Das Thema dieser Arbeit lautet „Verhaltensänderungen bei Menschen mit Down-Syndrom im Alter“. Bei Menschen mit Down-Syndrom kommt es im Alter aus den verschiedensten Gründen (häufig) zu Verhaltensänderungen. Diese können Teil des „normalen“ Alterungsprozesses sein oder aber auch auf eine Erkrankung hinweisen. Da Menschen mit Down-Syndrom u. a. aufgrund mangelnder Kommunikationsfähigkeit sich selbst (oft) anderen nicht verbal mitteilen können, gilt folgendes: „Eine Verhaltensänderung muss genauso als eine Form von Kommunikation angesehen werden.“ (Deutsches Down-Syndrom InfoCenter, 2006, S. 7).
Diese Arbeit will dabei helfen diese Form der Kommunikation zu verstehen, indem hier neben Erkrankungen, auch die Demenz vom Alzheimer-Typ (DAT) sowie psychische Störungen, die alle insbesondere bei älter werdenden und alten Menschen mit Down-Syndrom (spezifische) Verhaltensänderungen mit sich bringen, ausführlich skizziert werden. Neben der Akzentuierung auf den Verhaltensänderungen liegt ein weiterer Schwerpunkt dieser Arbeit auf der Kompetenzorientierung. Unabhängig von Verhaltensänderungen z.B. aufgrund einer DAT haben Menschen mit Down-Syndrom Kompetenzen, die es zu erhalten, zu fördern oder zu (re)aktivieren gilt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Verhaltensänderungen bei Menschen mit Down-Syndrom im Alter
