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Sonderpädagogischer Förderbedarf mit dem Schwerpunkt soziale und emotionale Entwicklung

Title: Sonderpädagogischer Förderbedarf mit dem Schwerpunkt soziale und emotionale Entwicklung

Seminar Paper , 2006 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Sophia Stefanidou (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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Im Sinne der Schwerpunktsetzung, die in unserem BA-Sonderpädagogik Studiengang vorausgesetzt wird, habe ich mich im Rahmen dieser Arbeit für die Bearbeitung des Förderschwerpunktes emotionale und soziale Entwicklung entschieden. Da mein Interesse darin besteht auch später im beruflichen Betätigungsfeld mit diesem Schwerpunkt zu bearbeiten, liegt mein Anliegen ebenfalls im theoretischen Bereich auf dem Ausbau und der Vertiefung der Kenntnis bezüglich der Thematik.
In dieser Arbeit soll ein grober Einstieg in den Themenschwerpunkt skizziert werden, indem auf Grundlagenliteratur und Einstiegslektüre aufgebaut wird. Aufgrund des enormen Umfangs des Themenbereichs und der knapp bemessenen räumlichen Voraussetzungen dieser Arbeit, kann dementsprechend ausschließlich im Ansatz auf die einzelnen Behandlungspunkte eingegangen werden.
In Kapitel 2 wird zunächst der Begriff der so genannten Verhaltensstörung bearbeitet, indem die relevanten Begrifflichkeiten umschrieben werden (eine exakte Definition ist laut Literatur aufgrund der komplexen Problematik nur annäherungsweise und unvollkommen möglich). Darauf folgend soll in Kapitel 3 durch die knappe Darstellung einiger häufig diagnostizierter Erscheinungsformen, anhand von Beispielen spezieller Störungen, ein kurzer Einblick in das Spektrum der verschiedensten Auftretungsarten von Verhaltensstörungen aufgezeigt werden. Im Anschluss (Kapitel 4) soll möglichst eine Einstiegshilfe in die pädagogisch-therapeutische Situation erarbeitet werden, die besonders auf die Einstellung der erziehenden Person abzuzielen versucht. Abschließend folgt unter Kapitel 5 ein zusammenfassendes Fazit.
Um den Begriff der Verhaltensstörung zu erfassen, soll an dieser Stelle eine generelle Definition des Begriffs sonderpädagogischer Förderbedarf, wie sie die Kultusministerkonferenz im Jahre 1994 aufgestellt hat, vorangestellt werden, ehe speziell der Terminus des sonderpädagogischen Förderbedarfs der emotionalen und sozialen Entwicklung, wie er fortan genannt wird, vorgenommen wird. Im Anschluss möge die Darstellung der komplizierten Klassifikationen von Verhaltensstörungen besser in die Thematik einführen. Wird in dieser Ausarbeitung von sonderpädagogischem Förderbedarf gesprochen, so geschieht dies auf der Grundlage der Definition der KMK-Empfehlungen von 1994, aus der folgende Definition hervorgeht:

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begrifflichkeit

2.1 Allgemeines

2.2 Zum Begriff der Verhaltensstörung

2.3 Klassifikationen

2.4 Zusammenfassung

3 Erscheinungsformen

3.1 ADHS

3.2 Borderline Syndrom

3.3 Bulimia Nervosa

3.4 Zusammenfassung

4 Die pädagogisch-therapeutische Situation

4.1 Richtlinien laut KMK-Empfehlung

4.2 Die intrinsische Einstellung pädagogisch Handelnder

4.3 Zusammenfassung

5 Zusammenfassung und abschließendes Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit gibt einen einleitenden Überblick über den sonderpädagogischen Förderschwerpunkt der emotionalen und sozialen Entwicklung, wobei insbesondere die theoretische Fundierung, diagnostische Klassifizierungen sowie die notwendige pädagogisch-therapeutische Haltung im Umgang mit betroffenen Kindern und Jugendlichen beleuchtet werden.

  • Definition und Komplexität des Begriffs Verhaltensstörung
  • Klassifikationssysteme bei Verhaltensauffälligkeiten
  • Diagnostische Erscheinungsformen (ADHS, Borderline, Bulimie)
  • Pädagogisch-therapeutische Handlungskonzepte
  • Reflexion der professionellen Lehrerhaltung nach Helmut Reiser

Auszug aus dem Buch

Die intrinsische Einstellung pädagogisch Handelnder

Um die unter 4.1 dargelegten Richtlinien adäquat erfüllen zu können, ist eine wohl gesonnene, intrinsische Haltung der pädagogisch handelnden Person (wie z.B. Lehrer, Erzieher, Therapeuten) von Nöten. Helmut REISER beschreibt diese Haltung als eine Verstehensleistung dessen, was man nicht versteht. (vgl. REISER&LOTZ, 1995, S.177) Genauer ausgeführt, erwähnt REISER den Gegensatz, dem die Lehrperson gegenübersteht, wenn sie mit einem verhaltensgestörten Kind konfrontiert wird, denn nach deren Auffassung handelt das Kind entgegen eigenen Interessen, wenn es sich gegen die Gruppe, gegen die eigene Integration, gegen das eigene Vorankommen stellt. (ebd.) Wichtig sei hier im pädagogischen Kontext, dass Lehrer nicht davon ausgehen dürfen, dass Kinder/Jugendliche automatisch nach einem Input-Output-System funktionieren. (vgl. REISER&LOTZ, 1995, S.178) Anders ausgedrückt, dass Kinder und Jugendliche zwar auch immer Produkt ihrer Umwelt und der Erlebnisse in dieser sind, jedoch gleichzeitig Menschen, die grundsätzlich die Möglichkeit des Entscheidens über ihre Handlungen innehaben, „deren Tun und Handeln von einem persönlichen Sinn gesteuert ist“.

