Zur Entwicklung bzw. ökonomischen und sozialen Funktion von Gruppenarbeit in Unternehmen


Seminararbeit, 2006

13 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Entwicklung der Gruppenarbeit
2.1 Gruppenfabrikation
2.2 Arbeitszufriedenheitsforschung
2.3 Teilautonome Gruppenarbeit
2.4 Qualitätszirkel
2.5 Fertigungsteams

3 Ökonomische und soziale Auswirkungen durch die Einführung von Gruppenarbeit
3.1 Teilautonome Gruppenarbeit
3.2 Fertigungsteams

4 Fazit

5 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Gruppenarbeit ist heutzutage in vielen Industriezweigen und Dienstleistungsbereichen eine gängige Form Arbeit zu organisieren. Sie tritt in vielfältigen Varianten auf. So gibt es zum Beispiel Projektgruppen, in der Experten aus verschiedenen Arbeitsbereichen meist zeitlich befristet eine Problemstellung bearbeiten oder Qualitätszirkel, in denen auf freiwilliger Basis Probleme des jeweiligen Arbeitsbereiches bearbeitet werden. In der Produktionsabteilung der Industrie trifft man auf Fertigungsteams, die neben direkter Produktionsaufgaben auch Qualitätsmanagement und planerische Aufgaben durchführen und teilautonome Arbeitsgruppen, die Aufgaben meist eigenverantwortlich übertragen bekommen.[1]

Gruppenarbeit kommt ergänzend zur regulären Arbeit vor, oder sie ist die eigentliche Form der regulären Arbeit. Und sie unterscheidet sich hinsichtlich ihres Handlungsspielraums, ihrer Entscheidungsstruktur, und dem Grad ihrer Autonomie.

Die wissenschaftliche Beschäftigung mit dieser Form der Arbeitsorganisation reicht schon länger zurück, fast bis an den Anfang des letzten Jahrhunderts, just bis zu der Zeit, als ihr entgegengesetztes Organisationsmodell der Taylorismus durch Henry Ford seinen weltweiten Siegeszug antrat.

Je nachdem auf welche Seite man sich bei der Betrachtung der Gruppenarbeit stellt, auf die der Unternehmer oder die ihrer Arbeitnehmer, ist der Blick mehr auf Rationalisierungspotentiale oder auf die Möglichkeiten einer humaneren Organisation von Arbeitsprozessen gerichtet.

In dieser Arbeit wird die Entwicklung der Gruppenarbeit dargestellt anhand ihres historischen Verlaufes. Unter Zuhilfenahme von Beispielen wird dabei auf die bekanntesten Formen der Gruppenarbeit näher eingegangen. Abschließend werden die jeweiligen ökonomischen und sozialen Auswirkungen nach der Einführung der beiden bekanntesten Gruppenkonzepte, der teilautonome Arbeitsgruppe und der Fertigungsteams japanischer Prägung, wie sie Toyota im Rahmen seines Lean-Production-Konzeptes eingeführt hat, beschrieben.

2 Entwicklung der Gruppenarbeit

Wie schon eingangs erwähnt bewegt sich die Beschäftigung mit Gruppenarbeit im Spannungsfeld zwischen wirtschaftlicher Effizienzsteigerung und Humanisierung.

2.1 Gruppenfabrikation

Eine der ersten Untersuchungen mit der auch Experimente einhergingen wurde bereits 1922 bei Daimler Benz in Untertürkheim durchgeführt.[2]

Der damalige Betriebsingenieur Richard Lang und der Arbeitspsychologe Willy Hellpach von der Technischen Hochschule Karlsruhe suchten nach Lösungen, wie der Unübersichtlichkeit bei der Überwachung des Fertigungsstandes der Erzeugnisse und den zu großen Transportwegen begegnet werden konnte. Sie entwarfen dazu das Konzept der Gruppenfabrikation. Mehrere Maschinenarbeiter und Schlosser wurden mit verschiedenen Arten von Wergzeugmaschinen zu einer Art Werkstätte innerhalb der Fabrik zusammengeschlossen. Dabei handelte es sich um einen reinen fertigungstechnischen Ansatz, um betriebswirtschaftliche Probleme zu lösten. Die Frage wie sich die Arbeitsstruktur auf den Beschäftigten auswirkt und sein Verhalten einwirkt, spielte hier keine Rolle.

[...]


[1] Rhein, Rüdiger: Betriebliche Gruppenarbeit im Kontext der lernenden Organisation. Frankfurt am Main 2002. S. 18

[2] Vgl. Zink, Klaus: Renaissance der Gruppenarbeit. In: Erfolgreiche Konzepte zur Gruppenarbeit. Hrsg. von Klaus Zink. Berlin 1995. S. 9

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Zur Entwicklung bzw. ökonomischen und sozialen Funktion von Gruppenarbeit in Unternehmen
Hochschule
Fachhochschule für Wirtschaft Berlin
Veranstaltung
Arbeits- und Sozialstrukturen im Betrieb und gesellschaftliche Interessenvertretung
Note
1,0
Autor
Jahr
2006
Seiten
13
Katalognummer
V87796
ISBN (eBook)
9783638032001
ISBN (Buch)
9783638930666
Dateigröße
392 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Entwicklung, Funktion, Gruppenarbeit, Unternehmen, Arbeits-, Sozialstrukturen, Betrieb, Interessenvertretung
Arbeit zitieren
Valentin Lehmann (Autor), 2006, Zur Entwicklung bzw. ökonomischen und sozialen Funktion von Gruppenarbeit in Unternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87796

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