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Ted Bundy vs. Fritz Haarmann

Ein Vergleich der Inszenierung von Serienmördern im Film

Title: Ted Bundy vs. Fritz Haarmann

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 46 Pages , Grade: 2,0 (D) 5,0 (CH)

Autor:in: Helena Stamatovic (Author)

Communications - Movies and Television
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Mord und Serienmord sind aus der kulturellen Güterindustrie nicht mehr wegzudenken. Vor allem die USA haben in dieser Hinsicht ganze Vorarbeit geleistet: Ob Woody Harrelson in "Natural Born Killers", ob Metthew McConaughey in "Texas Chainsaw massacre" oder Christian Bale in "American Psycho", es gibt kein entrinnen mehr. Waren Serienkiller-Filme Anfangs eher schlecht und billig produziert, so fanden sie mit dem Welterfolg von "Das Schweigen der Lämmer" im Jahre 1991 schliesslich den Weg in die Kinos. Die Grenze zwischen Marketing und Ethik löst sich im Zeitalter des Infotainment immer mehr auf, indem Gewalt einerseits von der Gesellschaft verurteilt und andererseits in den Medien zelebriert wird. Die USA stehen, neben Japan, hinsichtlich der Darstellung von Gewalt in Film und Fernsehen an der Spitze. Es ist deshalb anzunehmen, dass Gewaltdarstellungen auch und v.a. in den zahlreichen Filmen über Serienmörder vorherrschen, die seit den 90er Jahren vornehmlich in den USA entstanden sind. Die dieser Arbeit zugrunde liegende Hypothese lautet deshalb wie folgt: Im amerikanischen Film wird grösstenteils physische Gewalt dargestellt, dabei überwiegt die explizit gezeigte Mordhandlung gegenüber den Folgen und Andeutungen derselben. Um diese Annahme bestätigen zu können, werden im Folgenden zwei Filme über reale Serienmörder auf ihre Gewaltdarstellungen untersucht. Bei den Untersuchungsobjekten handelt es sich einerseits um den amerikanischen Film "Ted Bundy" und adererseits um den deutschen Film "Der Totmacher".



Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. EINLEITUNG

1 ZIEL UND AUFBAU DER ARBEIT

2 FORSCHUNGSÜBERBLICK ZU MEDIALER GEWALT

2.1 KLÄRUNG DES (MEDIALEN) GEWALTBEGRIFFS

3 DER FILM NOIR IN AMERIKA UND EUROPA

3.1 SERIENKILLER IM FILM

4 FILMANALYSE

5 TED BUNDY – HOLLYWOOD INSZENIERT EINEN SERIENMÖRDER

5.1 ÜBERBLICK ÜBER DEN FALL TED BUNDY

5.2 TED BUNDY – DER FILM

6 FRITZ HAARMANN – DER DEUTSCHE FILM INSZENIERT EINEN SERIENMÖRDER

6.1 ÜBERBLICK ÜBER DEN FALL HAARMANN

6.2 DER TOTMACHER – EIN DEUTSCHER FILM IM VERGLEICH

7 ANALYSE

7.1 PRETEST

7.2 ZUSAMMENFASSENDER ÜBERBLICK ÜBER DIE ERGEBNISSE

8 ZUSAMMENFASSUNG & FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die mediale Inszenierung von Serienmördern in zwei unterschiedlichen Filmen, um die Hypothese zu verifizieren, dass US-amerikanische Produktionen tendenziell stärker auf eine sensationsorientierte Darstellung von physischer Gewalt abzielen, während europäische Produktionen eher faktenorientiert vorgehen.

  • Vergleichende Filmanalyse der Gewaltdarstellung im US-Film "Ted Bundy" und im deutschen Film "Der Totmacher".
  • Analyse des Forschungsstands zu medialer Gewalt und des Gewaltbegriffs.
  • Untersuchung der filmhistorischen Wurzeln und Merkmale des Film noir und neo-noir.
  • Kontrastierung der Inszenierungsstrategien (Visualisierung vs. verbale Thematisierung) von Serienmorden.

