Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Historia universal - Prehistoria e Historia antigua

Das Bild der ‚Adelsclique’ und des C. Marius in Sallusts ‚Bellum Iugurthinum’

Título: Das Bild der ‚Adelsclique’ und des C. Marius in Sallusts ‚Bellum Iugurthinum’

Trabajo , 2007 , 19 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: David Hohm (Autor)

Historia universal - Prehistoria e Historia antigua
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

„Denn vor der Zerstörung Karthagos behandelten das Volk und der römische Senat friedlich und maßvoll das Gemeinwesen; […] die Furcht vor dem Feinde hielt die Bürgerschaft in guten Eigenschaften. Als aber jener Schrecken aus den Gemütern gewichen war, brach offenbar das ein, was Glück mit sich zu bringen pflegt: Ausgelassenheit und Hochmut.“ (Sall. Bel. Jug. 41,2). Gaius Sallustius Crispus verfasste seine zweite Monographie ‚Bellum Iugurthinum’ um 40 v. Chr., wenige Jahre nach Cäsars Tod. Bevor er mit der Schilderung der Ereignisse des ‚Bellum Iugurthinum’ beginnt, begründet er sein Vorhaben: Er will den Krieg Roms mit Numidien beschreiben, „erstens, weil er gewaltig, hart und von wechselndem Sieg war“ (Sall. Bel. Jug. 5,1f), und zweitens, um anhand von beispielhaften Persönlichkeiten die Konflikte in der römischen Gesellschaft zwischen der hochmütigen und korrupten Aristokratie auf der einen und einzelnen Männern als Vertreter des Volkes auf der anderen Seite darzustellen. Dabei ist der persönliche Hintergrund Sallusts nicht gering zu schätzen. Sallust kannte nicht nur die Bedingungen eines Wüstenkrieges, er war auch mit den Auseinandersetzungen in der Innenpolitik zwischen Anhängern der popularen und der optimaten Richtung vertraut. Es liegt nun der Schluss nahe, Sallust wolle als „skrupelloser, wenn auch sehr geschickter Propagandist“ (v. Fritz) die Seite des Gaius Marius, einer der wichtigsten Figuren im Bellum Iugurthinum und Vertreter der popularen Seite, vertreten. Andererseits zeigt sich gerade in der Beschreibung der Taten des Feldherrn Quintus Metellus, eines herausragenden Vertreters der Nobilität, dass sich Sallust als „Mann von höchster idealer Gesinnung [bemüht], Lob und Tadel nach wirklichem Verdienst auszuteilen [, und dabei] faktisch einen hohen Grad der Objektivität des Urteils erreicht“ (v. Fritz). In dieser Arbeit soll einerseits das von Sallust gezeichnete Bild der Adelsclique anhand einzelner Adliger wie Lucius Calpurnius Bestia, Aemilius Scaurus, Gaius Baebius, Spurius Postumius Albinus, Aulus Postumius Albinus und Quintus Caecilius Metellus, andererseits das Bild von Gaius Marius im Vordergrund stehen. Denn der Streit, der zwischen der Nobilität und der plebs herrschte, war „ein Streit, der Göttliches und Menschliches alles durcheinanderbrachte und bis dahin in seinem Wahnsinn vorstieß, daß den politischen Leidenschaften erst der Krieg und die Verödung Italiens ein Ende setzten“ (Sall. Bel. 5,2)

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorgeschichte und Eröffnung des Krieges - Das Bild der ‚Nobilitätsclique’

2.1 Die Nobilität als Ganze

2.2 Lucius Calpurnius Bestia, Aemilius Scaurus, Gaius Baebius, Spurius Postumius Albinus, Aulus Postumius Albinus

3. Erste Erfolge Roms – Der Krieg unter Quintus Caecilius Metellus und Gaius Marius

3.1 Quintus Caecilius Metellus

3.2 Gaius Marius

3.3 Die Rede des Marius

3.4 Der Sieg über Jugurtha

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das von Sallust in seinem Werk ‚Bellum Iugurthinum’ gezeichnete Bild der römischen Nobilität und des Gaius Marius, um aufzuzeigen, wie der Historiker durch die Darstellung dieser Protagonisten die innenpolitischen Konflikte der ausgehenden römischen Republik reflektiert. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, inwieweit Sallust eine objektive Charakterzeichnung anstrebt oder Marius als politisches Ideal der popularen Bewegung instrumentalisiert.