3. Übersicht über die einzelnen Kapitel dieser Arbeit
1. Geistige Behinderung
1.1 Definition der AAMR (2002)
1.2 WHO-Klassifikationen
1.3 Definition nach ICD-10
1.4 Definition nach DSM-IV
1.5 Definition nach dem Sozialgesetzbuch (SGB)
1.6 Paradigmata von Behinderung
2. Down-Syndrom
2.1 Historische Aspekte
2.2 Entstehung des Down-Syndroms
2.3 Häufigkeit des Down-Syndroms
2.4 Formen des Down-Syndroms
2.5 Folgen des Down-Syndroms
3. Zu den Begriffen „Alter“ und „Altern“
4. Beginn des Alter(n)s und der Alterungsprozess bei Menschen mit Down-Syndrom
5. Zur Berücksichtigung der Alternstheorien – das soziologische Alter(n) von Menschen mit geistiger Behinderung
5.1 Altern als „Soziales Schicksal“
5.2 Defizittheorie
5.3 Disengagementtheorie (1961)
5.4 Aktivitätstheorie (1962)
5.5 Kontinuitätstheorie (1971)
5.6 Kompetenztheorie (1990)
6. Kompetenzformen bei älter werdenden und alten Menschen mit geistiger Behinderung
6.1 Zur Definition von Kompetenz
6.2 Selbständigkeit - Selbstverantwortung - sinnerfüllte Lebensgestaltung
6.3 Die Bedeutung der Umwelt
6.3.1 Räumliche Umwelt
6.3.2 Soziale Umwelt
6.3.3 Infrastrukturelle Umwelt
6.4 Kompetenzformen bei älter werdenden und alten Menschen mit geistiger Behinderung
6.5 Kompetenz fördernde Konzepte in der Behindertenhilfe
7. Verhaltensänderungen aufgrund von Erkrankungen
7.1 Allgemeines
7.2 Schmerzen
7.3 Wahrnehmungsstörungen
7.3.1 Hörprobleme
7.3.2 Sehprobleme
7.4 Schilddrüsenfunktionsstörungen
7.4.1 Hypothyreose
7.4.2 Hyperthyreose
7.5 Autoimmunerkrankungen
7.5.1 Zöliakie
7.5.2 Perniziöse Anämie
7.5.3 Diabetes mellitus
7.6 Gynäkologische Themen
7.6.1 Prämenstruelles Syndrom (PMS)
7.6.2 Wechseljahre (Klimakterium)
7.7 Spätepilepsie
7.8 Orthopädische Probleme
7.8.1 Atlanto-axiale Instabilität
7.8.2 Osteoporose
7.9 Atemstörungen (Apnoe)
7.10 Übergewicht und Adipositas
8. Verhaltensänderungen aufgrund der Demenz vom Alzheimer Typ
8.1 Was ist Demenz?
8.2 Erscheinungsformen von Demenz
8.3 Was ist eine Demenz vom Alzheimer-Typ (DAT)?
8.4 Epidemiologie
8.4.1 Mittlere Lebenserwartung bei Menschen mit Down-Syndrom
8.4.2 Inzidenz und Prävalenz
8.5 Risikofaktor Down-Syndrom
8.6 Diagnose DAT
8.7 Verlauf der Demenz vom Alzheimer-Typ (DAT)
8.8 Symptome der Demenz
9. Verhaltensänderungen aufgrund von psychischen Störungen
1. Die Untersuchungsmethode
1.1 Die schriftliche, standardisierte Befragung
1.1.1 Merkmale der Befragung bzw. des Fragebogens
1.1.2 Vorteile und Nachteile eines Fragebogens
1.2 Begründung der Wahl der Untersuchungsmethode
2. Fragebogenkonstruktion
2.1 Auswahl der Befragten
2.2 Auswahl der Stichprobe
2.3 Formulierung und Arten von Fragen
2.4 Auswahl und Formulierung der Fragen und Antworten
2.5 Aufbau des Fragebogens
2.6 Der Fragebogen
2.7 Das Deckblatt des Fragebogens
2.8 Das Anschreiben
3. „Pretest“
4. Verteilung des Fragebogens sowie des Anschreibens
1. Rücklaufquote
2. Persönliche Daten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
2.1 Alterstruktur der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
2.2 Geschlechtsverteilung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
2.3 Ausbildungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
2.4 Dauer der Tätigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Behindertenhilfe insgesamt
2.5 Vorbereitung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf die Arbeit mit älter werdenden und alten Menschen mit geistiger Behinderung
2.6 Art der Anstellung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
2.7 Dauer der Tätigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Einrichtung
3. Die Arbeitsbereiche der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die von ihnen betreuten Personen mit geistiger Behinderung in diesen Arbeitsbereichen
3.1 Arbeitsbereiche der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
3.2 Spezielle Angebote für älter werdende und alte Menschen mit geistiger Behinderung in den Arbeitsbereichen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
3.3 Anzahl der betreuten Personen mit geistiger Behinderung in den Arbeitsbereichen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter insgesamt
3.4 Anzahl der betreuten Personen mit Down-Syndrom
3.5 Alterstruktur der Personen mit Down-Syndrom
4. Angaben der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu den von ihnen betreuten Personen mit Down-Syndrom (> 40 Jahre)
4.1 Geschlechtsverteilung bei den Personen mit Down-Syndrom
4.2 Die häufigsten Wohnformen der Personen mit Down-Syndrom
4.3 Kontakthäufigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu den Personen mit Down-Syndrom
4.4 Erkrankungen bei den Personen mit Down-Syndrom
5. Ver(haltens)änderungen bei älter werdenden und alten Menschen mit Down-Syndrom
5.1 Auftretenshäufigkeit der Ver(haltens)änderungen
5.2 Zeitpunkt des Auftretens der Ver(haltens)änderungen
5.3 Reaktionen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf die Ver(haltens)änderungen
6. Antworten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu bestimmten Aussagen
7. Kompetenzformen bei älter werdenden und alten Menschen mit Down-Syndrom
7.1 Bedeutsame Merkmale von Kompetenz bei älter werdenden und alten Menschen mit Down-Syndrom
7.2 Erhaltung und Förderung der Kompetenzen von älter werdenden und alten Menschen mit Down-Syndrom durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
1. Zur Repräsentativität der Empirie
2. Vorbereitung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf die Arbeit mit älter werdenden und alten Menschen mit geistiger Behinderung
3. Zu den von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betreuten älter werdenden und alten Menschen mit Down-Syndrom
4. Kompetenzformen bei älter werdenden und alten Menschen mit Down-Syndrom
4.1 Merkmale von Kompetenz
4.2 Erhaltung und Förderung der Kompetenzen
5. Erkrankungen von älter werdenden und alten Menschen mit Down-Syndrom
5.1 Sehprobleme
5.2 Schilddrüsenfunktionsstörungen
5.3 Übergewicht und Adipositas
5.4 Hörprobleme
5.5 Demenz vom Alzheimer-Typ (DAT)
5.6 Depression
5.7 Epilepsie
6. Ver(haltens)änderungen bei älter werdenden und alten Menschen mit Down-Syndrom im Vergleich zu älter werdenden und alten Menschen mit geistiger Behinderung insgesamt
7. Ver(haltens)änderungen aufgrund der DAT
7.1 DAT und das Auftreten der Ver(haltens)änderungen
7.2 DAT und die Reaktionen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf die Ver(haltens)änderungen
7.3 Gleichzeitiges Auftreten von DAT und Epilepsie bzw. Depression
7.4 DAT und Merkmale von Kompetenzen
7.5 DAT und Erhaltung und Förderung der Kompetenzen
8. Ver(haltens)änderungen aufgrund von Depression
1. Zusammenfassung
2. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen von Verhaltensänderungen bei älter werdenden und alten Menschen mit Down-Syndrom. Das primäre Ziel besteht darin, diese Verhaltensänderungen – die sowohl Teil eines natürlichen Alterungsprozesses sein als auch auf spezifische Erkrankungen hinweisen können – besser zu verstehen. Dabei wird ein besonderer Schwerpunkt auf die Kompetenzorientierung gelegt, um aufzuzeigen, wie vorhandene Potenziale erhalten und gefördert werden können, anstatt sich lediglich auf Defizite zu konzentrieren.
