Sand – einfüllen, leeren; Bausteine ind ein und zweidimensionalen Reihen bauen; Ton wird gerollt, geknetet, geklopft; mit dem Stift werden Spiralen, Striche und Kreise auf ein Blatt Papier gemalt (Kritzelstadium).

Symbolstadium- In der Trotzphase, ich- Phase –hebt sich das Kind von der Umwelt ab und baut erste geplante Produkte und macht erste Pläne und Zielsetzungen. Willkürliche Benennungen kommen vor: zufällig, am Ende des Werkes oder währenddessen. Manchmal wird zu Beginn des Spiels ein Plan geäußert, jedoch hat das Produkt keine Ähnlichkeit mit der Benennung. Die Benennung kann sich während des Spieles mehrmals ändern. Beim Spielen werden Begabungen entdeckt und können gefördert werden.

Je einfacher das Material ist, desto früher entstehen geplante Gebilde:

3Lbj: Sandkuchen wird gebacken

4Lbj:Bausteine werden dreidimensional und zielgerichtet aufeinandergereiht

5Lbj:Mit Ton, Plastilin werden Tiere, Körbchen, menschliche Figuren usw. geformt

6Lbj: (meist schon früher) Mit dem Zeichenstift werden erkennbare Gebilde, meist Menschen und Häuser gemalt

Schulalter: Kinder können mit Baumaterialien spielen, dessen Teile man mit Verbindungsstücken zusammensetzten muss

Zum werkschaffenden Spiel:

Kennzeichnung:

Vorgefasster Plan

Vorherige Benennung des Produktes

Durchführung des Plans

Erkennbarkeit des Produktes

Im 6.Lbj kann das Spiel schon über Stunden gehen oder auf den nächsten Tag übergreifen.

Das Kind kann die Spannung immer länger und schließlich bis zur Vollendung seines Werkes aufrecht erhalten. Die Präzision des Werkes wird immer ausgeprägter. Der Wechsel von Spannung und Lösung verlangsamt. Konzentration, Ausdauer, die willkürliche Aufmerksamkeit und das Gefühl der Verpflichtung wachsen an der selbstgestellten Aufgabe.

Dieser Entwicklungstand sollte bis Ende des Vorschulalters erreicht werden Er ist wichtige Grundlage für die Arbeitshaltung.

Fördern: Das Kind loben, dann wird es angeleitet immer wieder neue Produkte zu bauen. Werke werden später im vorhinein geplant und dem, was es sein soll immer ähnlicher.

Motivierend für das Kind ist die positive Rückmeldung des gelungenen Werkes – Lob und Anerkennung.

Spielmaterial: Die Lernprozesse werden mit vom Charakter des Spielzeuges gesteuert.

Manchmal müssen Erzieher Hilfe zur Entwicklung der Arbeitshaltung geben, z.B. wenn sich ein Kind nicht länger als jeweils 2 Minuten mit einer Sache befassen kann.

Das Regelspiel-

hilft soziale Verhaltensweisen im Umgang mit anderen zu lernen.

Zwei Elemente des Regelspiels: Der Wettbewerb und das Spielen mit dem Partner.

Diese Elemente können Kinder am Anfang noch nicht auseinanderhalten.

Ein Kind im Alter von 3 1/2 Jahren ist noch nicht fähig Misserfolge zu ertragen.

Reaktion ist dann: „Ich mach jetzt gar nix mehr“, „Ich will nicht mehr spielen“

Kinder im Vorschulalter sollte man deshalb nicht in so eine Wettbewerbssituation hineindrängen.

Das Spiel fordert Realitätsanpassung, wobei diese Anhängig ist von dem Entwicklungstand des Kindes, welcher der Anpassung Grenzen setzt im Spiel setzen sich Kinder ständig mit Stücken aus ihrer realen Umwelt auseinander und erfahren so sich selbst und die Umwelt. Das Kind kann im Spiel die Realität so ändern, dass sie sich der inneren Welt des Kindes anpasst.

Ca. 5.Lebensjahr:

Kinder leugnen ihre Misserfolge oder sie verschieben sie, indem sie auf etwas hinweisen, dass sie gut können. „Dafür kann ich aber gut malen.“

Oder mit etwas, dass es besitzt: „Ich hab dafür aber schöne Schuhe“

Zweite Hälfte des 5.Lbj.

Die Frustrationstoleranz wird größer und Kinder können länger in der Wettbewerbssituation verweilen. Sie versuchen Misserfolge zu meiden indem sie sich mehr anstrengen und sich mehr Mühe geben. Allmählich lernt das Kind mit Misserfolgen zu rechnen, jedoch ist „Verlieren“ bei ihm als Versagen angesehen und somit eine Belastung für das Kind.

Die Einstellung darauf, dass es mit dem Partner abwechselnd spielt, gelingt ihm nun

6.Lebensjahr:

Die Verbindung von abwechselndem Spielen und Wettbewerb wird möglich. Das Kind bevorzugt hier eher Erwachsene oder ältere Kinder.