  • Kritische Analyse der Korruption innerhalb der römischen Nobilität
  • Charakterisierung des Gaius Marius als ‚homo novus’ und militärische Führungspersönlichkeit
  • Die Rolle der politischen Parteiungen in der Spätphase der römischen Republik
  • Untersuchung rhetorischer Strategien in den Reden des Marius
  • Bewertung historischer Ereignisse im Kontext von Sallusts moralischer Geschichtsauffassung

Auszug aus dem Buch

3.3 Die Rede des Marius

Der Beginn dieser Marius-Rede stellt eine Attacke gegen die gesamte Nobilität dar. Sallust zeichnet hier ein einheitliches Bild der Adligen, es werden keine einzelnen Namen genannt. Der Vorwurf an die Adligen lautet: „Zuerst sind sie rührig, bittend, maßvoll; dann verbringen sie ihre Tage [im Amt] in Trägheit und Anmaßung“ (Sall. Bel. Jug. 85,1). Marius hingegen ist der Ansicht, dass ob der Würde des Konsulats und der Prätur sowie der Wichtigkeit für das Gemeinwesen als Ganzes die Bewerber eigentlich diese Ämter mit dem gleichen Eifer ausführen müssten, wie sie sich auch darum bewerben. Hier sieht Marius eine der großen Schwächen der Adligen. Ihn selbst beträfe dieser Fehler nicht, er sei sich der „Fürsorge“ (Sall. Bel. Jug. 85,2) bewusst, mit welcher diese Ämter verwaltet werden müssten. Umso schwieriger sei es für ihn selbst. Unabhängig von den ohnehin schon schwierigen Problemen der Kriegsführung und Kriegsfinanzierung „suche eine gehässige Nobilitätsopposition […] nicht nur, ihm Steine in den Weg zu legen, sondern ihn persönlich zu schädigen“19. Hinzu kämen die besonderen Probleme, die er als ‚homo novus’ zu bewältigen habe, denn er könne sich nicht auf die Taten seiner Vorfahren und den Zusammenhalt der ihm Gleichgesinnten berufen (Sall. Bel. Jug. 85,4). Marius stellt fest: „Für mich ruhen alle Hoffnungen in mir selbst; ich bin durch Tüchtigkeit und Untadeligkeit sie zu schützen gezwungen“ (Sall. Bel. Jug. 85,4).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in Sallusts Monographie ‚Bellum Iugurthinum’ ein und beleuchtet den persönlichen Hintergrund des Autors sowie die Intention, durch beispielhafte Persönlichkeiten die gesellschaftlichen Konflikte Roms darzustellen.

2. Vorgeschichte und Eröffnung des Krieges - Das Bild der ‚Nobilitätsclique’: Hier wird Sallusts Kritik an der moralischen Verkommenheit der Nobilität, insbesondere durch Bestechlichkeit im Kontext des Jugurthinischen Krieges, thematisiert.

2.1 Die Nobilität als Ganze: In diesem Unterkapitel wird die gezielte Diskreditierung der Nobilität als korrupte Elite durch Sallust analysiert, wobei besonders die Bestechungsfälle Jugurthas hervorgehoben werden.

2.2 Lucius Calpurnius Bestia, Aemilius Scaurus, Gaius Baebius, Spurius Postumius Albinus, Aulus Postumius Albinus: Dieses Kapitel untersucht am Beispiel spezifischer historischer Akteure, wie Sallust das Scheitern der Nobilität durch Habgier und militärische Unfähigkeit veranschaulicht.

3. Erste Erfolge Roms – Der Krieg unter Quintus Caecilius Metellus und Gaius Marius: Das Kapitel behandelt den Übergang von der korrupten Phase zur militärischen Wende unter fähigeren Führungspersönlichkeiten wie Metellus und später Marius.

