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Das Bilderbuch im Literaturunterricht der Grundschule

Möglichkeiten, Ziele und Anwendungsbeispiele

Title: Das Bilderbuch im Literaturunterricht der Grundschule

Examination Thesis , 2007 , 82 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Theresa Linnéa Müller (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit beginnt damit, die Geschichte des Bilderbuches abzureißen und dann im Folgenden klar zu definieren, was in dieser Arbeit und in didaktischen Texten mit dem Begriff „Bilderbuch“ gemeint ist im Unterschied zu anderen Definitionen und Untergattungen. Im weiteren Verlauf wird darauf eingegangen, welche Einsatzmöglichkeiten das Bilderbuch im Unterricht der Grundschule bietet. Nach einem knappen Überblick über verschiedene Fächer und fächerübergreifende Aspekte, rückt der Literaturunterricht in den Fokus der Arbeit. Es wird besprochen, welche Ziele man als Lehrer im Literaturunterricht erreichen kann und soll und wie dies umgesetzt werden kann. Es wird näher erläutert inwiefern Bilderbücher zur literarischen Bildung, zur Leseförderung und zur ästhetischen Bildung beitragen
können.

Nachdem das Theoretische ausgiebig erläutert worden ist, beschäftigt sich der zweite Teil der Arbeit, wie der Titel schon verrät, mit praktischen Beispielen. Die
Bilderbücher „Stimmen im Park“ von Anthony Browne und „Die Insel“ von Armin Greder werden vorgestellt, analysiert, gedeutet und ihre Möglichkeiten zum Einsatz
im Unterricht nahe gebracht und fachdidaktisch begründet. Außerdem soll an den Beispielen aufgezeigt werden, wie die im theoretischen Teil beschriebenen Ziele erreicht werden.

Das Bilderbuch im Literaturunterricht der Grundschule ist ein weitläufiges Thema, über das es leider nur wenige wissenschaftliche Arbeiten gibt. Das Bilderbuch wird oftmals mit dem „kommerziellen Bilderbuch“ gleichgesetzt und als Trivialliteratur
abgetan. Wer so denkt und handelt urteilt vorschnell über dieses so umfangreiche Gebiet der Bilderbücher. Dies führt dazu, dass diese so vielseitige und wichtige Gattung der Kinder- und Jugendliteratur im Unterricht oft vernachlässigt wird.

Gerade die Thematik Bilderbuch ist nur selten Gegenstand didaktischer Lehrbücher oder Lehrveranstaltungen. Die Ursache liegt meines Erachtens in der Tatsache begraben, dass der Bilderbuch-Markt von Werken beherrscht wird, die Thiele „Kaufhausbilderbücher“ nennt und die
„künstlerisch und inhaltlich anspruchsvollen Bilderbücher“ oft keine Aufmerksamkeit erlangen (vgl. Thiele 1986, 144). Dies führt zu einem Gros an Bilderbüchern, die klischeehaft und platt daher kommen. Eine genauere Abgrenzung dieser beiden
Kategorien erfolgt im Kapitel Definitionen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. EINLEITUNG

