Auf den folgenden Seiten erfolgt eine Vorstellung der Grundlagen des Risikomanagements und des Risikocontrollings. Zunächst wird ein kurzer Überblick anhand von begrifflichen Grundlagen geschaffen. Zudem wird insbesondere auf die Risikoarten, die Risikosteuerung und Risikoberichterstattung eingegangen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
2. Begriffliche Grundlagen
2.1 Begriff des Risikos
2.2 Begriff des Risikomanagements
2.3 Begriff des Risikocontrollings
3. Risikoarten
3.1 Interne Risiken
3.2 Externe Risiken
4. Risikosteuerung
4.1 Strategien der Risikosteuerung
4.2 Instrumente der Risikosteuerung
5. Risikoberichterstattung
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit legt die theoretischen Grundlagen des Risikomanagements und Risikocontrollings dar, um deren Bedeutung für die Existenzsicherung und langfristige Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen zu verdeutlichen. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie durch systematische Identifikation, Steuerung und Berichterstattung von Risiken ein transparenter und risikoorientierter Unternehmensführungsprozess unterstützt werden kann.
- Begriffliche Differenzierung von Risiko, Risikomanagement und Risikocontrolling
- Klassifizierung unternehmerischer Risiken in interne und externe Faktoren
- Analyse von Strategien und Instrumenten zur aktiven Risikosteuerung
- Integration der Risikoberichterstattung in das betriebliche Berichtswesen
Auszug aus dem Buch
2.1 Begriff des Risikos
Jegliche unternehmerische Tätigkeiten sind mit Risiken unterschiedlicher Art behaftet. Sie entstehen durch die nicht vollständige Prognostizierbarkeit der Auswirkungen unternehmerischer Entscheidungen und externer Faktoren bevorstehender Entwicklungen. Der Begriff des Risikos wird in der Theorie und in der Praxis nicht einheitlich definiert. Durch unterschiedliche Risikowahrnehmungen und -interpretationen existiert für den Begriff Risiko eine Vielfalt von Definitionen. In der jüngeren Literatur hat sich immer mehr das Begriffspaar „Chance-Risiko“ hervorgehoben.
Unter dem Begriff Chance wird eine Aussicht der Vermögensmehrung verstanden, d.h. die Möglichkeit, Gewinn aus zukünftigen Entwicklungen zu erwirtschaften. Zudem geht aus der Risikobetrachtung hervor, dass die Zukunftserwartungen nicht nur einseitig zu sehen sind. Im negativen Bereich wird der Begriff Risiko angewandt. Hierbei wird unter dem Begriff Risiko eine Verlustmöglichkeit verstanden, d.h. die Möglichkeit der Gefahr ungünstiger Entwicklungen. Ein Risiko kann nicht nur durch Handeln, sondern auch durch bloße Untätigkeit verursacht werden.
Um eine Grundlage für die weiteren Ausführungen zu schaffen, soll an dieser Stelle eine eindeutige Definition für den Begriff Risiko aufgeführt werden: „Unter Risiko wird die Gefahr verstanden, dass Ereignisse (externe Faktoren) oder Entscheidungen und Handlungen (interne Faktoren) das Unternehmen daran hindern (ursachenbezogene Komponente), definierte Ziele zu erreichen bzw. Strategien erfolgreich zu realisieren (wirkungsbezogene Komponente).“
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Es erfolgt eine Vorstellung der Grundlagen des Risikomanagements und Risikocontrollings sowie ein Ausblick auf die behandelten Schwerpunkte wie Risikoarten, Risikosteuerung und Risikoberichterstattung.
2. Begriffliche Grundlagen: Dieses Kapitel klärt die zentralen Begrifflichkeiten, differenziert zwischen Risiko und Chance und definiert die Funktionen von Risikomanagement und Risikocontrolling im Unternehmen.
3. Risikoarten: Es wird eine Systematik zur Unterteilung von Unternehmensrisiken in interne und externe Faktoren präsentiert, um eine Grundlage für die Risikoidentifikation zu schaffen.
4. Risikosteuerung: Das Kapitel erläutert die verschiedenen Strategien und Instrumente, die dem Unternehmen zur Verfügung stehen, um identifizierte Risiken aktiv zu beeinflussen und auf ein akzeptables Maß zu begrenzen.
5. Risikoberichterstattung: Hier wird die Notwendigkeit erläutert, Risikoinformationen in das bestehende betriebliche Berichtswesen zu integrieren, um Entscheidungsträgern eine transparente Grundlage für die Steuerung der Risikolage zu bieten.
6. Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass Risikomanagement und Risikocontrolling essenzielle Werkzeuge für eine risikoorientierte Unternehmensführung darstellen, ohne jedoch eine Garantie gegen alle Unternehmensrisiken zu sein.
Schlüsselwörter
Risikomanagement, Risikocontrolling, Risikosteuerung, Risikoidentifikation, Risikobeurteilung, Existenzsicherung, Unternehmensführung, Interne Risiken, Externe Risiken, Chance-Risiko, Berichtswesen, Risikokategorisierung, Risikopotentiale, Strategisches Management, operative Risiken.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen des Risikomanagements und Risikocontrollings und deren Bedeutung als unterstützende Funktionen für eine erfolgreiche Unternehmensführung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zu den Kernbereichen gehören die Definition der Fachbegriffe, die Systematisierung von Risikoarten, die Darstellung von Strategien zur Risikosteuerung sowie die Einbettung der Risikoberichterstattung in das Berichtswesen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, eine einheitliche Grundlage für das Verständnis von Risikoprozessen zu schaffen und aufzuzeigen, wie diese zur Existenz- und Erfolgssicherung eines Unternehmens beitragen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse und strukturierte Definitionen auf Basis etablierter betriebswirtschaftlicher Quellen, um die Zusammenhänge zwischen Risikomanagement-Prozessen darzulegen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die begriffliche Einordnung, eine detaillierte Aufschlüsselung von internen und externen Risikoarten, die Vorstellung von Steuerungsinstrumenten und die Analyse der Berichterstattung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Risikomanagement, Risikocontrolling, Risikosteuerung, Existenzsicherung und strategische Unternehmensführung charakterisieren.
Was unterscheidet das Risikomanagement vom Risikocontrolling laut der Autorin?
Während das Risikomanagement auf die Existenzsicherung als Primärziel ausgerichtet ist, fungiert das Risikocontrolling als unterstützende Instanz, die Informationen über Ist-Zustände liefert und die Planung sowie Kontrolle der Risikopositionen begleitet.
Warum ist die Integration der Risikoberichterstattung ins Berichtswesen notwendig?
Sie ist notwendig, damit risikorelevante Informationen kontinuierlich in die tägliche Entscheidungsfindung der Führungsebene einfließen können und eine hierarchieübergreifende Transparenz über die Risikosituation entsteht.
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- Miriam Neugebauer (Author), 2008, Grundlagen des Risikomanagements und Risikocontrollings, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/88254