3.1 Quintus Caecilius Metellus: Hier wird die Rolle des Metellus als integrer, wenngleich hochmütiger Vertreter der Nobilität analysiert, der trotz seiner militärischen Erfolge in Konflikt mit Marius gerät.

3.2 Gaius Marius: Dieses Kapitel beleuchtet den Aufstieg des Marius als ‚homo novus’, dessen Erfolg nicht nur auf persönlichen Tugenden, sondern auch auf parteipolitischen Strategien beruht.

3.3 Die Rede des Marius: Analyse der berühmten Rede des Marius, in der dieser die Nobilität scharf angreift und seine eigene Legitimation als Konsul und Feldherr durch Tüchtigkeit statt durch Herkunft begründet.

3.4 Der Sieg über Jugurtha: Untersuchung der militärischen Strategien unter Marius und der abschließenden diplomatischen Lösung des Krieges durch Sulla.

4. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung zieht Bilanz über Sallusts Mariusbild und konstatiert, dass der Autor kein einseitiger Parteigänger war, sondern die Zerrissenheit der Republik aufzeigte.

Schlüsselwörter

Sallust, Bellum Iugurthinum, Römische Republik, Nobilität, Gaius Marius, Homo novus, Korruption, Bestechlichkeit, Popularen, Optimaten, Kriegführung, Machtkampf, Historische Analyse, Politische Ethik, Antike Geschichtsschreibung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das ‚Bellum Iugurthinum’ des antiken Historikers Sallust und untersucht, wie dieser den Verfall der römischen Nobilität und den gleichzeitigen Aufstieg des Gaius Marius im Jugurthinischen Krieg darstellt.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Publikation?

Zu den Schwerpunkten zählen die Bestechlichkeit der römischen Elite, der Konflikt zwischen der Nobilität und der plebs, das Idealbild des Feldherrn sowie die politische Rolle der ‚populares’.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu ergründen, ob Sallust Marius als neutrale historische Figur oder als politisches Instrument zur Kritik an der korrupten Aristokratie nutzt.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit basiert auf einer philologisch-historischen Quellenanalyse, wobei Sallusts Textpassagen mit moderner Forschungsliteratur in Bezug gesetzt und interpretiert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Bildes der Nobilität (Bestia, Scaurus), die Analyse der militärischen und politischen Karriere des Marius und die Interpretation seiner Reden sowie der Rolle Sullas beim Kriegsende.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Konzepte umfassen ‚homo novus’, Nobilität, Bestechlichkeit, ‚virtus’, politische Instrumentalisierung und den Niedergang der römischen Republik.

Wie bewertet der Autor das Verhältnis zwischen Marius und Metellus?

Die Arbeit zeigt, dass dieses Verhältnis durch eine Mischung aus militärischer Zusammenarbeit und persönlicher Entfremdung geprägt ist, wobei der Standesunterschied zwischen dem Adeligen Metellus und dem ‚homo novus’ Marius die Hauptspannungsquelle bildet.

Welche Bedeutung kommt der Figur Sulla im Kontext des Sieges über Jugurtha zu?

Die Arbeit stellt heraus, dass Sallust dem jungen Sulla das geschickte diplomatische Ende des Krieges zuschreibt, was Marius den Triumph teilweise schmälert und die spätere Rivalität zwischen beiden Figuren bereits andeutet.

Final del extracto de 19 páginas  - subir

Detalles

Título
Das Bild der ‚Adelsclique’ und des C. Marius in Sallusts ‚Bellum Iugurthinum’
Universidad
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Calificación
1
Autor
David Hohm (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
19
No. de catálogo
V87756
ISBN (Ebook)
9783638029971
Idioma
Alemán
Etiqueta
Bild Marius Sallusts Iugurthinum’
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
David Hohm (Autor), 2007, Das Bild der ‚Adelsclique’ und des C. Marius in Sallusts ‚Bellum Iugurthinum’, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87756
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  19  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint