Diese Hausarbeit entstand im Rahmen der Vorlesung Finanzierung und Investition 3, „Finanzcontrolling – Von der Jahresabschlussanalyse bis zu den typischen Anwendung“, Dozent Prof. Dr. W. Schmeisser, im Sommersemester 2007. Ziel der folgenden Arbeit ist es, die Durchführung von Jahresabschlussanalysen anhand aus-gewählter Kriterien und Instrumente theoretisch zu erläutern, sowie praktisch anhand von Unternehmensbeispielen darzustellen. Dabei werden theoretische, rechtliche und bilanzielltechnische Grundlagen erörtert und praktisch auf die Jahresabschlüsse der Unternehmen Knorr-Bremse AG und ZF Friedrichshafen AG angewandt. Ein Hauptaugenmerk dieser Hausarbeit ist der Vergleich von Bilanzierungsregeln nach dem deutschen Handelsgesetzbuch, in Verbindung mit den Regelungen des Deutschen Standardisierungsrates und den Vorschriften der International Financial Report Standards. Zu Beginn werden die untersuchten Unternehmen ausführlich vorgestellt sowie Aussagen und Beispiele zu den Konzepten der finanzwirtschaftlichen und erfolgswirtschaftlichen Bilanzanalyse dargestellt. Im weiteren Verlauf werden die verschiedenen Grundlagen und Anwendungsmöglichkeiten der Kapitalflussrechnung, der Wertschöpfungsrechnung, der Eigenkapitalveränderungsrechnung, des Anhanges und des Segmentberichtes nach HGB- und IFRS Rechnungslegung detailliert erörtert. Die zur Untersuchung der unternehmen genutzten Daten können aus den Geschäftsberichten der beiden Unternehmen entnommen werden, diese liegen als Datei auf der zugehörigen CD bei.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Vorstellung der untersuchten Unternehmen
1.1 Knorr- Bremse AG
1.1.1 Firmengeschichte
1.1.2 Konzernstruktur
1.1.3 Kennzahlen und Fakten im Geschäftsjahr 2006
1.1.4 Einkaufspolitik
1.1.5 Produktspektrum
1.2 ZF Friedrichshafen AG
1.2.1 Firmengeschichte
1.2.2 Konzernstruktur
1.2.3 Daten und Fakten
2. Finanzwirtschaftliche Bilanzanalyse
2.1 Investitionsanalyse
2.1.1 Praktische Anwendung der Kennzahlen
2.2 Finanzierungsanalyse
2.2.1 Praktische Anwendung der Kennzahlen
2.3 Liquiditätsanalyse
2.3.1 Praktische Anwendung der Kennzahlen
3. Erfolgswirtschaftliche Bilanzanalyse
3.1 Earnings Kennzahlen
3.2 Aufwandsstrukturkennzahlen
3.2.1 Personalaufwandsquote
3.2.2 Materialaufwandsquote
3.2.3 Ertragssteuerquote
3.3 Rentabilitätsanalyse
3.3.1 Umsatzrentabilität
3.3.2 Gesamtkapitalrentabilität
3.3.3 Eigenkapitalrentabilität
3.3.4 Aktienrentabilität
3.4 Produktivitätsanalyse
3.4.1 Kapitalumschlag
3.5 Fazit zum Vergleich der Kennzahlen der untersuchten Unternehmen
4. Kapitalflussrechnung
4.1 Anwendungsbereich
4.2 Differenzierung Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Kapitalflussrechnung
4.3 Aufgaben der Kapitalflussrechnung
4.4 Cashflow als Bestandteil der Liquiditätsanalyse
4.4.1 Berechnung des Cashflow durch direkte Methode
4.4.2 Berechnung des Cashflow durch indirekte Methode
4.4.3 Cashflow als Erfolgsindikator
4.4.4 Cashflow als Indikator der Finanzkraft
4.4.5 Cashflow Kennzahlen
4.4.6 Aussagekraft der Cashflow-Kennzahlen
4.5 Kapitalflussrechnung als Bestandteil der Liquiditätsanalyse
4.6 Praktische Anwendung der Kapitalflussrechnung
4.6.1 Cashflowanalyse
4.6.2 Zahlungswirksame Veränderungen der Finanzmittel
4.6.3 Fazit der praktischen Anwendung
5. Wertschöpfungsrechnung
5.1 Definition, Charakteristik und Verwendung
5.2 Die Ermittlung der Wertschöpfung nach dem Gesamtkostenverfahren
5.2.1 Entstehungsrechnung
