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Die Kuba-Krise - Sicherheitspolitische Interessen der SU und der USA

Title: Die Kuba-Krise - Sicherheitspolitische Interessen der SU und der USA

Scientific Essay , 1999 , 21 Pages , Grade: 1,30

Autor:in: Dr. Marc Oprach (Author)

Politics - Region: USA
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Vom 14. bis 28. Oktober 1962 kam es zu einer bedeutenden politischen und militärischen Konfrontation zwischen den USA und der Sowjetunion, welche als 'Kubakrise' oder 'Raketenkrise' in die Geschichte einging. Am 22. Oktober versetzte Kennedy die amerikanischen Luftstreitkräfte in den Status "Defence Condition 2" und blieb somit lediglich eine Stufe unterhalb der Eröffnung von Kampfhandlungen. Das Ziel dieser Ausarbeitung ist die Analyse der Kubakrise, wobei die Darstellung sich sowohl auf die sowjetischen Motive konzentriert, die zur Stationierung von Raketenbasen auf Kuba führte, als auch die amerikanische Zielsetzung berücksichtigt. Zu Beginn der Ausarbeitung, ist es erforderlich, die Grundlagen der kubanisch-amerikanischen Beziehungen darzustellen, wobei die Machtübernahme Fidel Castros und die gescheiterte Invasion in der Schweinebucht einen Schwerpunkt bilden. Die sowjetischen Motive, die zur Errichtung von Raketenbasen auf Kuba führte, werden hieran anschließend analysiert, wobei zwischen außenpolitischen, innersozialitschen und militärstrategischen Motiven differenziert wird. Die Enttarnung der Raketenbasen durch die USA leitet die Darstellung der amerikanischen Zielsetzung ein. Hier werden sowohl die außen- und innenpolitischen sowie die sicherheitspolitischen Interessen der USA ebenso analysiert als auch die amerikanische Zielsetzung, die Krise einzugrenzen. Weiterhin wird die Entscheidungsfindung des Präsidenten Kennedy ebenso wie das der amerikanischen Außenpolitik zu Grunde liegende Prinzip der `abgestuften Abschreckung` dargestellt. Eine Schlussbetrachtung und Stellungnahme bilden den Endpunkt der Ausarbeitung. Als einzigartige historische Quelle können die Tonbandaufzeichnungen bezeichnet werden, die die Debatten zur Kubakrise während der Sitzungen des präsidialen Krisenstabes (Executiv Committee of National Security Council) wiedergeben. Des weiteren werden schriftliche Quellen, wie beispielsweise Sitzungsprotokolle, Beschlussvorlagen, Reden und öffentliche Stellungnahmen sowie der Briefverkehr zwischen dem amerikanischen Präsidenten Kennedy und dem sowjetischen Staatschef Chruschtschow in die Analyse einbezogen. In den 50er Jahren regierte der Diktator Fulgencio Batista Kuba in politischer, wirtschaftlicher und militärischer Abhängigkeit zu den USA.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Vorgeschichte der Kubakrise

2a. Grundlagen der amerikanisch-kubanischen Beziehung

2b. Sowjetische Motive zur Raketenstationierung

2c. Die Enttarnung der Rakentenbasen

Amerikanische Zielsetzung

3a. Außen- und innenpolitische Interessen Amerikas

3b. Sicherheitspolitische Interessen Amerikas

3c. Deeskalation

3d. Eingrenzung der Krise

Entscheidungsfindung

5. Schlußbetrachtung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit analysiert die sicherheitspolitischen Motive der Sowjetunion und der USA während der Kubakrise von 1962, um die Dynamik der Konfrontation sowie die darauf folgende Entscheidungsfindung des US-Präsidenten Kennedy zu beleuchten.

  • Historische Grundlagen der amerikanisch-kubanischen Beziehungen
  • Sowjetische Beweggründe für die Raketenstationierung auf Kuba
  • Amerikanische außen-, innen- und sicherheitspolitische Interessen
  • Strategien zur Deeskalation und Eingrenzung der Krise
  • Die Theorie der abgestuften Abschreckung in der Praxis

Auszug aus dem Buch

3c. Deeskalation

Die amerikanischen Überlegungen zielten vom Anfang der Krise an darauf ab, sie durch Kontrolle und Deeskalation zu beenden. Kennedy war bestrebt, eindeutige Signale zu setzen und Chruschtschow weder zu demütigen, noch zu übereilten Aktionen zu verleiten. Auf amerikanischer Seite wurde vielmehr versucht, auf die Provokation der Sowjetunion mit Kompromißvorschlägen zu antworten, die einerseits den amerikanischen Sicherheitsinteressen entsprachen aber andererseits auch der Sowjetunion Gelegenheit gaben, sich nicht gedemütigt zu fühlen.57

Diese Vorgehensweise erschien Kennedy insbesondere angesichts der Gefahr einer nuklearen Konfrontation als unbedingt notwendig. Besonderen Aufschluß gibt hier für die Fernsehansprache Kennedys am 22. Oktober 1962. Er schloß seine Rede mit den Worten: "Wir werden weder voreilig noch unnötigerweise die Folgen eines weltweiten Atomkrieges riskieren, (...) - aber wir werden auch niemals und zu keiner Zeit vor diesem Risiko zurückschrecken, wenn wir uns ihm stellen müssen."58

Die Entschlossenheit Kennedys59, die Stationierung sowjetischer Raketenbasen auf Kuba nicht hinzunehmen, kann daher nicht losgelöst von dem amerikanischen Ziel betrachtet werden, einen nuklearen Konflikt zu vermeiden.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung definiert den zeitlichen Rahmen der Kubakrise und umreißt das Ziel der Analyse, die sowjetischen und amerikanischen Motive sowie die Entscheidungsfindung Kennedys zu untersuchen.

