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Das "sprachgebundene Verhältnis" von Benn und Nietzsche anhand der beiden Gedichte "Ein Wort" und "Das Wort"

Title: Das "sprachgebundene Verhältnis" von Benn und Nietzsche anhand der beiden Gedichte "Ein Wort" und "Das Wort"

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 18 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Katrin Eberle (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Summary Excerpt Details

In den vergangenen Jahren hat sich die Forschung vermehrt der Kunsttheorie Benn und Nietzsches zugewandt. Vor allem Bruno Hillebrand erforschte die Kunsttheorie, welche die beiden Dichter verband. Doch auch Gerhard Loose untersuchte die Ästhetik Gottfried Benns, die Benn auf Nietzsche zurückführte, und der damit in einem „sprachlichen Verhältnis“ zu Nietzsche stand.
Besonders den Artistikbegriff übernahm Benn von Nietzsche. In seinen kunsttheoretischen Äußerungen hat Benn keinen Namen so oft genannt wie den Nietzsches. Jedoch lässt sich auch ohne direkte Hinweise, durch die immer wiederkehrenden Andeutungen und Zitate, das einflussreiche Vorbild erkennen.
Es gibt jedoch auch Abweichungen im Nietzsche-Bild Benns. Die Gemeinsamkeiten und Unterschiede, die Benn und Nietzsche in ihrem Kunstbegriff und ihrer Sprache hatten, will ich in meiner Seminararbeit aufzeigen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Forschungslage und Vorgehensweise

2. Das „sprachgebundene Verhältnis“ von Benn und Nietzsche

3. Der Artistikbegriff

3.1 Der Zwiespalt im Nietzsche-Bild Benns

4. Interpretation der Gedichte „Ein Wort“ und „Das Wort“

4.1 Benn: „Ein Wort“

4.2 Nietzsche: „Das Wort“

4.3 Sprachlicher und inhaltlicher Vergleich der beiden Gedichte

5. Kritische Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit untersucht das spezifische „sprachgebundene Verhältnis“ zwischen Gottfried Benn und Friedrich Nietzsche, indem sie die künstlerischen Gemeinsamkeiten und Differenzen durch eine detaillierte Analyse der Gedichte „Ein Wort“ und „Das Wort“ herausarbeitet.

  • Der Einfluss des Nietzsche’schen Artistikbegriffs auf die Ästhetik von Gottfried Benn.
  • Die Auseinandersetzung mit den Konzepten von Form, Rhythmus und dem Verlust der inhaltlichen Substanz.
  • Eine vergleichende Interpretation der Gedichte hinsichtlich ihrer sprachlichen Struktur und philosophischen Implikationen.
  • Die kritische Reflexion über das Benn’sche Nietzsche-Bild und die Rolle des schöpferischen Rausches.

Auszug aus dem Buch

4.1 Benn: „Ein Wort“

1 Ein Wort, ein Satz -: aus Chiffren steigen

2 erkanntes Leben, jäher Sinn,

3 die Sonne steht, die Sphären schweigen,

4 und alles ballt sich zu ihm hin.

5 Ein Wort - ein Glanz, ein Flug, ein Feuer,

6 ein Flammenwurf, ein Sternenstrich -

7 und wieder Dunkel, ungeheuer,

8 im leeren Raum um Welt und Ich.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Forschungslage und Vorgehensweise: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die bestehende Forschung zu Benn und Nietzsche und erläutert die methodische Herangehensweise der Arbeit.

2. Das „sprachgebundene Verhältnis“ von Benn und Nietzsche: Hier wird dargelegt, dass Benns Bezug zu Nietzsche primär auf sprachlicher Ebene statt auf einer weltanschaulichen Philosophie beruht.

3. Der Artistikbegriff: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der Artistik als Reaktion auf den Realitäts- und Wertezerfall in der Moderne und definiert die Bedeutung von Form und Ausdruck.