- Verhaltensänderungen bei Menschen mit Down-Syndrom im Alter
- Einfluss von Erkrankungen (insb. Demenz vom Alzheimer-Typ und Depression) auf das Verhalten
- Kompetenzorientierte Ansätze in der Behindertenhilfe
- Vergleich der Alterungsprozesse zwischen Menschen mit Down-Syndrom und Menschen mit anderer geistiger Behinderung
- Bedeutung der sozialen, räumlichen und infrastrukturellen Umwelt für die Lebensgestaltung
Auszug aus dem Buch
Verhaltensänderungen bei Menschen mit Down-Syndrom im Alter
Das Thema dieser Arbeit lautet „Verhaltensänderungen bei Menschen mit Down-Syndrom im Alter“. Bei Menschen mit Down-Syndrom kommt es im Alter aus den verschiedensten Gründen (häufig) zu Verhaltensänderungen. Diese können Teil des „normalen“ Alterungsprozesses sein oder aber auch auf eine Erkrankung hinweisen. Da Menschen mit Down-Syndrom u.a. aufgrund mangelnder Kommunikationsfähigkeit sich selbst (oft) anderen nicht verbal mitteilen können, gilt folgendes:
„Eine Verhaltensänderung muss genauso als eine Form von Kommunikation angesehen werden.“ (Deutsches Down-Syndrom InfoCenter, 2006, S. 7)
Diese Arbeit wird dabei helfen diese Form der Kommunikation zu verstehen, indem hier neben Erkrankungen, auch die Demenz vom Alzheimer-Typ (DAT) sowie psychische Störungen, die alle insbesondere bei älter werdenden und alten Menschen mit Down-Syndrom (spezifische) Verhaltensänderungen mit sich bringen, ausführlich skizziert werden. Neben der Akzentuierung auf den Verhaltensänderungen liegt ein weiterer Schwerpunkt dieser Arbeit auf der Kompetenzorientierung. Unabhängig von Verhaltensänderungen z.B. aufgrund einer DAT haben Menschen mit Down-Syndrom Kompetenzen, die es zu erhalten, zu fördern oder zu (re)aktivieren gilt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den demografischen Wandel und das zunehmende Alter bei Menschen mit geistiger Behinderung sowie die damit einhergehende wissenschaftliche Relevanz, insbesondere für Menschen mit Down-Syndrom.
2. Geistige Behinderung: Dieses Kapitel definiert geistige Behinderung durch verschiedene medizinische und gesetzliche Klassifikationssysteme (AAMR, WHO, ICD-10, DSM-IV, SGB) und beleuchtet verschiedene Paradigmata.
Down-Syndrom: Es werden die historischen Aspekte, die genetische Entstehung, die Häufigkeit, die verschiedenen Formen sowie die allgemeinen Folgen des Down-Syndroms dargelegt.
Zu den Begriffen „Alter“ und „Altern“: Der Abschnitt differenziert theoretisch zwischen dem Zustand „Alter“ als Lebensperiode und dem Prozess des „Alterns“ und führt relevante Altersdimensionen ein.
Beginn des Alter(n)s und der Alterungsprozess bei Menschen mit Down-Syndrom: Das Kapitel thematisiert den Alterungsprozess bei Menschen mit Down-Syndrom, unterscheidet zwischen „normalem“ und pathologischem Altern und widerlegt die Vorstellung einer zwangsläufigen, verfrühten Alterung ab dem 35. Lebensjahr.
Zur Berücksichtigung der Alternstheorien – das soziologische Alter(n) von Menschen mit geistiger Behinderung: Verschiedene sozialwissenschaftliche Alternstheorien, wie die Defizittheorie, die Disengagementtheorie, die Aktivitätstheorie, die Kontinuitätstheorie und die Kompetenztheorie, werden in Bezug auf ihre Relevanz für ältere Menschen mit geistiger Behinderung kritisch diskutiert.
