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Alexander der Große

Zug durch die Wüste Gedrosien und weitere Tätigkeiten bis zum Sommer 324 v.Chr

Title: Alexander der Große

Term Paper , 2006 , 12 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Thomas Ostertag (Author)

World History - Early and Ancient History
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Die vorliegende Hausarbeit analysiert einen Lebensabschnitt von Alexander dem Großen, einer legendären Figur innerhalb der geistigen und kulturellen Landschaft der Antike. Dem berühmten König gelang an vielen Stellen das, für die damalige Zeit, Unmögliche und Unfassbare. Besonders seine Eroberungen auf dem Perserfeldzug sind wohl jedem bekannt. Man kennt die Schlacht von Issos und die Massenhochzeit von Susa.
Sein Zug durch die gedrosische Wüste jedoch ist bisher weniger im allgemeinen Bewusstsein verankert. Als Alexander der Große 325 v. Chr. in der Stadt Patala den Entschluss gefasst hatte, den Rückweg nach Karmanien durch die Satrapie Gedrosien und so durch deren Wüste zu nehmen, wusste er vermutlich nicht, wie folgenschwer seine Entscheidung sein würde; sie besiegelte den Tod vieler seiner Soldaten. Aufgrund verschiedener Faktoren wurde der Rückweg zum Disaster.
Im ersten Abschnitt meiner Hausarbeit gehe ich vorrangig auf die Ereignisse ab dem Einzug Alexanders in die gedrosische Wüste (August 325 v.Chr.) bis zur Wiedervereinigung des Heeres und der Flotte in Karmanien ein. Im zweiten Abschnitt dieser Arbeit geht es hauptsächlich um Maßnahmen und Handlungen Alexanders bis zum Weitermarsch aus Susa im Sommer 324 v.Chr.
Aus diesem Kontext ergibt sich die zentrale Themenstellung dieser Arbeit: Aufarbeitung und Rekonstruktion des Zuges von Alexander dem Großen durch die gedrosische Wüste und Untersuchung der weiteren Ereignisse bis zu den Ereignissen in Susa im Jahr 324 v. Chr.
Die Quellenlage über das Leben und die Taten Alexanders des Großen ist zum Teil sehr komplex. Um die Ereignisse dieses Abschnittes möglichst detailgenau zu rekonstruieren, richtet sich mein Blick zunächst auf die literarischen, zeitgenössischen Zeugnisse. Hier sollen die Träger der Primärtradition wie Arrian und Plutarch und ihre Werke in Augenschein genommen werden. Anschließend dienen dann die in den Sekundärquellen angeführten Aussagen über den König dazu, den entscheidenden Faktor für die Rekonstruierung des Alexanderbildes, zu fokussieren. Eine ausführliche Literaturliste findet sich am Ende der Arbeit.
Vorliegende Arbeit wurde im Wintersemester 2005/06 an der Universität Erlangen – Nürnberg im Geschichte Proseminar „Alexander der Große“ in ähnlicher Form als Referat gehalten.
Alle folgenden Jahresangaben in dieser Arbeit sind verständlicherweise vor Christus.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Die Ereignisse von Juni bis August 325 v Chr.

2.2 Der Marsch durch das Oreitengebiet und durch die Wüste Gedrosien

2.2.1 Geplanter Verlauf für den Rückmarsch und zu erwartende Schwierigkeiten

2.2.2 Aktivitäten im Oreitengebiet

2.2.3 Marsch durch die Wüste Gedrosien bis zum Eintreffen in Pura

2.2.4 Mögliche Motive Alexanders für den Marsch

2.3 Tätigkeiten in Pura bis zu den Ereignissen in Susa

2.3.1 Tätigkeiten in Pura und der Weiterzug Alexanders

2.3.2 Vereinigung des Heeres in Karmanien

2.3.3 Handlungen Alexanders in Pasagardei und Persepolis

2.3.4 Die Ereignisse in Susa im Frühjahr 324

3. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit rekonstruiert und analysiert den historisch folgenschweren Zug Alexander des Großen durch die gedrosische Wüste sowie die anschließenden politischen und militärischen Handlungen des Königs bis zum Sommer 324 v. Chr., um ein besseres Verständnis seines Selbstverständnisses als Herrscher zu erlangen.

  • Der Marsch durch das Oreitengebiet und die Wüste Gedrosien
  • Die logistischen und physischen Herausforderungen sowie das Scheitern der Flottenunterstützung
  • Mögliche Motive Alexanders für die riskante Routenwahl
  • Die Reorganisation der Satrapien und der Umgang mit Untergebenen in Pura, Karmanien und Susa
  • Die Feierlichkeiten und politischen Dekrete, wie der Verbanntenerlass, als Ausdruck imperialer Macht

Auszug aus dem Buch

2.2.4 Mögliche Motive Alexanders für den Marsch

Es gibt viele Spekulationen, warum Alexander der Große ausgerechnet diesen beschwerlichen und gefährlichen Weg durch die Wüste Gedrosien genommen hat.