II. THEORETISCHER TEIL

1. HISTORISCHES ZUM BILDERBUCH

1.1. Ursprünge des Bilderbuchs und das Bilderbuch in der Aufklärung

1.2. Bilderbücher in der Romantik

1.3. Die Entstehung des erzählenden Bilderbuches

1.4. Das Bilderbuch im 20. Jahrhundert

1.4.1. Bis 1939

1.4.2. 1939 - 1945

1.4.3. Nach 1945

1.4.3.1. Die antiautoritäre Bewegung

1.4.3.2. Entstehung der problemorientierten Kinder- und Jugendliteratur

1.4.3.3. „Neue Erzählformen im Bilderbuch“ und Einflüsse von Kunst und Medien

1.4.3.4. Das Bilderbuch im 21. Jahrhundert

2. DEFINITION BILDERBUCH

2.1. Abgrenzung vom illustriertem Buch

2.2. Einteilung von Bilderbüchern nach Qualitätsmerkmalen

2.3. Typologien nach Thiele (vgl. Thiele 2000b, 237)

2.3.1. Das Sachbilderbuch

2.3.2. Das problemorientierte Bilderbuch

2.4. Das erzählende Bilderbuch in der Wissenschaft

3. DAS BILDERBUCH IM UNTERRICHT DER GRUNDSCHULE

3.1. Das Bilderbuch im Fremdsprachenunterricht

3.2. Das Bilderbuch im Sachunterricht

3.3. Das Bilderbuch als Beitrag zur ästhetischen Erziehung und zur Bildkompetenz

3.4. Das Bilderbuch im Religionsunterricht

3.5. Das Bilderbuch im Mathematikunterricht

3.6. Das Bilderbuch als Beitrag für fächerübergreifende Bereiche

3.6.1. Medienerziehung

3.6.2. Interkulturelle Erziehung

3.6.3. Umwelterziehung

3.6.4. Soziale Erziehung

3.7. Das Bilderbuch im Deutschunterricht

3.7.1. Erstlesen

3.7.2. Weiterführendes Lesen

4. ZIELE EINES LITERATURUNTERRICHTES MIT BILDERBÜCHERN

4.1. Grundlagen und Begriffe des Literaturunterrichtes

4.2. Leseförderung

4.2.1. Das Konzept und seine Ziele

4.2.2. Leseförderung durch Bilderbücher

4.3. Literarische Bildung

4.3.1. Das Konzept literarische Bildung

4.3.2. Ziele der literarischen Bildung

4.3.3. Literarische Bildung durch Bilderbücher

4.4. Ästhetische Bildung & visual literacy

4.4.1. Das Konzept und seine Ziele

4.4.2. Ästhetische Bildung & visual literacy durch Bilderbücher

5. AUSWAHL

5.1. Generelle Problematik

5.2. Bilderbücher analysieren

5.2.1. Inhaltliche, sprachliche und erzählerische Ebene

5.2.2. Visuelle Ebene

5.2.3. Typographische Gestaltung

5.3. Bilderbücher auswählen und präsentieren

III. PRAKTISCHER TEIL

6. ANTHONY BROWNE: STIMMEN IM PARK

6.1. Biografisches zu Anthony Browne

6.2. Inhalt & Typografie

6.3. Analyse & Deutung

6.3.1. Inhaltliche Ebene

6.3.2. Bildliche Ebene

6.4. Legitimation für den Einsatz des Buches

6.4.1. Literarische Qualität

6.4.2. Pädagogische Qualität

6.4.3. Bildqualität

7. ARMIN GREDER: DIE INSEL. EINE TÄGLICHE GESCHICHTE

7.1. Biografisches zu Armin Greder

7.2. Inhalt & Typografie

7.3. Analyse & Deutung

7.3.1. Inhaltliche Ebene

7.3.2. Bildliche Ebene

7.4. Legitimation für den Einsatz des Buches

7.4.1. Literarische Qualität

7.4.2. Pädagogische Qualität

7.4.3. Bildqualität

8. UMSETZUNG IN DEN LITERATURUNTERRICHT

8.1. Grundlegendes

8.1.1. Klassenzuordnung „Stimmen im Park“

8.1.2. Klassenzuordnung „Die Insel“

8.2. Hinführung zum Bilderbuchinhalt

8.2.1. Einstieg

8.2.1.1. „Stimmen im Park“

8.2.1.2. „Die Insel“

8.1.2. Erlesen des Bilderbuches

8.1.2.1. „Stimmen im Park“

8.1.2.2. „Die Insel“

8.3. Literarisches Unterrichtsgespräch

8.4 Handlungs- und produktionsorientierte Umsetzung

8.4.1. „Stimmen im Park“

8.4.2. „Die Insel“

8.5. Textanalytische Verfahren

8.6. Fächerübergreifende Verfahren

IV. FAZIT

V. LITERATURVERZEICHNIS

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial von Bilderbüchern als wertvolles Medium im Literaturunterricht der Grundschule. Ziel ist es, den Nutzen qualitativ anspruchsvoller Bilderbücher für die Förderung literarischer, ästhetischer und sozialer Kompetenzen darzulegen und praktische Wege für deren Einsatz im Unterricht aufzuzeigen.