3.1 Der Zwiespalt im Nietzsche-Bild Benns: Der Autor untersucht den widersprüchlichen Umgang Benns mit Nietzsches Denken, bei dem die Kunstlehre positiv hervorgehoben und die Lebensphilosophie abgelehnt wird.

4. Interpretation der Gedichte „Ein Wort“ und „Das Wort“: Dieser Abschnitt dient der Analyse der beiden zentralen Primärtexte im Hinblick auf ihre strukturellen und inhaltlichen Aspekte.

4.1 Benn: „Ein Wort“: Eine detaillierte Untersuchung der rhetorischen Figuren, der Metaphorik und der Bedeutung des „Rausches“ in Benns Gedicht.

4.2 Nietzsche: „Das Wort“: Analyse des Gedichts von Nietzsche, wobei insbesondere der Einfluss seiner musikalischen Prägung und die Darstellung des Wortes als lebendiges, verletzliches Wesen beleuchtet werden.

4.3 Sprachlicher und inhaltlicher Vergleich der beiden Gedichte: Ein direkter Vergleich der beiden Werke zeigt deutliche formale Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Verständnis von Sprache und Dichtung auf.

5. Kritische Schlussbemerkung: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über die Ergebnisse und verweist auf die Notwendigkeit weiterer Untersuchungen, die über die zwei behandelten Gedichte hinausgehen.

Schlüsselwörter

Artistikbegriff, Gottfried Benn, Friedrich Nietzsche, Sprachstruktur, Lyrik, Expressionismus, Chiffre, Formrausch, Realitätszerfall, Wortkunst, Ästhetik, literarischer Vergleich, Monologstil, metaphysische Tätigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die tiefgreifende, sprachlich fundierte Beziehung zwischen dem Dichter Gottfried Benn und dem Philosophen Friedrich Nietzsche anhand ihrer jeweiligen Kunstauffassungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den zentralen Themen gehören der Artistikbegriff, die Bedeutung von Form gegenüber Inhalt, der Prozess des Realitätszerfalls und die Rolle des „Rausches“ im kreativen Schaffen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Kunstverständnis von Benn und Nietzsche aufzuzeigen, indem zwei repräsentative Gedichte, „Ein Wort“ und „Das Wort“, systematisch gegenübergestellt werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Rückgriff auf kunsttheoretische Konzepte mit einer textnahen Interpretation der beiden Gedichte verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung des Artistikbegriffs, die Analyse von Benns Zwiespalt gegenüber Nietzsche sowie die detaillierte Interpretation und den direkten Vergleich der beiden Gedichte.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Artistik, Chiffre, Formrausch, Sprachgebundenheit und die Ablehnung einer bloßen Mitteilungsfunktion der Sprache.

Wie interpretiert Benn den „schöpferischen Rausch“?

Benn versteht den Rausch als einen Zustand, der die Kluft zwischen Ich und Welt aufhebt und die „innere Realität“ zwingend in eine formale, künstlerische Bindung überführt.

Wie unterscheidet sich der Titelgebrauch bei den beiden Dichtern?

Nietzsche wählt für sein Gedicht den bestimmten Artikel („Das Wort“), während Benn den unbestimmten Artikel („Ein Wort“) nutzt, was auf einen allgemeineren Ansatz hinsichtlich der Sprache hindeutet.

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Details

Title
Das "sprachgebundene Verhältnis" von Benn und Nietzsche anhand der beiden Gedichte "Ein Wort" und "Das Wort"
College
LMU Munich  (Institut für Deutsche Philologie)
Grade
2,0
Author
Katrin Eberle (Author)
Publication Year
2007
Pages
18
Catalog Number
V88187
ISBN (eBook)
9783638029544
ISBN (Book)
9783638927994
Language
German
Tags
Verhältnis Benn Nietzsche Gedichte Wort
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katrin Eberle (Author), 2007, Das "sprachgebundene Verhältnis" von Benn und Nietzsche anhand der beiden Gedichte "Ein Wort" und "Das Wort", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/88187
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