Demnach liegt die Verstehensleistung des Pädagogen dem abweichenden Verhalten eines Kindes/eines Jugendlichen gegenüber vornehmlich in der Annahme, dass das sozial- und selbstschädigende Verhalten des Kindes/des Jugendlichen für ihn subjektiv einen Sinn macht, obwohl es diesen, zumindest verbal, zu artikulieren nicht in der Lage ist. (vgl. REISER&LOTZ, 1995, S.178) Diese Irritation zwischen nicht verstehen und verstehen müssen sollten Pädagogen laut Helmut REISER zum Anlass nehmen „nach dem subjektiv Sinnvollem des kindlichen Verhaltens zu suchen.“ (REISER&LOTZ, 1995, S.179) Dabei ist es im Folgenden wichtig die Anzeichen eines Wandels wahrzunehmen, die Aufmerksamkeit auf die Ansätze zur Verhaltensänderung zu richten, um dann eben diese Ansatzpunkte unterstützen und vorantreiben zu können.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung steckt den Rahmen der Arbeit ab, begründet die Wahl des Förderschwerpunkts und erläutert den Aufbau der Untersuchung von der Begriffsdefinition über Erscheinungsformen bis hin zur pädagogischen Haltung.

2 Begrifflichkeit: Dieses Kapitel widmet sich der schwierigen Definition von Verhaltensstörungen und stellt verschiedene phänomenologische sowie empirische Klassifikationssysteme vor.

3 Erscheinungsformen: Es werden beispielhaft drei spezifische Krankheitsbilder, nämlich ADHS, Borderline Syndrom und Bulimia Nervosa, hinsichtlich ihrer Merkmale kurz skizziert.

4 Die pädagogisch-therapeutische Situation: Der Fokus liegt auf der professionellen pädagogischen Interaktion sowie der intrinsischen Haltung der Fachkraft, die nicht auf Korrektur, sondern auf Verständnis und Begleitung des Kindes ausgerichtet sein sollte.

5 Zusammenfassung und abschließendes Fazit: Das Kapitel resümiert die erarbeiteten Inhalte und kritisiert den Kontrast zwischen theoretischen Modellen und der praktischen Anwendbarkeit im pädagogischen Alltag.

Schlüsselwörter

Sonderpädagogik, Emotionale Entwicklung, Soziale Entwicklung, Verhaltensstörung, Förderbedarf, Klassifikation, ADHS, Borderline Syndrom, Bulimia Nervosa, Pädagogische Diagnostik, Lehrerhaltung, Reiser, Inklusion, Verstehensleistung, Erziehungshilfe

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der sonderpädagogischen Förderung von Kindern und Jugendlichen mit dem Förderschwerpunkt der emotionalen und sozialen Entwicklung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Definition von Verhaltensstörungen, deren diagnostische Klassifizierung sowie die professionelle pädagogische Haltung im Umgang mit diesen Kindern.

Was ist das Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, einen theoretischen Einblick in das Themenfeld zu geben und Ansätze für eine gelingende pädagogisch-therapeutische Situation zu erarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse, um Begriffe und Konzepte fundiert darzustellen und kritisch zu hinterfragen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil deckt die begriffliche Einordnung, die Darstellung von Störungsbildern wie ADHS und Borderline sowie die pädagogische Reflexion nach Helmut Reiser ab.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sonderpädagogik, emotionale und soziale Entwicklung, Verhaltensstörung und pädagogische Haltung charakterisiert.

Warum ist eine exakte Definition von Verhaltensstörung laut der Autorin schwer?

Aufgrund der Komplexität der Problematik und der Vielschichtigkeit abweichenden Verhaltens ist eine exakte Definition laut der Literatur nur annäherungsweise und unvollkommen möglich.

Was bedeutet "Verstehensleistung" im pädagogischen Kontext nach Helmut Reiser?

Es bezeichnet die Fähigkeit der Lehrperson, das subjektiv sinnvolle Moment hinter einem für sie zunächst unverständlichen oder störenden Verhalten des Kindes zu erkennen.

Was kritisiert die Autorin im Fazit?

Die Autorin kritisiert, dass eine Diskrepanz zwischen der wissenschaftlichen Theoriebildung und der praktischen Anwendbarkeit im pädagogischen Alltag besteht.

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Details

Title
Sonderpädagogischer Förderbedarf mit dem Schwerpunkt soziale und emotionale Entwicklung
College
University of Hannover  (Institut für Sonderpädagogik)
Course
Feststellung sonderpädagogischen Förderbedarfs
Grade
1,3
Author
Sophia Stefanidou (Author)
Publication Year
2006
Pages
16
Catalog Number
V87805
ISBN (eBook)
9783638033824
ISBN (Book)
9783638932592
Language
German
Tags
Sonderpädagogischer Förderbedarf Schwerpunkt Entwicklung Feststellung Förderbedarfs
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sophia Stefanidou (Author), 2006, Sonderpädagogischer Förderbedarf mit dem Schwerpunkt soziale und emotionale Entwicklung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87805
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