  • Historische Entwicklung und fachdidaktische Einordnung des Bilderbuchs
  • Kriterien für die Auswahl hochwertiger Bilderbücher im Unterricht
  • Methoden zur Analyse und Interpretation von Text-Bild-Beziehungen
  • Einsatzmöglichkeiten im fächerübergreifenden Kontext und Literaturunterricht
  • Praktische Umsetzung anhand der Werke von Anthony Browne und Armin Greder

Auszug aus dem Buch

6.2. Inhalt & Typografie

Die Geschichte des Bilderbuches ist eigentlich schnell erzählt. In einem Park treffen sich zufällig vier verschiedene Charaktere, zwei Erwachsene und zwei Kinder. Die Geschichte wird viermal erzählt, jeweils aus der Perspektive der einzelnen Figuren. In den einzelnen Episoden kommt jeweils eine „Stimme“ zu Wort. „Anthony Browne macht das lapidare, kleine Ereignis zu einem faszinierenden Einblick in die unterschiedlichen Wahrnehmungs- und Erlebnisformen der beteiligten Personen.“ (Thiele 2000a, 17).

Das Bilderbuch beginnt mit der Stimme einer reichen Mutter. Sie geht mit ihrem Sohn und ihrem „reinrassigen“ Hund in einem Park spazieren. Sie benimmt sich abweisend und kalt, kommandiert Hund und Sohn auf lieblose Art und verbietet den beiden das Spielen mit einem anderen Hund beziehungsweise einem Mädchen. Ihr Blick auf die Welt zeigt eine herbstliche Landschaft und sie nimmt kaum etwas wahr.

Als zweites lernt man die Perspektive eines arbeitslosen Vaters kennen. In seiner Welt ist Winter und er nimmt kaum Teil am Leben, sondern versteckt sich hinter seiner Zeitung und liest Stellenangebote. Die Straßen, die er mit seiner Tochter läuft sind gekennzeichnet durch hohe Wohnblocks und Mauern.

Als nächstes kommt die Stimme des Sohnes Charles zu Wort. Wie schon bei seiner Mutter sieht man gepflegte Umgebung. Sein grauer winterlicher Alltag wird zunehmend heller und frühlingshafter je näher er das Mädchen kennen lernt.

Die letzten Seiten des Bilderbuches beschäftigen sich mit Sonnenschein, der Tochter. Die Welt aus ihren Augen ist bunt und sommerlich. Während die Kinder miteinander spielen entwickelt sich der Park zu einer Märchenlandschaft voller Farbe und Freude.

Nicht nur die Sprache der Bilder und die Perspektive verändert sich mit dem Wechsel der Stimmen, sondern auch die Typografie. Die Mutter besitzt eine „serifenbetonte Antiqua, eine nüchterne Groteskschrift für (...) [den] Vater, eine hauchzarte Egyptienne für den schüchternen Charles und eine kräftige, der Handschrift nahe Schrift für Sonnenschein.“ (Kretschmer 2003, 59).

Zusammenfassung der Kapitel

1. HISTORISCHES ZUM BILDERBUCH: Das Kapitel zeichnet die historische Entwicklung des Mediums von den Anfängen in der Aufklärung bis hin zur aktuellen Postmoderne im 21. Jahrhundert nach.

2. DEFINITION BILDERBUCH: Hier erfolgt eine fachliche Abgrenzung des Bilderbuchs vom illustrierten Buch sowie eine Einteilung in verschiedene Typologien und Qualitätskriterien.

3. DAS BILDERBUCH IM UNTERRICHT DER GRUNDSCHULE: Dieses Kapitel erläutert das vielfältige didaktische Einsatzpotenzial des Bilderbuchs in verschiedenen Schulfächern und fächerübergreifenden Bildungsbereichen.

4. ZIELE EINES LITERATURUNTERRICHTES MIT BILDERBÜCHERN: Fokus auf die Konzepte der Leseförderung, literarischen Bildung und ästhetischen Bildung als zentrale Ziele des Literaturunterrichts.

