China entwickelt sich zum Hoffnungsträger der Weltwirtschaft. China scheint das zu werden, das es bereits im 16. Jahrhundert war: das Reich der Mitte. Ausländische Unternehmer wittern ihre Chance und versuchen von Chinas Aufschwung zu profitieren. Zwar birgt der chinesische Markt ohne Zweifel große Chancen für ausländische Investoren, doch empirische Studien zeigen, dass viele ausländische Unternehmen in China weit hinter ihren Gewinnerwartungen zurückbleiben. Wo liegen die Ursachen für diese ambivalente Entwicklung? Ist China wirklich so ein attraktiver Absatzmarkt wie überwiegend angenommen wird? Und worauf sollten Unternehmer bei ihren China-Investitionen besonders achten? Die vorliegende Arbeit setzt sich daher zum Ziel, eine Ordnungshilfe im Gewirr von Missverständnissen und Halbwahrheiten zu sein und daraus Grundzüge für eine marktorientierte Unternehmensführung abzuleiten. Die Arbeit richtet sich an Entscheidungsträger von KMU, die ein Engagement in der VR-China in Erwägung ziehen und an all jene, die hinter die Fassade des chinesischen Wirtschaftswachstums blicken möchten.
Inhaltsverzeichnis
ERSTER TEIL
Gehen oder bleiben?
Kapitel 1: China in der Weltwirtschaft
Kapitel 3: Strategische Optionen für ein Chinageschäft
Kapitel 2: Gründe für einen Markteinstieg
ZWEITER TEIL
Wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen
Kapitel 1: Politische Rahmenbedingungen und Wirtschaftsreformen
Kapitel 2: Wirtschaftliche Entwicklung und Wettbewerbssituation
Kapitel 3: Soziale Reformen und gesellschaftliche Stabilität
Kapitel 4: Bildung und Personalrekrutierung
Kapitel 5: Rechtliche Rahmenbedingungen und Markenschutz
DRITTEL TEIL
Weiche Faktoren im Chinageschäft
Kapitel 1: Kultur zwischen Lokalisierung und Globalisierung
Kapitel 2: Grundzüge der chinesischen Kultur
Kapitel 3: Fünf Dimensionen Modell von Geert Hofstede
Kapitel 4: Verträge und Vertrauen
Kapitel 5: Wege wählen und Ziele erreichen
Kapitel 6: Zeitpläne und Arbeitsabläufe
Kapitel 7: Kommunikation und Konfliktlösung
Kapitel 8: Informieren und informiert werden
VIERTER TEIL
Marktbezogene Unternehmensführung
Kapitel 1: Beschaffung
Kapitel 2: Produktion
Kapitel 3: Marktforschung
Kapitel 4: Marktsegmentierung
Kapitel 5: Produktpolitik
Kapitel 6: Preispolitik
Kapitel 7: Distributionspolitik
Kapitel 8: Kommunikationspolitik
FÜNFTER TEIL
Abschließende Betrachtungen
Kapitel 1: Kurz zusammengefasst
Kapitel 2: Künftige Entwicklung
Zielsetzung & Themen
Dieses Buch bietet eine Entscheidungsgrundlage für deutsche Unternehmen, die eine Expansion in den chinesischen Markt in Erwägung ziehen. Das Hauptziel ist die Analyse der kritischen Erfolgsfaktoren unter Berücksichtigung sowohl harter wirtschaftspolitischer Rahmenbedingungen als auch weicher kultureller Einflussfaktoren, um typische Fehlschläge bei internationalen Kooperationen zu vermeiden.
- Analyse des wirtschaftspolitischen Umfelds und der Reformdynamik Chinas
- Einfluss kultureller Besonderheiten und deren Bedeutung für das Management
- Strategien für Markteintritt, Personalrekrutierung und Beschaffung
- Umgang mit lokalen Rechtssystemen und IPR-Herausforderungen
- Praktische Planung von Zeitabläufen, Kommunikation und Marketing
Auszug aus dem Buch
Kapitel 1: China in der Weltwirtschaft
Ende der 90er Jahre erschien Asien für die meisten europäischen Unternehmer nicht besonders attraktiv. Die asiatische Finanzkrise 1997 hatte die erste Euphorie nach der neuen Öffnungspolitik schnell abgekühlt. Seither hat sich viel geändert. Heute ist der asiatische Markt wieder en vogue. Liest man Berichte über den wirtschaftlichen Aufschwung Asiens, kommt man an einem Land nicht vorbei: China.
