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Konzernsteuerquote

Funktion, Bedeutung und Kritik

Title: Konzernsteuerquote

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 19 Pages , Grade: 1

Autor:in: Stefanie Schnee (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Führte die Konzernsteuerquote Ende der neunziger Jahre in Deutschland noch ein Schattendasein in Lehrbüchern zur Bilanzanalyse, so ist deren Bedeutung in der Unternehmenspraxis in den vergangenen Jahren enorm gestiegen. Das liegt vor allem an der zunehmenden Zahl an Unternehmen, die ihre Abschlüsse nach internationalen Rech-nungslegungsstandards (IAS/IFRS) oder nach amerikanischen Bilanzierungsvorschrif-ten (US-GAAP) erstellen. In diesen Regelungskreisen ist – im Gegensatz zu den HGB-Vorschriften - die Veröffentlichung und Herleitung der Konzernsteuerquote im Kon-zernabschluss vorgeschrieben. Insbesondere mit Umsetzung der IAS-Verordnung müssen seit dem Geschäftsjahr 2005 kapitalmarktorientierte Unternehmen ihren Konzernab-schluss nach internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen aufstellen, wodurch die Herleitung der Konzernsteuerquote im Anhang zu einer gesetzlichen Verpflichtung für kapitalmarktorientierte Konzerne wurde.
Die Bedeutung der Konzernsteuerquote hat sich auch durch die zunehmende Kapitalmarktorientierung der Unternehmenspolitik erhöht. Hintergrund dabei ist der Zusam-menhang zwischen der Konzernsteuerquote und der für die Beurteilung von Unterneh-men zentralen Kennzahl Gewinn je Aktie (Earnings per Share). Der Gewinn je Aktie ist eine Nachsteuergröße und damit umso höher, je geringer die Konzernsteuerquote ist. Das bedeutet, dass der auf den Gesellschafter entfallende Gewinn je Aktie umso höher ist, je geringer der Steueraufwand und damit der auf den Fiskus entfallende Teil ist. Damit einhergehend überrascht es nicht, dass sich der Kapitalmarkt für die Konzernsteuerquote und deren dauerhafte Absenkung interessiert und börsennotierte Unter-nehmen in deren Hauptversammlungen zunehmend kritisch mit dieser Kennzahl konfrontiert werden.

Inhalt:
I. Grundlagen der Konzernsteuerquote
1. Gründe für die zunehmende Bedeutung der Konzernsteuerquote
2. Definition und Ermittlung der Konzernsteuerquote
3. Überleitungsrechnung
II. Funktionen der Konzernsteuerquote
1. Funktionen für interne Abschlussinteressenten
2. Funktionen für externe Abschlussinteressenten
III. Bedeutung für die betriebliche Steuerpolitik.
1. Verdrängung klassischer Steuerbilanzpolitik
2. Aktionsfelder einer quotenorientierten Steuerpolitik
IV. Kritik
1. Begrenzte Beeinflussbarkeit der Quote durch die Steuerabteilung
2. Folgen für die betriebliche Steuerpolitik
3. Konzernsteuerquotenvergleich

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Grundlagen der Konzernsteuerquote

1. Gründe für die zunehmende Bedeutung der Konzernsteuerquote

2. Definition und Ermittlung der Konzernsteuerquote

3. Überleitungsrechnung

II. Funktionen der Konzernsteuerquote

1. Funktionen für interne Abschlussinteressenten

2. Funktionen für externe Abschlussinteressenten

III. Bedeutung für die betriebliche Steuerpolitik

1. Verdrängung klassischer Steuerbilanzpolitik

2. Aktionsfelder einer quotenorientierten Steuerpolitik

IV. Kritik

1. Begrenzte Beeinflussbarkeit der Quote durch die Steuerabteilung

2. Folgen für die betriebliche Steuerpolitik

3. Konzernsteuerquotenvergleich

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die Funktion, Bedeutung und kritischen Aspekte der Konzernsteuerquote als zentrale Kennzahl der modernen Unternehmensberichterstattung und Steuerplanung, um zu untersuchen, wie Unternehmen ihre Steuerbelastung steuern und gegenüber dem Kapitalmarkt kommunizieren.

  • Bedeutung der Konzernsteuerquote für die Kapitalmarktorientierung
  • Methodische Ermittlung und Überleitungsrechnung im Konzernabschluss
  • Funktionen für interne und externe Interessengruppen
  • Einfluss der Konzernsteuerquote auf die betriebliche Steuerpolitik
  • Kritische Würdigung der Aussagekraft und Vergleichbarkeit der Kennzahl

Auszug aus dem Buch

1. Gründe für die zunehmende Bedeutung der Konzernsteuerquote

Führte die Konzernsteuerquote Ende der neunziger Jahre in Deutschland noch ein Schattendasein in Lehrbüchern zur Bilanzanalyse, so ist deren Bedeutung in der Unternehmenspraxis in den vergangenen Jahren enorm gestiegen. Das liegt vor allem an der zunehmenden Zahl an Unternehmen, die ihre Abschlüsse nach internationalen Rechnungslegungsstandards (IAS/IFRS) oder nach amerikanischen Bilanzierungsvorschriften (US-GAAP) erstellen. In diesen Regelungskreisen ist – im Gegensatz zu den HGB-Vorschriften - die Veröffentlichung und Herleitung der Konzernsteuerquote im Konzernabschluss vorgeschrieben. Insbesondere mit Umsetzung der IAS-Verordnung müssen seit dem Geschäftsjahr 2005 kapitalmarktorientierte Unternehmen ihren Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen aufstellen, wodurch die Herleitung der Konzernsteuerquote im Anhang zu einer gesetzlichen Verpflichtung für kapitalmarktorientierte Konzerne wurde.