Auszug aus dem Buch

3 Der film noir in Amerika und Europa

Mit dem Begriff Film noir und neo-noir wird eine Bewegung beschrieben, die seit den 40er Jahren in den Kinos Einzug hält. In den USA hat der Film noir seit den 70ern eine Wiederbelebung erfahren, wie Palmer festhält:

"Although the films usually considered 'dark' were originally produced and consumed during the 1940s and 1950s, film noir was revived by American directors in the 1970s and has since become once again (if in a somewhat different form) a staple of entertainment cinema. Dark cinema, we may say, has enjoyed two periods of popularity [...]."

'Entdeckt' wurde der Film noir bzw. das 'dark cinema' ursprünglich in den Nachkriegsfilmen Hollywoods, durch französische Filmkritiker. Der Begriff setzte sich daraufhin später auch in den USA durch. Der Terminus ist dabei laut Palmer, stark mit den drei wichtigsten Entwicklungen der Nachkriegsfilmkultur verbunden:

"New Wave film-making in France; the American art cinema movement, often called the Hollywood Renaissance, during the late 1960s and early 1970s; and the evolution of poststudio American filmmaking through, in part, decisions to make films that are both more 'artistic' and more 'adult'. None of the other types of American studio filmmaking has had such a profound impact on film culture here and abroad."

Zusammenfassung der Kapitel

I. EINLEITUNG: Einführung in die enorme Popularität von Serienmördern in der Kulturindustrie und Vorstellung der zugrunde liegenden Hypothese über die Gewaltdarstellung.

1 ZIEL UND AUFBAU DER ARBEIT: Definition des Forschungsziels und Beschreibung der methodischen Vorgehensweise bei der Untersuchung der beiden Serienmörder-Filme.

2 FORSCHUNGSÜBERBLICK ZU MEDIALER GEWALT: Überblick über den wissenschaftlichen Diskurs zu medialer Gewalt, Wirkungsstudien und die Relevanz der Gewaltdarstellung für Rezipienten.

2.1 KLÄRUNG DES (MEDIALEN) GEWALTBEGRIFFS: Definition des mehrdimensionalen Gewaltbegriffs sowie Abgrenzung zu verwandten Konzepten wie Aggression.

3 DER FILM NOIR IN AMERIKA UND EUROPA: Erörterung der Entwicklung, Merkmale und Klassifizierung des Film noir und dessen Bedeutung für das Serienkiller-Genre.

3.1 SERIENKILLER IM FILM: Untersuchung der Ursprünge der Serienmörder-Thematik im Film und deren wachsende Bedeutung als kommerzielles Vermarktungsobjekt.

4 FILMANALYSE: Reflexion über die Methode der Filmanalyse als Werkzeug zur Untersuchung der inhaltlichen Präsentation und Inszenierung des Serienmörders.

5 TED BUNDY – HOLLYWOOD INSZENIERT EINEN SERIENMÖRDER: Vorstellung des realen Hintergrunds des Falles Ted Bundy und der filmischen Umsetzung im US-amerikanischen Kontext.

5.1 ÜBERBLICK ÜBER DEN FALL TED BUNDY: Detaillierte historische Zusammenfassung der Biografie und der Taten von Ted Bundy.

5.2 TED BUNDY – DER FILM: Analyse der Produktion und der filmkritischen Einordnung des US-Films "Ted Bundy".

6 FRITZ HAARMANN – DER DEUTSCHE FILM INSZENIERT EINEN SERIENMÖRDER: Einleitung in den Fall Haarmann und die spezifische deutsche Herangehensweise an die Inszenierung.

6.1 ÜBERBLICK ÜBER DEN FALL HAARMANN: Detaillierte historische Zusammenfassung der Biografie und der Taten von Fritz Haarmann.

6.2 DER TOTMACHER – EIN DEUTSCHER FILM IM VERGLEICH: Untersuchung des deutschen Films "Der Totmacher" unter Berücksichtigung der dialektbasierten Inszenierung als "one-room play".