China entwickelt sich mehr und mehr zum großen Hoffnungsträger der Weltwirtschaft. Durch sein dynamisches Wachstum soll die Schwäche der US-Konjunktur zumindest abgefedert werden. Chinas Erfolgszahlen lassen ehemalige ‚Stars‘ der Tigerstaaten wie Singapur, Südkorea oder Taiwan weit hinter sich. Chinas Aufstieg, so scheint es, ist nicht zu stoppen. Es macht sich die Erkenntnis breit, dass China wieder im Begriff ist das zu werden, das es bereits im 16. Jahrhundert war: das Reich der Mitte. Was ist also dran an den Berichten über Chinas Entwicklung? Steht uns wirklich ein „chinesisches Jahrhundert“ bevor und was bedeutet das für die deutsche Wirtschaft?
Chinas Wiederaufstieg in Weltwirtschaft und Weltpolitik gehört zweifelsohne zu den wichtigsten internationalen Entwicklungen Ende des 20. Jahrhunderts. Seit der von Deng Xiaoping eingeleiteten Öffnungspolitik (1978) hat sich China von einer weitgehend autarken Planwirtschaft zu einer der bedeutendsten Volkswirtschaften der Welt und zu einem der wichtigsten Empfänger für ausländische Direktinvestitionen entwickelt. Mit einer pragmatisch ausgerichteten Wirtschaftspolitik und mutigen politischen Reformen überholte China
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1: China in der Weltwirtschaft: Analyse der rasanten wirtschaftlichen Entwicklung Chinas und dessen wachsende Bedeutung als globaler Akteur sowie Hoffnungsträger.
Kapitel 3: Strategische Optionen für ein Chinageschäft: Diskussion der unternehmerischen Abwägung zwischen Markteintritt und der Positionierung gegenüber zunehmender chinesischer Konkurrenz.
Kapitel 2: Gründe für einen Markteinstieg: Identifikation und kritische Bewertung der Hauptmotive für Unternehmen, in den chinesischen Markt einzutreten.
Kapitel 1: Politische Rahmenbedingungen und Wirtschaftsreformen: Darstellung des Spannungsfelds zwischen Plan- und Marktwirtschaft und der pragmatischen Nutzung globaler Wirtschaftsmechanismen durch die chinesische Regierung.
Kapitel 2: Wirtschaftliche Entwicklung und Wettbewerbssituation: Untersuchung des BIP-Wachstums und der Herausforderungen durch regionale wirtschaftliche Disparitäten.
Kapitel 3: Soziale Reformen und gesellschaftliche Stabilität: Analyse der sozialen Auswirkungen des wirtschaftlichen Wandels und der Bewältigung von Ungleichheiten.
Kapitel 4: Bildung und Personalrekrutierung: Vorstellung verschiedener Methoden der Personalbeschaffung und der Bedeutung von Humankapital im chinesischen Arbeitsmarkt.
Kapitel 5: Rechtliche Rahmenbedingungen und Markenschutz: Erörterung der Schwierigkeiten bei der Durchsetzung von geistigen Eigentumsrechten und der Rolle von Schiedsgerichten.
Kapitel 1: Kultur zwischen Lokalisierung und Globalisierung: Einführung in das Prinzip der kulturellen Anpassung für ausländische Manager.
Kapitel 2: Grundzüge der chinesischen Kultur: Erläuterung philosophischer Fundamente wie Konfuzianismus und Taoismus und deren Einfluss auf das Geschäftsgebaren.
Kapitel 3: Fünf Dimensionen Modell von Geert Hofstede: Anwendung des Kulturmodells zum Vergleich zwischen deutschen und chinesischen Werten und Organisationsstrukturen.
Kapitel 4: Verträge und Vertrauen: Gegenüberstellung von westlicher Gesetzesmoral und östlicher Beziehungsmoral (Guanxi).
Kapitel 5: Wege wählen und Ziele erreichen: Analyse des Konflikts zwischen westlichem Sachfokus und östlichem Personenfokus.
Kapitel 6: Zeitpläne und Arbeitsabläufe: Untersuchung der Unterschiede zwischen monochronen und polychronen Planungsstrategien.
Kapitel 7: Kommunikation und Konfliktlösung: Problematisierung der interkulturellen Kommunikation und der Bedeutung der Gesichtswahrung.