Kompetenzformen bei älter werdenden und alten Menschen mit geistiger Behinderung: Dieses Kapitel fokussiert auf Kompetenzbegriffe, die Bedeutung der Umwelt (räumlich, sozial, infrastrukturell) und Kompetenz fördernde Konzepte in der Behindertenhilfe.
Verhaltensänderungen aufgrund von Erkrankungen: Es wird analysiert, wie Schmerzen, Wahrnehmungsstörungen, Schilddrüsenfunktionsstörungen, Autoimmunerkrankungen, gynäkologische Themen, Spätepilepsie und orthopädische Probleme Verhaltensänderungen bei Menschen mit Down-Syndrom hervorrufen können.
Verhaltensänderungen aufgrund der Demenz vom Alzheimer Typ: Dieser Abschnitt widmet sich der Demenz (DAT), ihrer Epidemiologie bei Menschen mit Down-Syndrom, diagnostischen Kriterien, dem Verlauf sowie den Symptomen und den zugrunde liegenden psycho-biologischen Modellen.
Verhaltensänderungen aufgrund von psychischen Störungen: Das Kapitel thematisiert psychische Störungen, insbesondere Depressionen, bei älter werdenden Menschen mit Down-Syndrom, inklusive Symptomatik, Auslösern und Abgrenzungsschwierigkeiten zur DAT.
Schlüsselwörter
Down-Syndrom, geistige Behinderung, Altern, Verhaltensänderung, Demenz vom Alzheimer-Typ, DAT, Kompetenzorientierung, Depression, Lebensqualität, Behindertenhilfe, Alterungsprozess, Wahrnehmungsstörungen, Schilddrüsenfunktionsstörungen, soziale Netzwerke, medizinische Versorgung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundlegend?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den vielfältigen Ursachen von Verhaltensänderungen bei Menschen mit Down-Syndrom im fortgeschrittenen Lebensalter und untersucht diese im Kontext von Alterungsprozessen, Erkrankungen und vorhandenen Kompetenzen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zentrale Themen sind der Alterungsprozess bei Down-Syndrom, die Auswirkungen körperlicher und psychischer Erkrankungen (insb. Demenz und Depression) auf das Verhalten sowie die Förderung und Erhaltung von Kompetenzen bei älter werdenden Menschen.
Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?
Das Hauptziel ist es, Verhaltensänderungen bei älter werdenden Menschen mit Down-Syndrom besser verständlich zu machen, um Fehldiagnosen zu vermeiden und anstatt einer reinen Defizitorientierung die Stärkung vorhandener Kompetenzen in den Mittelpunkt der Begleitung zu stellen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer standardisierten schriftlichen Befragung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Behindertenhilfe, um deren Beobachtungen und Erfahrungen im Umgang mit älter werdenden Menschen mit Down-Syndrom zu erfassen.
Was wird im theoretischen Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil liefert eine fundierte theoretische Basis, die von Definitionen geistiger Behinderung über verschiedene Alternstheorien bis hin zu einer detaillierten Analyse spezifischer Erkrankungen, wie der Demenz vom Alzheimer-Typ (DAT) und Depressionen, bei Menschen mit Down-Syndrom reicht.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlagworte sind Down-Syndrom, geistige Behinderung, Altern, Demenz vom Alzheimer-Typ (DAT), Depression, Kompetenzorientierung und Verhaltensänderungen.
Wie unterscheidet sich der Alterungsprozess bei Menschen mit Down-Syndrom von der Allgemeinbevölkerung?
Zwar zeigt sich bei Menschen mit Down-Syndrom häufig ein früheres Einsetzen bestimmter Alterungserscheinungen, jedoch widerlegt die Arbeit die weit verbreitete Vorstellung einer pauschalen, extrem verfrühten Alterung und betont die individuelle Variabilität.
Warum ist die Abgrenzung zwischen Depression und Demenz bei Menschen mit Down-Syndrom so schwierig?
Da Menschen mit Down-Syndrom aufgrund ihrer kognitiven Einschränkungen oft nicht verbal über ihr Befinden kommunizieren können, ähneln sich die Erscheinungsbilder von Depression und Demenz (z.B. sozialer Rückzug, kognitive Einbußen) stark, was in der Praxis häufig zu vorschnellen oder falschen DAT-Diagnosen führt.
- Quote paper
- Karin Böhm (Author), 2007, Menschen mit Down-Syndrom: Verhaltensänderungen im Alter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/88050