7 ANALYSE: Dokumentation des Pretests und der methodischen Anpassungen bei der Untersuchung der beiden Filme.

7.1 PRETEST: Reflexion über die anfänglichen Kategorien und Begründung der Modifikation für die Hauptanalyse.

7.2 ZUSAMMENFASSENDER ÜBERBLICK ÜBER DIE ERGEBNISSE: Zusammenfassende Interpretation der Datenauswertung hinsichtlich der Gewaltdarstellung.

8 ZUSAMMENFASSUNG & FAZIT: Abschließende Betrachtung der Ergebnisse und Bestätigung der Hypothese, dass Hollywood eine sensationsorientiertere Darstellung wählt als die deutsche Produktion.

Schlüsselwörter

Serienmörder, Mediale Gewalt, Filmanalyse, Ted Bundy, Fritz Haarmann, Der Totmacher, Gewaltdarstellung, Sensation, True Crime, Neo-Noir, Film noir, Inszenierung, Wirkungsforschung, Medienrezeption, Psychopathologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der vergleichenden Filmanalyse von zwei Spielfilmen über reale Serienmörder ("Ted Bundy" und "Der Totmacher"), um Unterschiede in der Darstellung von Gewalt zwischen einer US-Produktion und einer deutschen Produktion aufzuzeigen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die zentralen Themen sind Mediale Gewalt, die filmhistorische Einordnung durch den "Film noir" und "Neo-Noir", die Psychologie der Serienmörder-Thematik in der Kulturindustrie sowie die vergleichende Inhaltsanalyse der beiden ausgewählten Filme.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist die Überprüfung der Hypothese, dass im US-amerikanischen Film im Vergleich zum deutschen Film deutlich mehr physische Gewalt explizit visualisiert wird, was auf eine sensationsorientierte Inszenierung hindeutet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet eine inhaltsanalytische Methode, konkret eine Themenfrequenzanalyse, um die Häufigkeit und Art der Darstellungen (visualisiert vs. verbal) von Mordhandlungen in den ausgewählten Filmen zu erfassen und zu vergleichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst den theoretischen Rahmen zu medialer Gewalt, die Analyse des Film noir, die detaillierte Vorstellung der Kriminalfälle Bundy und Haarmann sowie die empirische Analyse der filmischen Inszenierungen inklusive der Sequenzprotokolle und der Ergebnisdarstellung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird vor allem durch Begriffe wie Serienmörder, Mediale Gewalt, Filmanalyse, Sensation, True Crime und den direkten Vergleich zwischen US-amerikanischer und deutscher Inszenierungspraxis charakterisiert.

Warum ist der Vergleich zwischen Ted Bundy und Fritz Haarmann für die Untersuchung besonders aufschlussreich?

Da beide Kriminelle historisch belegte, grausame Taten begingen, dient der Vergleich als ideale Grundlage, um aufzuzeigen, wie unterschiedlich die filmische Aufbereitung desselben Themas ausfällt: während der US-Film auf explizite Gewaltdarstellung setzt, fokussiert der deutsche Film auf den psychologischen Aspekt und Dialoge.

Welche Rolle spielt die "Sensationsgier" in der Argumentation der Autorin?

Die Autorin argumentiert, dass die US-amerikanische Filmindustrie Serienmörder als "Helden" oder "Stars" vermarktet, um durch Schockeffekte und die Visualisierung von Grausamkeit den Unterhaltungswert zu steigern und somit das Bedürfnis der Industriegesellschaft nach "Gänsehaut" und Sensationskonsum zu bedienen.

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Details

Title
Ted Bundy vs. Fritz Haarmann
Subtitle
Ein Vergleich der Inszenierung von Serienmördern im Film
College
University of Fribourg  (Fachbereich Medien- und Kommunikationswissenschaft)
Grade
2,0 (D) 5,0 (CH)
Author
Helena Stamatovic (Author)
Publication Year
2007
Pages
46
Catalog Number
V88009
ISBN (eBook)
9783638023382
ISBN (Book)
9783638923927
Language
German
Tags
Bundy Fritz Haarmann
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Helena Stamatovic (Author), 2007, Ted Bundy vs. Fritz Haarmann, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/88009
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