Eine interessante These findet sich in diesem Zusammenhang bei Arrian. Er schreibt: Alexander habe diesen Weg gewählt, nicht weil er, wie Nearchos als einziger bemerkt, die Schwierigkeiten dieser Marschroute nicht kannte, sondern, weil er gehört hatte, noch niemand außer Semiramis auf ihrer Flucht aus Indien sei auf diesem Wege mit seinem Heere heil davon gekommen, und auch diese nur mit Kyros, der Sohn des Kambyses, sogar mit nur noch 7 Mann, wie die Einheimischen berichten. Denn auch Kyros habe sich hierherbegeben, um in Indien einzufallen, doch seien ihm Wüste und Mangel auf diesem Wege zuvorgekommen und hätten den Großteil seines Heeres vernichtet.Diese Nachrichten aber seien es gewesen, die Alexanders Ehrgeiz anstachelten, Semiramis und Kyros zu übertreffen. Aus diesem Grund, zugleich auch, um der Flotte aus nicht allzu weiter Entfernung Nachschub am Nötigsten bringen zu können, habe Alexander, wie Nearchos sagt, diesen Weg eingeschlagen.

Hans Joachim Gehrke beschreibt, dass der Zug Alexanders des Großen von Anfang an auch mit „geographischer Exploration“ verbunden war. Es ist für ihn naheliegend, dass Alexander auf seinem Rückweg neue Routen entdecken wollte. Er führt weiterhin aus, dass ein kombiniertes Flotten- und Landunternehmen unter diesem Gesichtspunkt durchaus nachvollziehbaren Erwägungen entsprach. Allerdings schränkt er ein, dass Alexander für die Unterstützung der Flotte kein so großes Landheer – Gehrke schätzt die Truppenzahl auf etwa 60.000 Mann – benötigt hätte. So kommt auch er zum Schluss, dass es Alexander wahrscheinlich um eine neue große Herausforderung ging.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema des Perserfeldzugs ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Rekonstruktion des Zuges durch Gedrosien sowie der Ereignisse bis 324 v. Chr.

2. Hauptteil: Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Marschroute durch die Wüste, die gescheiterte Logistik, die kritische Quellenarbeit zu den Motiven des Königs sowie die Darstellung der darauffolgenden politischen Säuberungen und Hochzeitsfeierlichkeiten in Susa.

3. Schlussbetrachtung: Das Fazit resümiert die gewonnenen Erkenntnisse über die Motivation Alexanders und stellt fest, dass sich der König in dieser Phase zunehmend als absoluter Herrscher über Persien und Griechenland inszenierte.

Schlüsselwörter

Alexander der Große, Gedrosien, Wüste, Perserfeldzug, Nearchos, Satrapen, Susa, Karmanien, Hephaistion, Verbanntenerlass, Antike, Geschichte, Heerführer, Forschungsreisen, Machtanspruch.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert einen speziellen, historisch bedeutsamen Lebensabschnitt Alexanders des Großen, beginnend mit seinem riskanten Marsch durch die Wüste Gedrosien im Jahr 325 v. Chr. bis hin zu seinen Handlungen in Susa im Sommer 324 v. Chr.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die geographische Exploration, die militärische Logistik eines kombinierten Land- und Flottenunternehmens, die politische Neuordnung der Satrapien sowie die Selbstinszenierung Alexanders als persischer und griechischer Herrscher.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Das Ziel ist die Aufarbeitung und Rekonstruktion des verlustreichen Rückzuges durch Gedrosien sowie die Untersuchung der darauf folgenden politischen Maßnahmen und Ereignisse bis zum Sommer 324 v. Chr.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer methodischen Analyse zeitgenössischer Primärquellen wie Arrian und Plutarch sowie der kritischen Auswertung einschlägiger Sekundärliteratur zur historischen Einordnung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt chronologisch die Planung und Durchführung des Marsches, die immensen physischen Probleme der Armee, die diversen Theorien zu den Motiven des Königs sowie die administrativen und sozialen Maßnahmen nach der Ankunft in Pura, Karmanien und Susa.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Alexander der Große, Gedrosien, Wüste, Perserfeldzug, Nearchos, Susa, politische Neuordnung und antike Geschichte.

Warum gilt der Zug durch Gedrosien als ein "Desaster"?

Der Marsch verlief durch extrem unwirtliches Gelände, für das keine ausreichende Versorgung sichergestellt werden konnte. Die Kombination aus Hitze, Wassermangel und fehlender Logistik führte zu verheerenden Verlusten in Alexanders Armee.

Welche Rolle spielte der "Verbanntenerlass" in Susa?

Der Verbanntenerlass war eine politische Machtdemonstration, mit der Alexander seine Autorität über die griechischen Stadtstaaten festigte, indem er die Rückkehr von rund 20.000 Verbannten in ihre Heimatstädte erzwang.

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Details

Title
Alexander der Große
Subtitle
Zug durch die Wüste Gedrosien und weitere Tätigkeiten bis zum Sommer 324 v.Chr
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Grade
2,0
Author
Thomas Ostertag (Author)
Publication Year
2006
Pages
12
Catalog Number
V88196
ISBN (eBook)
9783638017459
Language
German
Tags
Alexander Große
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Ostertag (Author), 2006, Alexander der Große, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/88196
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