Vorgeschichte der Kubakrise: Dieses Kapitel erläutert den Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen den USA und Kuba nach der Machtübernahme durch Castro und die darauffolgenden sowjetischen Motive zur Aufrüstung.

2a. Grundlagen der amerikanisch-kubanischen Beziehung: Der Abschnitt schildert die politische und wirtschaftliche Abhängigkeit Kubas von den USA vor 1959 und den späteren Bruch durch die kommunistische Landreform.

2b. Sowjetische Motive zur Raketenstationierung: Hier werden die verschiedenen Motive – außenpolitisch, innersozialistisch und militärstrategisch – differenziert betrachtet, die zur Entscheidung Chruschtschows führten.

2c. Die Enttarnung der Rakentenbasen: Das Kapitel beschreibt den Prozess der Entdeckung der Raketenbasen durch US-Aufklärungsflüge und die damit verbundene Sicherheitswarnung.

Amerikanische Zielsetzung: Dieses Kapitel analysiert die Forderungen Kennedys an die Sowjetunion und die strategischen Überlegungen des US-Krisenstabes.

3a. Außen- und innenpolitische Interessen Amerikas: Es wird erörtert, wie die Befürchtung einer negativen Signalwirkung auf Lateinamerika Kennedys Handlungsspielraum in der Innenpolitik beeinflusste.

3b. Sicherheitspolitische Interessen Amerikas: Hier steht die militärische Bedrohung durch die verkürzte Vorwarnzeit der sowjetischen Raketen auf Kuba im Mittelpunkt der Analyse.

3c. Deeskalation: Der Text beschreibt die Bemühungen Kennedys, die Krise durch kontrollierte Signale und Kompromissbereitschaft ohne Demütigung des Gegners zu beenden.

3d. Eingrenzung der Krise: Dieses Kapitel thematisiert die Sorge vor einer Eskalation auf Europa oder die Türkei und das Ziel, die Krise lokal und vertikal einzugrenzen.

Entscheidungsfindung: Hier wird die Rolle des Krisenstabes ExComm erläutert, der eine flexible Entscheidungsfindung abseits starrer Bürokratien ermöglichte.

5. Schlußbetrachtung: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Rolle der Theorie der abgestuften Abschreckung für den friedlichen Ausgang der Krise.

Schlüsselwörter

Kubakrise, Sowjetunion, USA, John F. Kennedy, Nikita Chruschtschow, Raketenstationierung, Abschreckung, Deeskalation, Kalter Krieg, ExComm, Außenpolitik, Sicherheitspolitik, Schweinebucht, Mittelstreckenraketen, Strategische Parität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die sicherheitspolitischen Interessen der USA und der Sowjetunion während der Kubakrise 1962 sowie die politische Entscheidungsfindung innerhalb der US-Regierung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen die Vorgeschichte der Beziehungen zwischen Kuba und den USA, die Beweggründe für die sowjetische Raketenstationierung und die amerikanische Strategie zur Krisenbewältigung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, zu analysieren, wie die USA auf die sowjetische Provokation reagierten und durch welche Maßnahmen eine militärische Eskalation verhindert werden konnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Die Arbeit nutzt eine historische Analyse von Primär- und Sekundärquellen, darunter Tonbandaufzeichnungen, Sitzungsprotokolle und diplomatische Korrespondenz.

Was wird im Hauptteil detailliert erörtert?

Der Hauptteil behandelt die sowjetischen Motive (außen-, innen- und militärstrategisch), die amerikanische Zielsetzung sowie die Funktionsweise des krisenbezogenen Entscheidungsorgans "ExComm".

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind abgestufte Abschreckung, Krisenmanagement, strategische Parität, Eskalationsgefahr und die machtpolitische Konstellation im Kalten Krieg.

Welche Rolle spielte die "Strategie der Täuschung" durch die Sowjetunion?

Die Täuschung über die Art der gelieferten Waffen erschwerte die Diplomatie und zwang Kennedy zu einer entschlossenen, aber deeskalierenden Reaktion, um das Ansehen der USA zu wahren.

Warum war die Einberufung des ExComm so bedeutsam?

Das ExComm ermöglichte eine flexible, unbürokratische Entscheidungsfindung und verteilte die politische Verantwortung auf mehrere Schultern, um einseitige Fehlentscheidungen zu vermeiden.

Welche Bedeutung hatte das Scheitern in der Schweinebucht für die Krise 1962?

Dieses Ereignis trug zur sowjetischen Fehleinschätzung bei, dass Kennedy als junger Präsident schwach sei und man ihn durch vollendete Tatsachen überrumpeln könne.

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Details

Title
Die Kuba-Krise - Sicherheitspolitische Interessen der SU und der USA
Grade
1,30
Author
Dr. Marc Oprach (Author)
Publication Year
1999
Pages
21
Catalog Number
V87810
ISBN (eBook)
9783638033145
ISBN (Book)
9783638930680
Language
German
Tags
Kuba-Krise Sicherheitspolitische Interessen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr. Marc Oprach (Author), 1999, Die Kuba-Krise - Sicherheitspolitische Interessen der SU und der USA, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87810
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