Die Bedeutung der Konzernsteuerquote hat sich auch durch die zunehmende Kapitalmarktorientierung der Unternehmenspolitik erhöht. Hintergrund dabei ist der Zusammenhang zwischen der Konzernsteuerquote und der für die Beurteilung von Unternehmen zentralen Kennzahl Gewinn je Aktie (Earnings per Share). Der Gewinn je Aktie ist eine Nachsteuergröße und damit umso höher, je geringer die Konzernsteuerquote ist. Das bedeutet, dass der auf den Gesellschafter entfallende Gewinn je Aktie umso höher ist, je geringer der Steueraufwand und damit der auf den Fiskus entfallende Teil ist. Damit einhergehend überrascht es nicht, dass sich der Kapitalmarkt für die Konzernsteuerquote und deren dauerhafte Absenkung interessiert und börsennotierte Unternehmen in deren Hauptversammlungen zunehmend kritisch mit dieser Kennzahl konfrontiert werden.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Grundlagen der Konzernsteuerquote: Dieses Kapitel erläutert den wachsenden Stellenwert der Quote durch internationale Rechnungslegungsvorschriften, definiert ihre Berechnung und führt in die steuerliche Überleitungsrechnung ein.

II. Funktionen der Konzernsteuerquote: Hier wird untersucht, wie die Kennzahl sowohl für das interne Management als Benchmarking-Instrument als auch für externe Investoren zur Beurteilung der Steuerpolitik genutzt wird.

III. Bedeutung für die betriebliche Steuerpolitik: Der Abschnitt analysiert den Wandel von der klassischen Steuerbilanzpolitik hin zu einer quotenorientierten Strategie und identifiziert konkrete Aktionsfelder zur Senkung der Konzernsteuerquote.

IV. Kritik: Das letzte Kapitel setzt sich kritisch mit der begrenzten Beeinflussbarkeit der Quote, den potenziellen Fehlanreizen für die Steuerabteilung und den Schwierigkeiten beim branchenübergreifenden Vergleich auseinander.

Schlüsselwörter

Konzernsteuerquote, Steuerbelastung, Steuerpolitik, IFRS, Konzernabschluss, Überleitungsrechnung, Kapitalmarktorientierung, Gewinn je Aktie, Steuerplanung, Steuerlatenz, Verrechnungspreise, Unternehmenssteuerreform, Steuerbarwert, Effektivsteuersatz, Konzernsteuerquote

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Konzernsteuerquote als eine maßgebliche Kennzahl für die steuerliche Performance von Unternehmen im Kontext der internationalen Rechnungslegung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition und Ermittlung der Quote, deren Anwendung als Steuerungs- und Kommunikationsinstrument sowie die kritische Reflexion ihrer Aussagekraft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Funktionsweise der Konzernsteuerquote darzulegen und aufzuzeigen, wie sie moderne betriebliche Steuerpolitik beeinflusst und welche methodischen Grenzen dabei bestehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Untersuchung von Bilanzierungsstandards zur Herleitung und Interpretation betriebswirtschaftlicher Kennzahlen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erstreckt sich von den Grundlagen und Berechnungsmethoden über die verschiedenen Anwendungsfunktionen für interne und externe Akteure bis hin zu den praktischen Aktionsfeldern der Steuergestaltung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Konzernsteuerquote, IFRS, Überleitungsrechnung, Steuerbarwert, Kapitalmarktorientierung und Steuerpolitik.

Was bedeutet der „kompensatorische Effekt“ latenter Steuern?

Dieser Effekt beschreibt, dass Maßnahmen zur Senkung des tatsächlichen Steueraufwands häufig durch einen Anstieg latenter Steuern neutralisiert werden, wodurch die Konzernsteuerquote insgesamt unverändert bleibt.

Warum ist der branchenübergreifende Vergleich von Konzernsteuerquoten schwierig?

Der Vergleich ist problematisch, da Konzerne unterschiedlichen Steuergesetzen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unterliegen und das Potenzial zur Steuergestaltung je nach Branche variieren kann.

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Details

Title
Konzernsteuerquote
Subtitle
Funktion, Bedeutung und Kritik
College
LMU Munich
Grade
1
Author
Stefanie Schnee (Author)
Publication Year
2007
Pages
19
Catalog Number
V88125
ISBN (eBook)
9783638017183
Language
German
Tags
Konzernsteuerquote
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Schnee (Author), 2007, Konzernsteuerquote, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/88125
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