Ca 7.Lebensjahr:

Verlieren fällt dem Kind noch immer sehr schwer und es erlebt dieses verlieren als Minderung des Selbstwertgefühles. Affektausbrüche als Folge vom Verlieren geschehen sehr häufig – Spiel im Zorn vom Tisch werfen, weil man verloren hat.

Im Regelspiel sind wir an Zwecke gebunden, da wir Regeln aufstellen, sie abwandeln und ihre Gültigkeit durch beenden des Spiels wieder aufheben.

Das Freispiel - Möglichkeit Spielort, Material, Partner und Dauer selbst zu wählen.

Frei von Fremdbestimmung: Das Kind bestimmt selbst was es spielt und ist frei von äußeren Zwängen.

Spielt ein Kind immer nur Minutenlang an einem Ort, benötigt es Hilfe von einem Erzieher-Kinder müssen sich auch auf eine Sache konzentrieren können Bewegungsdrang- (überschüssige Kräfte beim Toben), Wünsche und Bedürfnisse werden zum Teil im Spiel befriedigt – zum Beispiel in Form von Rollenspiel oder Bewegungsspiele).

Bedeutung des Spiels für Kinder:

Viele Eltern sehen den Fernseher heute als „Ersatzerzieher“ oder „Babysitter“. Bei dieser Art von Kinder treten in gehäuftem Maße ein „Unfähigkeit zu spielen“ auf. Diese Kinder lernen nichts mit ihrer freien Zeit anzufangen, spielen immer dasselbe oder spielen das im Fernsehen gesehene immer nach.

Was können Erzieher/ innen und Eltern tun?

Erzieher sollten viele Spiele kennen und erklären können. Sie sollten praktische Kenntnisse haben. Als Spielpartner des Kindes dem Kind beim Spielen Freude bereiten sich mit spielen zu beschäftigen, denn verschiedene Spiele können auf das Leben vorbereiten, indem wichtige Dinge eingeübt werden. Das Kind immer wieder motivieren um Niederlagen zu überstehen.

Dabei sollte man ehrliches Interesse am Kind und am Spiel zeigen und sich aktiv mit dem Kind auseinandersetzen.

Möglichst vielseitiges Spielmaterial anbieten, damit das Kind eine Auswahl hat und möglichst viele Erfahrungen sammeln kann. Bewegung: Das Kind sollte sich im Spiel viel Bewegen. (Waldspaziergänge machen) Das Kind muss Erfahrungen sammeln. Beispiel: Wenn das Kind über einen Baumstamm laufen will, der aber nassen und rutschig ist, abwägen, ob es mit Hilfe trotzdem dem Wunsch nachgehen kann oder ob es wirklich zu gefährlich ist.

Kinder beobachten Erzieher und Eltern bei Tätigkeiten, sie ahmen nach, was sie gesehen haben. Also müssen Eltern und Erzieher gute Vorbilder sein, in allen Situationen. Konfliktlösung, Umgangssprache usw.

Kinder sollen Zeit haben sich zu entfalten und gefördert werden zur Kreativität.

Sie sollten ihre Kinder zwar vor Gefahren schützen aber ihnen beim Spielen Möglichkeiten lassen.

Manchmal müssen Erzieher Hilfe zur Entwicklung der Arbeitshaltung geben, z.. wenn ein Kind nicht länger als jeweils 2 Minuten sich mit einer Sache befassen kann.

Die Motorische, kognitive, soziale Entwicklung können im Spiel gefördert werden, Aufgabe der Erzieherin: Spielangebotgestaltung.

Erzieher sollten die Spielfreude des Kindes fördern durch –z.B. Lob und Annerkennung und deren Neugierde wecken. Dem Kind Gelegenheit geben zum Entdecken und Erproben.

Wenn ein Versuch nicht gelingt neu motivieren und Erfolge aufzeigen und das Kind zu immer abwechslungsreiches Spielmaterial ,

Reizüberflutung meiden.

Spiel und Kommunikationsformen ermöglichen.

Dem Kind die Möglichkeit geben selbst zu wählen, was es spielen möchte – Freispielzeit.

Dem Kind Anregungen und Hilfe geben, wenn es darum bittet.( wenn das Kind bittet etwas vorzumachen, überlegen, ob es die Kreativität des Kindes hemmen könnte)

Quellen:

Bartels, Markowski, Praxisbuch Kinderpflege, 1994 Köln, Stamverlag

Schenk Danzinger, Entwicklungspsychologien,2002 Wien ,öbv Et hpt

Freya Pausewang, Dem Spiel Raum geben, 1997 Berlin, Cornelsen Verlag

Liege, Wersch, Raffenbeul, Weber, Kinderpflege+ Erziehung

15 von 15 Seiten

Details

Titel
Spielentwicklung
Hochschule
Universität Kassel
Note
2+
Autor
Jahr
2002
Seiten
15
Katalognummer
V8774
Dateigröße
485 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Spielentwicklung
Arbeit zitieren
Marina Welz (Autor), 2002, Spielentwicklung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/8774

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