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Betriebskapitalismus und protestantische Erwerbsethik im Sinne von Max Weber

Title: Betriebskapitalismus und protestantische Erwerbsethik im Sinne von Max Weber

Term Paper , 2007 , 8 Pages

Autor:in: Diplom-Soziologe / PR-Berater (DPRG) Tilmann Wörner (Author)

Sociology - General and Theoretical Directions
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In der vorliegenden Hausarbeit soll auf Grundlage der Ausführungen von Max Weber in dessen Werk "Gesammelte Schriften zur Religionssoziologie" aufgezeigt werden, wie sich der so genannte Betriebskapitalismus in unserem Kulturkreis entwickeln konnte und welche zentralen Voraussetzungen nötig waren. In diesem Kontext gilt es auch die protestantische Erwerbsethik zu thematisieren. Diesbezüglich soll veranschaulicht werden, in wie weit die aufkommende kapitalistische Lebensführung durch religiöse Grundhaltungen beeinflusst wurde.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Voraussetzungen und Merkmale des Betriebskapitalismus

2.1 Rationalisierungsprozess im Okzident als Voraussetzung für Betriebskapitalismus

2.2 Neue Form des Kapitalismus

2.3 Technische Möglichkeiten

2.4 Recht und Verwaltung

2.5 Geist des Kapitalismus

2.6 Neue Lebensführung

3. Protestantische Erwerbsethik

4. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht auf Grundlage von Max Webers religionssoziologischen Schriften die Entstehung des Betriebskapitalismus im westlichen Kulturkreis. Ziel ist es, die zentralen strukturellen Voraussetzungen sowie den maßgeblichen Einfluss der protestantischen Erwerbsethik auf die Entwicklung einer spezifisch kapitalistischen Lebensführung herauszuarbeiten.

  • Rationalisierungsprozesse im okzidentalen Kontext
  • Merkmale und Organisation des bürgerlichen Betriebskapitalismus
  • Die Rolle von Recht, Verwaltung und Technik
  • Religiöse Fundierung der kapitalistischen Ethik
  • Veränderung der individuellen Lebensführung durch wirtschaftliche Normen

Auszug aus dem Buch

2.2 Neue Form des Kapitalismus

Weber betont, dass der Erwerbstrieb und das Streben nach (Geld-) Gewinn noch nicht mit Kapitalismus an sich gleichgesetzt werden könne, da dieses Streben bei allen Menschen und zu allen Epochen zu erkennen war. Der Kapitalismus kann aber gleichgesetzt werden mit dem Streben nach Gewinn im Sinne des kontinuierlichen Strebens nach Rentabilität. So sind Betriebe, die kein Streben nach Rentabilität aufweisen, zum Scheitern verurteilt sein. Kapitalismus bedeutet zunächst, dass durch Ausnutzen von Tauschchancen Gewinne entstehen. Sobald der kapitalistische Erwerb in rationaler Weise angestrebt wird, orientiert sich das Handeln an Kapitalrechnungen, was bedeutet, dass sachliche und persönliche Nutzleistungen planmäßig verwendet werden. Diese Form des Kapitalismus hat es überall auf der Welt gegeben. So existierten überall (Groß-) Händler und auch Bank- und Darlehensgeschäfte waren weit verbreitet. Doch entwickelte sich im Okzident eine neue Form des Kapitalismus (bürgerlicher Betriebskapitalismus), nämlich die rational-kapitalistische Organisation von zumindest formell freier Arbeit. Die an den Chancen des Gütermarktes, nicht an gewaltpolitischen oder an irrationalen Spekulationschancen, orientierte, rationale Betriebsorganisation ist aber nicht die einzige Sondererscheinung des okzidentalen Kapitalismus“2. So waren zwei weitere Elemente maßgeblich für die Herausbildung dieses okzidentalen Kapitalismus, nämlich einerseits die Trennung von Haushalt und Betrieb und andererseits die rationale Buchführung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Fragestellung ein, wie sich der Betriebskapitalismus entwickelte und welchen Einfluss religiöse Grundhaltungen auf die kapitalistische Lebensführung nahmen.

2. Voraussetzungen und Merkmale des Betriebskapitalismus: Dieses Kapitel analysiert die strukturellen Faktoren wie Rationalisierung, Recht und Verwaltung sowie die spezifische Ausprägung der kapitalistischen Organisation.

3. Protestantische Erwerbsethik: Hier wird untersucht, wie die Reformation und die protestantische Ethik eine Legitimierung für diesseitiges Gewinnstreben und berufliche Pflichterfüllung schufen.

4. Resümee: Das Resümee fasst zusammen, dass die protestantische Erwerbsethik als Brücke zwischen religiöser Gesinnung und kapitalistischer Wirtschaftsweise fungierte.

Schlüsselwörter

Max Weber, Betriebskapitalismus, Okzident, protestantische Erwerbsethik, Rationalisierung, Kapitalrechnung, Wirtschaftsgesinnung, Lebensführung, Berufsethik, Askese, Rentabilität, Erwerbstrieb, moderne Wirtschaft, Religion, Soziologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der soziologischen Analyse des Betriebskapitalismus nach Max Weber und untersucht, wie sich dieser spezifisch okzidentale Wirtschaftsstil unter dem Einfluss religiöser Einflüsse entwickeln konnte.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Rationalisierungsprozess des Westens, die organisatorischen Voraussetzungen des Kapitalismus sowie die Verbindung zwischen protestantischer Ethik und moderner Erwerbsmoral.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die protestantische Erwerbsethik als Legitimationsgrundlage für das auf Rentabilität ausgerichtete Handeln diente und die kapitalistische Lebensführung prägte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Der Autor stützt sich auf eine theoretische Analyse der „Gesammelten Schriften zur Religionssoziologie“ von Max Weber und arbeitet mit idealtypischen Konstruktionen, um die Merkmale des Betriebskapitalismus zu verdeutlichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Voraussetzungen (Rationalität, Technik, Recht) und die Untersuchung der protestantischen Ethik, die den Erwerb von Geld als göttlich sanktionierten Beruf legitimierte.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Betriebskapitalismus, Rationalisierung, protestantische Erwerbsethik, Rentabilität, Berufung und asketische Tugendübung.

Wie unterscheidet sich der bürgerliche Betriebskapitalismus von früheren Formen?

Im Gegensatz zu präkapitalistischen Formen, die oft auf spekulativen Gewinnen oder Abenteuerkapitalismus beruhten, zeichnet sich der bürgerliche Betriebskapitalismus durch rationale Buchführung, Trennung von Haushalt und Betrieb sowie die formell freie Arbeit aus.

Welche Bedeutung hat die Arbeit für die religiöse Legitimierung des Reichtums?

Die Arbeit zeigt, dass die protestantische Ethik Reichtum nicht per se ablehnte, sondern die Muße und den Genuss verurteilte, während das Handeln im Beruf als Dienst am Willen Gottes und als Ausdruck der Nächstenliebe gedeutet wurde.

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Details

Title
Betriebskapitalismus und protestantische Erwerbsethik im Sinne von Max Weber
College
University of Heidelberg
Author
Diplom-Soziologe / PR-Berater (DPRG) Tilmann Wörner (Author)
Publication Year
2007
Pages
8
Catalog Number
V87834
ISBN (eBook)
9783638033909
ISBN (Book)
9783656602231
Language
German
Tags
Betriebskapitalismus Erwerbsethik Sinne Weber
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Soziologe / PR-Berater (DPRG) Tilmann Wörner (Author), 2007, Betriebskapitalismus und protestantische Erwerbsethik im Sinne von Max Weber, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87834
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