Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Theologie - Praktische Theologie

Ist die Ehescheidung christlich-ethisch vertretbar?

Titel: Ist die Ehescheidung christlich-ethisch vertretbar?

Examensarbeit , 2007 , 19 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Eva-Lisa Schnurr (Autor:in)

Theologie - Praktische Theologie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Leben wir heute in einer Gesellschaft in der die Ehe keinen hohen Stellenwert mehr hat? Noch vor wenigen Jahrzehnten wäre ein Zusammenleben von Mann und Frau ohne Trauschein nicht denkbar gewesen, Kinderlose Ehen, in denen die Frau ihrer Karriere nachgeht, sind heute so normal wie auch Kinder ohne Ehen. Die feste und andauernde Bindung an den einen Partner ist aus der Mode gekommen. Patchworkfamilien liegen dagegen voll im Trend. Da ist es auch kein Wunder, dass die Scheidungsrate in der Bundesrepublik im Jahre 2003 bei 43% lag (Tendenz steigend) , während in den 70er Jahren „nur“ jede 15. Ehe geschieden wurde.
Die Scheidungsreform aus dem Jahre 1970, hat es einfacher gemacht eine Ehe zu beenden. Aber nicht nur der Staat, sondern auch die beiden größten, in Deutschland verfassten Kirchen (Römisch-Katholisch und Evangelisch) haben sich dem Thema der Scheidung angenommen, sodass eine Diskussion entstand, die der Frage nachgeht, ob die Ehescheidung christlich-ethisch vertretbar ist. Es gilt daher zu erörtern, welche Kriterien es, für oder gegen die Ehescheidung, von staatlicher, gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und kirchlicher Seite gibt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sachanalyse

2.1 Das Ehescheidungsrecht aus Sicht der Gesetzgebung nach der Scheidungsreform von 1970

2.2 Der gesellschaftliche und wirtschaftliche Wandel der Ehescheidung

3. Biblisch-Theologischer Befund

3.1.1 Das Ehe- und Ehescheidungsverständnis aus biblische Sicht

3.1.2 Das Ehe- und Eheverständnis im Alten Testament und in der Jüdischen Tradition

3.1.3 Die neutestamentliche und frühchristliche Stellung zur Ehe Bzw. Ehescheidung

3.2 Ehe und Ehescheidung nach protestantischem Verständnis

3.2.1 Ehe und Ehescheidung bei Karl Barth

3.2.2 Ehe und Ehescheidung bei W. Trillhaas

3.2.3 Ehe und Ehescheidung bei Helmut Thielicke

3.3 Die katholische Meinung zu Ehe und Ehescheidung

4. Prüfung von Normen und Gütern

5. Eigene Urteilsfindung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die ethische Vertretbarkeit der Ehescheidung aus einer christlich-theologischen Perspektive unter Berücksichtigung der gesellschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob und unter welchen Voraussetzungen eine Scheidung vor dem Hintergrund christlicher Werte und des biblischen Befundes verantwortbar ist.

  • Wandel des Eheverständnisses im gesellschaftlichen und rechtlichen Kontext
  • Biblisch-theologische Fundierung von Ehe und Ehescheidung
  • Vergleichende Analyse protestantischer und katholischer Positionen
  • Ethische Abwägung von Normen und Gütern im Falle der Ehescheidung

Auszug aus dem Buch

2. Sachanalyse

Ich möchte in der Sachanalyse die rechtlich, gesellschaftlich und wirtschaftlich relevanten Aspekte der Ehescheidung beleuchtet werden. Natürlich gibt es auch psychologische und pädagogische Aspekte, die eine Scheidung, besonders im Bezug auf Kinder, mit sich bringt, aber diese werde ich hier nicht näher beachten.