5.2.2 Verteilungsrechnung
5.3 Ermittlung der Wertschöpfung nach dem Umsatzkostenverfahren
5.3.1 Entstehungsrechnung
5.3.2 Verteilungsrechnung
5.3.2.1 Praktische Anwendung anhand der Knorr-Bremse AG und der ZF Friedrichshafen AG
5.4.1 Verteilung der Wertschöpfung
5.4.2 Kennzahlen der Wertschöpfungsanalyse
5.4.2.1 Materialproduktivität
5.4.2.2 Personalproduktivität
5.4.2.3 Kapitalproduktivität
5.4.2.4 Personalkostenproduktivität
5.4.2.5 Wertschöpfungsquote
5.4.2.6 Totaler Wertschöpfungsquotient (TWQ)
5.5 Fazit
6. Eigenkapitalveränderungsrechnung
6.1 Eigenkapital, Begriff und Bedeutung
6.1.1 Bilanzielles versus Bilanzanalytisches Eigenkapital
6.1.2 Begründung der Notwendigkeit der Eigenkapitalveränderungsrechnung
6.2 Erstellungspflichten
6.3 Arten von Eigenkapitalveränderungen
6.3.1 Behandlung von Fehlerkorrekturen nach HGB
6.3.2 Behandlung von Fehlerkorrekturen nach IFRS
6.3.3 Methodenänderungen nach HGB
6.3.4 Methodenänderung nach IFRS
6.3.5 Neubewertungen von Aktiva nach HGB
6.3.6 Neubewertung von Aktiva nach IFRS
6.3.7 Behandlung von Währungsdifferenzen
6.4 Aufbau der Eigenkapitalveränderungsrechnung
6.4.1 Eigenkapitalspiegel nach DRS
6.4.2 Eigenkapitalveränderungsrechnung nach IFRS
6.5 Fazit zur Eigenkapitalveränderungsrechnung
6.6 Praktische Anwendung
6.6.1 Knorr- Bremse AG
6.6.2 ZF Friedrichshafen AG
7. Anhang, Segmentbericht
7.1 Theoretische Aspekte der Segmentberichtserstattung
7.2 Praktische Betrachtung der Segmentberichterstattung
7.2.1 ZF Friedrichshafen AG
7.2.1.1 Segmentierung nach Umsatz
7.2.1.2 Segmentierung nach Investitionen
7.2.1.3 Segmentierung nach Mitarbeiteranzahl
7.2.1.4 Zusätzliche Informationen
7.2.2 Knorr Bremse AG
7.2.2.1 geografische Segmentierung
7.2.2.2 Segmentierung nach operativen Segmenten
7.3 Theoretische Aspekte des Anhangs
7.3.1 Praktische Betrachtung anhand des Konzernanhanges der ZF Friedrichshafen AG
7.3.2 Praktische Betrachtung an Hand des Konzernanhangs der Knorr-Bremse AG
7.4 Überblick übereinzelne Positionen im Konzernanhang der ZF Friedrichshafen AG und der Knorr Bremse AG
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Hausarbeit ist die theoretische Erläuterung und praktische Anwendung von Jahresabschlussanalysen anhand der Beispiele Knorr-Bremse AG und ZF Friedrichshafen AG. Dabei wird ein besonderer Fokus auf den Vergleich verschiedener Bilanzierungsregeln wie HGB und IFRS gelegt.
- Vergleich von Bilanzierungsregeln (HGB vs. IFRS)
- Finanzwirtschaftliche und erfolgswirtschaftliche Bilanzanalyse
- Methoden der Kapitalflussrechnung und Wertschöpfungsrechnung
- Analyse der Eigenkapitalveränderungsrechnung
- Segmentberichtserstattung und Anhanganalyse
Auszug aus dem Buch
1.1 Knorr- Bremse AG
Knorr-Bremse ist weltweit der führende Hersteller von Bremssystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge. Als technologischer Schrittmacher treibt das Unternehmen seit 100 Jahren maßgeblich die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb modernster Bremssysteme voran für unterschiedliche Anwendungen im Schienen- und Nutzfahrzeugbereich. Damit leistet Knorr-Bremse einen maßgeblichen Beitrag zur Sicherheit auf Schiene und Straße. Weitere Produktfelder sind Türsysteme für Schienenfahrzeuge und Drehschwingungsdämpfer.
Die Steuerung des Konzerns erfolgt über die Regionen Europa, Nordamerika und Südamerika sowie Asien, Australien, an deren jeweiligen Markt- und Kundenanforderungen die Entwicklung des Konzerns ausgerichtet ist.
Über 13.000 Mitarbeiter weltweit haben im Geschäftsjahr 2006 einen Umsatz von 3,1 Mrd. Euro (Vorjahr 2,7Mrd. Euro) erwirtschaftet. Optimale Marktnähe und eine hohe Flexibilität begründen ihren Erfolg gegenüber den Kunden. Dies erreichen sie über dezentrale, transparente Unternehmensstrukturen, einen internationalen Entwicklungs- und Fertigungsverbund sowie ein globales Servicenetz.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Vorstellung der untersuchten Unternehmen: Detaillierte Darstellung der Unternehmenshistorie, Konzernstruktur und wirtschaftlicher Kennzahlen der Knorr-Bremse AG und ZF Friedrichshafen AG.
2. Finanzwirtschaftliche Bilanzanalyse: Erläuterung theoretischer Kennzahlen zur Investitions-, Finanzierungs- und Liquiditätsanalyse mit praktischer Anwendung auf die beiden Unternehmen.
3. Erfolgswirtschaftliche Bilanzanalyse: Untersuchung der Ertragskraft mittels Earnings-Kennzahlen, Aufwandsstrukturen, Rentabilität und Produktivität unter Anwendung verschiedener Bilanzierungsstandards.
4. Kapitalflussrechnung: Analyse des Cashflows als Instrument der Liquiditäts- und Finanzkraftbeurteilung, einschließlich der direkten und indirekten Ermittlungsmethoden.
5. Wertschöpfungsrechnung: Darlegung der Wertschöpfung als Beitrag zum Volkseinkommen und als Instrument der internen und externen Unternehmenssteuerung.
6. Eigenkapitalveränderungsrechnung: Erläuterung der Bedeutung der Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Behandlung erfolgsneutraler Geschäftsvorfälle unter HGB und IFRS.
7. Anhang, Segmentbericht: Analyse der theoretischen Aspekte und der praktischen Anwendung von Segmentberichten und Anhängen im Rahmen der Konzernrechnungslegung.
Schlüsselwörter
Jahresabschlussanalyse, Knorr-Bremse AG, ZF Friedrichshafen AG, Bilanzanalyse, Finanzwirtschaftliche Kennzahlen, Erfolgswirtschaftliche Analyse, Kapitalflussrechnung, Wertschöpfungsrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, HGB, IFRS, Segmentbericht, Rentabilität, Liquidität, Unternehmenserfolg
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der methodischen Durchführung und Anwendung von Jahresabschlussanalysen anhand der Unternehmen Knorr-Bremse AG und ZF Friedrichshafen AG.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Themen sind die finanzwirtschaftliche und erfolgswirtschaftliche Bilanzanalyse, die Kapitalflussrechnung, die Wertschöpfungsrechnung sowie die Analyse der Eigenkapitalveränderung und Segmentberichterstattung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, Bilanzinstrumente theoretisch zu erläutern und deren praktische Anwendung an den Beispielen der Knorr-Bremse AG und ZF Friedrichshafen AG unter Berücksichtigung von HGB- und IFRS-Vorschriften zu demonstrieren.
Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?
Es werden bilanzanalytische Methoden angewandt, insbesondere Strukturkennzahlen, Rentabilitäts- und Produktivitätsanalysen, sowie die deduktive Herleitung von Kapitalfluss- und Wertschöpfungsgrößen aus Geschäftsberichten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Analyseinstrumente: Bilanz- und Erfolgsanalyse, Kapitalflussrechnung, Wertschöpfungsrechnung sowie die Analyse von Anhängen und Segmentberichten der untersuchten Konzerne.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe sind Bilanzanalyse, Jahresabschluss, Kennzahlen, Knorr-Bremse AG, ZF Friedrichshafen AG, Cashflow und Wertschöpfungsrechnung.
Welche Besonderheiten bei der Bilanzierung zwischen den beiden Unternehmen werden aufgezeigt?
Die Arbeit hebt hervor, dass die Knorr-Bremse AG nach HGB bilanziert, während die ZF Friedrichshafen AG die IFRS-Standards anwendet, was die Vergleichbarkeit der Kennzahlen einschränkt.
Welche Erkenntnisse liefert der Vergleich der Wertschöpfung?
Es zeigt sich, dass die ZF Friedrichshafen AG eine deutlich höhere absolute Wertschöpfung erzielt, während die Knorr-Bremse AG in Bezug auf die Kapitalproduktivität höhere Effizienzwerte aufweist.
- Quote paper
- Mirek Miedzinski (Author), 2007, Jahresabschlussanalyse anhand von Knorr Bremse AG und ZF Friedrichshafen AG, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/87839