Pierre Bourdieu - Theorie der Praxis


Seminararbeit, 2008

10 Seiten, Note: 1,0

Anton Padtberg (Autor:in)


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Pierre Bourdieu
1.1 Biografie
1.2 Bedeutende Werke

2 Bourdieus Sozialtheorie
2.1 Grundlagen für Bourdieus Theorie
2.2 Theorie der Praxis
2.3 Kapital
2.4 Soziales Feld
2.5 Habitus
2.6 Klassen
2.7 Sozialer Raum

3 Quellen
3.1 Bücher
3.2 Internet
3.3 Bildnachweis

1 Pierre Bourdieu

* 1. August 1930 in Denguin, † 23. Januar 2002 in Paris

Der französische Soziologe und Ethnologe Pierre Bourdieu zählt zu den international herausragenden Vertretern einer zeitgenössischen Sozialtheorie. Bekannt geworden ist vor allem sein großes Werk über die Sozialstruktur Frankreichs, „Die feinen Unterschiede. Kritik der ge- sellschaftlichen Urteilskraft“ (1979). Er beschäftigt sich mit dem Handwerk des Soziologen, mit seinen Methoden und mit seiner ei- genen Stellung in der Gemeinde der Wissenschaftler und Intellektu- ellen. Bourdieu gilt als Vordenker einer wachsenden gesellschaftskriti- schen Bewegung und das Vorbild des engagierten Intellektuellen, der sich neben der Betätigung auf seinem eigenen Forschungsgebiet, für eine gerechtere Welt einsetzt, der Welt dem Raubbau an ihren natürlichen Ressourcen ein Ende setzt und die globale Bildungspolitik mitbestimmt. Wie nur wenige seiner KollegInnen hat sich Bourdieu immer wieder in das politische Tagesgeschehen eingemischt und Kritik geübt.

"Das Ignorieren der Wahrheit der Praxis als gelehrte Ignoranz liegt unz ä hligen theoretischen Irrtümern zugrunde." 1

1.1 Biografie

Aus einfachen Verhältnissen stammend, studierte Pierre Bourdieu Philosophie an der Elite Hochschule Ecole Normale Supérieure in Paris, erhielt 1954 die Zugangsberechtigung für die oberen Posten im Schuldienst und nahm eine Stelle als Gymnasiallehrer in Auvergne an. Mit seiner Einberufung zum Mili- tärdienst 1955 wurde er nach Algerien in den Krieg geschickt. 1958-60 führte er in Algerien Feldfor- schungen zur Kultur der Berber durch und gab Unterricht an der Universität Algier im Fach Philosophie.

1960 kehrte er nach Frankreich zurück und unterrichte bis 1964 Soziologie an der Universität Lille. Paral- lel dazu betrieb er Studien über die arabische und berberische Sprache und hielt sich in seiner unter- richtsfreien Zeit in Algerien auf. Einige Werke Bourdieus beziehen sich teilweise auf die ethnologischen und soziologischen Forschungsergebnisse aus dieser Zeit. 1964 wechselte er an die École des Hautes Études en Sciences Sociales (EHESS) und publizierte mit dem Soziologen Jean-Claude Passeron das Werk „Illusion der Chancengleichheit“, wodurch er erstmals größere Aufmerksamkeit erlangte.

Ab 1981 hatte Bourdieu einen Lehrstuhl für Soziologie a Collége de France, eine der höchst angesehe- nen wissenschaftlichen Einrichtungen Frankreichs. In den 90ern unterstützte er verschiedene Bewegun- gen und Streiks und machte sich für eine Vernetzung der sozialen Bewegungen stark. 1993 erhielt er die höchste akademische Auszeichnung in Frankreich - die Goldmedaille des nationalen Zentrums wissen- schaftlicher Forschung.

Bourdieu 1979, 249

Bourdieu war von 1962 bis 1983 mit Marie-Claire Brizard verheiratet und hatte drei Kinder. 2002 starb er an Krebs. 2005 wurde die Stiftung Pierre Bourdieu gegründet, an dessen Konzept er noch vor seinem Tod mitarbeitete. Die Stiftung fördert Fächer- und Länder übergreifende Debatten der verschiedenen Sozial- und Humanwissenschaften.

1.2 Bedeutende Werke

- Die Illusion der Chancengleichheit. Untersuchungen zur Soziologie des Bildungswesens am Beispiel Frankreichs (1964)
- Entwurf einer Theorie der Praxis auf der ethnologischen Grundlage der kabylischen Ge- sellschaft (1972)
- Die feinen Unterschiede. Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft (1979)
- Die verborgenen Mechanismen der Macht. Schriften zu Politik und Kultur (1992) z Praktische Vernunft. Zur Theorie des Handelns (1994)

[...]

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Pierre Bourdieu - Theorie der Praxis
Hochschule
Hochschule Mittweida (FH)
Note
1,0
Autor
Jahr
2008
Seiten
10
Katalognummer
V87761
ISBN (eBook)
9783638033787
Dateigröße
718 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Pierre, Bourdieu, Theorie, Praxis
Arbeit zitieren
Anton Padtberg (Autor:in), 2008, Pierre Bourdieu - Theorie der Praxis, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87761

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