5. AUSWAHL: Diskussion der Problematik der Buchauswahl für den Unterricht und Entwicklung von Analyseansätzen für inhaltliche, visuelle und typographische Ebenen.

6. ANTHONY BROWNE: STIMMEN IM PARK: Eine detaillierte Analyse und Interpretation dieses spezifischen Werkes unter Berücksichtigung von Biografischem und pädagogischer Legitimation.

7. ARMIN GREDER: DIE INSEL. EINE TÄGLICHE GESCHICHTE: Anwendung der erarbeiteten Analyse- und Bewertungskriterien auf dieses realistische, sozialkritische Bilderbuch.

8. UMSETZUNG IN DEN LITERATURUNTERRICHT: Konkrete methodische Vorschläge für den Einsatz der beiden Bilderbücher, inklusive Hinführung, Erarbeitung und handlungs- sowie produktionsorientierter Verfahren.

Schlüsselwörter

Bilderbuch, Literaturunterricht, Grundschule, Leseförderung, Literarische Bildung, Ästhetische Erziehung, Visual Literacy, Bildkompetenz, Anthony Browne, Armin Greder, Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht, Medienkompetenz, Fremdenfeindlichkeit, Sozialisation, Bildanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Hausarbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem Einsatz des Bilderbuchs im Literaturunterricht der Grundschule und untersucht dessen vielfältige Potenziale zur Erreichung pädagogischer und didaktischer Lernziele.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Arbeit behandelt?

Zentrale Themen sind die Geschichte des Bilderbuchs, dessen fachliche Definition, Kriterien für eine fundierte Buchauswahl, sowie spezifische Methoden der Analyse und unterrichtspraktischen Umsetzung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Bilderbücher weit mehr als nur Trivialliteratur sind, und den Lehrkräften fundierte Ansätze zu bieten, wie sie dieses Medium für eine anspruchsvolle literarische Bildung einsetzen können.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturrecherche und -analyse aktueller fachdidaktischer Konzepte. Diese werden exemplarisch an zwei Bilderbüchern (Anthony Browne und Armin Greder) erprobt und fachdidaktisch begründet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit inhaltlich behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Geschichte, Definition und den Zielen (Leseförderung, ästhetische/literarische Bildung) sowie einen praktischen Teil, der Analyse und Umsetzung der gewählten Bilderbücher konkret darlegt.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich diese Arbeit charakterisieren?

Die wichtigsten Begriffe sind Bilderbuchdidaktik, literarische Sozialisation, Visual Literacy, handlungsorientierter Unterricht und Bildanalyse.

Warum wählt die Autorin ausgerechnet "Stimmen im Park" und "Die Insel"?

Die Autorin wählt diese Werke, da sie komplexe, qualitativ hochwertige Bilderbücher sind, die vielfältige Interpretationsspielräume bieten und sich daher besonders gut für eine tiefergehende Auseinandersetzung im Unterricht eignen.

Wie wird das Fehlen eines Happy Ends in "Die Insel" pädagogisch bewertet?

Die Autorin bewertet das fehlende Happy End positiv, da es die Schüler zur Reflexion anregt, Empathie fordert und indirekt dazu auffordert, Handlungsalternativen zu suchen und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.

Welche Bedeutung kommt der Typografie in den analysierten Bilderbüchern zu?

Die Typografie wird als wesentliches Gestaltungsmittel hervorgehoben, das die Stimmung der Erzählung unterstreicht und die Perspektiven der unterschiedlichen Charaktere oder die Erzählhaltung gezielt unterstützt.

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Details

Title
Das Bilderbuch im Literaturunterricht der Grundschule
Subtitle
Möglichkeiten, Ziele und Anwendungsbeispiele
College
University of Education Heidelberg
Grade
1,5
Author
Theresa Linnéa Müller (Author)
Publication Year
2007
Pages
82
Catalog Number
V88072
ISBN (eBook)
9783638015011
ISBN (Book)
9783638917698
Language
German
Tags
Bilderbuch Literaturunterricht Grundschule
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Theresa Linnéa Müller (Author), 2007, Das Bilderbuch im Literaturunterricht der Grundschule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/88072
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