Kapitel 8: Informieren und informiert werden: Analyse formeller versus informeller Informationswege zur strategischen Absicherung.
Kapitel 1: Beschaffung: Herausforderungen beim Aufbau lokaler Lieferketten und beim Management der Transportinfrastruktur.
Kapitel 2: Produktion: Kalkulation von Produktionskosten vor Ort und der Einfluss von lokalen Anforderungen an die Wertschöpfung.
Kapitel 3: Marktforschung: Probleme bei der Gewinnung verlässlicher Marktdaten in einem dezentralen und stark segmentierten Umfeld.
Kapitel 4: Marktsegmentierung: Notwendigkeit einer differenzierten Marktbearbeitung basierend auf Kaufkraftunterschieden und demographischen Kriterien.
Kapitel 5: Produktpolitik: Bedeutung von Ästhetik, Design und Verpackung für den Markterfolg.
Kapitel 6: Preispolitik: Strategien im Spannungsfeld zwischen Preiselastizität der Nachfrage und notwendigen Gewinnmargen.
Kapitel 7: Distributionspolitik: Auswahl von Absatzwegen und Herausforderungen in der Logistik.
Kapitel 8: Kommunikationspolitik: Bedeutung der Marke und der strategischen Wahl von Markennamen in der chinesischen Konsumentenwelt.
Kapitel 1: Kurz zusammengefasst: Zusammenführung der Kernergebnisse und strategische Handlungsempfehlungen für Investoren.
Kapitel 2: Künftige Entwicklung: Ausblick auf die zukünftige ökonomische Entwicklung Chinas und die damit verbundenen Herausforderungen.
Schlüsselwörter
China, Markteintritt, interkulturelles Management, Geert Hofstede, Guanxi, Konsumverhalten, Standortwahl, Beschaffung, Marktforschung, Unternehmensstrategie, Wirtschaftswachstum, Risiko, Personenfokus, Sozialpolitik, WTO.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Buch grundsätzlich?
Das Buch analysiert die Chancen und Risiken für deutsche Unternehmen beim Markteintritt in China und bietet eine Entscheidungsgrundlage durch die Verknüpfung von wirtschaftlichen und kulturellen Faktoren.
Welche Themenfelder stehen im Zentrum?
Die Arbeit behandelt politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die Bedeutung kultureller Werte, operativen Aspekte der Unternehmensführung wie Beschaffung, Produktion und Marketing sowie die Herausforderungen des Managements vor Ort.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, deutschen Managern aufzuzeigen, wie sie durch sorgfältige Planung und kulturelle Kompetenz die Erfolgschancen ihrer Projekte in China nachhaltig verbessern können.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf Umfragedaten, empirische Studien internationaler Institute sowie die Anwendung theoretischer Modelle wie des „Fünf Dimensionen Modells“ von Geert Hofstede zur kulturellen Analyse.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der tiefgehenden Analyse der "weichen Faktoren" und der "marktbezogenen Unternehmensführung", wobei spezifische Konfliktlinien im Management detailliert untersucht werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?
Zu den zentralen Begriffen zählen China-Engagement, interkulturelle Konfliktlinien, Guanxi, Markteintrittsstrategien und präventives Risikomanagement.
Wie gehen deutsche Unternehmen laut Buch am besten mit dem chinesischen Rechtssystem um?
Das Buch empfiehlt, sich auf das Prinzip der Vermeidung von Rechtsstreitigkeiten zu konzentrieren und durch sorgfältige Vertragsgestaltung sowie die Pflege zwischenmenschlicher Beziehungen (Guanxi) Konflikte präventiv zu minimieren.
Warum ist das Verständnis von "Guanxi" so wichtig für ausländische Investoren?
Guanxi fungiert als ein inoffizielles, aber essenzielles Netzwerk, das für die Informationsbeschaffung und die Sicherung des Geschäftserfolgs in China oft wichtiger ist als rein formelle Verträge.
Inwiefern beeinflusst das „Wir-Gefühl“ die Mitarbeitermotivation?
Das starke kollektivistische Wir-Gefühl bedeutet, dass westliche Belohnungssysteme (wie das Einzelbüro) zur Demotivation führen können, wenn sie den sozialen Zusammenhalt des Teams gefährden.
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- Jan Hutterer (Author), 2008, Marketing in China, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/88203