2.1 Das Ehescheidungsrecht aus Sicht der Gesetzgebung nach der Scheidungsreform von 1970

In den 60er Jahren zeichnete es sich ab, dass das geltende Scheidungsrecht, das 1946 verabschiedet wurde, einer dringenden Reform bedurfte. Bisher gab es als einzigen Scheidungsgrund nur das sogenannte Verschuldensprinzip. Es wurde nur danach gefragt, wer die Schuld am Scheitern der Ehe getragen hat und danach sprach der Scheidungsrichter sein jeweiliges Urteil. Die Gesetzgebung hat sich somit den sozialen Gegebenheiten angepasst, nämlich dass in den meisten Fällen der Ehescheidung kaum festgestellt werden kann, wem die Schuld zugeschrieben werden kann. Auch die Folgen einer Scheidung wurden nach den Verschuldensprinzip verhandelt. So wurden z.B. die Vormundschaft dem Elternteil aberkannt, der das Scheitern der Ehe verschuldete. Diese Regelung hatte für den „schuldigen“ Ehepartner erhebliche gesellschaftliche und wirtschaftliche Folgen, mit denen er alleine fertig werden musste.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den gesellschaftlichen Wandel des Eheverständnisses und führt in die Fragestellung ein, ob Ehescheidungen aus christlich-ethischer Sicht vertretbar sind.

2. Sachanalyse: Dieses Kapitel analysiert das Ehescheidungsrecht seit der Reform von 1970 sowie den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel, der zu einer liberaleren Einstellung gegenüber Scheidungen geführt hat.

3. Biblisch-Theologischer Befund: Hier werden die biblischen Grundlagen zur Ehe sowie die unterschiedlichen Positionen innerhalb des protestantischen und katholischen Verständnisses detailliert aufgearbeitet.

4. Prüfung von Normen und Gütern: Das Kapitel diskutiert die dargelegten Aspekte gegeneinander und hinterfragt kritisch die Vereinbarkeit staatlicher Regelungen mit dem christlichen Gebot der Unauflösbarkeit der Ehe.

5. Eigene Urteilsfindung: Die Verfasserin zieht ein persönliches Fazit und bewertet die Ehescheidung unter Berücksichtigung extremer Zerrüttungssituationen als ethisch vertretbar, betont jedoch die Bedeutung von Seelsorge und Prävention.

Schlüsselwörter

Ehescheidung, Ethik, Christentum, Eheverständnis, Scheidungsreform, Zerrüttungsprinzip, Schöpfungsordnung, Sakrament, Protestantismus, Katholizismus, biblischer Befund, Unauflösbarkeit, Seelsorge, gesellschaftlicher Wandel, Ehebund.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit setzt sich kritisch mit der Frage auseinander, ob die Ehescheidung mit christlichen ethischen Werten vereinbar ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen rechtliche Aspekte wie die Scheidungsreform von 1970, den gesellschaftlichen Wandel sowie die biblische und konfessionelle (protestantisch vs. katholisch) Betrachtung der Ehe.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Kriterien für oder gegen eine Scheidung aus staatlicher, gesellschaftlicher und kirchlicher Perspektive zu erörtern und eine ethische Einordnung vorzunehmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine sachanalytische Herangehensweise und eine exegetisch-theologische sowie ethische Prüfung von Normen und Werten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden rechtliche Rahmenbedingungen, der biblisch-theologische Befund, verschiedene theologische Ansätze zur Ehe und eine abschließende ethische Abwägung dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Ehescheidung, christliche Ethik, Schöpfungsordnung, Unauflösbarkeit der Ehe und gesellschaftlicher Wandel charakterisieren.

Wie unterscheidet sich die katholische Sicht von der protestantischen?

Während die katholische Kirche die Ehe primär als Sakrament betrachtet und die Unauflösbarkeit strikt betont, zeigt das protestantische Verständnis eine größere Differenzierung, die in Ausnahmefällen rechtliche Lösungen zulässt.

Zu welcher Schlussfolgerung kommt die Verfasserin?

Die Verfasserin hält eine Scheidung in Fällen extremer Zerrüttung, wie bei Missbrauch oder Ehebruch, für ethisch vertretbar, fordert jedoch ein stärkeres Bemühen um die Erhaltung der Ehe durch Seelsorge.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ist die Ehescheidung christlich-ethisch vertretbar?
Note
1,3
Autor
Eva-Lisa Schnurr (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
19
Katalognummer
V88024
ISBN (eBook)
9783638071079
ISBN (Buch)
9783640858514
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ehescheidung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Eva-Lisa Schnurr (Autor:in), 2007, Ist die Ehescheidung christlich-ethisch vertretbar?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/88024
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  19  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum